LeserInnenworld

LeserInnenworld 36/04

Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe gekürzt zu veröffentlichen. Zuschriften bitte an: briefe@jungle-world.com oder per Post an die Redaktion.

Jungle World 35/04: »Kurze Hose sind nicht angebracht«

Fahren Sie doch mal!

Was die Dame Pressesprecherin der Bahn AG im Interview sagt, darf so nicht stehen bleiben.

Gerade in kommunalen Verkehrsunternehmen sind in den letzten Jahren vielerorts kurze Hosen für das Fahrpersonal als Dienstkleidung eingeführt worden. In meinem Unternehmen (Stuttgarter Straßenbahn AG) seit mehr als sieben Jahren. Fahrgastbeschwerden sind nicht bekannt. Die Tragezeit ist nicht nur ein Monat, sondern von Ende Mai bis Mitte September, je nach aktueller Witterung. Durch die vermehrten Glasfronten ist auch verstärkt Sonneneinstrahlung möglich, die zur Aufheizung der Fahrerarbeitsplätze führt. Wer meint, dass die handelsüblichen Klimatisierungen extreme Hitzeeinstrahlung ausreichend neutralisieren, sollte sich mal bei 30 bis 35° mehrere Stunden in so einen Fahrerstand setzen. Frau Bals hat dies offensichtlich noch nie getan.

Die Forderung von Transnet ist berechtigt.

wolfgang hoepfner, stuttgart, freigestellter betriebsrat ssb ag


Jungle World 35/04: Exoten und Kommunikatoren

Vegans do it better

Als ich den Artikel »Exoten und Kommunikatoren« las, mußte ich unwillkürlich lachen. Es ist tatsächlich einfach nur lachhaft, was solche Esoterikfuzzis anstellen – peinlich allerdings für die Leute, die sich ernsthaft für Tierrechte engagieren. Glücklicherweise nennt der Autor nur Vegetarier – also Menschen, die trotz allem Gerede über die armen Tiere diese ausbeuten und ermorden lassen.

Wer dagegen aus ethischen Gründen vegan lebt, zeigt genau dieser Tierausbeutung die rote Karte und muss sich auch nicht mit allerlei esoterischem Unfug rechtfertigen.

tanja mueller, maqi – für tierrechte, gegen speziesismus


Jungle World, 35/04: »Tödliche Absichten«

Aufklärung fehlt

Ein guter Text, der aber nicht erklärt, was in Italien aufklärungstechnisch nicht gemacht wird.

Überall laufen Nazis rum, nicht nur in Mailand. Und die Polizei steht meistens schützend dahinter. Und die italienische Linke zieht keinen anderen Schluss daraus, außer dass sie sich wahrscheinlich erst im Oktober mobilisieren wird, wenn alle aus dem Urlaub zurück sind?

Ob das das tolle »Ende« der Geschichte ist, oder die Lösung des Problems? Blutiger Kampf von links gegen rechts im Mailänder Untergrund? Zig Tote? Alle glaubensstarke Verteidiger ihrer Ideologie? Ich bin mir da nicht so sicher. Angst zu verbreiten ist nicht der richtige Weg.

Grüße aus Wien

m.

Machen Sie uns bekannt! Werben Sie für uns mit einem unserer Jungle-World-Banner.