Ein Fall für Quint
supermeldung
Sie sind immer in Bewegung und unsichtbar für den Feind, auch ohne Waffen gefährlich und Selbstversorger. Das macht Haie zu interessanten Kandidaten für den US-Militärdienst. Doch bislang zeigten sie wenig Interesse am Kampf für Freedom and Democracy. Um dieses Problem zu umgehen, finanziert das Pentagon ein Projekt des Hawaii Institute of Marine Biology, das die Möglichkeit erforscht, Haie mit Hilfe implantierter Sender fernzusteuern.
Wie das Magazin New Scientist in der vergangenen Woche berichtete, soll es jedoch nicht Aufgabe der Haie sein, feindliche Kampfschwimmer zu verspeisen. Das Pentagon will ihre Fähigkeit nutzen, Chemikalien und elektrische Felder zu orten. Sie könnten wochenlang einer Flotte folgen, ohne vom Sonar geortet zu werden. Schon bald soll der erste ferngesteuerte Hai vor der Küste Floridas ausgesetzt werden.
Allerdings ist das Projekt noch nicht ganz ausgereift. Die Fernsteuerung stimuliert den Geruchssinn, täuscht dem Hai also eine leckere Beute vor, um ihn in die gewünschte Richtung zu dirigieren. Obwohl Haie nicht als sonderlich intelligent gelten, ist fraglich, ob sie sich täuschen lassen, wenn sie einem echten Fisch begegnen. Ungeklärt ist auch die Frage, wie verhindert werden kann, dass feindliche Fangflotten die schwimmenden Rekruten zu einer Suppeneinlage verarbeiten.
jörn schulz




