LeserInnenworld

LeserInnenworld 22/07

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Jungle World 13/07: Das Knutchen-Schema

Eisbären als Kannibalen

Dass ein kleiner Eisbär irgendwann die Welt in essbar und nicht essbar einteilen wird, kann ich nicht glauben, da er ja wohl nicht die gesamte Welt verspeisen kann. Außerdem frisst so ein kleiner Eisbär gar nicht alles. Es soll Löwen gegeben haben, die Vegeta­rier waren. Natürlich wird Knut bald ein gefährliches Tier sein, doch so ist seine Natur. Immerhin leben die wunderschönen Tiere normalerweise im Schnee, und von irgendetwas müssen sie ja leben. Sein Lieblingsbeu­tetier ist die Ringelrobbe. Dass die Eisbären aus Nahrungsmangel sich heute schon gegenseitig fressen, finde ich viel erschreckender.

viola kaffke


Jungle World 20/07: Thema G 8 und Razzien

Nur eine Woche ohne Inhalt

Zu den Razzien schreibt ihr schon in einer Unterüberschrift »Thema ist nur noch Gewalt, über Inhalte spricht niemand mehr.« Ihr sprecht von einer (!) Woche, in der aus eurer Sicht Inhalt kein Thema mehr sei. Nun, den Anfang der Woche machte die Bundesanwaltschaft mit einer Großrazzia gegen die Gipfelgegner, daraufhin wurde mit Großdemonstrationen und Solidaritätserklärungen reagiert, die Betroffenen und Unterstützer hatten in der Woche sicherlich sehr viel zu tun, und dass es in der Woche keine inhaltlichen Outputs gab, lag vermutlich dann auch noch daran, dass die Polizei zahlreiche Computer beschlagnahmt hatte. Nachdem nun knapp zwei Jahre kontinuierlich inhaltlich gearbeitet wurde, tut es uns wirklich sehr leid, euch eine Woche nicht damit versorgt zu haben. Wir werden uns bessern.

gipfel lollis

Kein Wort des Dankes

Die breite Solidarität bzw. das starke Wir-Gefühl sind mitnichten der Bundesanwaltschaft zu verdanken. Ein Danke für die Hausdurchsuchungen und die Kriminalisierungen ist wohl etwas fehl am Platz. Das starke Wir-Gefühl leitet sich aber vielmehr daraus ab, dass die so genannten G 8-KritikerInnen in der fast zweijährigen Vorbereitung einige inhaltliche Schritte vorangekommen sind und die Mobilisierung inzwischen verschiedenste Gruppierungen innerhalb der linken Szene erreicht hat.

lars

Ausforschen und einschüchtern

Es müsste doch erkennbar sein, was die Hausdurchsuchungen in Berlin, Hamburg und Bremen für einen Zweck hatten: die Ausforschung und Einschüchterung politisch aktiver Menschen. Das sollte zumindest in den Artikeln auch mal ansatzweise drinstehen.

t.n.

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