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Stephan Grigat: Antideutscher Kritik auf der Spur

Mit Wimpel und Mützchen

Hat man es bei den »Antideutschen« tatsächlich mit »ideologisch Fanatisierten« zu tun, die unter einer »neurotischen Überidentifikation« mit Jüdinnen und Juden leiden? Ist Israel für sie nur die »Projektionsfläche« für ihre eigenen Befindlichkeiten? Oder üben die Antideutschen dringend notwendige Ideologie- und Gesellschaftskritik? Stephan Grigat hat sich den beliebten Vorwurf des »Philosemitismus« an die antideutsche Linke einmal genauer angesehen, stellt aber auch fest, dass antideutsche Kritik mehr sein muss als die Unterstützung »Israelischer Wochen« in den Lebensmittelabteilungen deutscher Kaufhausketten.

von Stephan Grigat

Die so genannten Antideutschen geis­tern seit gut 15 Jahren durch die bundesrepublikanische politische Diskussion. Ihre Geschichte beginnt Ende der achtziger Jahre, als sich Angehörige der radikalen Linken auf Jean Améry besannen, der seit dem Sechs-Tage-Krieg 1967 immer wieder betont hat, dass die Linke sich im Kampf gegen Antisemitis­mus und Antizionismus neu zu definieren ha­be. (1) Mit der Zeit hat sich eine eigenständige Strömung gesellschafts­kritischen Denkens etabliert, die sich der Aufmerksamkeit des deutschen Verfassungsschutzes ebenso sicher sein kann wie jener von österreichischen, deutschen und israelischen Tageszeitungen. (2)

Mit den Antideutschen haben sich innerhalb der Linken Gruppierungen herausgebildet, die sich als explizit proisraelisch begreifen und dadurch mit der langen Tradition des linken (insbe­sondere des linksradikalen) Antizionismus gebrochen haben. Die anfängliche Kritik dieser »anti­deutschen« Kommunisten an einem linken Antisemitismus, welche die Kritik an den vorherrschenden Ausprägungen linker Israel-Feind­schaft implizierte, wurde sowohl in Teilen der politischen als auch der akademischen Linken begrüßt und aufgegriffen. Die aus dieser Kritik resultierende Parteinahme für den israelischen Staat stieß jedoch auf schroffe Ablehnung. Insbesondere seit Beginn der so genannten Al-Aqsa-Intifada ist diese Parteinahme mit dem Vorwurf des Philosemitismus konfrontiert. Die Solidarität mit Israel resultiere nicht aus einer Auseinandersetzung mit dem realen Konflikt im Nahen Osten, sondern aus einer »Überidentifikation« mit Juden und Jüdinnen sowie aus der »Projektion« links-deutscher Befindlichkeiten auf Israel.

Diese Vorwürfe gehören zum Standardrepertoire der traditionellen Linken, wenn sie auf Diskussionsveranstaltungen, in Internetforen oder in Szenezeitschriften über die antideutsche Kritik verhandelt. (3) Sie wurden jedoch auch mehrfach in wissenschaftlichen Arbeiten sowie in journalistischen und essayistischen Texten mit einiger Reichweite formuliert.

In dem in der Internet-Enzyklopädie Wikipedia zu findenden Eintrag zum Philosemitismus wird ein »antideutscher Philosemitismus« als Beispiel angeführt. (4) Isabel Erdem meint in der Zeitschrift der Rosa-Luxemburg-Stiftung, die Antideutschen würden solch einen Philosemitismus gegen den Antisemitismus in Anschlag bringen. Das Problematische dabei sei, dass »beim Philosemitismus jüdische Personen (…) ebenso als homogene Masse betrachtet (werden), wie dies beim Antisemitismus der Fall ist, nur dass die Vorzeichen umgekehrt sind«. (5) Autoren aus der autonomen Szene meinen, die Antideutschen würden »die in der eigenen Gesellschaft aufgegebenen Emanzipations- oder Re­volutionshoffnungen auf ein entferntes nationalstaatliches Projekt« projizieren. (6) Franz Schandl spricht hinsichtlich der antideutschen Kritik von einem »religiös gewordenen Bezug auf Israel«. (7) Dem »linksradikalen Philosemitismus« sei Israel »das neue Ersatzsubjekt für Arbeiterklasse und Kommunismus«. (8) Bernhard Schmid hat dem Vorwurf der Projektion eine eigene Broschüre gewidmet. (9) Traditions­kommunisten sehen in dem den Antideutschen unterstellten Philosemitismus die Übernahme der »BRD-Staatsdoktrin« (10) durch ehemals linke Kräfte. Robert Misik erklärt die antideutsche Strömung zur »groteskesten Narrentruppe deutschen Schuldkomplexes«. (11)

Robert Kurz zufolge handelt es sich bei der anti­deutschen Kritik um eine »neurotische Über­iden­ti­fi­ka­tion« (12) mit Israel, bei der es »in Wahrheit nicht um Israel und den Nahost-Konflikt« (13) gehe. In der antideutschen Kritik an der Instrumentalisierung linker jüdischer Israelis als Kronzeugen in der deutschen und österreichischen Nahost-Debatte könne »es schon mal vorkommen, dass in der Erregung die antisemitische Hundezunge aus dem überidentifikatorsich-philosemitischen antideutschen Rachen bleckt«. (14)

Die antideutsche Linke propagiere und zele­briere »eine Form der Israel-Begeisterung, die sich mit den Maximalpositionen der israelischen Rechten deckt«. (15) Die »Wortführer« der antideutschen Linken suchten »in ihrem Israel-Kult vor allem nach Bestätigung ihrer ver­gan­gen­heitspolitisch motivierten Deutschland-Kritik«. (16) Bei den Antideutschen verwandle sich die Antisemitismuskritik »zu einer identitätsstiftenden Ware«. Man bekenne sich »zu Israel wie in den siebziger Jahren zu Kampuchea«. (17) Mehr noch: Die antideutsche Kritik reproduziere »in ihrem klebrigen Philosemitismus antisemitische Stereotype wie die Perso­nifizierung po­litischer Verhältnisse, krudeste Verschwörungstheorien und die Relativierung der Shoah. Denn der Philosemitismus romantisiert und homogenisiert die jüdische Bevölkerung und verwendet dazu fast dieselben Stereotypen wie der Antisemitismus, nur bewertet er sie umgekehrt.« (18)

Im »Philozionismus« der antideutschen Linken würden Juden »als idealtypische Verkörperung zum Objekt von Liebe und Mitgefühl und dienen (…) als Projektionsfläche, als selbst geschaffenes Bild, als Fetisch«. (19)

Schon 1991 war die antideutsche Kritik, welche damals in dem Zusammenschluss »Radikale Linke« noch von einem heterogeneren Spektrum formuliert wurde als heute, mit dem Vorwurf des »Philozionismus« konfrontiert (20) – ein Begriff, der in den Auseinandersetzungen zum Philosemitismus selten gebraucht wird. Christina Späti verwendet ihn zur Charakterisie­rung der deutschsprachigen proisraelischen Linken der fünfziger und sechziger Jahre. (21) Gerne wird er auch von Rechtsextremisten zur Diffamierung der Linken verwendet. Der Freiheit­liche Akademikerverband Salzburg attestiert beispielsweise dem VSStÖ, dem sozialdemokratischen Studierendenverband in Österreich, seinen Antifaschismus »ausschließlich in einem Philozionismus« zu präsentieren. (22) Josef Ginsburg, der unter dem Pseudonym »J. G. Burg« publizierte und in einem Nachruf des Rechtsextremisten Max Wahl als »unser jüdischer Freund und Mitstreiter« (23) bezeichnet wurde, sah in der BRD einen »Philozionismus«, der »schäbiger, hässlicher, dümmer und schlim­mer« sei als »offener Antisemitismus«. (24) Der bekennende Antizionist Edward Said attestierte Jean-Paul Sartre einen »fundamentalen Philozionismus«. (25) In der aktuellen Diskussion über die antideutsche Kritik wurde der Begriff von Klaus Holz, Elfriede Müller und Enzo Traverso in Anschlag gebracht (26) und hat zu zahl­rei­chen Reaktionen seitens der Kritisierten geführt. (27)

Während der Begriff bei Späti in analytischer Absicht gebraucht wird, hat er sowohl bei den Rechtsextremen als auch bei den Antizionisten und den Kritikern der Antideutschen eine politische Funktion. Der Begriff des Philosemitismus eignet sich nicht nur zur Kritik an jenem merkwürdigen Interesse für jüdische Religion und Gebräuche, dessen Nähe zum Antisemitismus außer Frage steht und das man von KZ-Kommandanten ebenso kennt wie von christlichen Israel-Freunden, sondern er kann als politischer Kampfbegriff auch zur Diskreditierung der Antisemitismuskritik dienen. In ähnlicher Weise soll der Begriff des »Philozionismus« in den aktuellen Debatten keine anders geartete Solidarität mit dem zionistischen Projekt beför­dern, sondern er dient der Aufkündigung jeglicher Form von Israel-Solidarität.

Auch Gerhard Hanloser meint, der Nahost-Konflikt sei in der antideutschen Kritik »zur Pro­jektionsfläche eines reichlich merkwürdigen Kampfes mit der deutschen Vergangenheit geworden«. (28) John Bunzl übernimmt Kurz’ Diagnose einer antideutschen »neurotischen übermäßigen Identifikation mit Israel«. Die Antideutschen würden Israelis und Palästinenser »aus Gründen des eigenen psychischen Haushalts« instrumentalisieren. Sie würden Solidarität mit »einem imaginierten, idealisierten Kollektiv« üben. (29) Holz attestiert, die Antideutschen würden sich »am Problem einer links-deutschen Identität abarbeiten«. (30)

Moshe Zuckermann meint, in der gegenwärtigen Ideologiekritik »ideologisch fanatisierte Israel-Solidarisierer« ausgemacht zu haben, die »keine kleinere Pest« seien als jene, »die Israel aus antisemitischen Beweggründen angreifen«. (31) Die »solidarisierungswütigen Israel-Freunde« hätten den »ausgepichten Israel-Feinden nichts voraus«. (32) Die Parteinahme für Israel wäre demnach also ähnlich zu beurteilen und ebenso zu bekämpfen wie der Antisemitismus, was in Zuckermanns Logik insofern folgerichtig ist, als er auch identische Grün­de für eine linke Solidarisierung mit Israel und für den Antisemitismus sieht: »Ich meine auch, dass dieser Philosemitismus dem gleichen Ressentiment entstammt wie der Antisemitismus.« (33) Der »israel-solidarische Impuls« sei auf »demselben falschen Boden gewachsen« wie der israel-kritische, »nämlich dem der eigenen deutschen, österreichischen Befindlichkeit«. (34) Ähnliche Vorwürfe, wenn auch et­was zurückhaltender formuliert, finden sich in Zuckermanns autobiografischem Werk, in dem er ausgehend von Erfahrungen, die er auf Veranstaltungen in Deutschland gemacht hat, den Vertretern der zeitgenössischen Ideologiekritik vorwirft, sie würden sich »mit einem zur puren Projektionsfläche eigener Befindlichkeiten verkommenen ›Israel‹ solidarisieren«. (35)

All diesen Vorwürfen ist eines gemeinsam: Sie gehen an keiner Stelle auf die Textproduktion der antideutschen Ideologiekritik ein. Entweder kommen sie wie bei Zuckermann völlig ohne Literaturhinweise aus, oder sie beziehen sich auf einzelne Sätze in Flugblättern und Veranstaltungsankündigungen, ignorieren aber die programmatischen Texte, die sich in mehreren Buchpublikationen und rund 15 Jahrgängen von Zeitschriften finden. Die Autoren würden sich auch schwer tun, Belege für ihre wortgewaltigen und mitunter wüsten Anschuldigungen zu finden.

Die Ignoranz gegenüber den tatsächlichen Po­sitionen der antideutschen Kritik soll an einem einfachen Beispiel verdeutlicht werden: Auch Martin Klokes oben zitierte Behauptung, die Positionen der Antideutschen würden sich mit den »Maximalpositionen der israelischen Rechten« decken, wird nicht an Texten der antideutschen Linken ausgewiesen. Das wäre auch gar nicht möglich, da sich in diesen an keiner Stelle Ausführungen finden, die etwa eine Vertreibung der Palästinenser aus dem Westjor­danland oder eine Ausdehnung der israelischen Staatsgrenzen bis weit in den Irak fordern. Genau das aber sind die »Maximalpositionen der israelischen Rechten«.

Einmal abgesehen von der bemerkenswerten Selbstverständlichkeit, mit der all jene Autoren, die der Ideologiekritik in der Tradition der Kritischen Theorie ein »Abarbeiten an einem deutschen Schuldkomplex« unterstellen, davon ausgehen, dass es sich bei Antideutschen ausschließlich um Nicht-Juden handelt, kann konstatiert werden, dass in der antideutschen Text­produktion selbstanklägerische Vergangenheits- und Identitätspolitik ebenso scharf kritisiert werden wie philosemitische Anwandlungen. Clemens Nachtmann, Redakteur der Zeitschrift Bahamas, hat in einem Aufsatz klargestellt, dass sich antideutsche Kritik »jetzt und in Zukunft zuvörderst gegen Bekennertum und Identitätspolitik« richtet. (36) Hinsichtlich der Solidarität mit dem Staat der Überlebenden der Shoah fordert er, diese nicht »durch irgendwelche pathetischen Bekenntnisse und Selbststilisierungen als uneigennützige und hoch­­herzige Freunde der Juden« zu diskreditieren. (37) Eine so verstandene Solidarität mit Israel resultiert ihrem Selbstverständnis nach nicht aus Schuldreflexen, »Überidentifikation« und »Projektionen«, sondern aus einer materialistischen Gesellschaftskritik, die sich auf den Marxschen und den Adornoschen kategorischen Imperativ bezieht. Ausgehend von diesen lässt sich im Verständnis der antideutschen Kritik eine Art ka­tegorischer Imperativ für Gesellschaftskritik in der Gegenwart formulieren: »Eine jede Staats­kritik wird daran zu messen sein, ob sie mit dem Staat Israel, jener prekären Nothilfemaßnahme gegen die antisemitische Raserei, sich bedingungslos solidarisch erklärt, was die Solidarität mit dessen bewaffneter Selbstverteidigung selbstverständlich einschließt. (…) Und jede Kritik am Kapital ist daran zu messen, ob sie, als ihr theoretisches Zentrum, dessen negative Selbstaufhebung in manifester Barbarei als eine wiederholbare Konstellation auf den Begriff zu bringen vermag und zum Angelpunkt der Agitation macht.« (38)

Ihrem Selbstverständnis nach ist dies also eine Kritik, die sich für Juden als Juden nur insofern interessiert, als sie Opfer des Antisemitismus waren und sind. Zu ihrem »Jüdisch-Sein« – und das grenzt sie von philosemitischen Anwand­lungen deutlich ab – hat sie ebenso wenig zu sagen wie zur jüdischen Kultur und Tradition. Jüdische Religion interessiert sie lediglich unter dem Gesichtspunkt einer Verwandtschaft zwischen jüdischem Messianismus und materialistischer Kritik. (39)

Zuckermann meint, die »doktrinäre Israel-Solidarität« ignoriere die Widersprüchlichkeit der israelischen Gesellschaft. Diese Ignoranz trage dazu bei, »dass die von diesen strukturellen Antinomien und latenten Konfliktherden innerisraelisch ausgehende Bedrohung der israelischen Gesellschaft erst gar nicht angegangen werden kann«. (40) Eine Kritik des Antizionismus kann und muss allerdings zunächst gar nichts aussagen über die je spezifische Ausge­staltung israelischer Politik und zionistischer Praxis. Es geht ihr auch nicht in erster Linie um diese, sondern um die Kritik einer Ideologie, die sich selbst für die realen Verhältnisse im Nah­en Osten nicht sonderlich interessiert. Warum sollte es die Aufgabe einer hauptsächlich in Österreich und Deutschland artikulierten Ideologiekritik sein, etwas zur Diskussion der von Zuckermann völlig zu Recht als »innerisraelisch« bezeichneten Gefahren und zur Analyse der ohne Zweifel existierenden »strukturellen Antinomien und latenten Konfliktherde« in Israel beizutragen?

Wenn Zuckermann konstatiert, die Protagonisten der linken Solidarität mit Israel würden einen »Zionismus« betreiben, der »weitgehend enthistorisiert« (41) sei, so gilt es darauf zu verweisen, dass es der Kritik des Antizionismus nicht um den politischen Antizionismus vor Auschwitz geht, der sich gerade als linksradikaler mit dem Verweis auf die anstehende allgemeine Emanzipation, die auch den Antisemitismus aus der Welt schaffen würde, noch legitimieren konnte, sondern um den postnazistischen Antizionismus, dessen Kern es ist, Juden und Jüdinnen, mit welcher Begründung auch immer, das Recht auf einen eigenen Nationalstaat zu verwehren, selbst noch nach der ­Shoah, nach dem Scheitern nicht nur des bürgerlichen Gleichheitsversprechens, sondern auch der kommunistischen Emanzipations­er­war­tung. Selbstverständlich existieren auch bei dieser postnazistischen Ideologie Unterschie­de zwischen einem jüdischen und innerisraelischen Antizionismus einerseits und einem nicht-jüdischen und außerisraelischen andererseits. (42) Diese spielen aber für die hier verhan­delten Zusammenhänge keine Rolle.

Der Zionismus ist eine Notwehrmaßnahme gegen den Antisemitismus und muss in der Re­a­lisierung der Notwehr sich auf die Verfasstheit der Welt positiv beziehen. Er muss sich Staat und Kapitalakkumulation zu Eigen machen, will er in einer Welt von Staaten und Kapitalakkumulation bestehen. Kritische Theorie hingegen hält an der Möglichkeit fest, mit der Abschaffung von Staat und Kapital, mit der allgemeinen Emanzipation von Ausbeutung und Herrschaft, mit der Überwindung der fetischistischen Wertverwertung auch die Notwendigkeit des Zionismus aus der Welt zu schaffen – was erklärtermaßen das Ziel der antideutschen Kritik ist. (43) Allein diese Tatsache führt den Vorwurf eines »Philozionismus« ad absur­dum.

Die antideutsche Kritik leitet nicht aus einem »unreflektierten Solidaritätsaffekt mit Israel (…) eine essentialistisch grundierte antipalästinensische beziehungsweise antimuslimische Grundhaltung« (44) her, sondern formuliert materialistisch fundierte Kritik am politischen Islam. Sie verweist darauf, dass es etwas Schlim­meres gibt als den Kapitalismus und die bürgerliche Gesellschaft: ihre barbarische Aufhebung. Für diese negative Aufhebung der bürgerlichen Gesellschaft stehen historisch der Nationalsozialismus und der Faschismus. Heute aber ist der jihadistische Islam zum Haupt­pro­ta­gonisten solch einer Aufhebung geworden. Bei allen offenkundigen Unterschieden, die zwischen dem Nationalsozialismus und der islamischen Erweckungsbewegung bestehen, kann die antideutsche Kritik doch darauf verweisen, dass beide Ideologien für einen ressentimentgeladenen Antikapitalismus stehen, der das vom Kapital verursachte Elend nicht ab­schaffen, sondern nur anders, »volksgemeinschaftlich« oder ummasozialistisch, (45) organisieren möchte und die den Tod zahlreicher Menschen achselzuckend in Kauf nehmende instrumentelle Vernunft der bürgerlichen Gesellschaft noch durch die wahnhafte Vernichtung von Menschen um der Vernichtung willen ergänzt. (46)

Vor diesem Hintergrund ist im Selbstverständ­nis der antideutschen Ideologiekritik die Parteinahme für Israel, die nicht davon zu abstrahieren braucht, dass staatliche Verteidigungsmaßnahmen auch zu grauenhaften Übergriffen führen können und dass staatliches Handeln in Israel keineswegs auf den Zweck der Ver­hinderung der Vernichtung beschränkt ist, eine zwingende Konsequenz aus der Kritik des Fetischismus kapitalakkumulierender und staatlich verwalteter Gesellschaften: »Die radikale Entfaltung der Kritik der politischen Ökonomie zu ihrer revolutionären Konsequenz (ist) gleichbedeutend mit der bedingungslosen Solidarität, die wir Israel schuldig sind.« (47) Der Zionismus ist für die Ideologiekritik in der Tradition der Kritischen Theorie zwar nicht die richtige Antwort auf den Antisemitismus (das wäre nach wie vor die Errichtung der klassen- und staatenlosen Weltgesellschaft, die freie Assoziation freier Individuen, die befreite Gesellschaft, die es den Menschen ermöglicht, ohne Angst und Zwang verschieden zu sein), aber er ist, ganz unabhängig von seiner je konkreten Ausgestaltung in der je unterschiedlich begründeten und zu bewertenden israelischen Regierungspolitik, die vorläufig einzig mögliche. So gesehen ist der Zionismus »das notwendig falsche Bewusstsein der Juden und Jüdinnen, die das richtige Bewusstsein über ihre Verfolgung erlangt haben«. (48)

Politkitsch & Fahnenschwenken

Dennoch stellt sich das Problem, dass es insbesondere in einigen Ausläufern der autonomen Antifa-Szene schick geworden ist, mit einer kaum mehr theoretisch begründeten Israel-Solidarität zu kokettieren. Solches Verhalten wird von antideutschen Gruppen allerdings scharf kritisiert. Die antideutsche AG Antifa aus Halle schreibt beispielsweise von einer »autonom-infantilen Begeisterung für Wimpel, Vereinsabzeichen und Bekenntnis-Buttons«, die sich »in den absurdesten Formen an den Symbolen Israels« festmache. (49) Mit einer impliziten Bezugnahme auf die Theorien über die Gefahren eines Umschlags von Philo- in Antisemitismus wird klargestellt, dass man sich über die Beschaf­fenheit dieser Art von Israel-Freundschaft keine Illusionen machen sollte: »Eine Freundschaft, die vor allem auf der Begeisterung für Politkitsch, Anhänger, bedruckte Mützchen und Tassen, Pilgerreisen usw. basiert, kann den Gegenstand dieser Freundschaft schnell wieder wechseln. Man kennt das aus der Kindheit, deren Konservierung sich die autonomen Gruppen ja auf ihre Fahnen geschrieben haben: Vor einigen Wochen konnte kein Schritt ohne den braunen Teddy gemacht werden, jetzt liegt er unbeachtet in der Ecke, weil sich das Bedürfnis nach Nähe, Kuscheln usw. plötzlich am Plüschtier­hasen festmacht.« (50)

Die Kritik an falschen Identifikationen bedeu­tet jedoch nicht, dass die antideutsche Gesellschaftskritik und ihre aus der Kritik der politischen Ökonomie in Reflexion auf den Nationalsozialismus und sein Fortwesen entwickelte Solidarität mit Israel ohne jede Art von Identifikation auskäme. (51) Es geht hier um Identifizierung etwa im Sinne von Herbert Marcuse, der geschrieben hat: »Ich kann nicht vergessen, dass die Juden jahrhundertelang zu den Verfolgten und Unterdrückten gehörten, dass sechs Millionen von ihnen vor nicht allzu langer Zeit vernichtet worden sind. (…) Wenn endlich für diese Menschen ein Bereich geschaffen wird, in dem sie vor Verfolgung und Unterdrückung keine Angst mehr zu haben brauchen, so ist das ein Ziel, mit dem ich mich identisch erklären muss.« (52)

Inwieweit die Symbole des israelischen Staates zur kritischen Intervention in konkreten politischen Situationen in der Bundesrepublik oder Österreich taugen – und nur als solche können sie für eine militante Ideologiekritik sinn­voll zum Einsatz kommen –, wird auch von Pro­tagonisten der antideutschen Gesellschaftskritik kontrovers diskutiert. Die antideutsche Kritik als Ideologiekritik verstand sich stets auch als Kritik am Gesinnungskitsch der deutsch-jüdischen Versöhnung mit ihrem tatsächlich »klebrigen Philosemitismus«, den Elfriede Müller der antideutschen Ideologiekritik zuschreibt. (53) Für eine solche Kritik stand von Beginn an ein Polemiker wie Eike Geisel, der schon früh »jenes unerträgliche Gemisch aus jugendbewegtem Begegnungskitsch und immer­gleicher Beschäftigungstherapie, aus betroffenen Christen, schwärmerischen Israel-Touristen, geduldigen Berufsjuden, bekennenden Deutschen, eifernden Hobbyjudaisten und akribischen Alltagshistorikern« als unangenehm wahrgenommen hat. (54)

An den Rändern der antideutschen Kritik mag sich mitt­lerweile ein Milieu herausgebildet haben, in dem Kritik tatsächlich ersetzt wird durch Begegnungsprogramme mit israelischen Jugendlichen, den Import von israelischem HipHop oder die Unterstützung von »Israelischen Wochen« in den Lebensmittelabteilungen deutscher Kaufhausketten. Und der eine oder die andere Antideutsche jüngeren Semesters sollte besser Adorno lesen als eifrig Hebräisch zu pauken. Dort aber, wo die antideutsche Kritik nicht als letzter Schrei der linken Gesinnungsmoden auftritt, sondern sich als Ideologiekritik in der Tradition der Kritischen Theorie artikuliert, hat sie immer schon die Kritik an falschen Identifizierungen, Projektionen und philosemitischen Anwandlungen impliziert. Unreflektierter Aktivismus und sinnentleertes Fahnenschwenken kann sich an keiner Stelle an der antideutschen Textproduktion orientieren, sondern steht im Widerspruch zu dieser und ihrer Kritik an Politkitsch und der Sehnsucht nach einer Bewegung. Der Vorwurf des Philosemitismus und Philozionismus an die Antideutschen ist jedenfalls an den Texten der antideutschen Kritik nicht auszuweisen.

Redaktionell gekürzter und bearbeiteter Vorabdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors aus: Irene A. Diekmann/Elke-Vera Kotowski (Hg.): Geliebter Feind – Gehasster Freund. Philosemitismus in Geschichte und Gegenwart. Das Buch erscheint Ende 2008 im Verlag für Berlin-Brandenburg: www.verlagberlinbrandenburg.de

(1) Vgl. Améry, Jean: Der ehrbare Antisemitismus. Rede zur Woche der Brüderlichkeit. In: Ders.: Werke, Bd. 7 Stuttgart 2005, S. 191

(2) Vgl. Kestler, Stefan: Antisemitismus und das linksextremistische Spektrum in Deutschland nach 1945. In: Bundesamt für Verfassungsschutz (Hrsg.): Neuer Antisemitismus? Judenfeindschaft im politischen und im öffentlichen Diskurs. www.verfassungsschutz.de/de/publikationen/allgemeineinfos/broschuere20512symposium_2005/ (13. August 2007), S. 44–50; Wehner, Markus: Linker Spaltpilz. In: »Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung«, 25. Februar 2007; Simon, Anne-Catherine: Streit – »Neuer Antisemitismus«. In: »Die Presse«, 9. August 2006; Weinthal, Benjamin: Letter from Berlin. The anti-anti-Zionists. In: »Haaretz«, 3. August 2007. In Weinthals Text wird der Vorwurf des Philosemitismus an die Antideutschen erwähnt und explizit zurückgewiesen.

(3) Vgl. beispielsweise die Textsammlung auf http://projekte.free.de/schwarze-katze/doku/ad.html, die zugleich das erschreckend niedrige Niveau dieser Kritik dokumentiert. Etwas ambitionierter findet sich der Vorwurf des »Philosemitismus« in einem Papier von antiimperialistischen Linken formuliert, das eine vulgär-materialistische Herleitung des Phänomens einer proisraelischen Linken versucht: Die AntiNationalen. Bemerkungen zu einer speziellen Form metropolitaner Politik. www.infoladenkollektiv-potemkin.de/Forum/Antinat.htm (3. August 2007).

(4) http://de.wikipedia.org/wiki/Philosemitismus (23. Juli 2007)

(5) Erdem, Isabel: Anti-deutsche Linke oder anti-linke Deutsche? Eine sachliche Betrachtung. In: »Utopie kreativ«, Nr. 192, 2006, S. 938

(6) Mohr, Markus/Haunss, Sebastian: Die Autonomen und die anti-deutsche Frage oder: »Deutschland muss...« In: Hanloser, Gerhard (Hrsg.): »Sie warn die Anti-deutschesten der deutschen Linken«. Zu Geschichte, Kritik und Zukunft antideutscher Politik. Münster 2004, S. 79

(7) Schandl, Franz: Manisch Germanisch. In: »Streifzüge«, Nr. 3, 2001, S. 42

(8) Ebd., S. 45

(9) Schmid, Bernhard: Der Krieg und die Kritiker. Die Realität im Nahen Osten als Projektionsfläche für Antideutsche, Antiimperialisten, Antisemiten und andere. Münster 2006

(10) Müller, Karl: Teilnehmende Beobachtung. Editorial der trend-onlinezeitung, Nr. 8, 2004; www.trend.­infopartisan.net/trd0804/edit.html (3. August 2007)

(11) Misik, Robert: Und, wo stehen Sie? In: »tageszeitung«, 26. Juli 2006

(12) Kurz, Robert: Die antideutsche Ideologie. Vom Antifaschismus zum Krisenimperialismus: Kritik des neuesten linksdeutschen Sektenwesens in seinen theoretischen Propheten. Münster 2003, S. 206

(13) Ebd., S. 204

(14) Ebd., S. 209

(15) Kloke, Martin: Israel – Alptraum der deutschen Linken? In: Brosch, Matthias u. a. (Hrsg.): Exklusive Solidarität. Linker Antisemitismus in Deutschland. Vom Idealismus zur Antiglobalisierungsbewegung. Berlin 2007, S. 315

(16 ) Ebd., S. 316

(17 Müller, Elfriede: Die deutsche Linke auf Identitäts­suche – Antisemitismus und Nahostkonflikt. In: Brosch, Matthias u. a. (Hrsg.): Exklusive Solidarität. Linker Antisemitismus in Deutschland. Vom Idealismus zur Antiglobalisierungsbewegung. Berlin 2007, S. 406

(18) Ebd.

(19) Ebd., S. 411

(20) Vgl. Elken, Dieter: Israel und die deutsche Linke. Ein Beitrag zur Kritik der Flugschrift der Radikalen Linken. www.marxismus-online.eu/debatte/palaestina/israeldeutschelinke.html (8. August 2007)

(21) Vgl. Späti, Christina: Die schweizerische Linke und Israel. Israelbegeisterung, Antizionismus und Antisemitismus zwischen 1967 und 1991. Essen 2006, S. 36f., 329

(22) http://www.akademikerverband-salzburg.at/aktuelles5.php (8. August 2007)

(23) Wahl, Max/Burg, J. G.: Jüdisch-deutscher Dialog zum Verhältnis der Deutschen und der Juden nach dem Zweiten Weltkrieg. o. O. 1992; http://nsl-archiv.com/Buecher/Nach-1945/Burg,%20Josef%20-%20Juedisch-deutscher%20Dialog%20(1992,%2066%20S.).pdf(8. August 2007), S. 63

(24) Ebd., S. 34

(25) Said, Edward: Meine Begegnung mit Jean-Paul Sartre. Der Philosoph, Israel und die Araber. In: »Le Monde diplomatique«, 15. September 2000; http://monde-diplomatique.de/pm/2000/09/15/a0037.text.name,askBgR3xj.n,264 (8. August 2007)

(26) Holz, Klaus/Müller, Elfriede/Traverso, Enzo: Schuld und Erinnerung. Die Shoah, der Nahostkonflikt und die Linke. In: »Jungle World«, Nr. 47, 2002; www.nadir.org/nadir/periodika/jungleworld/2002/47/29a.htm (8. August 2007). Zur Kritik an diesem Text vgl. Grigat, Stephan: Kritik des aufgeklärten Antizionismus. Über linke Ressentiments, Israel und den kategorischen Imperativ. In: Brosch, Matthias u. a. (Hrsg.): Exklusive Solidarität. Linker Antisemitismus in Deutschland. Vom Idealismus zur Antiglobalisierungsbewegung. Berlin 2007, S. 392–398; Rensmann, Lars: Demokratie und Judenbild. Antisemitismus in der politischen Kultur der Bundesrepublik Deutschland. Wiesbaden 2004, S. 318ff.

(27) Schroeder, Ralf u. a.: Wir Philozionisten. Leserbrief. In: »Jungle World«, Nr. 50, 2002; Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus: Jargon der Differenziertheit. Anmerkungen zu den Neuen Aufklärern Klaus Holz, Elfriede Müller und Enzo Traverso. http://www.bgaa.net/news/article.php?article_file=1040662931.txt&showtopic=Beitrag (6. März 2005); Wolter, Udo: Projektion und Wahn. In: »Jungle World«, Nr. 48, 2002; Redaktion Bahamas: Mut. Klartext. Jungle World. In: »Bahamas«, Nr. 40, 2002; Pünjer, Sören: Jargon der Verblödung. www.conne-island.de/nf/96/17.html (20. August 2007)

(28) Hanloser, Gerhard: Bundesrepublikanischer Linksradikalismus und Israel – Antifaschismus und Revolutionismus als Tragödie und als Farce. In: Zuckermann, Moshe (Hrsg.): Antisemitismus – Antizionismus – Israelkritik. (Tel Aviver Jahrbuch für deutsche Geschichte XXXIII), Göttingen 2005, S. 213

(29) Bunzl, John: Spiegelbilder – Wahrnehmung und Interesse im Israel/Palästina-Konflikt. In: Zuckermann, Moshe (Hrsg.): Antisemitismus – Antizionismus – Israelkritik. (Tel Aviver Jahrbuch für deutsche Geschichte XXXIII), Göttingen 2005, S. 281

(30) Holz, Klaus: Die Gegenwart des Antisemitismus. Islamistische, demokratische und antizionistische Judenfeindschaft. Hamburg 2005, S. 94

(31) Zuckermann, Moshe: Antisemitismus, Antizionismus, Israelkritik. Kritische Überlegungen zu geladenen Begriffen. In: Lamprecht, Gerald (Hrsg.): Antisemitismus, Antizionismus und Israelkritik. Graz 2007, S. 23

(32) Zuckermann, Moshe: Was heißt: Solidarität mit Is­rael? In: Hanloser, Gerhard (Hrsg.): »Sie warn die Anti-deutschesten der deutschen Linken.« Zu Geschichte, Kritik und Zukunft antideutscher Politik. Münster 2004, S. 220

(33) Zuckermann: Antisemitismus, Antizionismus, Israelkritik (s. Anm. 35), S. 24

(34) Ebd., S. 24

(35) Zuckermann, Moshe: Israel – Deutschland – Israel. Reflexionen eines Heimatlosen. Wien, 2. Aufl., 2007, S. 185

(36) Nachtmann: Krisenbewältigung ohne Ende (s. Anm. 5), S. 43

(37) Ebd., S. 44

(38) Ebd., S. 45

(39) Vgl. aus antideutscher Perspektive Scheit, Gerhard: Suicide Attack. Zur Kritik der politischen Gewalt. Freiburg 2004, S. 293–339. Vgl. auch Löwy, Michael: Erlösung und Utopie. Jüdischer Messianismus und libertäres Denken. Eine Wahlverwandtschaft. Berlin 2002

(40) Zuckermann: Was heißt: Solidarität mit Israel? (s. Anm. 36), S. 219

(41) Zuckermann: Antisemitismus, Antizionismus, Israelkritik (s. Anm. 35), S. 24

(42) Vgl. Grigat, Stephan: Das Dilemma der israelischen Linken. Fragmentarisches über die Schwierigkeit von Staatskritik im Staat der Shoahüberlebenden. In: Bruhn, Joachim/Dahlmann, Manfred/Nachtmann, Clemens (Hrsg.): Das Einfache des Staates. Gedenkbuch für Johannes Agnoli. Freiburg, erscheint 2009.

(43) Vgl. Redaktion Bahamas: Für Israel – gegen die palästinensische Konterrevolution. In: »Bahamas«, Nr. 34, 2001, S. 28; Initiative Sozialistisches Forum: Flugschriften. Gegen Deutschland und andere Scheußlichkeiten. Freiburg 2001, S. 4; Scheit: Suicide Attack (s. Anm. 43), S. 41f.

(44) Zuckermann: Israel – Deutschland – Israel (s. Anm. 39), S. 184

(45) Zum Begriff des Ummasozialismus vgl. Grigat, Stephan: Fetisch und Freiheit. Über die Rezeption der Marxschen Fetischkritik, die Emanzipation von Staat und Kapital und die Kritik des Antisemitismus. Freiburg 2007, S. 345f.

(46) Vgl. Kunstreich, Tjark/Pankow, Horst: Vernichtung als Selbstzweck. Über einige Gemeinsamkeiten von nationalsozialistischem und islamistischem Judenhass. In: »Bahamas«, Nr. 37, 2002, S. 21–24

(47) Bruhn, Joachim: Kritik, Polemik, Dampframme. Kurze Replik auf Justus Wertmüller. In: »T-34«, Oktober 2003; http://isf-freiburg.org/isf/beitraege/pdf/bruhn-dampframme.pdf (20. August 2007)

(48) Scheit: Suicide Attack (s. Anm. 43), S. 286

(49) AG Antifa Halle: Am Ende: Konformismus. In: bonjour tristesse. Texte für Halle und Umgebung. Nr. 2, 2007, S. 7

(50) Ebd., S. 9

(51) Vgl. Scheit, Gerhard: Mitmachen oder Dagegensein? Zum Verhältnis von Kritik und Identifikation. In: Grigat, Stephan (Hrsg.): Feindaufklärung und Reeducation. Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus. Freiburg 2006, S. 219

(52) Marcuse, Herbert: Nachgelassene Schriften. Bd. 4: Die Studentenbewegung und ihre Folgen. Springe 2004

(53) Müller: Die deutsche Linke auf Identitätssuche (s. Anm. 21), S. 406

(54) Geisel, Eike: Die Banalität der Guten. Deutsche Seelenwanderungen. Berlin 1992, S. 18

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