Friedhofsgemüse in Warteschleife
Über moderne Kleinkindpädagogik, Nahrungsmittel aus der Zwischenwelt, Menschen mit obsoleter Lebensbereitschaft, ehrlichen Pop, das Mobiltelefon als Symbol für Individualität und Freiheit, einen schweren Fall von Vernachlässigung, traditionelle winterliche Späße und die Sache mit dem Sex. Acht Geschichten aus der Gegenwart.
von Spider
Am Anfang war das Wort
Ich hatte immer gehofft, das erste Wort meines Sohnes würde »Papa« lauten. Von mir aus auch »Mama«. Einfach nur ein Wort, am liebsten »Papa«. Früh genug würde das Kind dieses eine Wort zu einem ganzen Satz erweitern: »Papa ist doof«, zum Beispiel, oder: »Mama ist dick.«
Aber insgeheim hatte ich schon lange die Befürchtung gehegt, statt »Papa« oder »Mama« würden die ersten Worte meines Kindes lauten: »Können Sie ein Paket für Ihre Nachbarin entgegennehmen? » Ich nehme nämlich jeden Tag ein Paket für unsere Nachbarin entgegen. Vormittags kommen nacheinander die Paketboten der einzelnen Zustelldienste, vier bis sechs Stück, und die meisten Sendungen sind für unsere Nachbarin. Sie kann nicht einkaufen gehen, sie geht lieber arbeiten, darum muss sie im Katalog bestellen. Kleidung, zum Beispiel, aber auch Lebensmittel; und wenn sie renoviert, werden sogar Farbeimer und Tapetenrollen bei uns abgegeben. Wenn sie abends nach Hause kommt, klingelt sie als erstes bei uns und fragt nach neuen Paketen. Es ist auch fast jeden Tag mindestens eines für sie abgegeben worden. Meist Kleidung, wie gesagt. Sie hat mir das mal erklärt: Sie bestellt ganz viel, probiert dann zu Hause alles in Ruhe an, und was ihr nicht gefällt oder passt, das schickt sie wieder zurück. Das seien sogar die meisten Sachen. Nur die, die sie dann behalte, müsse sie auch bezahlen.
Das brachte mich auf eine Idee: Wenn so viele Sachen bei uns abgegeben werden, die unserer Nachbarin nicht passen, dann müssen doch genügend dabei sein, die mir oder meiner Freundin passen. Unsere Nachbarin kleidet sich zum Glück ziemlich geschlechtsneutral, also sie trägt Hosen und Pullover, die auch Männern stehen, und nur selten mal einen Rock oder eine Bluse, in der man als Mann tuntig aussehen würde. Also öffnen wir immer als erste die Pakete und gucken, was von den Sachen uns so passt. Mal eine Jacke, mal ein Paar Turnschuhe. Und was passt, das tragen wir dann eine Woche lang. Dann verpacken wir es wieder und sagen: »Hier, Frau Nachbarin, das ist heute mit der Post gekommen.«
»Das wurde aber auch Zeit«, sagt sie, »da warte ich ja schon seit einer Woche drauf.«
Dann probiert sie es an, es passt ihr nicht und sie schickt es zurück. Wir aber tragen schon die nächsten Sachen aus der neuen Lieferung. So sparen wir Waschpulver und jede Menge Strom. Entlasten die Umwelt und unseren Geldbeutel, und wir sehen immer aus wie aus dem Ei gepellt. Wenn wir unsere Frau Silberammer nicht hätten!
Allerdings hatte ich die nicht ganz unbegründete Sorge, unser Sohn würde seine ersten Worte beim Postboten aufschnappen. Mit den ersten Worten muss man vorsichtig sein. Mein Kumpel Wolfgang hat Pech gehabt. Jeden Morgen, wenn er sich von seiner Familie verabschiedet, sagt seine Frau zum Kind: »Papa geht auf Arbeit!«
Seit ein paar Tagen sagt die Kleine, immer wenn sie ihren Vater sieht, ganz begeistert: »Arbeit!« Also so etwas darf bei mir auf keinen Fall passieren, dachte ich. »Arbeit«, nein, auf keinen Fall. Dann schon lieber »Paket« oder »Unterschrift«, »Post« oder »Wärbung, bittäh!«
Aber alles kam ganz anders. Vorgestern standen sie alle im Hof des Kindergartens – das ist auch so etwas, worauf man aufpassen muss, dass das Kind nicht »Kita« sagt, »Kindergarten« heißt es, »Kindergarten«, nicht »Kita« – da standen sie nun alle herum, die lieben Kleinen, und piepsten und krähten: »Auto!«
»Auto«, begrüßten sie ihre Mamas und Papas. »Auto«, sagten sie zum Hund, der auf den Gehweg schiss, »Auto«, alles war »Auto!«
In den fünfziger Jahren wäre das okay gewesen. Aber wir leben in den Zeiten nach der Regierungsbeteiligung der Grünen. Wir wohnen in Berlin-Prenzlauer Berg. Überall Bio-Supermärkte, Naturprodukte, Heilpraktiker und Heile-Welt-Läden. »Auto«, das ging nun wirklich nicht. Dass da so ein paar Kita … , entschuldigung, Kindergartenkinder einfach so die Lebenslügen der Ökomarktkundschaft artikulierten.
Ich spürte, wir Eltern spürten deutlich ein kollektives Missbehagen. Jetzt galt es, der sich anbahnenden Fehlentwicklung sanft gegenzusteuern. Dem jungen Menschen den rechten Weg zu ebnen, ohne ihn ihm zu weisen. Ohne die kleinen Seelen zu traumatisieren, ihnen eine bessere Alternative als die eigene Idee aufscheinen zu lassen. Es galt, ihnen und uns etwas vorzumachen. Pädagogik eben.
Der Papa von Leon hob sein Kind hoch und drückte es an sich: »Das ist ja putzig, er will ›Fahrrad‹ sagen, aber es klingt wie ›Auto‹. Der Spracherwerb ist wirklich eine interessante Phase.«
»Findet ihr nicht auch«, fragte die Mutti der kleinen Lisa, »dass es wie ›Atom‹ klingt, was sie sagt?«
Wir nickten.
»Atom. Sie ist noch so klein und will uns schon darauf aufmerksam machen, dass alles aus Atomen besteht. Kinder sind wirklich viel intelligenter, als ihnen die Großen immer zutrauen.«
Die Situation war gerettet, Erleichterung machte sich breit. Wir hatten tolle Kinder. Wir waren tolle Eltern.
»Auto!« sagte laut und deutlich mein Sohn, »Auto!«
»Wahnsinn«, schrie ich, »du willst autonom sagen, autonom!«
Mein Kind streckte mir seine Nuckelflasche entgegen. Ich holte mein Feuerzeug aus der Tasche und zündete den Sauger an. Dann warf ich das brennende Ding auf einen vorbeifahrenden Polizeiwagen. So was hatte ich seit Ewigkeiten nicht mehr getan. (Der Polizeiwagen hatte Pedalantrieb und seine Fahrerin war vier Jahre alt, aber trotzdem.)
»Polizei, SA, SS«, schrie ich. Mein Sohn lachte. »Haut die Bullen platt wie Stullen! Wir haben euch was mitgebracht – Hass, Hass, Hass!«
Die anderen Mamas und Papas vom Prenzlauer Berg verabschiedeten sich rasch, und ich musste ja auch nach Hause. Meine Freundin wartete bestimmt schon mit dem Abendbrot. Und am späteren Abend, wenn der Kleine schlief, wollten wir noch mal gemeinsam durchrechnen, ob wir das nicht doch irgendwie hinkriegen könnten mit der Eigentumswohnung.
»Auto«, sagte der Kleine. Ich überlegte, was mein erstes Wort gewesen sein könnte. »Auto« sicher nicht. Ich komme ja aus der DDR. Da musste man auf so was ja zehn Jahre warten. Mindestens. Wahrscheinlich sagte ich »Anmeldung!«
Vegetarischer Einkauf
Ich hatte Hunger. Ein Blick in die Kühlkombination meiner Küche ließ mich erstaunen: Joghurt, Quark, Eier, Kohl, Rüben, Salat, diverse Obstsorten, Südfrüchte, tiefgefrorenes Gemüse und Kartoffelpuffer. Ich beschloss spontan, Vegetarier zu werden, denn so müsste ich nicht extra einkaufen gehen.
Die ersten paar Tage ging das auch ganz gut mit dem Vegetarismus, aber jetzt, wo die Vorräte aufgebraucht sind und ich Nachschub ranholen muss, gerate ich doch ins Grübeln. Als Vegetarier verzehrt man ja ausschließlich pflanzliche Nahrung, tierische dagegen meidet man wie ein Nazi die Synagoge.
Aber woran erkennt man Pflanzen? Was gehört dazu? Südfrüchte natürlich. Tiefkühlgemüse. Sogar Algen.
Aber was ist mit Pilzen? Pilze sind, so habe ich es in der Schule gelernt, keine Pflanzen. Wahrscheinlich sind Pilze aber auch keine Tiere. Aber was sind sie dann?
Ich glaube, wichtig ist es, nicht zum Dogmatiker zu werden. Später mag sich das vielleicht verschärfen, aber vorerst umfasst mein Pflanzenreich auch Pilze, Hefen, Schwämme, Bakterien und Viren.
Eier und Milch und Käse ja sowieso. Das machen viele Vegetarier so. Eier und Milch sind ja auch keine richtigen eigenständigen Tiere. Wahrscheinlich ist es damit wie mit den Pilzen.
Es gibt eine Grauzone, einen zwielichtigen Bereich, in dem die Natur uns die Verantwortung nicht abnimmt, wo der Mensch selber entscheiden muss, ob es sich um vegetarische Lebensmittel handelt oder nicht. Das ist auch gut so, denn wenn man eigene Entscheidungen fällen muss, dann wird man nicht so träge, wie wenn einem alles abgenommen wird. Das hält geistig fit, und das soll gesunde Ernährung unter anderem ja auch bezwecken, einen geistig fit zu halten. Also gehe ich mit meinem Einkaufswagenchip in die Kaufhalle zum Gehirnjogging.
So, was kaufe ich denn hier, was sieht denn lecker aus? Erst mal am Fleischstand gucken. Ein Rumpsteak – das ist eindeutig tierischen Ursprungs. Eisbein – auch tierisch, ganz klar. Was ist mit Teewurst?
Ich würde sagen, das ist so ein typisches Beispiel für ein Ding aus der Zwischenwelt. Doch, ja. Hier nimmt mir niemand die Entscheidung ab, jetzt muss ich selber entscheiden, autonom und emanzipiert handeln, mich von selbstverschuldeter Unmündigkeit befreien. Das macht mich zum Subjekt meines eigenen Handelns. Nach Nietzsche bin ich auf dem Weg vom Menschen zum Übermenschen. Oh Mann, und das alles hat mit einem Blick in den Kühlschrank begonnen.
Ich muss auf mein Gefühl hören. Und mein Gefühl sagt: vegetarisch, Teewurst ist vegetarisch. Und Fleischsalat? Ist die Salatwerdung des Fleisches nicht ein Transformationsprozess? Aus Tofu macht man doch auch Würstchen, das ist der umgekehrte Weg, vom pflanzlichen Soja zum tierischen Wurstprodukt. Ja, ich glaube, so gesehen ist Fleischsalat eigentlich auch vegetarisch.
Und Leberkäse natürlich auch, das Thema Käse hatte ich ja schon geistig durchdrungen.
Und Fisch? Hm, Fische haben keine eigene Körperwärme, ich würde also sagen: Pflanze.
Okay, frische Lebensmittel habe ich jetzt genug. Mal gucken, was die Kühltruhen so hergeben. Hähnchen, Enten, alles Tiere. Aber hier: Königsberger Klopse – das sind sehr interessante Pflanzen.
So, jetzt reicht es aber. Für heute genug eingekauft. Ist ja auch teuer. Aber Spaß hat es gemacht. Und ich habe sogar noch ein paar neue Pflanzen kennen gelernt. An der Kasse gibt es Treueherzen. Dafür kann ich mir irgendwann gegen Zuzahlung ein Fleischmesser abholen. Eine Frechheit ist das! Was soll ich mit einem Fleischmesser, ich bin doch Vegetarier.
Beschimpfung einer Generation in einem Satz
Das Pankower Pensionärsgeschmeiß, diese Silbermähnen, dieser inoffizielle Kongress informeller Mitarbeiter, wie sie die städtischen Grünanlagen verschandeln mit ihren Anoraks und ihren Steghosen und ihren sozialistischen Einheitsdauerwellen, diese Genossinnen und Genossen, diese auf die Sitzplätze der BVG wie Ballast hingeschissenen Klumpen geriatrischen Überhangs, der sich in obsoleter Lebensbereitschaft erschöpft, diese freiwilligen Feuerwehrleute und Volkspolizeihelfer, diese verdienten Veteranen, diese Generalswitwen, Bremsklötze im Feierabendverkehr – das Hörgerät wurde schon allein deshalb gekauft, weil man eine Affinität zu so was hat, zu Abhöranlagen, als ehemaliger Stasi-Mitarbeiter –, diese machtvolle Manifestation des Haarausfalls, diese Reisekader, Trümmerfrauen und Mauerschützen, diese Totengräber der Moderne, die sich nicht ihre so genannten Biografien kaputtmachen lassen wollen (es war schließlich nicht alles schlecht), diese Kurier-Leser, diese Wahlberechtigten, mit ihrer so genannten Lebenserfahrung, diese ehemaligen Funktionäre, diese Leserbriefschreiber, diese Super-Illu-Käufer, diese Untoten – vom Leben gezeichnet und seinerzeit von Willi Sitte gemalt – diese Ersten, Zweiten und Dritten Sekretäre, diese Vorsitzenden und Zweiten Vorsitzenden, und diese Pionierleiterinnen, FKK-Anhänger, Kleingärtner und Dauercamper, diese Züchter von Rassekatzen und Rassehunden und Rassekaninchen, dieses Rassistengesocks, mit seinen über die Glatzen gekämmten Strähnen, diese Bohnenkaffeetrinker, diese Rabattmarkensammler, die seit hundertfünfzig Jahren unfallfrei hinterm Steuer sitzen, diese Fahrradhelmträger mit ihrer Funktionskleidung, diese rüstigen Senioren mit ihrer durch nichts zu erschütternden guten Laune, diese Ordnungshüter, diese Haustürabschließer, diese Polizeianrufer, dieses Denunziantengesindel, selbsternannte Verfolger von Rasenlatschern und Unbefugten, diese Schichtarbeiter, diese Ruhebedürftigen, diese Kinderanscheißer, dieses Friedhofsgemüse in Warteschleife (und der Gevatter wird schon wissen, warum er das Unvermeidliche so lange vor sich herschiebt), diese Hauptkonsumenten von Brillantine, volkstümlicher Musik und völkischen Märschen seinerzeit, diese in die Jahrzehnte gekommene Hitlerjugend, wie sie anderen ungefragt in den Ohren liegen mit ihren Erlebnissen, im Kessel oder in der Gefangenschaft, diese … Rentner – also wenn man von denen erwartet, dass die einem jungen, naja, ziemlich jungen Vater mit Kinderwagen und zwei Kindern beim Einsteigen in öffentliche Verkehrsmittel oder beim Aussteigen aus öffentlichen Verkehrsmitteln behilflich sind, dann hat sich dieser ziemlich junge Vater mit einem Kinderwagen und zwei Kindern allerdings mal so richtig gründlich geirrt!
Pop
MTV ist scheiße. Viva ist auch scheiße. Ich meine, okay, es gibt schon okaye Musikvideos, aber dann kannste die Musik vergessen. Und die wirklich coolen Songs, die haben immer Scheißvideos. Ist so. Ist bestimmt jedem schon mal aufgefallen, wenn er nicht völlig bekloppt ist. Darum machen wir grundsätzlich keine Videos. Also ich und meine Band.
Ich finde es immer wieder schwierig, zu erklären, dass ich in einer Pop-Band spiele. Das fängt bei der Frage an, warum wir keine Videos drehen, und geht bei der Frage weiter, welches Instrument ich spiele. Ich finde diese Einstellung so retro. Pop sollte doch modern sein, Grenzen überschreiten, die Kreativität beflügeln, auch und vor allem bei den Hörern, und Althergebrachtes hinwegfegen. Bei diesem Anspruch finde ich es eine Zumutung, gefragt zu werden, welches Instrument ich spiele. Oder ob wir auf Deutsch singen oder auf Englisch. Pop ist ein Kind der Globalisierung, deshalb ist Popmusik selbstverständlich englischsprachig. Andererseits muss Pop sich gleichzeitig, will er nicht beliebig sein, mit den Problemen der Gegenwart auseinandersetzen und Waffe gegen die Globalisierung werden. Darum kommt Englisch seit den frühen Neunzigern für uns nicht mehr in Frage. Das stellte uns vor ein Dilemma, für das wir lange nach einer kreativen Lösung gesucht haben. Wir haben uns schließlich entschieden, gar nicht zu singen. Aus Marketinggründen arbeiten wir trotzdem mit unterschiedlichen Sängerinnen zusammen, die aber auf unseren Veröffentlichungen nicht zu hören sind.
Unsere Veröffentlichungen unterliegen einem raffinierten Konzept. Um nicht dem typischen Missverständnis von Fans Nahrung zu geben, dass die frühen Platten die besseren sind, werden wir unsere ersten Alben als letzte veröffentlichen.
Bisher gibt es zwei Platten von uns, aber uns ist bewusst, dass wir uns gerade heute damit in einem Spannungsfeld bewegen, nämlich zwischen massenhaften illegalen Downloads im Internet einerseits und den Allmachtsansprüchen der Musikindustrie andererseits. Deshalb haben wir bei unseren CDs bewusst auf einen Kopierschutz verzichtet. Außerdem haben wir bewusst darauf verzichtet, Musik auf die CDs zu pressen. Um genau zu sein, haben wir leere Hüllen verkauft, in die die Leute eigene CDs reinmachen können, wenn sie wollen. Und wenn sie wollen, können sie auch eigene Booklets malen, bei deren Gestaltung sie ihre eigene Kreativität ausleben können. Wir haben auch darauf verzichtet, den Alben Namen zu geben, was wir konsequent finden. Wir haben sogar unseren Bandnamen verworfen. Auf den CD-Hüllen steht nichts drauf. Kritiker bezeichnen unsere beiden ersten Veröffentlichungen deshalb als belanglos, aber wir sehen uns sowieso eher als Live-Band.
Bei unseren Live-Auftritten versuchen wir ebenfalls, jeden Hype zu vermeiden, weshalb es keinen Vorverkauf gibt und wir die Konzerte auch nicht bewerben. Trotzdem sind die Konzerte immer voll, das liegt an der geschickten Wahl des Auftrittsortes. Ein bisschen vielleicht auch daran, dass es keinen Eintritt kostet, aber in erster Linie am Auftrittsort. Wir spielen in großen Elektronik-Märkten. Pop ist eben auch Kommerz, warum sollten wir das verleugnen? Dann können die Leute vom gesparten Eintrittsgeld unsere CDs kaufen, die es dort gibt und die ja nicht teuer sind. Damit der Wiedererkennungseffekt größer ist, spielen wir bei unseren Auftritten genau wie auf den Alben keine Musik, auch, weil wir dann keine Instrumente schleppen müssen. Wir stehen da bloß rum, im Prinzip, weil wir uns ja nicht aufdrängen wollen. So ganz ohne Bühne und Scheinwerfer und so. Ich gehe auch meistens alleine hin, ohne die anderen Bandmitglieder. Ich habe die sowieso schon seit Jahren aus den Augen verloren. Weiß gar nicht, was die jetzt machen. Ich stehe jeden Tag in irgendwelchen Einkaufszentren und gebe mein Bestes. Es ist bloß Pop – aber es ist ehrlich.
Wie gesagt, ich finde es immer wieder schwierig, zu erklären, dass ich in einer Pop-Band spiele. Und dass ich davon nicht leben kann. Und Beihilfe zum Lebensunterhalt brauche. Die Schweine vom Amt wollen mir immer Stellen vermitteln oder Umschulungen. Dabei habe ich für so was gar keine Zeit. Ich bin doch Popstar.
One way ticket
»Hallo … hallo, Schatz.« Er hält sich das Taschentelefon an den Kopf, das eben in seiner Jackeninnentasche die Refraintakte des Eruption-Schlagers »One way ticket« gedüdelüdelüdelt hat.
»Ja, Schatz, ich sitze im Bus.« Er sitzt im Bus und hält sich das Funktelefon an den Kopf und spricht mit Schatz. Schatz hat angerufen. Aus einem anderen Bus vielleicht. Wer weiß? Er sieht aus dem Fenster, auf die Bordsteinkante, wie sie vorbeigleitet, mal näher dran, mal weiter weg.
»Mach’ ich, Schatz … na klar … ja, ich denk’ dran … ja, gut, bis später.« Schneeregen hat eingesetzt und die Dämmerung. In den Tropfen auf der Scheibe glänzen Ampellichter.
»One way ticket. One way ticket.«
»Hallo … Hallo, Schatz. Noch mal zum Supermarkt? Klar, kein Problem. Liegt ja am Weg … Hmmm … « Er sitzt im Bus und hält sich das Telefon ans Ohr, das drahtlose, das Mobiltelefon. Ein Ausdruck von Individualität und Freiheit, wie die Werbung verspricht. Er redet mit Schatz.
»Sonst noch was, Schatz … ? Was wünscht sich der Kleine … ? Ja, mach’ ich … « Windböen, aus Ost nach Nordost drehend, zerren an den kahlen Ästen hinter dem Busfenster.
»Ach, das kann ich doch am Wochenende machen … nee, nee, da brauchst du keinen kommen lassen. Ich mach’ das schon … ja, am Wochenende … « Er lächelt. Er lächelt sein Spiegelbild an, in der Scheibe.
»Außerdem kann deine Mutter doch über Nacht bleiben, hab’ ich mir überlegt. Dann können wir morgen … « Er grinst. Sein Spiegelbild in der Scheibe. Er fletscht die Zähne. Er reißt die Augen auf, streckt die Zunge raus und wackelt mit dem Kopf. Sein Spiegelbild, das immer deutlicher wird, je dunkler es draußen ist.
»Genau. Und der Kleine würde sich auch freuen … ja … ja, du, ich bin gleich da … ja … ja, ich dich auch … « Er steckt das Handy in die Jackeninnentasche. Er spiegelt sich im Fenster. Draußen ist es jetzt ganz schwarz. Das spritzende Geräusch, nasser Gummi, nasser Asphalt. In den Lichtkegeln der Peitschenmastlaternen sieht man es rieseln. Stau auf einer großen Kreuzung. Ein Auffahrunfall. Blechschaden. Aquaplaning. Sagt heute noch jemand »Aquaplaning«? Oder ist das so ein ehemaliges Modewort, das das Achtziger-Jahre-Revival nicht mitgemacht hat?
»One way ticket. One way ticket.«
»Hallo … Hallo, Schatz! Ich bin jetzt im Supermarkt … « Er sitzt im Bus. Er spricht mit Schatz. Er hält sich ein tragbares Telefon, ein kabelloses, an den Kopf.
»Ja, Schatz, Frühstücksflocken … ach, Glühlampen – gut, dass du mich dran erinnerst. Hätt’ ich fast vergessen … ja … ja … wenn ich dich nicht hätte … « Die Bustüren schwingen pfeifend auf. Köfferchen in der einen Hand, Telefon in der anderen, Sporttasche auf der Schulter. Er beeilt sich, unter das Vordach zu kommen. Schneeregen, aber nichts, weswegen man sich Sorgen machen müsste. Eine Glastür gleitet beiseite. Durchsagen und Anzeigetafeln. Schalterhalle. Heißt das hier Schalterhalle? Oder bloß bei Bahnhöfen?
»Sehr gut, Schatz … doch, das mag ich … ich mag doch alles, was du kochst. Doch, doch, fang schon mal an. Ich bin gleich zu Hause … na ja, geht so … bin gleich an der Kasse … nee, die Schlange ist nicht besonders lang … du, ich bin gleich dran … ja. Tschüssi … « Er wirft die Sporttasche auf ein Band. Eine Angestellte der Fluggesellschaft wünscht ihm einen guten Abend. Professionelle Herzlichkeit.
»Oh«, sagt sie, »ein One-Way-Ticket.«
»Ja«, sagt er, und bevor er zur Sicherheitskontrolle geht, sucht er nach einem Abfallbehälter. Findet ihn und wirft sein tragbares, drahtloses Taschenfunkmobilhandytelefon hinein.
Dann geht er zur Sicherheitskontrolle.
Warum?
Was sind das für Frauen, die zu so etwas fähig sind, fragt man sich unwillkürlich angesichts des neuesten Falles von gefährlicher Vernachlässigung, der sich letztes Wochenende in Berlin ereignete. Wie erst jetzt bekannt wurde, befreite die Polizei am Sonntag gegen Mittag in Pankow aus einer Hochparterrewohnung einen kurz vor dem Verdursten stehenden siebenunddreißigjährigen Mann. Er war schlecht ernährt und hatte keine sauberen Sachen. Nachbarn hatten die Ordnungshüter alarmiert, da ihnen im Treppenhaus der Geruch aufgefallen war. Die Lebensgefährtin des Mannes, der sich selbst als Schriftsteller und Künstler bezeichnet, war am Morgen für ein paar Stunden mit den Kindern an einen See gefahren. In der Wohnung fanden die Mitarbeiter der Polizei keine altersgerechten Getränke. »Nur Wasser, Tee und Säfte, so was habe ich noch nie gesehen«, so der noch sichtlich mitgenommene Wachtmeister Schlibrowski. Er und seine Kollegen erleben so einiges, aber in jener Wohnung fanden sie nicht einmal genügend Nahrung für eine einzige Männermahlzeit. Nur Müsli, Milchprodukte und Rohstoffe wie Kartoffeln, Reis oder Eier, die vor dem Verzehr erst noch verarbeitet und zubereitet werden müssten, fanden sich in der Küche. Die Regale der Wohnung quollen über von soziologischer und kulturwissenschaftlicher Fachliteratur. Aber es fand sich keine einzige Männer-, Auto- oder Fußballzeitschrift. Auch kein Fernsehgerät. Die Beamten brachten den Mann in einer Kriseneinrichtung der gastronomischen Hilfe unter, dem »Bierstübel« in der Kuglerstraße. Der Leiter der Einrichtung päppelte den Mann persönlich mühsam über Stunden mit Molle und Korn wieder auf. Mitarbeiter des zuständigen Pizzaservice verteilten Notrufnummern in der Nachbarschaft. »Warum«, fragten einige, »warum erst jetzt?« »Isse so traurisch«, sagte Guglielmo, der Chef des Pizzadienstes, der eigentlich Achmed heißt, »rufe erst an, die Leute, wenn isse zu schpät. Oder gar nischt.«
Oftmals sind Männer, die Opfer dieser Form von Vernachlässigung werden, schlicht und einfach nicht in der Lage, selbst um Hilfe zu bitten. Spätestens seit sich schnurlose Telefone in den Haushalten allgemein durchgesetzt haben, wissen oft nur noch die Frauen, wo in der Wohnung sich diese Telefone befinden. Dass sich Fälle wie der geschilderte häufen, bestätigt auch Chantal Schünemann. Sie leitet ein Krisentelefon mit 0900-Nummer. Junge Frauen seien mit der Haltung und Pflege eines Mannes schnell überfordert. Der zuerst possierlich wirkende Mann werde schnell zu einer Belastung, wenn er nach der Balz seine typischen Verhaltensweisen der Sesshaftigkeit ausbilde. Spätestens wenn die ersten Kinder da seien, bleibe den Frauen neben ihrer Berufstätigkeit kaum noch Zeit für den Mann. Böse Absicht sei es eigentlich so gut wie nie, die Frauen dazu bewege, ihren Mann alleine zu Hause zu lassen. Aber Fälle wie der oben geschilderte aus Pankow erschüttern auch Chantal Schünemann. »Der Ärmste hat bloß noch neunzig Kilo gewogen.« Sie schüttelt fassungslos den Kopf.
Dem jungen Schriftsteller geht es glücklicherweise wieder den Umständen entsprechend gut. Aber das Entsetzen bleibt. Nachbarn und Anwohner stellten Flachmänner und Sechserträger unter dem Balkon des Opfers auf und entzündeten Kerzen. Auf einem handgeschriebenen Zettel steht die Frage »Warum?«. Sie bewegt hier alle.
Die Lebensgefährtin des Mannes wollte am späten Nachmittag vom See zurück sein. Na, die wird Augen machen!
Walgesänge
Das musste ja so kommen, nach dem Schneechaos. Schneechaos, die vierte Jahreszeit. Die, die früher »Winter« genannt wurde. Jetzt: Russenwinter, eine Sibiriade, Eiszeit. Minus hundert Grad oder so. Eisblumen in der Kloschüssel. Schlitterbahnen vorm Altersheim. In Hohenschönhausen spielen die Eisbären. Ein Gletscher schiebt sich von Norden die Stahlheimer Straße herab und eine Endmoräne aus parkenden Autos, verwaisten Einkaufswagen, Fahrrädern und Invalidenrentnern vor sich her, ein Urstromtal bildet sich auf Höhe der Wichertstraße. Ich stehe, wie jeden Winter, auf dem Balkon, in meinem Pinguinkostüm, und trinke Grog. Was für ein herrlicher Winter.
Auf der anderen Straßenseite stehen Kinder in bunten Anoraks, aufgereiht am Zaun des Schulhofes. Irgendein Witzbold hat sie überredet, daran zu lecken, und nun kleben sie mit ihren Zungen an den stählernen Zaunpfählen. Sie machen Geräusche. Es klingt wie Walgesänge. Walgesänge aus dem Eismeer. Ich proste ihnen mit meinem dampfenden Grogbecher zu. Sie haben es gut. Der Witzbold, der sie überredet hat, an den Stahlpfosten zu lecken, ist schon längst über alle Berge, mit ihren Pausensnacks und ihren Fotohandys und mit ihren iPods. Da haben sie noch mal Glück gehabt.
Zu meiner Zeit, damals, da wurden einem in solch einer Situation noch die Hosen runtergezogen. Aber man machte das damals nicht, um sich an Elektronikschrott zu bereichern, sondern aus Idealismus; es gab ja auch weder Fotohandys noch iPods.
Jede Generation fällt aufs Neue auf diesen winterlichen Spaß herein – und jede bezahlt ihr Lehrgeld. Wir verloren damals unsere Hosen, die jungen Hüpfer auf der anderen Straßenseite büßen heute ihre Handys ein, und unseren Großeltern nahm damals der Russe die Gewehre weg, vor Stalingrad, nachdem irgendein russischer Witzbold die Deutschen überredet hatte, an eisernen Zaunpfählen zu lecken. Der Russe grub sie anschließend aus und führte mit ihrer Hilfe die daran klebenden Soldaten in sibirische Lager. Später wurde dieses Kapitel der Wehrmachtsgeschichte allerdings immer geschönt dargestellt. Kaum jemand kennt heute die Wahrheit hinter dem so genannten Kessel von Stalingrad.
Eine Generation später, im Kalten Krieg, als die Mauer noch stand, wurden nur die wenigsten Flüchtigen erschossen. Die meisten blieben in den Grenzsicherungsanlagen kleben, an den eisernen Bananen, die die Grenzsoldaten dort ausgelegt hatten.
Und was wird die nächste Generation erleben, die künftigen Kinder der Kinder von jetzt? Werden sie diese Erfahrung überhaupt machen können, oder wird die globale Erwärmung dem Treiben der Witzbolde ein Ende bereiten? Wenn ja, dann sollten wir diesen Winter noch in vollen Zügen genießen, denn er ist wahrscheinlich einer der letzten. Und mit vollen Zügen meine ich nicht die West-Reichsbahn oder die Metro-Tram, die früher »Tram« hieß und davor »Straßenbahn«, nein, ich meine damit zum Beispiel meinen Grog. Ich genieße einen großen Schluck davon, auf meinem Balkon, in meinem Pinguinkostüm, wie jeden Winter. Dann ist die Tasse leer. Ich will mehr. Drinnen in der Wohnung, in der Küche, ist noch ein ganzer Kessel. Ich brauche nur reinzugehen. Hinter mir ist die Tür. Ich brauche bloß die Klinke runterdrücken. Interessant sieht die Klinke aus. Die habe ich mir bisher noch nie wirklich angesehen. Die ist auch so ein Detail, welches man im Alltag stets übersieht und erst in meditativen Momenten wie diesem überhaupt bewusst wahrnimmt. Hab’ ich eigentlich schon mal an dieser Klinke geleckt? Hmm, mal probieren.
Erst Stunden später bleiben zwei Fußgänger unten stehen, vor dem Balkon. »Hör mal«, sagt der Passant zu seiner Begleitung, »hör doch mal!« »Ja«, meint die Begleitung, »klingt wie Walgesänge.«
Und die Frauen singen ein altes Volkslied. Oder: Wie ich mir intelligentes Design vorstelle
»Intelligent Design« nennen die Kreationisten ihre Lehre. Intelligentes Design – dass ich nicht lache. Ich weiß ja nicht, was an dem, was Gott oder die natürliche Zuchtwahl da zusammengestümpert haben, intelligent sein soll. Das könnte man doch mit ein wenig Nachdenken alles viel besser machen. Kleine Kinder sollten nicht so nervig plärren, wenn sie etwas wollen, sondern lieber niedliche Geräusche machen. Der Mensch müsste fliegen können. Die Photosynthese müsste man beherrschen. Frauen müssten nicht vierzig Wochen lang, weil sie Kinder austragen und gebären, den Männern ein schlechtes Gewissen anzüchten, wenn sie einfach ein Ei legten, welches beide Partner anschließend gemeinsam ausbrüteten. Und dann ist da noch die Sache mit dem Sex.
Sex wird von den meisten Leuten überschätzt. Zumindest der Sex mit mir. So schlimm ist der wahrscheinlich gar nicht. Trotzdem haben ihn viele Menschen erfolgreich vermieden.
Andere Lebensformen haben es da erheblich besser. Die brauchen gar keinen direkten Kontakt zum anderen Wesen. Fische spritzen einfach so, ohne Stellungsdiskussionen, ihre Milch auf den Laich. Schnecken sind zwittrig, also zweigeschlechtlich, was einleuchtet, wenn man bedenkt, dass jede Schnecke ein Haus sauber zu halten hat und deshalb weibliche Persönlichkeitsanteile braucht. Seesterne stellen sich auf dem Meeresboden auf die Spitzen ihrer Zacken und ejakulieren ins Wasser, das Zeug treibt davon und macht sich irgendwo im Ozean nützlich. Hinterher prahlt der Seestern wahrscheinlich vor seinen Kumpels mit der heißen Nummer.
Ein intelligenter Designer hätte sich so etwas Ähnliches sicher auch für den Menschen ausdenken können. Man hätte Geschlechtsverkehr mit Fortpflanzung, aber man würde den Partner nicht kennen lernen. So könnte man sich beim Sex viel besser auf sich selbst konzentrieren. Auch fiele das ganze aufdringliche Gebalze fort. Ein bisschen wären wir wie Pflanzen, die sich der Windbestäubung verschrieben haben. Das männliche Sperma könnte zum Beispiel kleine Flügelchen haben oder an Fallschirmchen, gleich denen der Pusteblume, durch die Luft segeln oder in schillernden Seifenblasen die Reise zur Eizelle antreten. Der Sex wäre viel demokratischer. Jede und jeder käme mal ran zu einer Fahrt auf dem Fortpflanzungskarussell. Unabhängig von Aussehen oder sozialem Status. Absurde Ideen wie die Rassentrennung wären gar nicht erst durchsetzbar. Und zur Empfängnisverhütung müssten die Frauen nicht mehr die Pille nehmen, es genügte ein Moskitonetz vor dem Fenster. In Berliner Trendbezirken wie dem Prenzlauer Berg, wo sich viele junge Familien ansiedeln, würden fortpflanzungswillige junge Frauen bei gutem Wetter und leichter Brise im Sonnenschein nackt auf den Fensterbrettern sitzen und vielkehlig alte Volkslieder anstimmen:
»Kohomm, setz dich ans Fenster,
duhu lieblicher Sperm … «
Während Männer auf den Balkonen, in Cabrios oder auf Baugerüsten die Informationen ihrer Gene in den linden Wind manifestierten und anschließend eine Zigarette danach rauchten. Der Verkehr zwischen Mann und Frau gewänne so erheblich an Würde.
Das wäre intelligentes Design! Aber so wie die Realität aussieht, ist der Schöpfer entweder bekloppt oder Darwin hatte doch Recht. Ich persönlich glaube ja Letzteres. Wir sind durch Evolution entstanden. Das heißt, die noch bekloppteren Lösungen haben sich nicht durchsetzen können. Wie die wohl ausgesehen haben, die richtig bescheuerten Fortpflanzungsarten, all jene, die untergegangen sind im Laufe der Entwicklungsgeschichte? Ich wage gar nicht, mir das vorzustellen.
Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Verlags aus: Andreas »Spider« Krenzke: Imbiss wie damals. Verlag Voland & Quist, Dresden und Leipzig 2008. 157 Seiten, 13,90 Euro. Dem Buch, das vor kurzem erschien, liegt eine vom Autor eingesprochene Audio-CD bei.





