Meldung: Therapie mit H

Therapie mit H

»Dies ist ein ganz entscheidender Schritt im Kampf für eine rationale und humane Drogenpolitik«, sagte Monika Knoche von der Linkspartei. Um »wirkliche Hilfe für Schwerstabhängige« ge­he es, betonte Carola Reimann von der SPD. Deswegen sei bei dieser »ethischen Frage« der Fraktionszwang im Bundestag aufgehoben worden. Am 28. Mai stimmte die Mehrheit der Abgeordneten für die diamorphingestützte Substitutionsbehandlung. Heroinabhängige flächendeckend mit künstlichem Heroin zu versorgen, war für die Abgeordneten aus der CDU und der CSU har­ter Stoff. Elf von ihnen schlugen sich dennoch auf die Seite der Ja-Sager. Dies sei kein »Ja«, um »Zehntausende auf Rezept mit Stoff zu versorgen«, versicherte Reimann. Die Zahl der Personen, die die Aufnahmekriterien für diese Therapie erfüllen, wird auf 1 000 bis 2 000 geschätzt. Eine mindestens fünfjährige Abhängigkeit mit schwerwiegenden somatischen und psychischen Störungen müssen sie schon mitbringen.   ken

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