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Die Reaktion: Die Reaktion

Die Reaktion

Der Artikel »Rückkehr zum Planet der Affen« von Jan Gerber in der Jungle World 26/2010 hat Matthias Rude von der Antispeziesistischen Aktion Tübingen dazu bewogen, uns zu schreiben: »Die Praxis der Tierbefreiungsbewegung beruht, ausgehend von der Kritischen Theorie und Ansätzen im rezenten Feminismus, auf konsistenten theoretischen Überlegungen, die zwingend zeigen, dass auf dem Weg in eine emanzipierte Gesellschaft insgesamt ein anderes Verhältnis entwickelt werden muss zum als ›Natur‹ Definierten, oder allgemeiner, zum als ›das Andere‹ Stigmatisierten. Dass der Autor es nötig hat, die Tierbefreiungsbewegung mit Unterstellungen polemischen Charakters zu diskreditieren, zeigt, dass er ihr auf der argumentativen Ebene nichts entgegenzusetzen hat.« Auch Steffen Riemenschneider schrieb uns wegen des Artikels: »Menschenaffen können erstaunlich klug mit Werkzeugen umgehen sowie die Gebärdensprache mit korrekter Grammatik zur Kommunikation mit ihren Wärtern und untereinander bis auf das Niveau eines/r Fünfjährigen beherrschen. Es geht nicht um eine ›Gleichsetzung‹ von Menschen und Affen; es soll nicht allgemein anerkannt werden, dass unsere Verhaltensmuster gleichwertig sind; es soll lediglich zur Kenntnis genommen werden, dass Menschenaffen geistige und emotionale Fähigkeiten haben, die ihren Schutz rechtfertigen.« Über die Meldung zum Erscheinen des Films »Der Sturm« auf DVD, über den es hieß, er sei geeignet, um aus dem »tiefen Loch« herauszukommen, in das man nach der WM fallen werde, (26/2010) beschwert sich in einer E-Mail jemand mit dem Kürzel »jh«: »Es geht immerhin um die ambitionierte Verfilmung der Verwicklungen in einem Kriegsverbrecherprozess, in der versucht wird, die Umstände eines der Verbrechen bosnisch-serbischer Truppen Anfang der neunziger Jahre zu klären und die veranschaulicht, was in der internationalen Gerichtsbarkeitslandschaft so geschieht, wenn scheinbar objektive Gerechtigkeitsmaßstäbe vielfältigen Korruptions- und Verschleierungsmotiven auf Seiten aller Beteiligten gegenüberstehen.«