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Die Reaktion: Die Reaktion

Die Reaktion

Unser Klima-Schwerpunkt hat erstaunlich wenige Reaktionen hervorgerufen. Ist wohl doch nicht mehr so emotional aufgeladen, das Thema, wie noch vor ein paar Jahren. Volker Radke schreibt in seinem Blog über einen »problematischen Artikel« und »Klimaextremismus der Mitte in der Jungle World«: »Fritz Vahrenholt wird als ›SPD-Politiker, ehemaliger Hamburger Umweltsenator und Manager‹ vorgestellt. Dass er bei RWE beschäftigt ist, erwähnt der Autor nicht.« Leser Stefan M. mailte uns: »Eins vorab: Ich mag die Jungle World wirklich sehr und freue mich seit Jahren jede Woche auf die nächste Ausgabe. Aber ich habe in der Jungle World noch nie einen Artikel gelesen, der so schlecht recherchiert war wie der Artikel ›Das Klima passt in kein Labor‹ (16/12). Ohne Frage gibt es eine Menge an der Diskussion um Klimawandel, Klimaschutzziele und -maßnahmen zu kritisieren und zu bemängeln. Aber deswegen die Ergebnisse der Klimawissenschaften als reine ›Glaubensfragen‹ abzutun, ist nun wirklich Blödsinn. Svante Arrhenius, der sich 1896 als erster Gedanken über den Treibhauseffekt von CO2 machte und sich überlegte, ob das eine Rolle für die Entwicklung von Eiszeiten haben kann, tat dies, ohne überhaupt zu wissen, ob die CO2-Konzentrationen während der Eiszeiten wirklich deutlich niedriger waren, geschweige denn, dass er Daten der Temperatur und CO2-Konzentration von vor mehreren zigtausend Jahren zur Verfügung hatte. Klimamodelle machen genau das: Sie nutzen die etablierten Naturgesetze, um das Klima zu simulieren. Und dabei lassen sie sich selbstverständlich widerlegen. Hier kommen dann nämlich die ›Schätzungen der historischen Temperatur‹ ins Spiel. Ist ein Klimamodell z. B. nicht in der Lage die (globale) Temperaturentwicklung der letzten 100 Jahre zu simulieren, dann ist es offensichtlich falsch und damit auch unbrauchbar für eine Klimaprojektion (nicht Vorhersage!). Und in der Hinsicht sind Klimamodelle mittlerweile ziemlich gut. Das Klima passt tatsächlich in kein Labor. Aber man kann die Laborergebnisse mit der Realität vergleichen, und das hilft häufig schon eine ganze Menge.«