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Deutsches Haus: Deutsches Haus 36/15

Deutsches Haus 36/15

Spiegel Online berichtete, dass in der Nacht auf den 28. August im niedersächsischen Salzhemmendorf Unbekannte einen Molotowcocktail durch ein Fenster in die Erdgeschosswohnung einer Asylunterkunft geworfen haben. Die Wohnung wurde von einer Mutter mit ihren drei Kindern bewohnt. Alle vier hielten sich jedoch zum Tatzeitpunkt in einem Nebenzimmer auf und blieben deshalb unverletzt. Die mehr als 30 Bewohner der Unterkunft mussten von der Feuerwehr evakuiert werden. Die Polizei geht davon aus, dass die Tat einen rassistischen Hintergrund hatte, drei Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft. Am 27. August hat laut Berliner Morgenpost an einer Bushaltestelle in Berlin-Biesdorf ein 17jähriger einen gleichaltrigen Sportkameraden zuerst fremdenfeindlich beleidigt und ihm anschließend einen Teil eines Zahnes ausgeschlagen. Der Attackierte erstattete Anzeige bei der Polizei. In der Nacht auf den 25. August wurde in Nauen (Brandenburg) ein Brandanschlag auf eine geplante Notunterkunft für Flüchtlinge verübt, wie die Welt berichtete. In der in Brand gesteckten Sporthalle eines Oberstufenzentrums hätten in wenigen Tagen 100 Asylbewerber vorübergehend einquartiert werden sollen. Die Behörden gehen auch in diesem Fall von einer rassistisch motivierten Tat aus. Im Leipziger Stadtteil Stötteritz warf Spiegel Online zufolge eine vermummte Person in der Nacht auf den 26. August einen Brandsatz durch ein offenes Fenster in ein zum Tatzeitpunkt noch unbewohntes Asylbewerberheim. Ein Zeuge, der den Angriff beobachtete, alarmierte die Feuerwehr, die größere Schäden verhindern konnte. In Parchim (Mecklenburg-Vorpommern) versuchten, wie die Zeit berichtete, am 26. August zwei betrunkene Männer im Alter von 29 und 31 Jahren mit einem Messer bewaffnet in ein Asylbewerberheim einzudringen. Bewohner der Unterkunft alarmierten daraufhin den Wachdienst. Die beiden Männer traten die Flucht an, konnten jedoch kurz darauf von der Polizei festgenommen werden. Bei der Festnahme sollen sie rassistische Parolen skandiert haben. Am Samstag, dem 22. August, haben in der Berliner Ringbahnlinie S41 zwei Männer eine osteuropäische Familie rassistisch beschimpft. Wie der Tagesspiegel berichtete, begann einer der beiden anschließend auf die Kinder zu urinieren. Die Täter konnten an der Station Frankfurter Allee festgenommen werden. Der Staatsschutz leitete Ermittlungen wegen Körperverletzung und fremdenfeindlicher Beleidigung ein. Wie das Neue Deutschland berichtete, gab es im Jahr 2015 bereits rund 340 rassistische Vorfälle in der deutschen Hauptstadt.   le