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Deutsches Haus #48

Deutsches Haus #48

Wie die Passauer Neue Presse berichtete, brannte in der Nacht zum 24. November im Nammingen (Bayern) eine noch leerstehende Flüchtlingsunterkunft ab. Die Polizei Passau bestätigte, dass es zuvor Drohungen für den Fall gegeben hatte, dass das Haus für Asyl­suchende genutzt wird. Der ehemalige NPD-Stadtverordnete Maik Schneider und fünf weitere Angeklagte müssen sich seit dem 24. November vor dem Landgericht Potsdam für eine Serie rechter Straftaten verantworten. Den Potsdamer Neuesten Nachrichten zufolge werden ihnen fremdenfeindlich motivierte Brandanschläge sowie die Vorbereitung von Brand- und Sprengstoffanschlägen zur Last gelegt. Drei der sechs Angeklagten haben gestanden, eine noch leerstehende Flüchtlingsunterkunft in Nauen (Brandenburg) an­gezündet und dadurch unbewohnbar gemacht zu haben. Die Staatsanwaltschaft stufte die Gruppe als kriminelle Vereinigung ein. Wie die Potsdamer Neuesten Nachrichten am 21. November berichteten, beleidigten Anhänger des Regionalligisten Energie Cottbus Fans des SV Babelsberg 03 auf antisemitische Weise, bedrohten sie und griffen sie an. Am Rande des Spiels in Cottbus (Brandenburg) warfen Fans des Heimclubs Böller auf die Anhänger des Gastvereins und riefen »Arbeit macht frei, Babelsberg 03«. In der Stadt tauchten Schmierereien wie »Babelsberg vergasen« auf. Während des Spiels riefen Cottbus-Fans im Stadion rechtsextreme Parolen und zeigten den Hitlergruß. Wie der RBB berichtete, griff die Polizei nicht ein, weil der FC Energie sich weigerte, der Polizei das Hausrecht zu übertragen. Der Kölner Stadtanzeiger berichtete von einer rassistisch motivierten schweren Körperverletzung, die sich in der Nacht zum 19. November in Wessling (Bayern) ereignete. Zwei Fußgänger be­leidigten den Fahrer und zwei weitere Insassen eines PKW auf fremdenfeindliche Weise, als der Wagen an einer roten Ampel hielt. Als der Fahrer ausstieg, zog einer der Fußgänger eine Waffe und schoss dem Fahrer ins Bein, worauf dieser zusammenbrach und not­operiert werden musste. Gegen die 34 und 37 Jahre alten mutmaß­lichen Täter wird ermittelt. sts