Darf es ein bisschen queer sein?
Heute »Feminismus« zu sagen, ohne dabei »queer« zumindest zu denken, blendet theoretische wie politische Debatten der vergangenen 20 Jahre aus. Popfeminismus braucht Queerfeminismus.
Heute »Feminismus« zu sagen, ohne dabei »queer« zumindest zu denken, blendet theoretische wie politische Debatten der vergangenen 20 Jahre aus. Popfeminismus braucht Queerfeminismus.
Der Fokus auf Körperlichkeit im Popfeminismus erinnert an die sexuelle Befreiung der siebziger Jahre – und trägt zur Funktionalisierung des Frauenkörpers bei.
In der Diskussion über Popfeminismus wird deutlich: Es fehlen die Allianzen. Und das noch nicht mal aus Ignoranz, sondern aus dem Wunsch nach Distinktion und aus Angst vor dem eigenen Abstieg.
Popfeminismus verkauft uns den Zwang der Prekarität als glamouröse Freiheit.
Der Popfeminismus kann gar keine Nische bedienen, denn Pop ist längst keine Nische mehr. Popfeminismus ist die feministische Antwort auf die Popkultur und deren Kritik.
Die Popkultur ist das neue Aktionsfeld des Feminismus. Doch sollte sich der Popfeminismus nicht in seiner Nische einrichten, sondern seine Möglichkeiten für die Abschaffung des kapitalistischen Reproduktionszusammenhangs nutzen.