von Ivo Bozic
Um Acht sollte es losgehen. Um halb Zehn sah der Konzertraum noch so aus wie auf dem Foto hier.

Um Zehn oder so stand er plötzlich vor der Bühne, mit einer Gitarre in der Hand: Austin Lucas gab für eine Hand voll Leute, die sich dann doch noch einfanden, im Kastanienkeller in Berlin ein kleines Konzert. Who the fuck is Austin Lucas? Das haben wir uns vorher auch gefragt.
Im Web erfahren wir: »Austin Lucas aus Bloomington, Indiana, ist der Sohn des Folk- und Bluegrass-Musikers Robert Lucas. Er lernte das Singen schon auf den Sommertouren der Familie durch die Festivals traditioneller Musik. Nach klassischer Chor- und Opern-Erfahrung landete er mit zwölf in der lokalen Punk- und Hardcore-Szene. Heute lebt er in Prag.”
Und Austin Lucas ist ein Phänomen. Dieser kleine, pummelige Singer/Songwriter hat eine fantastische Stimme, unglaublich Bock, seinen Kram zu machen und eine Gitarre, die er bestens beherrscht, mit der Aufschrift «This machine kills zombies«. Sicher eine Hommage an Woody Guthrie, womöglich auch an Bob Dylan, Billy Bragg und Anti-Flag. Eine Reihe, in die Austin Lucas sicherlich gehört; gehören wird, wenn er denn eines Tages, was ihm zu wünschen ist, ein größeres Publikum findet.
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