Stefan Ripplinger:Als Karl Kraus nach Leipzig zog
6. Oktober 2008, 10.04 Uhr:

Als Karl Kraus nach Leipzig zog

von Stefan Ripplinger

Wenn der Kapitalismus schwächelt, kommt der Antikommunismus in Schwung. Immer finsterer wird das Gemälde von der DDR, das bestallte und berufene Historiker pinseln. Und doch wird meist in einem Sätzchen erwähnt, was vielleicht an ihr hätte Hoffnung geben können:

Am Anfang schwang da viel Idealismus mit, wie Hosfeld am Beispiel jener Aufbruchs- und Gründerzeit belegt, die Karl Krauss, Ernst Bloch und Hans Maier nach Leipzig führte, das mit diesem Zuzug aus dem Westen zur Hochburg der Edelmarxisten wurde.

So gesprochen, so vernetzt von Peter Merseburger im Deutschlandradio Kultur. Der Hochburg der Edelmarxisten direkt gegenüber, ein paar hundert Kilometer westlich, liegen die Zwingburgen der Spesenritter.

Kommentare

Hätte vielleicht geben können, oder hat gegeben?

Darf ich lösen? Er meint wohl Werner Krauss, wa-

gruß aus L:
steffen

Genau, er verwechselt Karl Kraus mit Werner Krauss, denn Kraus, Krauss, Bloch, das sind ohnehin für ihn dieselben Leute, er hält sie für widerlegt und überholt. Die Geschichte ist ja bekanntlich mit den Merseburgern.

Grüße!

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