von Ivo Bozic
Am 18. April schrieb ich zum neuen sächsischen MP hier im Gesternblog:
… Stanislaw Tillich, dem die FTD in einem Portrait attestiert: „1987 schloss sich Tillich der Christlich Demokratischen Union (CDU) an, einer der vier Blockparteien im sozialistischen Regime, die weitgehend den Vorgaben der SED folgten, ohne wirklichen Einfluss zu besitzen. Tillich betätigte sich aktiv erst mit Beginn der politischen Wende in der DDR.“
Da sind wir aber beruhigt, dass er völlig unpolitisch war, als er in der Bockpartei Mitglied wurde, und dass diese Blockpartei keinen „wirklichen Einfluss“ besaß. Derart von jeder Vergangenheit befreit, freuen sich nun also alle über den neuen CDU-Shootingstar…
Jetzt ist auch anderen aufgefallen, dass es merkwürdig, nein, sagen wir ruhig: komisch ist, wenn CDUler gegen die „SED-Nachfolger“ hetzen, wenn die CDU, bei der sie sind, jene aus dem Osten ist… Ich denke mal, das kann noch ein ganz lustiger Diskurs werden…
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