Letzte Kommentare

Zum Beitrag von Maik Söhler: Triple

Jau, der Chabon ist für mich eh der inbegriff entspannter und intelligenter amerikanischer Literatur. Obengenannter Roman fällt beim Polit-Check zwar an ein paar Enden durch (und mit "hellsichtig" bin ich mir nicht so sicher), ist aber einfach mal ein Beispiel für hohe Erzählkunst.

Zum Beitrag von Ivo Bozic: Talk Talk Talk

die bilder sind nicht öde, sie sind aseptisch.

Zum Beitrag von Jörn Schulz: War on Youth

Interessant, dass joy riding nicht verfolgt wird.
In Frankreich ist es für Jugendliche in den Vorstädten normal, bis zu drei mal am Tag kontrolliert zu werden. Man sieht's, was es genutzt hat.

Zum Beitrag von Stefan Ripplinger: Hilft sofort

hab's auch gesehen, und wenn die bösen Römer da nicht noch so fiese Olivenholzplättchen unter den Nagelköpfen benutzt hätten, wäre er glatt vom Kreuzbalken gefallen um das Voltaren selber einzunehmen...

Zum Beitrag von Maik Söhler: Triple

Wirklich, ist "ereinigung jiddischer Polizisten" der deutsche Titel? Weil ich hätte es ja mit "Die Jiddische Polizeigewerkschaft" übersetzt. (Union = Gewerkschaft)
Ein sehr gutes Buch übrigens, und eine angemessen gute Rezension hat Jakob verfasst .

Zum Beitrag von Ivo Bozic: Talk Talk Talk

Bin zwar einer der Organisatoren gewesen aber will trotzdem an dieser Stelle sagen das ich die Veranstaltung gut gelungen fand. :)

Unter www.bak-shalom.de gibt es übrigens einen längeren Bericht zur Veranstaltung.

Zum Beitrag von Ivo Bozic: Gysi und Anti-Gysis

Um die wirre, argumentfreie Polemik von Pfeiffer zu mögen, muss man vermutlich der Meinung sein, Nägel säßen auf (richtigen oder falschen) Köpfen. Sinnvoller fände ich eine inhaltliche Auseinandersetzung mit Pirkers Artikel.

Zum Beitrag von Ivo Bozic: Carter und Katzenjammer

Gebt ihnen Erdnüsse, so viele bis sie Frieden wollen und Grenzen - welche auch immer - kein Thema mehr sind.

Der Baptistenprediger Jimmy Carter ist der richtige Mann dafür, das alles zu regeln. Als Babtist ist er sekten-, als Prediger politikaffin. Die werden dann nur noch reden und Feldarbeit machen. Und das gehört wohl mit zum besten, was sich aus der Regieon gerade erwarten lässt.

Zum Beitrag von Stefan Ripplinger: Sorry

Therese Oelschlegel sagt dazu (18.04.2008@16:02):
Von Lust war ja nun gar nicht die Rede - und siehe da, der Phantomschmerz ist nichts anderes als das Nachwehen des leiblichen Schmerzes.

Das Abreißen des Kalenders als eine Wiederholung im Reflex, nicht in der Reflexion, sicherlich.

Wieviele Phantome also hinter jedem verbliebenen Schnipsel einer abgerissenen Seite stehen, mag also dahin gestellt bleiben.

Zum Beitrag von Jörn Schulz: Aufregung über Obama

Es ist schon bemerkenswert, wie der Herr Obama diese "Tabus des Establishments" erkennt und sie dann zur Schärfung seines Profils als Präsidentschaftskandidat zu nutzen weiß. Erinnert sei hier auch an seine Äußerungen zu dem immernoch vorhandenen rassisch begründeten Konflikt in den USA, durch welche er in eine geistige Nähe zu Martin Luther King gerückt wurde.
Dennoch stellt sich mir die Frage, ob bei all der Beweihreucherung des Herrn Obamas es nicht das Wunschdenken des "alten Europäers" ist, das ein solches Bild von ihm entstehen lässt.
Ich verfolge auf jeden Fall weiter gespannt diesen aufreibenden Vorwahlkampf bei den Demokraten.

Zum Beitrag von Stefan Ripplinger: Sorry

"Ein Kalender", schreiben Sie, gnädige Frau, "lässt sich schneller trösten." Und schließen wir es auch nicht ganz aus, dass er, horribile dictu, in der Amputation einige Lust empfindet. Nichts trauriger jedenfalls als ein Abreißkalender, der ein wochenaltes Datum zeigt, weil sich niemand an ihm vergehen mochte.

Zum Beitrag von Maik Söhler: In Mussdorf

Therese Oelschlegel sagt dazu (17.04.2008@08:51):
- Was ist schlimmer als verlieren?
- Siegen.

Zum Beitrag von Stefan Ripplinger: Sorry

Therese Oelschlegel sagt dazu (17.04.2008@08:47):
Aber wie schmerzlich ist es doch gerade für eben jene!
Der Häftling ist nicht Herr seiner Zeit, dazu gezwungen, sie laufen zu lassen, ohne sie sinnvoll mit Leben füllen zu können. Jeder Tag ein verlorener Tag.
Der Schmerzpatient kann seine Zeit ebenfalls nicht genießen, sein Leben wird durch den Schmerz bestimmt.
Mag sein, dass beide wünschten,die Zeit der Haft und des Schmerzes ginge schneller vorbei, doch ist es nicht umso schmerzlicher, die Nutzlosigkeit in ihr zu erkennen?
Auch das Schicksal des Kalenders besteht aus einem gewissen 'Schmerz', ja, aber sie hat - immerhin, immerhin, doch einen Sinn. Sinnlosigkeit schmerzt oft viel tiefer, als tief empfundener Schmerz.
Schopenhauer sieht den Schmerz als eine Wiederholung in der Reflexion. Der Schmerz als das Nachwehen eines leiblichen Schmerzes, ein sekundärer, aber reflektierter Schmerz, der unter Umständen tiefer nachwirken kann als der primäre.
Eine nachträgliche Einsicht in die nutzlos verstrichene Zeit schmerzt mehr, als ein momentaner Schmerz.
Ein Kalender lässt sich schneller trösten.

Zum Beitrag von Jörn Schulz: Vernagelt

Lustige Idee, solche Blogs.
On Topic: Dann müssen sie nur noch die Drogen, die Zigaretten und den Alkohol abschaffen. Das war unsere Lieblingsbeschäftigung beim Schulschwänzen.
Übrigens war das in Bayern ;)

Zum Beitrag von Jörn Schulz: Vernagelt

Ist das nicht nen alter Hut? In Berlin sind die Dinger doch auch in allen größeren Kaufhäusern Vormittags abgestellt.

Diese Verschlußpolitik ist sogar so rigide, dass man selbst als kaufinteressierter Nichtschüler keinen Zugang zu den verschiedenen Anlagen bekommt. Aber sich später über niedrige Verkäufe wundern.

Zum Beitrag von Stefan Ripplinger: Sorry

- Weder für den Kerkerhäftling noch für den Schmerzpatienten, aber doch für den Abreißkalender.

Zum Beitrag von Stefan Ripplinger: Sorry

Therese Oelschlegel sagt dazu (14.04.2008@15:36):
Es ist eben doch schmerzlich, wie schnell die Zeit vergeht!

Zum Beitrag von Jörn Schulz: Die Prediger der anderen

Die drei spiritual guides zu vergleichen ist eine gute Idee. Es sind für mich drei Facetten der Verkommenheit der christlichen Religion, die in den USA viel ambivalenter als in Europa ist bzw. war.

Martin Luther King Jr. muss in seinem Grab eine Rotationsgeschwindigkeit erreicht haben, mit der man viele nicht erneuerbare Energieressourcen sparen könnte. Am ekelhaftesten finde ich aber den clintonitisch-positiven Calvinismus, der nur scheinbar am harmlosesten wirkt. Im Gegensatz zu den beiden anderen unappetittlichen Strömungen enthält er ein totales Einverstandensein mit dem Zustand der Welt und die Gleichsetzung von Segen und materiellem Erfolg. Fundamentalistisch ausgedrückt ist das am weitesten von den Lehren der Bibel entfernt, die eine Menge Sozialkritik und einen antiken Halbsozialismus transportiert.

Zum Beitrag von Maik Söhler: In Mussdorf

Na dann noch viel Spaß im deutschen Bible Belt. Ist wirklich gruselig da.

Zum Beitrag von Jörn Schulz: Die Prediger der anderen

“That does not mean that I support or endorse or agree with some of the things that Pastor John Hagee might have said or positions that he may have taken on other issues", sagte McCain.

Ich habe keine Äußerung von McCain gefunden, die erklärt, welche Ansichten Hagees er falsch findet. Das könnte man bei einer Distanzierung doch wohl erwarten, zumal angesichts solcher Aussagen Hagees: „It was the disobedience and rebellion of the Jews, God’s chosen people, to their covenantal responsibility to serve only the one true God, Jehovah, that gave rise to the opposition and persecution that they experienced beginning in Canaan and continuing to this very day.” Oder auch: “Their own rebellion had birthed the seed of anti-Semitism that would arise and bring destruction to them for centuries to come.” (aus: “Jerusalem Countdown”) Für schiitische Apokalyptiker wie Ahmadinejad ist die Vernichtung Israels die Voraussetzung für die Erlösung der Menschheit durch den verborgenen Imam. Das ist zweifellos weitaus gefährlicher als die Haltung der christlichen Apokalyptiker, denn für sie ist die Existenz Israels die Voraussetzung für die Erlösung, das Erscheinen von Jesus. Kommt der große Moment, müssen die Juden aber einsehen, dass sie die ganze Zeit Unrecht hatten, oder es geht hinab in den feurigen Pfuhl.

1. Mai, Knüppel frei! Seit dem Istanbuler 1. Mai kritisieren die Gewerkschaften lauthals die Regierungspartei AKP.