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  • »Es ist wie bei Robin Hood – nur umgekehrt«

    Carlos Vainer ist ein brasilianischer Urbanist, Ökonom und Soziologe. Er leitet das Institut für Stadtplanung an der Bundesstaatlichen Universität von Rio de Janeiro (UFRJ), das unter anderem zu den sozioökonomischen Auswirkungen von Megavevents wie der Fußballweltmeisterschaft oder den Olympischen Spielen forscht. Vainer ist Autor mehrerer Bücher und einer der schärfsten Kritiker von sportlichen Großveranstaltungen als Motor neoliberaler Stadtpolitik.

  • »Orbán will systematisch die Kultur zerstören«

    Attila Ara-Kovács ist Publizist und politischer Analytiker. Als Mitglied der demokratischen Opposition hat er bei der Wende 1989 mitgewirkt. Während der nuller Jahre war er Diplomat. Seit 2014 ist er Mitglied der linken »Demokratischen Koalition«. 2015 wurde er Mitglied des Vorstands und außenpolitischer Sprecher der Partei. Das von Ministerpräsident Viktor Orbán geführte Ungarn dient den europäischen rechtsextremistischen Parteien als Vorbild. Die Regierungspartei Fidesz ist – obwohl sie oft mit der Neonazipartei Jobbik gemeinsam vorgeht –weiterhin Mitglied der Europäischen Volkspartei (EVP), des Zusammenschlusses der konservativen Parteien in der EU. Mit Subventionen an jüdische Ins­titutionen versucht Fidesz den Antisemitismus zu kaschieren, der jedoch immer wieder propagiert wird. So wurde Ronald Lauder, Vorsitzender des jüdischen Weltkongresses, in der regierungsnahen Tageszeitung »Magyar Idök« unter der Schlagzeile »Penetrantes Parfüm« angegriffen, nachdem er Jobbik im Londoner »Observer« eine Neonazipartei genannt hatte. Damit wurde auf die Kosmetikfirma, die Lauders Mutter gegründet hatte, angespielt, jedoch auch implizit auf die in Ungarn seit ­langer Zeit verwendete Beschimpfung »stinkender Jude«. Überdies hetzt die Regierung mit einer in der EU beispiellosen Kampagne gegen Flüchtlinge und potentielle Einwanderer.

  • »Die Regierung wollte niemals die Depatriarchalisierung«

    María Galindo, geboren 1964, lehrt Soziologie an der Universität von San Andrés, ist Schriftstellerin und Autorin sowie Radio- und Fernsehmoderatorin. 1992 gründete sie mit Mónica Mendoza und Julieta Paredes »Mujeres Creando«, ein anarchofeministisches Kollektiv, das mit der Zeitung »Mujer Pública«, Straßentheater und direkten Aktionen vor allem gegen sexualisierte Gewalt und Homophobie kämpft. Ein Motiv für die Gründung war die konservative Haltung der traditionellen Linken in Fragen der Sexualität und der Frauenrechte.

  • »Derzeit drohen mir 43 Jahre Gefängnis«

    Zulkiflee Anwar Haque, Künstlername Zunar, ist ein Karikaturist aus Malaysia. Wegen regierungskritischer Äußerungen, unter anderem gegen Ministerpräsident Najib Razak, wird er immer wieder politisch verfolgt, ihm drohen hohe Haftstrafen. Auf Einladung von Reporter ohne Grenzen und der Friedrich-Naumann-Stiftung war er kürzlich für einige Veranstaltungen in Berlin.

  • »Die Krise einer Offensive«

    Detlef Hartmann ist Rechtsanwalt und Autor zahlreicher Bücher und Artikel. Seit den siebziger Jahren verfolgt er intensiv die Veränderungen kapitalistischer Herrschaft und die sozialen Kämpfe dagegen, zunächst als Mitarbeiter der Zeitschrift »Autonomie«, dann des Folgeprojekts »Materialien für einen neuen Antiimperialismus«. Kürzlich hat er den ersten Band seiner Trilogie über »Krisen – Kämpfe – Kriege« unter dem Titel »Alan Greenspans endloser ›Tsunami‹« vorgelegt.

  • »Aus den Schwierigkeiten bei uns können andere lernen«

    Florencia Lemos studiert Politikwissenschaften und ist Mitgründerin des Cannabis-Clubs CLUC (Cultivando la Libertad Uruguay Crece). Die 25jährige arbeitet bei Proderechos zum Thema Cannabis. Das politische Kollektiv wurde 2006 in Uruguay von mehreren Verfechterinnen und Verfechtern der Cannabis-Legalisierung zunächst unter dem Namen »Prolegal« gegründet. Heute arbeitet Proderechos auch zu Themen wie sexueller Vielfalt und der Aufarbeitung der Militärdiktatur.

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