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  • »Die Reiche reist aus, die Arme verblutet«

    El Salvador zählt zu den Ländern, in denen ein Schwangerschaftsabbruch unter allen Umständen verboten ist. Das absolute Abtreibungsverbot hat in dem mittelamerikanischen Land sogar die Kriminalisierung von Frauen zur Folge, die eine Fehlgeburt erlitten haben. Die Kampagne »Die 17« fordert nun die Begnadigung von 17 Frauen, die deswegen zu Gefängnisstrafen zwischen 30 und 40 Jahren verurteilt wurden. Die Initiatorinnen wollen außerdem eine allgemeine Debatte um die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs anstoßen. Mit der Feministin und Aktivistin Sara García, die jeden Mittwoch ein Radioprogramm zum Thema moderiert, sprach die Jungle World über die rigide Gesetzgebung in El Salvador und deren Folgen für betroffene Frauen.

  • »Mehr Event als Demonstration«

    In Frankfurt am Main soll es am kommenden Samstag zum ersten Mal einen alternativen »transuniversalen CSD« (Christopher Street Day) geben. Der Journalist Ulrich Scharmer ist in der Münchner Schwulenszene aktiv und war vor 35 Jahren als 23jähriger beim ersten CSD der BRD dabei, dem »Homolulu«, der damals in Frankfurt am Main genau zehn Jahre nach den Riots um das »Stonewall Inn« stattfand. Mit ihm sprach die Jungle World über die Entwicklung und Leerstellen der Paraden.

  • »Man kann feiern, ohne Leid und Wut zu verleugnen«

    Die Pride Parade »behindert und verrückt feiern« fand im vergangenen Jahr erstmalig in Berlin statt. Am 12. Juli wird es die zweite Parade geben. Sie wird organisiert von einem Bündnis von Menschen mit und ohne Behinderung und Psychiatrieerfahrung. Im Aufruf heißt es: »Freaks und Krüppel, Verrückte und Lahme, Eigensinnige und Blinde, Taube und Normalge­störte – kommt wieder raus auf die Straße, denn sie gehört uns! Wir waren viele! Wir werden mehr!« Die Jungle World sprach mit einigen der Organisatoren und Organisatorinnen: Marie Metzer, Sven Drebes, Michael Zander, Mo Simon und Matthias Vernaldi.

  • »Da habe ich einen Nerv getroffen«

    Im vorigen Jahr erschien das Buch »Singen können die alle. Handbuch für Negerfreunde« von Marius Jung im Carlsen-Verlag. Es wurde Anfang diesen Jahres vom Referat für Gleichstellung und Lebensweisenpolitik des Leipziger Student_innenRats mit dem Negativpreis »Der Preis ist heiß* – oder auch nicht« ausgezeichnet. Nach einer kontroversen öffentlichen Debatte schrieb das Referat für Gleichstellung und Lebensweisenpolitik am 18. Juni, die Prämierung habe »sich auf rassistische Inhalte der Werbemaßnahme« bezogen und man wolle »nicht den Inhalt des Buches oder den Umgang des Autors mit seiner (Rassismus-)Erfahrung in Frage stellen oder kritisieren«. Der 1965 geborene Marius Jung arbeitet als Schauspieler und Kabarettist.

  • »Es gab keine Alternative«

    Am 15. Juni wurde in Kolumbien der konservative Präsident Juan Manuel Santos im zweiten Wahlgang im Amt bestätigt. Selbst einige Linke in Kolumbien wählten Santos, da er die Friedensverhandlungen mit der Guerilla Farc weiterführen will. Sein Konkurrent in der Stichwahl war der noch weiter rechts stehende Óscar Iván Zuluaga, der vom ehemaligen Präsidenten Álvaro Uribe Vélez protegiert wurde. Die Jungle World sprach mit dem Menschenrechtsanwalt und Politiker Iván Cepeda Castro über das Ergebnis der Wahlen und deren Bedeutung für den Friedensprozess in Kolumbien. Er ist langjähriger Sprecher der Opferorganisation Movice (Bewegung der Opfer von Staatsgewalt) und seit 2010 Abgeordneter des Polo Democrático Alternativo, einer linken Sammelbewegung. Im April 2014 wurde er wieder in den Kongress gewählt und gilt als einer der eifrigsten Widersacher des ehemaligen Präsidenten Álvaro Uribe Vélez, dem enge Beziehungen zu paramilitärischen Gruppen nachgesagt werden.

  • »Das Autonomiegesetz bedarf einer Reform«

    Mitte Mai stimmte das nicaraguanische Parlament, in dem die Regierungspartei Sandinistische Nationale Befreiungsfront (FSLN) über eine Mehrheit verfügt, für eine Gesetzesreform, die unter anderem die Kontrolle über die nationale Holzindustrie direkt dem Präsidenten Daniel Ortega unterstellt. Damit soll der rasant ­voranschreitenden Abholzung des Regenwaldes Einhalt geboten werden. Kritiker befürchten jedoch aufgrund der Machtkonzentration negative Folgen für die indigenen Gemeinden. Die Jungle World sprach darüber mit dem Forstwissenschaftler Juan Carlos Ocampo Zamora aus der Gemeinde Butku im Nordwesten Ni­caraguas. Er ist für die Strategieplanung der Kooperative COOSIPBAA zuständig, die sich für eine kollektive Nutzung der Naturressourcen einsetzt. Sie ist vor allem im Bloque SIPBAA tätig, einem Zusammenschluss von sechs Gemeinden, deren rund 3 200 Einwohner sich zu etwa 90 Prozent als indigene Miskito verstehen.

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