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  • »Der Status quo ist unglaublich sexistisch«

    Im Juni stellte die britische feministische Bloggerin und Autorin Laurie Penny in Deutschland ihr von Anne Emmert aus dem Englischen übersetztes Buch »Unsagbare Dinge. Sex, Lügen und Revolution« vor, erschienen in der Edition Nautilus. Mit der Jungle World sprach Penny über Feminismus, Geschlechterrollen, die romantische Liebe und sexistische Kontrollmechanismen.

  • »Lesben bekommen gesagt, sie seien nicht afrikanisch«

    Dawn Cavanagh ist Geschäftsführerin der Coalition of African Lesbians (CAL) mit Hauptsitz in Südafrika. Die CAL ist mit 33 Mitgliedsorganisationen in 19 afrikanischen Ländern die größte LGBTI-Vernetzungsorganisation auf dem afrikanischen Kontinent. Die Organisation engagiert sich unter anderem für Lesben- und Frauenrechte, Sexarbeiterinnen, Frauen mit HIV und das Recht auf Abtreibung; sie unterstützt die länderübergreifende Zusammenarbeit gegen die Diskriminierung von LGBTI und ist auf internationaler Ebene bei den UN tätig. Im April 2015 wurde CAL der Beobachterstatus bei der Afrikanischen Kommission für Menschen- und Völkerrecht eingeräumt. Mit Cavanagh sprach die Jungle World über die Lage von LGBTI in Afrika.

  • »Ziel ist es, die Isolation zu durchbrechen«

    Die Situation von Geflüchteten in der deutschen Provinz ist häufig menschenunwürdig. Uli Tomaschowski rief daher das Projekt »Teachers on the road« ins Leben, vor allem Sprachkurse sollen dabei dazu dienen, die Lebensbedingungen von Flüchtlingen zu verbessern. Hunderte Menschen unterstützen deutschlandweit das Projekt. Mit der Jungle World sprach Tomaschowski über die Möglichkeiten und Schwierigkeiten einer solchen Initiative, konkrete Solidarität und die diskriminierenden Gesetze in Deutschland.

  • »Wir haben langen Atem bewiesen«

    Im August 2001 vertrieb die ugandische Armee die Bewohner von vier Dörfern im Bezirk Mubende, weil die ugandische Regierung das Land an die Kaweri Coffee Plantation Ltd. verpachtet hatte. Dem Food First Informations- und Aktionsnetzwerk (FIAN) zufolge zählt diese Vertreibung zu den wenigen Fällen von land grabbing, die von Anfang an gut dokumentiert sind. Die Vertriebenen forderten ihre Rechte ein, im August 2002 verklagten sie die ugandische Regierung und die Firma Kaweri Coffee Plantation auf Entschädigung. 2013 kam es zu einem Urteil, gegen das das Unternehmen jedoch Berufung eingelegt hat. Kaweri ist eine Tochterfirma der Neumann Kaffee Gruppe (NKG) in Hamburg. Mit 46 Unternehmen in 28 Ländern beliefert der Konzern verschiedene Röster. Er zählt zu den größten Rohkaffeeproduzenten und -händlern weltweit. Die Jungle World sprach mit Peter Baleke Kayiira über den Stand des Verfahrens, die Strategien gegen den Landraub und die Arbeitsbedingungen auf der Kaffeeplantage. Er ist der Sprecher der Vertriebenen aus Mubende.

  • »Die Selbstsorge kommt zu kurz«

    Die Sozialwissenschaftlerin Gabriele Winker lehrt und forscht an der TU Hamburg-Harburg und ist Mitbegründerin des Feministischen Instituts Hamburg sowie des bundesweiten »Netzwerks Care Revolution«. Im vergangenen Jahr war sie Mitorganisatorin der Aktionskonferenz »Care Revolution« in Berlin, bei dem verschiedene im Bereich sozialer Reproduktion tätige Gruppen und Personen zusammenkamen. Im März ist im Transcript-Verlag ihr Buch »Care Revolution. Schritte in eine solidarische Gesellschaft« erschienen. Mit Winker sprach die Jungle World über die Krise sozialer Reproduktion und die entstehende Care-Bewegung.

  • »Wir sind sehr besorgt«

    Beate und Serge Klarsfeld haben gerade das Bundesverdienstkreuz erhalten. Ende März erschienen im Pariser Verlag Fayard ihre »Mémoires«. Serge erlebte im Alter von acht Jahren in Nizza, wie sein Vater Arno Klarsfeld von einem Sonderkommando der SS unter Führung von Alois Brunner verhaftet wurde und aus Auschwitz nicht zurückkam. Brunner war 1943 bis 1944 Leiter des Sonderkommandos der Gestapo in Frankreich und Befehlshaber des Sammel­lagers von Drancy, in das die französischen Juden, Roma und andere Häftlinge gebracht wurden, bevor sie in die Vernichtungslager transportiert wurden. Beate Klarsfeld, geboren 1939 in Berlin, musste 1971 fünf Wochen ins Gefängnis, weil sie versucht hatte, den Nazi Kurt Lischka nach Frankreich zu entführen. Der SS-Obersturmbannführer war im besetzten Frankreich Polizeichef und Gestapo-Kommandeur der Region Paris gewesen. Nach 1945 klagte ihn die französische Justiz an, einer der Hauptverantwortlichen für die Deportation von 76 000 Juden aus Frankreich in die Vernichtungslager gewesen zu sein. In Abwesenheit wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt. Doch Lischka lebte seit 1950 unbehelligt in Köln, wo er zehn Jahre zuvor seine Gestapo-Karriere begonnen hatte. 1971 wurde er von Beate Klarsfeld ausfindig gemacht, 1980 schließlich doch noch zu zehn Jahren Haft verurteilt und nach fünf Jahren wieder freigelassen. Mit Beate Klarsfeld sprach die Jungle World über das jahrelange Bemühen der Klarsfelds, NS-Täter doch noch vor Gericht zu bringen, und über den heutigen Antisemitismus.

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