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Missy-Magazin
  • »Humanitäre Hilfe ist zu wenig«

    Im kurdischen Autonomiegebiet des Nord­irak kämpfen derzeit verschiedene Truppen gegen den Vormarsch der islamistischen Terrororganisation »Islamischer Staat im Irak und Syrien« (Isis, siehe Seite 12). Die Jungle World sprach telefonisch mit Hiwa Bahrami über die Bedeutung des Konflikts für die Region und dessen Folgen. Er ist Repräsentant der Democratic Party of Iranian Kurdistan (PDKI) in Deutschland und Österreich. Die PDKI ist mit ihren Truppen an den Kämpfen gegen Isis im Nordirak beteiligt.

  • »Das Schweigen ist ohrenbetäubend«

    Können Juden in Europa noch sicher leben? Rabbi Abraham Cooper, stellvertretender Direktor des Simon Wiesenthal Center in Los Angeles, spricht über den Gaza-Konflikt, den Unterschied zwischen Kritik an der israelischen Politik und Antisemitismus, die Bedrohung der jüdischen Gemeinden und die bislang ausbleibenden Gegenmaßnahmen.

  • »Die Angreifer hatten leichtes Spiel«

    Vor wenigen Tagen musste ein Testspiel des israelischen Erstligisten Maccabi Haifa gegen den französischen Club OSC Lille, das im österreichischen Bischofshofen (Bundesland Salzburg) ausgetragen wurde, nach 85 Minuten vom Schiedsrichter abgebrochen werden. Rund 20 Männer hatten zuvor mit palästinensischen Fahnen und Transparenten mit der Aufschrift »Fuck Israel« den Platz gestürmt und Spieler von Maccabi tätlich angegriffen. Dabei soll auch ein Messer gezückt worden sein. Einige der israelischen Fußballer setzten sich aktiv gegen die Angreifer zur Wehr und verhinderten so Schlimmeres. »Wir sind 85 Minuten lang beschimpft worden, weil wir Israelis sind«, schrieb Maccabis Spieler Dekel Kainan auf Twitter, und sein Mannschaftskollege Yossi Benayoun ergänzte: »Wir hatten keine Wahl, außer uns selbst zu verteidigen.« Die Polizei wurde von den Ausschreitungen offenkundig überrascht. Es seien zwar Beamte vor Ort gewesen, sagte ihr Sprecher, sie hätten aber erst Verstärkung anfordern müssen. Festnahmen gab es keine, der Verfassungsschutz will nun ermitteln. Die Jungle World sprach mit Oscar Deutsch, dem Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, über diese Vorfälle und den Antisemitismus in Österreich.

  • »Die Reiche reist aus, die Arme verblutet«

    El Salvador zählt zu den Ländern, in denen ein Schwangerschaftsabbruch unter allen Umständen verboten ist. Das absolute Abtreibungsverbot hat in dem mittelamerikanischen Land sogar die Kriminalisierung von Frauen zur Folge, die eine Fehlgeburt erlitten haben. Die Kampagne »Die 17« fordert nun die Begnadigung von 17 Frauen, die deswegen zu Gefängnisstrafen zwischen 30 und 40 Jahren verurteilt wurden. Die Initiatorinnen wollen außerdem eine allgemeine Debatte um die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs anstoßen. Mit der Feministin und Aktivistin Sara García, die jeden Mittwoch ein Radioprogramm zum Thema moderiert, sprach die Jungle World über die rigide Gesetzgebung in El Salvador und deren Folgen für betroffene Frauen.

  • »Mehr Event als Demonstration«

    In Frankfurt am Main soll es am kommenden Samstag zum ersten Mal einen alternativen »transuniversalen CSD« (Christopher Street Day) geben. Der Journalist Ulrich Scharmer ist in der Münchner Schwulenszene aktiv und war vor 35 Jahren als 23jähriger beim ersten CSD der BRD dabei, dem »Homolulu«, der damals in Frankfurt am Main genau zehn Jahre nach den Riots um das »Stonewall Inn« stattfand. Mit ihm sprach die Jungle World über die Entwicklung und Leerstellen der Paraden.

  • »Man kann feiern, ohne Leid und Wut zu verleugnen«

    Die Pride Parade »behindert und verrückt feiern« fand im vergangenen Jahr erstmalig in Berlin statt. Am 12. Juli wird es die zweite Parade geben. Sie wird organisiert von einem Bündnis von Menschen mit und ohne Behinderung und Psychiatrieerfahrung. Im Aufruf heißt es: »Freaks und Krüppel, Verrückte und Lahme, Eigensinnige und Blinde, Taube und Normalge­störte – kommt wieder raus auf die Straße, denn sie gehört uns! Wir waren viele! Wir werden mehr!« Die Jungle World sprach mit einigen der Organisatoren und Organisatorinnen: Marie Metzer, Sven Drebes, Michael Zander, Mo Simon und Matthias Vernaldi.

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