• »Wir sagen nicht, Opel muss bleiben«

    Wolfgang Schaumberg war 30 Jahre Lagerarbeiter bei Opel Bochum und 25 Jahre Mitglied des Opel-Betriebsrats. Heute ist er in Rente und engagiert sich weiterhin in der gewerkschaftsoppositionellen Betriebsgruppe »Gegenwehr ohne Grenzen«.

  • »Das schreckt die Wähler ab«

    In Sachsen konnte die NPD in den jüngsten Kommunalwahlen die Zahl ihrer Sitze mehr als verdreifachen, in Mecklenburg-Vorpommern hat sie nun 60 Sitze in den Kommunalparlamenten. In Thüringen erhielt die Partei 21 Mandate, in Sachsen-Anhalt steigerte sie sich von vier auf 19 Sitze. Der Politikwissenschaftler Hubertus Buchstein lehrt und forscht an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Er ist u.a. Mitherausgeber der Studie »Die NPD in den kommunalen Parlamenten Mecklen­burg-Vorpommerns« und der Broschüre »Kein Platz für Rechtsextremisten in Kom­munalparlamenten«. In diesem Semester leitet er das Hauptseminar »Die NPD bei den Kommunalwahlen in Mecklenburg-Vorpommern 2009«.

  • »Die jungen Leute sind unsere Zukunft«

    »Sarabah – Tales from the Flipside of Paradise« heißt die erste internationale Veröffentlichung der senegalesischen Rapperin Sister Fa, die im Mai erschienenen ist. Die seit drei Jahren in Berlin ansässige 27jährige singt in Wolof, Mandingo, Jola und Französisch über das Leben von Frauen und Soldaten im Senegal, über Aids, Politik und ihre persönlichen Erfahrungen. Ihre Songs spiegeln die reichhaltige Kultur des west­afrikanischen HipHop, in der sich westliche und afrikanische Einflüsse vereinen.

  • »Eine Todsünde ist Filmen nicht«

    Shaheen Dill-Riaz wurde 1969 in Dhaka, Bangladesch, geboren. Er war Mitorganisa­tor des International Short Film Festival Dhaka und arbeitete als Filmjournalist. Nach einem Studium der Kunstgeschichte an der FU Berlin begann er 1995 ein Kame­ra­­studium an der Filmhochschule Potsdam-Babelsberg. Bekannt wurde er mit dem Do­kumentarfilm »Eisenfresser« über Arbeiter auf einer Werft in Chittagong. Für seinen neuen Film »Korankinder« drehte er in den Schulen, in denen die 6 234 Verse des Koran auswendig gelernt werden, den Madrassas. Sie gelten teils als Kaderschmie­den des islamistischen Terrors. »Korankinder« startet am 4. Juni in den deutschen Kinos.

  • »Homosexualität gilt als sexuelle Störung«

    Kamilia Manaf ist die Gründerin des indonesischen »Institut Pelangi Perempuan«, einem Zusammenschluss jugendlicher Les­ben. Für Lesben und Schwule, Bisexuelle und Transgender (LGBT) ist es nicht ungefährlich, in der konservativen und islamisch geprägten Gesellschaft Indonesiens öffentlich aufzutreten. Seit der Einführung des so genannten »Anti-Pornographie-Gesetzes« im Dezember 2008 und Sharia-Verordnungen in vielen Regionen riskieren Lesben, Schwule und Transgender, kriminalisiert und eingesperrt zu werden.

  • »Regierungen und Investoren wissen Bescheid«

    Freddy Pulecio ist Mitglied der kolumbianischen Gewerkschaft der Erdölarbeiter (USO). Wegen seines gewerkschaftlichen Engagements wurden kolumbianische Para­militärs auf ihn aufmerksam. Nachdem er aufgrund von falschen Zeugenaussagen 18 Monate wegen »Verdachts auf Rebellion« im Gefängnis gesessen und dort einen Mordversuch überlebt hatte, flüchtete Pulecio nach seiner Freilassung nach Europa. Seit 2007 lebt er in Brüssel und setzt sich von dort aus für Arbeiterrechte in Kolumbien ein.

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