Vorsicht Volk!
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  • »Die Kartelle halten Sklaven«

    In den letzten Augusttagen des Jahres 2010 gingen Meldungen über das Massaker von San Fernando in Tamaulipas um die Welt und machten das Ausmaß der Gewalt gegen Migranten in Mexiko deutlich. 72 Menschen aus Mittel- und Südamerika wurden vom Drogenkartell der Zetas ermordet. Fünf Jahre später gelten illegalisierte Migranten weiter als eine Haupteinnahmequelle des organisierten Verbrechens. In der Migrantenherberge von Saltillo, eine Tagesreise von der Grenze zu den USA entfernt, berichten Menschen aus den südlichen Nachbarländern täglich über das, was sie auf der Transitroute durch Mexiko erleben. Die Jungle World befragte den Leiter der Herberge, Alberto Xicoténcatl Carrasco, was sich an den Gewaltszenarien geändert hat.

  • »Kritik kann nicht respektlos sein«

    Dieses Jahr wurden in Bangladesh bereits vier Säkularisten wegen ihrer Veröffentlichungen im Internet ermordet. Sie wurden mit Macheten zerhackt und islamistische Gruppen bekannten sich zu den Taten. Auch der Schriftsteller und Blogger Ananya Azad wurde bedroht. Ende Juni ist er in Folge mehrerer Todesdrohungen von Islamisten nach Hamburg geflohen. Azad wurde 1990 in der Hauptstadt Dhaka geboren und bloggt seit mehreren Jahren für das religionskritische und humanistische Magazin Mukto-Mona. Vor wenigen Monaten hat er ein Buch über den Mangel an Frauenrechten in Bangladesh veröffentlicht. Mit ihm sprach die Jungle World über die Drohungen gegen ihn und den islamistischen Vormarsch in Bangladesh.

  • »Es findet ein starker Wandel statt«

    Das katholische Irland scheint sich langsam zu öffnen. Nachdem in einem Referendum im Mai die Mehrheit für die Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe gestimmt hatte, verabschiedete das irische Parlament am 15. Juli ein neues Gesetz zur Anerkennung der Geschlechtsidentität. Transpersonen in Irland können die Eintragung des Geschlechts auf der Geburtsurkunde nun ändern lassen, ohne zuvor zu einem Arzt gehen zu müssen, ein psychologisches Gutachten und geschlechts-angleichende medizinische Maßnahmen sind für die Änderung nicht mehr notwendig. Vorbilder für diese Gesetzesänderung sind Argentinien, Dänemark, Malta und Kolumbien. Broden Giambrone ist Geschäftsführer des Transgender Equality Network Ireland (TENI), das diese Entscheidung begrüßt und sich für eine Gesetzesänderung eingesetzt hat. Mit ihm sprach die Jungle World über die Situation von Transpersonen in Irland und ihren langen Kampf um Anerkennung.

  • »Etwas Neues geschieht«

    Seine Schriften, wie der Bestseller »Republic of Fear«, gelten als brillante Studien über Saddam Husseins Irak und dienten Neocons und Liberal Hawks gleichermaßen als Rüstzeug im Konflikt um den Sturz des irakischen Tyrannen – ein Ziel, auf das der irakisch-britische Intellektuelle Kanan Makiya seit den achtziger Jahren hingearbeitet hatte. Heute lehrt der einstige Vordenker der irakischen Exilopposition Islamic and Middle Eastern Studies an der Brandeis University.

  • »Die Situation ist schlimmer als gedacht«

    Deutschland schiebt immer mehr Flüchtlinge aus Mazedonien ab, da das Land im Herbst 2014 als »sicherer Herkunftsstaat« eingestuft wurde. Doch vor allem für Roma ist es in Mazedonien alles andere als sicher. Marc Millies und Allegra Schneider reisten im März als Mitglieder einer Recherchegruppe nach Skopje, um die Situation vor Ort zu untersuchen. Der Bericht zu Mazedonien ist in Kürze unter www.alle-bleiben.info erhältlich. Dort finden sich auch die Berichte zur Situation im Kosovo (erschienen im Herbst 2014) und in Serbien (erschienen im Frühjahr 2014) sowie Berichte zu anderen Reisen. Millies arbeitet beim Flüchtlingsrat und bei Refugio in Bremen. Schneider recherchierte in den vergangenen Jahren in Serbien, Kosovo und Mazedonien zur Situation abgeschobener Roma und begleitete diese Recherchen mit Fotoreportagen. Mit beiden sprach die Jungle World über die Diskriminierung von Roma in Mazedonien und die Inhaftierung Asylsuchender im Transit.

  • »Dem Kapital ein ›Fuck off‹ entgegenschleudern«

    Der in Dublin geborene und in Mexiko an der Benemérita Universidad Autónoma de Puebla lehrende Politikwissenschaftler John Holloway ist spätestens seit seinem Buch »Die Welt verändern, ohne die Macht zu übernehmen« (2006) als Opponent des orthodoxen Marxismus auch hierzulande bekannt geworden. Neben seiner Kritik an der verdinglichten Arbeit sieht er in Institutionen wie Parteien und Staat ein Hindernis für das Erreichen einer befreiten Gesellschaft. Derzeit schreibt er am Buch »Think Hope, Think Crisis«, in dem er sich auch mit der Situation in Griechenland beschäftigt.

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