Ivo Bozic:Augenhöhe um Augenhöhe...
16. Mai 2008, 13.12 Uhr:

Augenhöhe um Augenhöhe...

von Ivo Bozic

Wenn im Uno-Menschenrechtsrat ein „Dialog auf Augenhöhe“ über Menschenrechte geführt wird, kommt dann schon mal so was dabei heraus:

„Der Gesandte des Irans (…) drückte zuerst seine Befriedigung darüber aus, dass die Schweiz in ihre neue Verfassung den Zusatz aufgenommen habe, dass vor dem Gesetz alle Menschen gleich seien. Dann äußerte er aber seine starke Besorgnis über die ‚Vorfälle rassistischer Intoleranz’ und die ‚anhaltenden feindseligen Einstellungen gegenüber Schwarzen und Muslimen’, die ‚wir in den jüngsten Jahren beobachtet haben’. Angesichts der Fälle von ‚Misshandlung und Folter’ in ‚Polizeigewahrsam’ und bei ‚Verhören’ müsse man festhalten, dass die Kantone bei ihrer Aufgabe, die Polizei zu kontrollieren, versagt hätten. Und auch der Frauenhandel, die Prostitution, die sexuelle Ausbeutung und die Gewalt, welche Migrantinnen in der Schweiz riskierten, erfüllten ihn mit Sorge. Aber niemand sei perfekt, munterte der Mann aus dem Gottesstaat, wo mutmaßliche Ehebrecherinnen in einen Leinensack gesteckt, in eine Grube gestellt und mit gezielten Steinwürfen an den Kopf getötet werden, die Schweiz auf. Der Weg zur Verbesserung sei der ‚genuine und konstruktive Dialog’. Ein Dialog, wie ‚er bereits existiert’ zwischen der Islamischen Republik Iran und der Schweiz. Beide Partner ‚versuchen einander zu helfen’, um die Menschenrechtssituation in ihren Ländern zu optimieren.“

Die verschleierte Vertreterin Mauretaniens, wo immerhin vor neun Monaten die Sklaverei verboten wurden, billigte der Schweiz aber zu, „im ‚Gender-Bereich’ Fortschritte gemacht zu haben“.

Hier der ganze Artikel, gefunden hier

Kommentare

Die "Weltwoche" ist eine (nicht gerade intelligente) rechte Zeitung, der Artikel trieft dementsprechend vor Chauvinismus. Für den legitimen (wenn auch nicht originellen) Hinweis, dass es bei der Genfer Veranstaltung gewissermaßen Mörder waren, die "Haltet den Dieb!" riefen, braucht man keinen Link auf einen Text, der erkennbar beabsichtigt, die berechtigte Kritik an Sexismus, Rassismus und polizeilicher Gewalt in der Schweiz lächerlich zu machen.

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