Lieselotte Kreuz:Gut, dass das vorbei ist II
7. Mai 2009, 11.44 Uhr:

Gut, dass das vorbei ist II

von Lieselotte Kreuz

Solche Männer werden ja heute überhaupt nicht mehr hergestellt. Zur Erinnerung für alle, die damals dabei waren, und als Mahnung an alle Nachgeborenen: Auch Joseph Beuys wehrte sich damals tapfer und unter Einsatz spezieller Tanztechniken gegen das Land, das sich selbst zerstört und uns den ‘way of life’ diktiert. Und offenbar den “Endsieg” will.
Und noch eins: Kann irgendjemand sicher erkennen, ob der Mann mit Gitarre und Schnäuzer derselbe ist, der die Gitarre bei BAP bedient hat?

Kommentare

außerdem sei noch darauf hingewiesen, dass es sich hier um den wahlkampfspot (!) der grünen zur bundestagswahl 1983 handelt. kann aber kuttner alles besser erläutern - es lohnt sich!

Wie schade, leider war ich noch nie auf einem solchen Abend. Ein Fehler, offenbar, der sich ja aber noch korrigieren lässt. Andererseits sehe ich gerade, dass der Freitag im Zusammenhang mit Kuttner über "ein schlaues, rötlich schimmerndes Erkenntnismoment" schreibt, welches er, also Kuttner, irgendwie am Schwanz zu kriegen bemüht sein soll. Aber da kann ja der Kuttner nichts dafür, vermutlich.

...als da wären: die festgenagelten damen auf der linken, der gesichtsausdruck von beuys, nachden er, kurzvor schluß, das mikro wieder auffängt. laut kuttner sehen wir hier die entstehung des lachens, nämlich aus der angst..., auch toll, wie beuys danach abgeht und sogar den propeller macht..., und naja wie gesagt der herr von bap mit seiner gitarre...

ja, und nicht nur der mann an der gitarre ist von bap, sondern auch die restlichen bären. wer schon mal bei einem videoschnipsel-abend von kuttner in der volksbühne war, kennt die kleinen feinheiten dieses clips bereits bis ins detail...

Tja, das Fach der visuellen Kommunikation an der HfBK, wo der Beuys lehrte und seine Props einfuhr, hatte die Wagnis zur Opportunität damals noch nicht ganz fassen können. Jede_r der In Hamburg kulturell was auf sich hält, denkt an die Ode der formbaren Fette und den Erfolg, den Professor Beuys in den 1980ern motivierend in den dokumentierenden Senat warf. Ich will jetzt nicht gegen die Zunft an der HfBK hetzen, aber die Provo muss sein (wenn ich daran denke, dass meine Bewerbung des Performativen seinerzeits abgelehnt wurde), die Reproduzierbarkeit als entscheidene Tatsache im wirken von Beuys war und wohl noch ist und in Wirklichkeit nichts anderes als die problematische Annäherung zweier Grundmuster der Transformation: das historisierende Schema der 'Säkularisierung des Heiligen' und das ökonomische Schema des Gebrauchswert in Tauschwert.......Tja der Beuys und seine 'fetten' Beatz.......

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