von Jörn Schulz
Na bitte, die Bundeswehr trägt also doch dazu bei, die afghanische Zivilbevölkerung zu schützen. Allerdings indirekt, denn der US-General McChrystal will die Einsatzregeln für Luftangriffe noch einmal verschärfen wegen des von Oberst Klein angerichteten Desasters.
„So soll die Definition des ‚Feindkontakts’ als Begründung für ein Bombardement in Zukunft klarer definiert werden.“ Ist eigentlich nicht so schwer, Feindkontakt zu definieren, sollte man meinen. Wird man beschossen, hat man Feindkontakt. Wird man nicht beschossen, hat man keinen Feindkontakt. Warum Klein behauptete, die Bundeswehr habe Feindkontakt, obwohl das nicht der Fall war, gehört zu den vielen Fragen, die der Untersuchungsausschuss nicht klären wird.
Als damals behauptet wurde, Klein habe die US-Piloten davon abgebracht, schwerere Bomben abzuwerfen, habe ich gleich geahnt, dass das nicht stimmt. Nun stellt sich heraus, dass Klein gleich sechs Bomben abwerfen lassen wollte und dagegen war, dass die um die Tanklastwagen Versammelten durch Tiefflüge gewarnt werden. Die Geschichte von dem Informanten, der angeblich alles genau beobachtete, war natürlich auch eine Erfindung. An die Befehlskette hat Klein sich ebenfalls nicht gehalten. Verdammt viele „Informationspannen“. Kein Wunder, dass die Bundesregierung von der US-Bitte um Truppenverstärkungen wohl ausgenommen sein wird.
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