von Stefan Ripplinger
Seitenblick auf die deutsche Kulturszene: Tröpfe, Abzocker, militante Spießer. Der Tropf versucht, sein Leben „authentisch“ aufzuschreiben, die Abzockerin schreibt das, was er aufgeschrieben hat, schlecht ab und wird damit sofort berühmt, Claus Peymann fordert, die Bundeswehr und die Hartz-IV-Bezieher sollten Berlin vom Eis räumen. Und endlich ist das nationale Filmepos aus der amerikanischen Kriegsgefangenschaft befreit.* Genügt für einen Monat. Weitermachen.
* “So sind wir, während einer aufwändigen und grandiosen Kinovorstellung mit Live-Orchester, für drei Stunden Vertreter einer mit sich selbst ins Reine gekommenen Kulturnation.” (Frankfurter Rundschau, 15.II. 2010)
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