von Jörn Schulz
Der juristische Streit um die Hasenphobie einer deutschen Lehrerin beschäftigt nun auch die internationale Presse. Viele Menschen fragen sich, wie jemand ausgerechnet vor Hasen Angst haben kann, sind doch so niedlich, die lieben kleinen Viecher. Von wegen. Die Leporidae werden oft unterschätzt, obwohl bereits die Geschichte des Rabbit of Caerbannog ihre Gefährlichkeit bewiesen hat. Auch aus jüngerer Zeit wird von Kampfhasen berichtet. Wer bedenkt, dass das carnivore Monster aus der Sicht des Hasen größer ist als der Tyrannosaurus Rex aus der Sicht eines Menschen, wird das Wort „Hasenfuß“ nicht mehr leichtfertig verwenden.
Liberale Amerikaner haben mehr Verständnis für die Leporiphobia, denn Präsident Jimmy Carter entging im Jahr 1979 nur knapp dem Anschlag eines „killer rabbit“. Ein zähnefletschender „swamp rabbit“ attackierte unprovoziert das Ruderboot des friedlich angelnden Präsidenten und versuchte es zu entern. „How to react in case of amphibic rabbit assault“ – ein solches Kapitel fehlt im Lehrbuch des Secret Service. Der Präsident war auf sich allein gestellt, er wehrte sich mit einem Paddel. Carter blieb unverletzt, doch der Attentäter entkam.
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