Stefan Ripplinger:Freiwillige Brandstifter
6. September 2010, 14.03 Uhr:

Freiwillige Brandstifter

von Stefan Ripplinger

Die SPD stelle ich mir als eine Freiwillige Feuerwehr vor, in die, weil sie edler scheinen wollen als sie sind, ausschließlich* Brandstifter eintreten. Es gibt allerdings auch Feuerwehrleute, die nicht mit Streichhölzern umgehen können, Beispiel Klaus von Dohnanyi:

„Also bitte keine Feigheit mehr vor Worten wie Rasse, Juden, Muslime. Es gibt sie. Man darf über sie nachdenken, man darf sie benutzen. Nicht gedankenfeige sein! Aber nie rassistisch!“

Was gibt es? Die Worte, vielmehr die Wörter? Wie bewiesen. Oder soll es die Rasse, die Juden, die Muslime geben?

„Rasse, Juden, Muslime“ erinnert an das schöne Spiel „Ein Wort gehört nicht in diese Reihe, rate, welches: Feige, Zwetschge, Pflaume.“

Gibt es Rasse? Gibt es Juden? Gibt es Muslime? In dieser unsinnigen Zusammenstellung und bei diesem zitternd zündelnden Feuerwehrmann wird alles höchst unwahrscheinlich, vermutlich gibt es weder das eine noch die anderen, noch die dritten, ja, ich würde die Existenzbehauptungen eines solchen Mannes selbst dann noch bestreiten, wenn sich sämtliche Rassen, Juden und Muslime vor seiner Villa einfänden und wie aus einem Munde riefen: „Wasser marsch!“

„Man darf über sie nachdenken, man darf sie benutzen.“

Über wen oder was darf „man“ nachdenken? Über Wörter, vielmehr Worte? Was oder wen darf „man“ benutzen? Die Rasse, die Juden und die Muslime?

Bei manchen Brandstiftern ist gewissermaßen Feuer und Flamme verloren. Bis gestern dachte ich noch, wenn der Feuerwehrhauptmann Gabriel alle Brandstifter aus dem Verein werfen wollte, stünde bald die Andrea Nahles alleine da, und die kriegt doch jetzt ein Kind, kann nicht auch noch die SPD schaukeln. Seit heute Morgen denke ich, das Problem erledigt sich von selbst, dank Senilität, die verleihen sich demnächst im Spritzenhaus gegenseitig den großen Gustav-Noske-Orden am Bande für treue Mitgliedschaft und verschwinden danach alle in der Mottenkiste.

* Vielleicht übertrieben, weil unsereiner nur ahnen kann, wie es in so einem typischen Ortsverein zugeht. Immerhin 43 Prozent der SPD-Wähler sind für den Ausschluss des Sarrazin, 50 Prozent sind dagegen und wollen, um Deutschland zu retten, einen sozialdemokratischen Lebensborn organisieren - nee, stimmt gar nicht (das mit dem Lebensborn).

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