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Kürzliche Beiträge
21. Oktober 2008, 18.27 Uhr:

Börsenticker: Anti-Bush-Merchandising

von Ivo Bozic

In der Jungle World hatten wir ja bereits vor einigen Wochen über den “Massenmörderschlussverkauf“, also über das drohende Ende der Wirtschaftsbranche Anit-Bush-Merchandising berichtet.

Nun warnen auch amerikanischen Wirtschaftsfachleute vor dem Absturz eines ganzen Sektors.

21. Oktober 2008, 12.49 Uhr:

Überregulierung im Geldverkehr

von Ivo Bozic

Mehr Staat fordern gerade alle von FAZ bis Lafontaine. Dass das nicht unbedingt gut ist, werden Sie nicht nur am Donnerstag in der Jungle World ausführlich erklärt bekommen, sondern können Sie heute schon in der Bild-Zeitung nachlesen: So kann es kommen, wenn sich Profitgier und Obrigkeitshörigkeit vereinen… bzw. wenn der autoritäre Charakter ran ans Kapital will.

19. Oktober 2008, 08.58 Uhr:

Abgefärbt

von Stefan Ripplinger

Wenn ein düsterer Mann in düsterer Zeit einen düsteren Film dreht, ist schwer zu sagen, was den Film so düster gemacht hat, der Mann oder die Zeit. Ich denke an zwei Filme, die beide unter deutscher Besatzung, der eine in Frankreich, der andere in Dänemark, 1943 entstanden sind, „Le Corbeau“ (Der Rabe) von Henri-Georges Clouzot und „Vredens dag“ (Tag des Zorns) von Carl Theodor Dreyer.

Weiterlesen.

17. Oktober 2008, 12.53 Uhr:

Jetzt schon Egotronic!!!

von Ivo Bozic

Sex, Drugs, Rock’n’Roll - ich komme langsam in ein Alter, in dem man sich entscheiden muss. Egotronic haben sich längst entschieden – jedenfalls in ihren Texten. Fast alles dreht sich um das Eine, außerdem geht’s noch ein wenig gegen Deutschland. Die verschiedenen Stoffe, mit denen man lange, lange Partynächte bewältigt, sind wie gewohnt der Stoff aus dem auch die neue Egotronic-Scheibe ist.

Egontronic, Egotronic? Sind das nicht diese verrückten, diese megageilen Elektropunker aus Berlin? Ja: Die Musik ist billig, die Texte rotzig, der Sänger ein Irrer – ich liebe sie. Alle lieben sie. Nicht alle, aber immer mehr, im letzten Jahr ist Egotronic ziemlich durchgestartet, und den guten Torsun mal auf ein Bier zu treffen, ist verdammt schwierig geworden, weil der Mann ständig auf Tour ist. Aber nicht alle lieben Egotronic, auch wieder wahr. Die „Konkret“ z.B. brachte einen steilen Verriss: „parolenhaft platt auf links gebürsteter Ballaballasound“. Korrekt, das stimmt, und so soll es auch sein. Wer Egotronic live gesehen hat, weiß, dass das vollkommen genügt, nein, das alles andere völlig überflüssig sein kann, in solch einer Nacht.

Natürlich funktioniert die Musik einer solchen Konzert-Party auf Platte gebannt nur noch halb so gut, aber wer sich fragt, wie er um alles in der Welt eigentlich die letzten drei Tage wach geblieben ist, und wer versucht, den – nennen wir es mal – „Abend“ zu rekonstruieren, der wird auf der neuen Egotronic-Platte alle Antworten finden. Ich bin mir daher sicher, dass die am 14. November bei audiolith erscheinende Scheibe also wieder weg geht wie eine Line Speed, und die am 31. Oktober startende Tour wieder unzähligen jungen Menschen ihre Unschuld rauben wird.

Wer übrigens nicht bis zum 14. November auf die Platte warten will (bereits jetzt gibt es eine Single-Auskopplung namens „Kotzen“), der/die muss jetzt die Jungle World abonnieren. Denn als Abo-Prämie kann man das neue Egotronic-Album abgreifen, schon jetzt! So ist man allen anderen deutlich voraus und kann bei den Konzerten bereits mitsingen, wenn die anderen noch verzweifelt versuchen, den Text zu verstehen.

16. Oktober 2008, 14.36 Uhr:

Öffnet mehr Casinos!

von Jörn Schulz

Überall ist nun vom Ende des Casino-Kapitalismus die Rede, von Zockern, die an allem Schuld sind. „Das Casino schließen!“ fordert attac. Doch das ist eine falsche Forderung, und es ist eine sehr unfaire Beurteilung des ehrlichen Glücksspiels. Wenn Sie sich an den Roulettetisch setzen, können Sie sich ihre Gewinnchancen genau ausrechnen. Sie sehen, wohin die Kugel rollt, wie die anderen Mitspieler setzen und was der Croupier tut. Eine solche Transparenz lässt der Markt für Finanzderivate leider vermissen.

Wenn Sie sich für das Pokern entscheiden, können Sie nicht mehr alles berechnen, denn Sie wissen ja nicht, was Ihre Mitspieler auf der Hand haben. Doch ein Full House ist immer ein Full House, sein Wert ist stabil, unbelastet von Hypotheken, die rund um den Globus weiter verkauft werden. Wenn Sie gewinnen, muss deshalb, anders als bei lukrativen Börsen- oder Warentermingeschäften, niemand zum Arbeitsamt gehen oder hungern. Vermutlich profitieren sogar einige Lohnabhängige, denn es gehört zu den Benimmregeln im Casino, ein großzügiges Trinkgeld zu geben, wenn man viel gewonnen hat. Wenn Sie allerdings verlieren, ist das Geld weg, da nützt alles Jammern nichts, die Merkel gibt es Ihnen nicht wieder. Um sich im Casino zu ruinieren, müssen Sie sich das Geld jedoch anderswo leihen. Die Spielbank wird Ihnen allenfalls dann einen Kredit einräumen, wenn absolut sicher ist, dass Sie ihn umgehend zurückzahlen können.

„Man muss das Finanzcasino schließen“, fordert Oskar Lafontaine. Er sollte lieber mal am Nachbau des La Fontaine des Mers vorbei ins Casino Paris Las Vegas gehen, um sich weiterzubilden. Denn dort und in anderen Casinos gibt es bereits alles, was das Herz des sozialdemokratischen Reformisten begehrt: Transparenz, klare Regeln, Stabilität, soziales Engagement, Eigenverantwortung und Risikobegrenzung.

15. Oktober 2008, 17.46 Uhr:

Pogo in der FAZ

von Ivo Bozic

Die FAZ erklärt Pogo:

“* Pogo ist ein Tanz, der Mitte der siebziger Jahre in der Punkrock-Szene entstanden ist - als Gegenbewegung zum als uniform und langweilig empfundenen Disko-Tanz. Die Tanzenden springen dabei wild durcheinander und vor allem gegeneinander. Beim Pogo gilt es jedoch, stets solidarisch auf Schwächere Rücksicht zu nehmen und Gestürzten sofort wieder auf die Beine zu helfen.”

Diese hübsche Erklärung hat die FAZ-Redaktion einem Interview mit der Juso-Vorsitzenden Franziska Drohsel über die Finanzkrise beigestellt. Wer sagt denn, die Alten würden sich nicht bemühen, die Juchendvonheute (bzw. von Gestern) zu verstehen…

15. Oktober 2008, 15.40 Uhr:

Extrablatt, Extrablatt!

von Ivo Bozic

Morgen! Die Jungle World aus Mallorca! Muss man haben!
Hier schon einmal ein kleiner Vorgeschmack darauf, was wir u.a. (!) alles für Sie recherchiert haben:

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