Jungle World abonnieren
Jungle World - shop
Kürzliche Beiträge
23. November 2015, 20.59 Uhr:

No future for Jews

von Thomas von der Osten-Sacken

Europa 2015. Ein Satz des belgischen Rabbi Avraham Gigi. Mehr braucht es nicht.

People understand there is no future for Jews in Europe

14. November 2015, 12.12 Uhr:

Don't pray for us

von Thomas von der Osten-Sacken

Joann Sfar, dssen Karikaturen auch von Charlie Hebdo verlffentlicht werden, reagiert auf die gestrigen Massaker in Paris:

12. November 2015, 11.05 Uhr:

Kultur und Integration

von Thomas von der Osten-Sacken

Manuela Schleswig, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (SDP) schreibt:

Moscheegemeinden und muslimische Verbände leisten einen wertvollen Beitrag zur Integration. Insbesondere Flüchtlinge profitieren davon, wenn andere Musliminnen und Muslime sie in Deutschland willkommen heißen und unsere gemeinsamen Werte vermitteln. Deshalb habe ich die heutige Sitzung des Lenkungsausschusses der Deutschen Islam Konferenz dazu genutzt, den muslimischen Verbänden in Deutschland zu danken und sie darum gebeten, diesen Weg weiterzugehen.

Dazu eine kleine Geschichte:

Ein Freund von mir arbeitet in der Nähe einer Aufnahmeeinrichtung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Jeden Morgen tauchte da ein Imam aus einer benachbarten Moschee auf, um mit den Jugendlichen zu „sprechen und zu beten“ .

Eines Tages erschienen bei meinem Freund eine Delegation aus jungen Syrern, Afghanen und Irakis und erklärte, sie hätten den Eindruck, er wär ganz cool und täte sie verstehen.

Sie wollten diesen Iman nicht, sagten sie, der erzähle nur radikales Zeugs und vor sowas seien sie unter anderem geflohen, es gäbe doch in Deutschland, hätten sie gelernt, so etwa wie Hausverbote. Das solle man gegen den verhängen.

Mein Freund also wandte sich an die Leitung des Aufnahmeeinrichtung und überbrachte die Botschaft. Dort zeigte man sich äußerst erstaunt und sagte ihm, aber es sei doch ganz toll, dass der Kleriker sich so rührend um die jungen Leute kümmere, er entstamme doch auch ihrer Kultur und verstehe sie.

Mehr fällt mir zu alle dem Gerede, man müsse nun die Islamverbände bei der Integration einbinden und Muslime müssten Muslime helfen, nicht ein.

Außer, auch wenn es vielleicht unpassend klingt, auf eine Bemerkung von Adorno aus derMinima Moralia zu verwiesen, dass Menschen immer noch besser als ihre Kultur seien.

11. November 2015, 14.26 Uhr:

Iranisches Regime bei Wiener Buchmesse

von Thomas von der Osten-Sacken

Gastbeitrag von Stephan Grigat

 

Noch ein Zuckerl für die Mullahs: Nach dem Besuchsreigen deutscher und österreichischer Politiker und Wirtschaftsvertreter nach Teheran bekommt das iranische Regime nun in Wien seine nächste Belohnung serviert: Ein eigener Stand bei der wichtigsten Buchmesse in Österreich, der “Buch Wien", bei der Khamenei-Vertraute die Ideologie der Ajatollahs erklären dürfen. Das Bündnis STOP THE BOMB hat heute u.a. mit Verweis auf die weiterhin aufrechte Todesfatwa gegen Salman Rushdie und den Hinrichtungsrekord der Teheraner Machthaber die Ausladung der iranischen Regimevertreter gefordert.

10. November 2015, 19.35 Uhr:

Praktizierte Sustainability

von Thomas von der Osten-Sacken

Eine Meldung aus dem Juni 2015, als der Flüchtlingssommer in Deutschland noch bevorstand:

Die Mittel für die Hilfe von 3,9 Millionen syrischen Flüchtlingen und mehr als 20 Millionen Menschen, die in den Gastkommunen der Nachbarländer leben, reicht nicht aus. Die Zusagen internationaler Geberländer kommen nur zögerlich an, so dass eine Finanzierungslücke von 3,47 Milliarden US-Dollar klafft, warnt das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR).

UN-Flüchtlingskommissar António Guterres appellierte für mehr Solidarität und Verantwortung von der internationalen Gemeinschaft “als wir bislang gesehen haben."  Bislang sind von den benötigten 4,53 Milliarden US-Dollar, die für die Unterstützung der syrischen Flüchtlinge und Binnenvertriebenen benötigt werden, nur 23 Prozent (1,06 Milliarden US-Dollar) eingegangen.

Die Solidarität der Internationalen Gemeinschaft blieb, wie zu erwarten war aus. Die Situation in Syrien und anderen Ländern verschlimmerte sich sogar noch.

Eine Meldung aus dem November 2015, nachdem der Ruf des UNHCR ungehärt verklang und sich Millionen auf den Weg nach Europa machten:

Die Aufnahme und Versorgung von Flüchtlingen könnte Deutschland in diesem Jahr 21,1 Milliarden Euro kosten. Das geht aus einer Schätzung der Ifo-Instituts hervor. “Das schließt nun Unterbringung, Ernährung, Kitas, Schulen, Deutschkurse, Ausbildung und Verwaltung ein", sagte Gabriel Felbermayr vom Ifo-Institut.

Bei ihren Berechnungen gingen die Mitarbeiter von einer Gesamtzahl von 1,1 Millionen Flüchtlingen aus. Die nun ermittelten Kosten sind deutlich höher als bislang angenommen. Zuletzt hatten die Forscher die Kosten auf zehn Milliarden Euro für die ersten zwölf Monate geschätzt - allerdings nur für die Unterbringung und Ernährung von 800.000 Menschen.

Jetzt wird natürlich das Geld knapp, um Flüchtlingen vor Ort zu helfen, d. h. das UNHCR wird mit noch weniger Geld auskommen müssen, d. h. mehr Leute werden sich auf den Weg nach Europa machen.

Aber beim nächsten Tagung des BMZ oder der EU, da reden sie dann wieder ganz viel über Sustainability, nachhaltige Entwicklung und vom Fluchtursachen-bekämpfen. Versprochen.

7. November 2015, 01.29 Uhr:

Über Werte und Leitkultur

von Thomas von der Osten-Sacken

Mag alles richtig sein, was der Christian Ortner da schreibt, und was er schreibt, schreiben dieser Tage viele, die jetzt beflissentlich für “unsere” Leitkultur und Werte werben, die man nun in die Flüchtlingslager tragen müsse

Aber wie käme es an, erklärte man den Flüchtlingen, gerne auch ins Arabische übersetzt, in etwa Folgendes als Einleitung:

“Uns Österreicher mussten die Alliierten erst  mit ziemlichem militärischen Aufwand und hohen Verlusten zwingen, z. B. aufzuhören, Juden zu vergasen und Homosexuelle in KZs einzusperren. Bis heute nehmen das viele Österreicher - und auch unsere nördlichen Nachbarn - den Alliierten ziemlich übel, und bei Wahlen erhalten regelmäßig Parteien 30%, deren Verbundenheit gegenüber westlichen Werten zumindest ein wenig fragwürdig ist.

Kurzum, westliche Werte und ihr Erhalt sind eine tägliche Herausforderung und jederzeit kann’s schiefgehen.

Und Hand aufs Herz, eigentlich mochten diese 30% - und nicht nur sie - ja die “arabische Straße", zumindest die, von der unsere Nahostexperten uns immer vorgeschwärmt haben, also die, die versprochen hat, Israel auszulöschen und so gerne schnauzbärtigen, antisemitischen Diktatoren akklamiert.

Nicht die, die 2011 ein Ende von Diktatur und Unterdrückung forderte, nein, die mochten sie, vor allem wenn’s gegen schnauzbärtige Diktatoren ging, nicht so gerne.

Liebe Flüchtlinge, wenn wir Euch also einen Wertekurs geben, wissen wir wirklich wovon wir sprechen. Gerade wir als Österreicher.”

Das gilt natürlich genau so für alle, die es nun in Deutschland mit der Leitkultur im Flüchtlingslager haben, einer Leitkultur, die wir in Deutschland, so las ich kürzlich, uns ja so hart erkämpft hätten.

7. November 2015, 01.05 Uhr:

Flüchtlinge, Zahlen

von Thomas von der Osten-Sacken

Grafiken, die für sich selbst sprechen:

1) Europe is experiencing the biggest refugee crisis since World War II. Based on data from the United Nations, we clarify the scale of the crisis.

2) As Doors Close, Syrian Refugees Despair

Schmeicheln Sie uns!

Falls Sie Ihre Wertschätzung für unsere Website ausdrücken möchten, können Sie dies mithilfe des Mikro-Bezahlsystems Flattr tun. Benutzen Sie einfach den folgenden Button:

Mehr Informationen auf flattr.com

Anzeige Transformellae Ikeae

Werden Sie ein Fan!

Jungle World
auf Facebook

Sie müssen sich nicht für Facebook registrieren, um unsere Seite zu betrachten. Na gut, dann …