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Kürzliche Beiträge
29. April 2008, 17.40 Uhr:

wine, cheese and schmoozing

von Doris Akrap

Wer die Möglichkeit hat, den 1. Mai in New York zu verbringen, sollte der charmanten Einladung zu der Veranstaltung “1968: Legacy and Lessons” folgen: “The event is free and open to the public, and there will be wine, cheese, and schmoozing after the talk.”

28. April 2008, 17.10 Uhr:

Management ist keine Erwachsenen-Vergnügung

von Jörn Schulz

Haben Sie schon einmal von einem Unternehmer oder Manager gehört, der sagt: „Es ist toll, reich zu sein. Ich genieße es.“ Vermutlich nicht, stattdessen hört man Klagen, nichts als Klagen. „Extremjobber“ sind sie, meint das manager-magazin:
„Jede zweite Führungskraft mit einem Jahresgehalt von über 200.000 Euro arbeitet mehr als 60 Stunden pro Woche.“ Nun gut, es handelt sich um Eigenangaben, schwerer aber ist es geworden, das Managerleben. Das beweisen die Spesenrichtlinien der Deutschen Bank. Sie „billigt keinerlei Erwachsenen-Vergnügungen und wird solche Ausgaben nicht ersetzen.“ Das Management legt großen Wert auf die Feststellung, dass nur bereits geltende Richtlinien bekräftigt wurden, verrät aber nicht, warum das nötig war. Das tut ein „Deutsche Bank insider“, der den „neuen Puritanismus“ beklagt, gegenüber dem Independent: „In der guten alten Zeit konnte man einen Bordell- als Restaurantbesuch deklarieren, wenn der Name nicht zu offensichtlich war.“

Marx behauptete: „Der Schatzbildner opfert daher dem Goldfetisch seine Fleischeslust. Er macht Ernst mit dem Evangelium der Entsagung.“ Der gemeinsame Bordellbesuch nach dem Geschäftsessen wurde jedoch so selbstverständlich, dass in den achtziger Jahren Manager der gewerkschaftseigenen „Neuen Heimat“ ehrlich empört waren, als ihre Spesenabrechnung aus dem „Club Amphore“ ins Gerede kam. Nun predigt die Deutsche Bank das Evangelium der Entsagung, in einer Zeit, da man die Banker eher als Schatzauflöser bezeichnen müsste. Knapp eine Billion Dollar werden die US-Immobilienkrise und ihre Folgen kosten, schätzt der IWF.
Das entspricht, wenn man die Preise der Drei-Diamanten-Damen des elitären Emperors Club zugrunde legt, dem Gegenwert von einer Milliarde Bordellbesuchen. Da kann der Schatzbildner noch so viel entsagen, die Verluste lassen sich auf diese Art nicht kompensieren.

Nein, offenbar schlummerte tief in der Managerseele ein Bedürfnis nach Selbstkasteiung, das sich nun Bahn bricht. In ihrer Geschichte schwankte die Bourgeoisie immer zwischen dem Bestreben, es dem Adel gleichzutun, und dem Puritanismus. Als Gründe für die derzeitige Entsagung können feministische Kritik oder ein schlechtes Gewissen ausgeschlossen werden. Vielmehr kasteit sich der wahre Puritaner, weil er Spaß daran hat. Als Bourgeois häuft er nun Geld und Macht um ihrer selbst willen an, nicht, weil er sich damit etwas verschaffen kann, das anderen vorenthalten bleibt.

28. April 2008, 12.42 Uhr:

Gysi und Anti-Gysis

von Ivo Bozic

Dass Gregor Gysi Israel anerkannt hat, wurde vielleicht teilweise ein wenig überschätzt. Oder auch nicht. Wenn man sich die wutschnaubenden Reaktionen von Rechts und Links so anschaut, dann saß der Nagel wohl auf dem richtigen Kopf. Karl Pfeiffer hat auf Hagalil das Notwendige dazu gesagt.

26. April 2008, 18.11 Uhr:

Ratgeber

von Stefan Ripplinger

“Nimm Dein Leben in die Hand
wie ein großes Gummiband.”

Leserin Manuela Kummer, Waldkraiburg, in der aktuellen Bild der Frau

25. April 2008, 17.40 Uhr:

Pokalfinale (2)

von Maik Söhler

Finale
CoPS Stuttgart : Tech United
2 : 3

25. April 2008, 10.04 Uhr:

Telefon (3)

von Stefan Ripplinger

„… du, wir müssten dringend einmal – oh, Gespräch auf der andern Leitung, ich rufe sofort zurück …“

24. April 2008, 15.18 Uhr:

Supermeldungen

von Ivo Bozic

Guck ich Ticker bei Bild-Online, les ich „Super-Drogen-Dealer gefasst“, denk ich, geil, ne neue Super-Droge, kann ich was lernen, klick ich drauf, geht es um einen Haschischschmuggler…

Na super, denk ich, wie öde, klick ich weiter, les ich Spiegel-Online: „Zoll lässt Drogenspürhund sieben mal klonen“, denk ich, geil, kann man bald Haschischschmuggler klonen. Dann geht’s Super-Dealer gegen Super-Hund, Superkampf der Superhelden, fehlt nur immer noch die neue Super-Droge…

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