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Kürzliche Beiträge
24. April 2008, 00.11 Uhr:

Oppen

von Stefan Ripplinger

Der Dichter George Oppen wurde heute vor hundert Jahren in New Rochelle/New York geboren. „Er ist ein Meister des Leerraums, von Zurückhaltung, Überblendung und Nuancierung. Seine Kunst, obwohl so fein im Detail, so peinlich genau, gewinnt Weite und Grandeur durch etwas, was einem in manchem wie eine völlige Beherrschung der Perspektive erscheint.“ (Louise Glück in „Proofs & Theories“, Ecco Press: Hopewell / New Jersey 1994)

Zu seinem Leben und Werk siehe die April-Nummer von konkret oder die Einführung auf Youtube. Hier als Würdigung ein Mini-Dossier, es besteht aus einem Brief, einer Prosa und einem Gedicht.

Weiterlesen.

21. April 2008, 18.06 Uhr:

Strenger als der Prophet

von Jörn Schulz

Viel wird derzeit debattiert über die Verpflichtungen des Staates, der die Olympischen Spiele veranstaltet. Sollten nicht auch die teilnehmenden Staaten einige Regeln einhalten müssen, und sei es nur, nicht allzu offen gegen die Bestimmungen der Olympischen Charta zu verstoßen? Die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts ist „unvereinbar mit der Zugehörigkeit zur Olympischen Bewegung“, doch auch in diesem Jahr wird Saudi-Arabien keiner Frau gestatten, an den Spielen teilzunehmen. Im öffentlichen Raum Sport treiben zu dürfen, gehört zu den Hauptforderungen saudischer Frauenrechtlerinnen. Manche, wie die Basketballerinnen von Jeddah United, warten nicht auf eine offizielle Genehmigung.

Die saudische Strenge wird mittlerweile sogar von Islamisten kritisiert. In dem der Muslimbruderschaft nahe stehenden Forum Islam Online wird der Frauensport als zulässig bezeichnet, allerdings nur in „islamischer“ Kleidung und getrennt von den Männern. Der Prophet Mohammed lief übrigens manchmal mit seiner Ehefrau Aisha um die Wette. Zuschauen durfte allerdings niemand.

21. April 2008, 14.13 Uhr:

Carter und Katzenjammer

von Ivo Bozic

Jimmy Carter ist ein toller Hecht. Er hat nach seinem Treffen mit der Hamas großartige (angedeutete) Zugeständnisse der Terrorbande zu verkünden:
Spiegel-Online schreibt: “Die Hamas habe angedeutet, dass ’sie bereit wäre, einen palästinensischen Staat in den Grenzen von 1967 zu akzeptieren, wenn die Palästinenser dies beschließen’, sagte Carter.”

Problem ist nur: Es gab 1967 keinen palästinensischen Staat in irgendwelchen Grenzen. Was jetzt?

20. April 2008, 18.53 Uhr:

Sorry (4)

von Stefan Ripplinger

In einer von Bruce Naumans „Clown Tortures“ entschuldigt sich der eine Clown fortwährend beim andern, als hätte er sich in einem von Laings Knoten verfangen, „I don’t know what I did but I’m sorry for what I did …“, so laut, schnell und schrill, dass schwer zu sagen ist, was mehr weh tut, Mitleid oder Terror, und wie das enden soll.

20. April 2008, 14.00 Uhr:

Pokalfinale

von Maik Söhler

Gestern, zum Pokalfinale, mal wieder die Fanmeile in Berlin besucht. Wie anders das ist, wenn die Deutschen dort unter sich sind; wenn sich keine Ukrainer mit Schweizern verbrüdern und dabei von Tunesiern argwöhnisch beäugt werden; wenn Konflikte zwischen Deutschen (Dortmundern und Bayern) nur vom Bier gedeckelt werden, nicht aber von Franzosen und Engländern.

Dazu dieser kurze Moment der Furcht, bevor man die Fanmeile betritt; das kurze Auflackern von Misstrauen und Massenunwohlsein und Generalverdacht; und wie schnell das dann weggeht, wenn man die teils friedfertige Bierseligkeit, teils ruhige Fan-Weltabgewandtheit wahrnimmt, die mal wieder nicht ins Aggressive kippt; wie offensichtlich angeekelt sich ein Bayern- und ein Dortmund-Fan auf der Bühne umarmen - angestiftet von einem Coca Cola-Projekt und Oliver Bierhoff, die vor der EM nationale Gemeinschaft erzeugen wollen; wie wenig die beiden Fans erstmal das Nationale interessiert und wie sehr der einfache materielle Gewinn - Freikarten für die EM mittels einer einfachen Umarmung; und wie schnell der Gedanke da ist, dass sich das rasch ändern kann; wieder die Misstrauensfrage also; ob sie erneut ins Leere läuft? Und ob man sie dann nicht mehr stellt?

19. April 2008, 07.45 Uhr:

Coming Out

von Stefan Ripplinger

Und feierlich legte er das Bekenntnis ab, zur Geschichte des Bekenntnisses von Augustinus über Luther und „Wir haben abgetrieben“ bis „Ich bin Nasenduscher“ wolle er nichts hinzufügen.

17. April 2008, 21.41 Uhr:

Der feine Herr Spargel...

von Ivo Bozic

Was man zum Thema Spargel wissen sollte - steht hier

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