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Kürzliche Beiträge
21. April 2008, 14.13 Uhr:

Carter und Katzenjammer

von Ivo Bozic

Jimmy Carter ist ein toller Hecht. Er hat nach seinem Treffen mit der Hamas großartige (angedeutete) Zugeständnisse der Terrorbande zu verkünden:
Spiegel-Online schreibt: “Die Hamas habe angedeutet, dass ’sie bereit wäre, einen palästinensischen Staat in den Grenzen von 1967 zu akzeptieren, wenn die Palästinenser dies beschließen’, sagte Carter.”

Problem ist nur: Es gab 1967 keinen palästinensischen Staat in irgendwelchen Grenzen. Was jetzt?

20. April 2008, 18.53 Uhr:

Sorry (4)

von Stefan Ripplinger

In einer von Bruce Naumans „Clown Tortures“ entschuldigt sich der eine Clown fortwährend beim andern, als hätte er sich in einem von Laings Knoten verfangen, „I don’t know what I did but I’m sorry for what I did …“, so laut, schnell und schrill, dass schwer zu sagen ist, was mehr weh tut, Mitleid oder Terror, und wie das enden soll.

20. April 2008, 14.00 Uhr:

Pokalfinale

von Maik Söhler

Gestern, zum Pokalfinale, mal wieder die Fanmeile in Berlin besucht. Wie anders das ist, wenn die Deutschen dort unter sich sind; wenn sich keine Ukrainer mit Schweizern verbrüdern und dabei von Tunesiern argwöhnisch beäugt werden; wenn Konflikte zwischen Deutschen (Dortmundern und Bayern) nur vom Bier gedeckelt werden, nicht aber von Franzosen und Engländern.

Dazu dieser kurze Moment der Furcht, bevor man die Fanmeile betritt; das kurze Auflackern von Misstrauen und Massenunwohlsein und Generalverdacht; und wie schnell das dann weggeht, wenn man die teils friedfertige Bierseligkeit, teils ruhige Fan-Weltabgewandtheit wahrnimmt, die mal wieder nicht ins Aggressive kippt; wie offensichtlich angeekelt sich ein Bayern- und ein Dortmund-Fan auf der Bühne umarmen - angestiftet von einem Coca Cola-Projekt und Oliver Bierhoff, die vor der EM nationale Gemeinschaft erzeugen wollen; wie wenig die beiden Fans erstmal das Nationale interessiert und wie sehr der einfache materielle Gewinn - Freikarten für die EM mittels einer einfachen Umarmung; und wie schnell der Gedanke da ist, dass sich das rasch ändern kann; wieder die Misstrauensfrage also; ob sie erneut ins Leere läuft? Und ob man sie dann nicht mehr stellt?

19. April 2008, 07.45 Uhr:

Coming Out

von Stefan Ripplinger

Und feierlich legte er das Bekenntnis ab, zur Geschichte des Bekenntnisses von Augustinus über Luther und „Wir haben abgetrieben“ bis „Ich bin Nasenduscher“ wolle er nichts hinzufügen.

17. April 2008, 21.41 Uhr:

Der feine Herr Spargel...

von Ivo Bozic

Was man zum Thema Spargel wissen sollte - steht hier

17. April 2008, 15.33 Uhr:

Der Countdown läuft

von Jörn Schulz

Am 25. Mai ist es soweit. Die Phoenix-Sonde landet auf dem Mars, in der Polregion, unter deren Oberfläche es Wassereis gibt. Wenn es auf dem Mars Leben gab oder womöglich sogar noch gibt, dann wohl in diesem Gebiet. Skeptiker wie Harald Lesch haben bedauerlicherweise gute Argumente für die These, dass dort nichts zu finden ist. Andererseits wissen wir aus den „Sterntagebüchern“, dass eigentlich auch auf der Erde gar kein Leben hätte entstehen können. Lassen wir uns also überraschen. Den Countdown können Sie bei der Nasa verfolgen.

17. April 2008, 15.07 Uhr:

This machine kills zombies

von Ivo Bozic

Um Acht sollte es losgehen. Um halb Zehn sah der Konzertraum noch so aus wie auf dem Foto hier.

Um Zehn oder so stand er plötzlich vor der Bühne, mit einer Gitarre in der Hand: Austin Lucas gab für eine Hand voll Leute, die sich dann doch noch einfanden, im Kastanienkeller in Berlin ein kleines Konzert. Who the fuck is Austin Lucas? Das haben wir uns vorher auch gefragt.

Im Web erfahren wir: „Austin Lucas aus Bloomington, Indiana, ist der Sohn des Folk- und Bluegrass-Musikers Robert Lucas. Er lernte das Singen schon auf den Sommertouren der Familie durch die Festivals traditioneller Musik. Nach klassischer Chor- und Opern-Erfahrung landete er mit zwölf in der lokalen Punk- und Hardcore-Szene. Heute lebt er in Prag.”

Und Austin Lucas ist ein Phänomen. Dieser kleine, pummelige Singer/Songwriter hat eine fantastische Stimme, unglaublich Bock, seinen Kram zu machen und eine Gitarre, die er bestens beherrscht, mit der Aufschrift “This machine kills zombies“. Sicher eine Hommage an Woody Guthrie, womöglich auch an Bob Dylan, Billy Bragg und Anti-Flag. Eine Reihe, in die Austin Lucas sicherlich gehört; gehören wird, wenn er denn eines Tages, was ihm zu wünschen ist, ein größeres Publikum findet.

Hier kann man reinhören

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