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Kürzliche Beiträge
9. Juli 2013, 13.54 Uhr:

Von der Ostfront

von Thomas von der Osten-Sacken

Damals an der Ostfront, ja da gab es sie die Truppeneinheiten aus spanischen Freiwilligen und regulaeren italienischen Truppen. Ok, mit den Griechen hatte man nicht so gute Erfahrungen gemacht, die anderen Suedlaender kaempften auch nicht wie deutsche Landser aber sie integrierten recht ordentlich an der Front.

An diese Zeit im Schuetzengraben offenbar scheint der EX-Bundeskanzler sich zu erinnern, wenn er dieser Tage wie ein NPD-Funktionaer daherschwadroniert:

Muslime seien Angehörige einer fremden Kultur und damit nicht zu vereinbaren mit der europäischen Kultur. Mit Griechen, Italienern oder Spaniern gebe es keinerlei Probleme in Deutschland. Denn jene integrieren sich mit der Zeit in die Gesellschaft oder kehren in ihre Heimatländer zurück.

„Es gibt keine großen Unterschiede zwischen den italienischen, französischen und deutschen Zivilisationen“, so Schmidt im Gespräch mit Radio Télévision Suisse. Die türkische Kultur sei komplett anders. Die syrische oder die ägyptischen Kulturen seien sich ebenfalls ähnlich. Doch es sei „gefährlich“, wenn eine Mischung mit fremden Kulturen oder Zivilisationen stattfindet.

 

13. Juni 2013, 16.41 Uhr:

Open for business

von Jörn Schulz

Das Wetter in Fermanagh ist so schlecht wie die Aussicht auf eine Überwindung der Finanz- und Wirtschaftskrise, aber nach Angaben des britischen Premierministers David Cameron war das nicht der Grund dafür, dass der G8-Gipfel diesmal in der nordirischen Provinz abgehalten wird: “Northern Ireland’s prospects have been transformed by the peace process in the last 20 years, and I think we’ll be able to show the world this is a modern and dynamic part of the United Kingdom.” Leider ist nun herausgekommen, dass es nur eine temporäre Dynamik in einer Branche, dem Malereigewerbe, gibt. „More than 100 properties within range of the sumptuous Lough Erne resort which hosts the world’s wealthiest leaders, have been tidied up, painted or power-hosed.” Ein neuer Anstrich mag noch im Rahmen des Üblichen liegen, doch „Flanagan’s – a former butcher’s and vegetable shop in the neat village – was cleaned and repainted with bespoke images of a thriving business placed in the windows. (…) The butcher’s business has been replaced by a picture of a butcher’s business. Across the road is a similar tale. A small business premises has been made to look like an office supplies store. It used to be a pharmacy, now relocated on the village main street.”

Die Cameronschen Dörfern sind ein schönes Sinnbild für den Stand der Dinge im globalen Kapitalismus. Aber man soll auch die Phantasie und Gerissenheit des Klassenfeindes nicht unterschätzen. Vielleicht handelt es sich um ein Manöver, um den black bloc zu täuschen. Da denken die jungen Leute, sie zünden ein Luxusgeschäft an, während sie in Wahrheit der klammen Kommunalverwaltung Abbruchkosten ersparen.

12. Juni 2013, 17.58 Uhr:

Der Rolf im Schafspelz

von Jörn Schulz

Nun soll also Rolf Kleine einige Monate lang Peer Steinbrück von Fettnapf zu Fettnapf begleiten. Kleine war bei der Bild-Zeitung und ist Cheflobbyist der Immobilienfirma Deutsche Annington – den Job will er ruhen lassen –, es handelt sich also um einen Mann mit Prinzipien: Titten, Wohnungen, Steinbrück, dann wieder Wohnungen – ist doch egal, was man verkauft. Das beweist Wirtschaftskompetenz, doch Kleine steht nun vor seiner schwersten Aufgabe. Denn die Nachfrage nach Titten und Wohnungen ist groß. Bei Steinbrück hingegen wird immer nur nachgefragt, wie die SPD so blöd sein konnte, den zum Kanzlerkandidaten zu machen.

Gerade hat die CDU eine sozialdemokratische Mietenpolitik für ihr Wahlprogramm beschlossen. Was liegt da näher, als einen Vermieterlobbyisten zum Pressesprecher des sozialdemokratischen Kanzlerkandidaten zu machen? Kleine hat im Januar einen Facebook-Eintrag zu Rösler verfasst, der offenkundig auf dessen Geburt in Vietnam anspielte. Nachdem schon fast in Vergessenheit geriet, dass Sarrazin in der SPD bleiben durfte, ist es angebracht, den eingebürgerten Migrantinnen und Migranten, die ja glauben könnten, die SPD erkenne sie als gleichberechtigt an, klar und deutlich zu sagen, dass sie nie dazugehören werden.

Immer noch gibt es Menschen, die erwarten, die SPD werde die Euro-Krise auf andere Weise als Merkel bewältigen wollen. Es ist an der Zeit, dass Klartext geredet wird. „Deutsches Steuergeld für die Pleite-Griechen?“ fragte Kleine. „Dafür sollte uns JEDER EURO zu schade sein.“ Mangelt es den verweichlichten Deutschen nicht ein wenig an soldatischen Tugenden? Stiiillgestanden zum Appell! „Mit jedem Toten wird der Ruf nach einem Rückzug lauter werden. Doch genau das wäre Verrat!”

So, nun wissen Sie auch, wie man es schafft, „in Berlin als gut vernetzter, angesehener Journalist“ zu gelten.

6. Juni 2013, 16.25 Uhr:

Ministerium incognitum

von Jörn Schulz

Man kann ja verstehen, dass Angela Merkel einen Minister, der vergleichsweise selten durch Peinlichkeiten auffällt, so kurz vor der Wahl nicht verlieren möchte. Dann sollte sie Thomas de Maizière aber wenigstens einen Schnellkurs im Ausredenerfinden spendieren. „Ich wurde unzureichend eingebunden“ ist jedenfalls eine Rechtfertigung, die einem Sorgen bereiten sollte. Immerhin sprechen wir hier vom Verteidigunsgministerium. Dort sitzen knapp 3300 Leute, ausgestattet mit einem jährlichen Budget von mehr als 30 Milliarden Euro, und entscheiden über Entwicklung, Beschaffung und Einsatz von Waffen. Zur Erinnerung: Waffen, das sind so Dinger, mit denen man viel Schaden anrichten und auch Menschen umbringen kann. Der Chef weiß nicht, was sich in seinem Laden so tut. Weiß es sonst jemand? Sollte vielleicht jemand mal nachschauen gehen?

5. Juni 2013, 13.11 Uhr:

Judentum als Opium des Volkes

von Thomas von der Osten-Sacken

Dank Herrn Posener ist endlich aufgedeckt, was es mit den Antideutschen so auf sich hat und klargestellt, dass nicht die Religion, sondern das Judentum, von Marx als Opium des Volkes bezeichnet wurde.

Eine äußerst lehrreiche Morgenlektüre:

“Treibendes Motiv der Sekte ist nicht die Solidarität mit Israel oder gar dem Judentum, schon gar nicht der Wunsch nach deutsch-israelischer Freundschaft, sondern der Hass auf die bürgerliche Gesellschaft im allgemeinen und die deutsche im besonderen. Israel ist nur der Knüppel, mit dem die “Antideutschen” ihre vermeintlich unausrottbar antisemitischen Landsleute schlagen wollen. Als kapitalistisches Land wird Israel aber, wenn es zum Armageddon der Antideutschen kommt, zusammen mit dem Judentum als Opium des Volkes so sicher untergehen wie in den Fieberfantasien des Apokalyptikers Hagee.”

10. Mai 2013, 18.01 Uhr:

Allein am Mittagstisch

von Jörn Schulz

„Die Welt ist ein Irrenhaus“, wusste bereits Cicero. Die nach ihm benannte Zeitschrift tritt immer wieder an, dies zu beweisen. „In den Verlagshäusern und Rundfunkanstalten werden derzeit die Alt- und Jung-68er von der Generation Greenpeace abgelöst. Sie ist mit der ständigen Apokalypse aufgewachsen. Der grüne Alarmismus ist ihnen in Fleisch und Blut übergegangen. Das ist viel schlimmer als eine Gleichschaltung, wie man sie aus autoritären Staaten kennt:“ Ja, was ist schon ein Umerziehungslager in Nordkorea im Vergleich zu dem gnadenlosen Terror, dem Menschen wie Bok ausgesetzt sind: „Wer in einer Redaktion hingegen als ‚neoliberal’ oder – noch schlimmer – als ‚konservativ’ eingestuft wird, sitzt am Mittagstisch bald alleine.“

Weiterlesen.

9. Mai 2013, 01.12 Uhr:

Boycott yourself

von Thomas von der Osten-Sacken

Heute machte es Schlagzeilen. Stephen Hawking, schließt sich, scheinbar ist das gerade in Großbritannien mächtig en vogue, der unseligen  Boykott-Kampagne gegen Israel an und nimmt, auch weil palästinensische Kollegen ihm dies dringend geraten hätten, nicht an einer Konferenz in Jerusalem teil.

Die Reaktion von Nitsana Darshan-Leitner, der Direktorin des Shurat HaDin – Israel Law Center:

“His whole computer-based communication system runs on a chip designed by Israel’s Intel team. I suggest that if he truly wants to pull out of Israel, he should also pull out his Intel Core i7 from his tablet.”

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