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Kürzliche Beiträge
14. Juli 2014, 00.43 Uhr:

Ziel: Judenmord

von Thomas von der Osten-Sacken

Längst ist der sog. Antizionismus in Europa ganz zu sich gekommen und geworden, was er immer war: Antisemitismus, dem es ums Judenmorden geht.

Heute in Paris:

An anti-Israel demonstration at the city’s Bastille Square quickly turned violent with protesters seeking out and attacking Jewish targets and screaming “death to the Jews” and “Hitler was right” according to community newspaper, JSS News.

Signs in support of Hamas and the Muslim Brotherhood were on display as well as a replica of a Palestinian rocket similar to those launched from Gaza at Israel in recent weeks, according to the report.

Hundreds of Parisian Jews were trapped in a synagogue while rioters threw stones and bricks. The group was initially thought to be held hostage and was freed to leave the center only after police intervention at 9 pm. A Jewish owned store on rue de la Roquette was trashed by 50 men with iron bars and a young man was hospitalized nearby, according to reports. (…).

In the meantime a community source told The Algemeiner that France’s Jews are staying indoors for fear of their lives.

Es war auch nicht die Polizei, die schlimmeres verhinderte, sondern jüdische Selbstverteidigungskräfte:

Azria said that when the men arrived at the synagogue, located at the 11th Arrodissement near Dare de Lyon, there were only five police officers guarding the place. The police blocked the entrance to the synagogue while close to 200 congregants were inside and as the protesters chanted anti-Semitic slogans and hurled objects at the synagogue and its guards, Azria said.

“They were determined to enter and the police did not have enough forces,” he said.

According to Azria, the mob was kept away by men from the SPCJ Jewish security unit, the Jewish Defense League and Beitar, who engaged the attackers in what turned into a street brawl.

“Thank God they were there because the protesters had murder on their minds and it took a while before police reinforcements arrived,” Azria added.

Und das sind die Parolen, die ein Augenzeuge gehört hat

- Mort aux Juifs !
- Mort aux ashkénazes !
- Hitler avait raison
- On va vous cramer
- Sales blancs !
- Hamas Résistance !
- Jihad ! Jihad ! Jihad !
- La Palestine doit finir le boulot (ndlr: commencé par Hitler)

Und wie reagierten Passanten oder Bystander? Gar nicht, d. h., wie der Autor richtig feststellt, sie kollaborierten mit dem antisemitischen Mob:

Dans les restaurants les passants ne savent trop quoi dire. En tout cas, ils n’osent pas bouger. La France a collaboré de la même manière: les bonnes gens avaient trop peur de bouger.

13. Juli 2014, 01.00 Uhr:

Die Polizei, Freund und Helfer

von Thomas von der Osten-Sacken

Eine Gazademonstration in Frankfurt ist heute laut FR eskaliert. Vorher war sie eine der üblichen Kundgebungen, die dieser Tage landauf und landab stattfinden und auf denen Linke, Islamisten, Anhänger des Assad Regimes und Nazis Seite an Seite für die gute Sache, also gegen kindermordende Juden, die den Weltfrieden bedrohen, demonstrieren:

Die Menge skandierte Parolen wie „Allahu Akbar“ (Gott ist groß), „Freiheit für Palästina“ und „Kindermörder Israel“ und schwenkten dabei neben Palästina-Flaggen die Fahnen der Türkei, des Irak, Saudi-Arabiens und der islamistischen Terrororganisation Hamas. (…)

Auf Schildern und Transparenten wurde die Schuld am Nahost-Konflikt eindeutig Israel zugewiesen, unter anderem wurde der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu mit Adolf Hitler verglichen. Neben Anhängern der Studierenden-Organisation „Die Linke – SDS“ hatten sich auch Islamisten und einige Kader der Neonazi-Gruppe „Nationale Sozialisten Rhein-Main“ unter die Teilnehmer gemischt

Dann wurde es irgendwie gewalttätig. Also stellt die Polizei hilfsbereit ihren Lautsprecherwagen zur Verfügung. Die Polizei, Dein Freund und Helfer:

Als der Demonstrationszug gegen 18 Uhr versuchte, eine Polizeikette zu durchbrechen, setzten die Beamten Schlagstöcke und Pfefferspray ein. Menschen rannten in Panik durcheinander, junge Männer griffen die Polizisten mit Steinen an. Erst als ein Mann die Menge über einen Lautsprecherwagen der Polizei dazu aufforderte, friedlich zum Rathenauplatz zurückzugehen, beruhigte sich die Situation.

Ganz beruhigt also ging es weiter:

Auf dem Rückweg gab derselbe Demonstrant durch den Polizei-Lautsprecher immer wieder die Parole „Kindermörder Israel“ durch. Gegen 19 Uhr löste sich die Demonstration am Rathenauplatz auf.

Wozu Polizeiwagen so gut sind. Aber üblich ist es noch nicht, meint die Frankfurter Polizei immerhin, dass ihre Wagen dafür benutzt werden, “Kindemörder Israel” und “Allah Akbar” zu rufen:

Dass man gegen Ende den Teilnehmer das Mikrofon für den Lautsprecherwagen überlassen habe, sei zwar „unüblich“, habe aber zur Beruhigung der Lage beigetragen.

Vom mutigen Einsatz der Frankfurter Polizei sollten sich Israel und andere eskalierende Kriegstreiber mal lernen, wie man, wenn es der Frieden verlangt, auch mit ganz unüblichen Mitteln, eine angespannte Lage beruhigt. Man stellt denen, die “Kindermörder Israel” rufen und das auch so auch meinen, einfach sein technisches Equipment zur Verfügung, statt notfalls gegen sie das Gewaltmonopol durchzusetzen.

Die “Free-Palestine Demonstranten” jedenfalls danken der Frankfurter Polizei, stellen dieses Video online und schreiben:

Die Polizei beteiligt sich mit einem Ihrer Fahrzeuge am Demonstrationszug über die Zeil und gestattet einem der Demonstranten vom Innenraum des Autos aus das Lautsprechersystem des Wagens zu benutzen, um die gesamte Stadt mit Der Wahrheit zu beschallen. *Israel* Kindermörder etc

Und zwei  Plakate (via Honestly Concerned):

Und die FAZ schreibt, dass nach der Kundgebung Teilnehmer loszogen, um jüdische Einrichtungen aufzusuchen. Was das heißt, man kann es sich bestens vorstellen:

Stattdessen zogen Kleingruppen los, die Aufrufen folgten, die zum Teil auch über das Internet verbreitet wurden. Demnach sollten jüdische Einrichtungen in Frankfurt aufgesucht werden. Eine Polizeisprecherin sagte am Abend, die Einrichtungen würden mit allen verfügbaren Kräften geschützt.

Update: Inzwischen gibt es auch eine Stellungnahme der Frankfurter Polizei.

7. Juli 2014, 13.41 Uhr:

Fernsehen nur für Deutsche. Offener Brief an ARD/ZDF

von Ivo Bozic

Offener Brief an
Lutz Marmor (Vorsitzender ARD)
Thomas Bellut (Intendant ZDF)
den ARD-Rundfunkrat und den ZDF-Fernsehrat

Berlin, den 7.7.2014

Sehr geehrte Damen und Herren,

die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF übertragen zurzeit die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien gemäß ihres Auftrages aus § 4 des Rundfunkstaatesvertrags zur Übertragung von Großereignissen.

Hierbei fällt auf, dass Sie bei Fußballspielen, an denen die deutsche Nationalmannschaft beteiligt ist - und auch jenseits der eigentlichen Spielübertragung -, in drastischer Form einseitig sympathisierend und parteiisch berichten, nämlich immer zugunsten der deutschen Nationalmannschaft. Dies verstößt eindeutig gegen § 11(2) des Rundfunkstaatsvertrages, nachdem Sie zur „Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung“ sowie der „Meinungsvielfalt“ verpflichtet sind.

In Deutschland leben 7,6 Millionen Menschen ohne deutschen Pass und weitere 9 Millionen Deutsche mit Migrationshintergrund. Auch sind längst nicht alle deutschen Staatsbürger automatisch Fans der deutschen Nationalmannschaft, wie Sie, aus welchem Grund auch immer, vorauszusetzen scheinen. Es sind ja auch nicht alle Bayern Fans des FC Bayern München. Auch die vielen Millionen, die bei der WM nicht der deutschen Mannschaft die Daumen drücken, zahlen Rundfunkgebühren. Mit welchem Recht wird diese Gruppe von Fernsehzuschauern völlig übergangen? Wer entscheidet, dass ARD und ZDF in Gänze immer zur deutschen Nationalmannschaft halten?

Laut Rundfunkstaatsvertrag § 11(1), sollen ARD und ZDF auch „die internationale Verständigung“ fördern. Dies wird mit Sicherheit nicht dadurch bewerkstelligt, dass Sie bei der WM ungebremst deutschen Patriotismus und Nationalismus verbreiten, immer die deutsche Mannschaft unterstützen und damit automatisch auch das Ausscheiden der gegnerischen Mannschaft zum gemeinsamen, quasi gesellschaftlichen Ziel erklären - und zwar nicht nur durch die Spiel-Kommentatoren und Expertengespräche, sondern auch in den Nachrichtensendungen, bei An- und Abmoderationen politischer Magazine und sogar bei der Sendung mit der Maus.

Dass die Mehrheit der Fernsehzuschauer in Deutschland womöglich (Hat das überhaupt schon mal jemand erhoben? Gibt es da Zahlen?) Fans der deutschen Mannschaft sind, kann kein Argument für Ihre vollkommen einseitige Berichterstattung und Kommentierung sein, denn dann müssten Sie bei der Bundesligaübertragung auch immer parteiisch für Bayern München sein, weil dieser Verein die meisten Mitglieder hat. Doch während Sie bei der Bundesligaberichterstattung Wert auf fußballerische Neutralität legen, tun Sie das bei Fußballweltmeisterschaften nicht, obwohl es dabei um genau denselben Sport geht. Nirgendwo im Rundfunkstaatsvertrag steht, dass es Ihr Auftrag ist, die deutsche und zudem die nichtdeutsche Bevölkerung zu deutschen Patrioten zu erziehen. Einen anderen Grund für Ihre hartnäckige Einseitigkeit kann ich aber nicht erkennen.

Ich fordere Sie deshalb hiermit auf, Ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachzukommen, und im weiteren Verlauf der WM endlich objektiv zu berichten und auch den Minderheiten unter Ihren Zuschauern und somit auch dem Auftrag aus dem Rundfunkstaatsvertrag gerecht zu werden.

Ivo Bozic, Journalist

Gastbeitrag von Carolin Mothes & Sebastian Mohr

 

Während die Lage in und um Israel kritisch bleibt findet am kommenden Montag, 7. Juli 2014, in Berlin eine international gestaltete Konferenz statt, die den mächtigen Namen trägt: „The ICJ’s Wall Opinion Revisited: Towards its Effective Implementation“ (1). Veranstalterinnen sind das deutsche evangelische Hilfswerk Brot für die Welt, dessen katholisches Pedant Misereor sowie das Menschenrechtszentrum der Universität Potsdam. Referentinnen und Referenten sind Teil verschiedener NGOs, die jede auf ihre ganz spezifische Weise an der Deligitimierung und Dämonisierung Israels arbeiten (2).

Ein besonderer Gastredner ist dabei vor allem Shawan Jabarin. Er wurde vom Obersten Gerichtshof Israels im Jahr 2007 sehr treffend als „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ bezeichnet, da er als Akteur der in Ramallah beheimateten NGO „Al-Haq“ auftritt und gleichzeitig als wichtiger Teil der PFLP (Popular Front for the Liberation of Palestine) aktiv ist, einer Terrororganisation, die u.a. auch von der EU und den USA als solche anerkannt ist. Die PFLP hat seit ihrer Gründung in den 1960er Jahren durch zahlreiche Flugzugentführungen, Terroranschläge und verherrende Selbstmordattentate in  Israel auf sich aufmerksam gemacht. Trotz oder wegen dieser gewaltätigen Historie, gehört die judenmordene PFLP weiterhin zur PLO, der auch die Fatah unter Abu Mazen angehört – die freilich auch den die Tagung ausrichtenden NGOs als Partner für den Frieden angesehen wird.

Al-Haq auf der anderen Seite ist die wohl älteste, zivilgesellschaftliche Organisation der Region, die sich die Deligitimierung Israels durch die Instrumentalisierung der Menschenrechte zum Ziel gesetzt hat. Abseits dieses Kerngeschäfts, äußern verschiedene Vorstandsmitglieder der finanziell in Millionenhöhe ausgestatteten NGO gerne und vehement ihre Zweifel an einer Zwei-Staaten-Lösung und setzen Israel auch des Öfteren mit dem ehemailgen südafrikanischen Apartheidregime gleich. Im Jahr 2012 unterstützte die NGO als Ganze den Hungerstreik palästinensischer Gefangener in Solidarität mit einem Mitglied der Terrororganisation „Islamischer Dschihad in Palästina“ (3).

Der Oberste Gerichtshof kam damals wie auch bei weiteren Gelegenheiten in 2008 und 2009 zu dem Urteil, dass Jabarin in der PFLP aktiv ist, eine wichtige Rolle einnimmt und ein Sicherheitsrisiko für die israelische Bevölkerung darstellt, was ihn jedoch für Misereor, Brot für die Welt und dem Meschenrechtszentrum als Gesprächspartner keinerwegs disqualifiziert (4).

Im Jahr 2008 veröffentlichte Misereor sein einziges Positionspapier zu seiner Arbeit vor Ort. Das mit „Besatzung kennt Regeln der Menschlichkeit“ betitelte Werk ist gespickt mit anti-israelischer Rhetorik und Floskeln, die teilweise keinerlei Information enthalten, sondern ausschließlich Meinungen und Empfindungen darstellen. Dargeboten werden auch Phrasen der Kooperationspartner in der Region, die Israel als politischen Dämon darstellen und die dank Misereor finanzielle Unterstützung aus Deutschland erhalten.

Neben HaMoked, Society of St. Yves kommt auch B’Tselem zu Wort. Gemeinsam ist allen, dass sie immer wieder mit Diffamierungen auffallen, gerne werden dabei auch Vergleiche zu Nazi-Deutschland gezogen. So hat Linda Brayer, ein Gründungsmitglied von Society of St. Yves, Israel der „ethnischen Säuberung“ bezichtigt und vergleicht die israelische Gesetzgebung mit der von „Deutschland von 1935“ (5).

B’Tselem fiel erst kürzlich durch eine neue Kampagne negativ auf. Am 22. Juni 2014 hat die NGO gezeigt wie zynisch, frei von jeglichem Anstand und – um es besonnen zu formulieren – einseitig sie im Konflikt agiert und nutzte die Suche des israelischen Militärs nach drei in den palästinensichen Autonomiegebieten entführten israelischen Jugendliche für die eigene anti-israelische Propaganda. Spöttisch wie gehässig startete die NGO die Kampagne „Israel is “hitching a ride”“, was so viel bedeutet, dass Israel die Suche nach den entführten Jugendlichen für sich ausnutzen würde, also auf der Empörung und Trauer „trittbrettfahre“ und dabei gezielt und intentional Palästinenserinnen und Palästinenser drangsaliere, ihre Menschenrechte verletze. Konkreter wird der Vorwurf aber nicht. Umso mehr hat man sich Mühe gegeben ein Plakat zu entwerfen, dass Premierminister Benjamin Netanyahu und Verteidigungsminister Moshe Yaalon mit dem Titel der Kampagne ziert. Das Perfide an dieser Kampagne ist dabei „hitching a ride“, da es den Beginn der Entführung aufgreift, bei dem die drei Jugendlichen versuchten per Anhalter von A nach B kommen – wie es in der Region üblich ist (6). Dabei bleibt sich B’Tselem treu, da die NGO bisher vor allem durch Ideologie denn Fakten oder gar effektiver Verbesserung der Situation der palästinensischen Bevölkerung glänzte (7).

Im derzeitigen „Internationalen Jahr der Solidarität mit dem palästinensischen Volk“ wäre die deutsche Ökumene der gutsituierten Heilsbringer daher gut beraten, den Fokus ihrer Nächstenliebe auf die palästinensische Gesellschaft zu richten und die dortige Infrastruktur des Hasses und der Hetze zu thematisieren. Doch weit gefehlt. Selbst in den am 4. Juli 2014 nachgeschobenen „Hintergrundinfomationen zur Konferenz“ (8) gehen die Initiatorinnen und Initiatoren mit keinem Wort auf die konkreten Anschuldigungen seitens des israelischen Organisation „NGO Monitor“ und der Hochschulgruppe „SPME Potsdam“ (9) ein. Seitens Brot für die Welt wird suggeriert, man kümmere sich um das Elend der Welt. Doch tun sie dies im Hinblick auf ihre geplante Berliner Konferenz mitnichten. Sie perpetuieren die Viktimisierung und Infantilisierung der palästinensischen Bevölkerung, die mit solchen Mechanismen nie mehr sein kann als ein Opfer, bei gleichzeitiger Dämonisierung und Deligitimierung Israels, das immer mehr ist als die einzige Demokratie im Nahen Osten, nämlich Besatzung und Aggressor. So gerieren sich deutsche Friedensstifter erneut als „Brandstifter“ und halten zugleich ihr anti-israelisches Selbstverständnis aufrecht.

Trotz allem: Brot für die Welt hat zumindest auf die umfassende Kritik reagiert, zwar völlig unzureichend, aber immerhin. Denn im Gegensatz zu den religiösen Hilfswerken, hüllen sich die deutschen Parteistiftungen, namentlich insbesondere die Heinrich-Böll-Stiftung und Rosa-Luxemburg-Stiftung weiterhin in Schweigen, obwohl die deutliche Kritik an ihrer Intransparenz der Finanzierung anti-israelischer Organisationen in und um Israel nicht nachlässt (10).

 

Verweise

(1) http://info.brot-fuer-die-welt.de/sites/default/files/termine/conference-berlin-07072014.pdf

(2)  http://www.ngo-monitor.org/article.php?id=4249

(3)    http://www.nytimes.com/2012/02/22/world/middleeast/palestinian-on-hunger-strike-to-be-freed-without-court-ruling.html

(4) http://www.jpost.com/International/HRW-appoints-alleged-terrorist-to-Mideast-Board

(5) http://www.wrmea.org/wrmea-archives/149-washington-report-archives-1988-1993/july-august-1993/7247-attorney-lynda-brayer-an-qout-insiderq-in-israels-legal-system.html

(6) https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10152127798401570&set=a.416625281569.201864.169981156569&type=1&theater

(7)  http://www.ngo-monitor.org/article/b_tselem_s_gaza_report_ideology_instead_of_facts

(8) http://www.brot-fuer-die-welt.de/themen/menschenrechte-und-frieden/regionale-schwerpunkte/gemeinsame-initiative-humanitaeres-voelkerrecht-nahost-israelpalaestina/hintergrundinformation-zur-konferenz-am-7-juli.html

(9) http://spmepotsdam.wordpress.com/2014/07/02/menschenrechtszentrum-der-universitat-potsdam-unterstutzt-konferenz-zur-delegitimierung-israels/

(10) http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/steuergeld-fuer-lobbygruppen-israel-veraergert-ueber-deutsche-parteistiftungen/10146324.html

24. Juni 2014, 16.28 Uhr:

Monarchie und Alltag

von Ivo Bozic

Eine kleine Bestandsaufnahme anlässlich der WM

Jeder vierte Staat auf der Erde ist eine Monarchie. Insgesamt gibt es 44, darunter ein Kaiserreich, 33 Königreiche, zwei Sultanate, drei Emirate, ein Großherzogtum, drei Fürstentümer und den Papst. Außerdem gibt es noch eine große Zahl an Königen, Sultanen, Häuptlingen, Radschas, Omukamas und ähnliches, die nicht über einen ganzen Staat, sondern nur über bestimmte Gebiete verfügen. Despoten, Tyrannen, Diktatoren, Götter, lupenreine Demokraten, Generalsekretäre, Mullahs, Ayatollahs und andere Autokraten wurden bei dieser Aufzählung ebenso wenig berücksichtigt wie der Kleine König Kalle Wirsch und der König der Löwen. Zare und Caesare scheint es keine mehr zu geben. Über die unzähligen Grafen, Prinzen und Freiherren, die über Bankette, Dschungelcamps und Big-Brother-Container herrschen, wollen wir hier hinwegsehen. Und dann gibt es natürlich noch „Imperator Fiduziar“, Peter Fitzek, Herrscher des „Königreichs Deutschland“, der gerne mal über Montagsmahnwachen defiliert und dort womöglich auf den Allmächtigen persönlich trifft, in Gestalt von Jürgen Elsässer („Verschiedenste Personen haben mich an verschiedensten Orten gesehen und bezeugen meine leibliche Existenz, obwohl ich schon längst meine Himmelfahrt hinter mir habe.“ Jürgen Elsässer)

Aber wie ist es nun um die Monarchie bei der WM bestellt? Von 32 Teams vertreten 6 eine Monarchie, also ebenfalls fast ein Viertel. Mit Spanien, England und Australien sind allerdings bereits drei Königreiche ausgeschieden, wobei England und Australien sich ja praktischerweise eine Königin teilen. Noch im Rennen sind die Niederlande, Belgien und Japan. Nicht mehr am Ball ist jedoch der deutsche Kaiser, die Fifa hat ihn vorübergehend vom Hof verbannt, sogar einen Werbefilmchen mit ihm wird nicht mehr gezeigt.

Trotzdem regiert noch eine Weile König Fußball, und zwar als Weltherrschaft. Oder auch nicht. Manche halten nichts von Flankengöttern, Torschützenkönigen und Kevin-Prinzen. In Kenia attackierten Jihadisten drei Hotels, in denen ein WM-Spiel übertragen wurde, insgesamt kamen 60 Menschen ums Leben. In Nigeria sprengte sich ein Selbstmordattentäter beim Public Viewing eines WM-Spiels in die Luft und tötete 14 Menschen. Dies allein ist ein guter Grund, der absoluten Fußballmonarchie zu huldigen - zumal sie ja auch am 13. Juli schon wieder enden wird. Ach, könnte man dies doch über alle autoritären Herrschaftsformen und jeden religiösen Fanatismus sagen!

19. Juni 2014, 17.51 Uhr:

Unbequeme "Agenten"

von Jörn Schulz

Gastbeitrag von Gleb M. Medvedev

Ein Jugendbildungsverein im russischen Murmansk soll zum „ausländischen Agent“ erklärt werden. Aber die Staatsanwaltschaft arbeitet schlampig und das Justizministerium spielt nicht mit

Es ist ein Etappensieg mit fraglichen Aussichten, den Menschenrechtsaktivisten in der russischen Stadt Murmansk ganz im Norden errungen haben. In der Szene hat er für positive Überraschung gesorgt. Der Jugendbildungsverein „Humanistische Jugendbewegung“ („Gumanitarne Molodezhnie Dvizhenie“ - GDM) war am vergangenen Montag vor Gericht geladen. Tatiana Kulbakina, die seit über fünf Jahren bei GDM aktiv ist, hatte damit gerechnet, dass dieser Gerichtstermin das Ende ihres Vereins bedeuten würde. Doch dann blieb es bei einer ersten Anhörung – bei der der Vertreter der russischen Staatsanwaltschaft keine gute Figur machte. Der Vorwurf an die Nichtregierungsorganisation lautet: man habe sich nicht als „ausländischer Agent“ registriert. Dazu wäre GDM gemäß einem seit 2012 geltenden Gesetz verpflichtet gewesen, weil sie Fördermittel aus dem Ausland erhielte und „politischen Aktivitäten“ nachginge – so sah es der Vertreter der Staatsanwaltschaft.

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17. Juni 2014, 18.59 Uhr:

Es ist nicht leicht, ein Guru zu sein

von Jörn Schulz

Mittlerweile habe ich schon fast Mitleid mit Jürgen Elsässer. Ich hatte ja selbst auch schon die Idee, eine Sekte zu gründen, unter falschem Namen natürlich, um nebenbei ein bisschen Geld zu verdienen. Auf Elsässers Facebook-Seite stelle ich aber nun fest, dass die Leute, mit denen man es da zu tun bekommt – nun, sagen wir mal, noch ein wenig verschrobener sind als es für eine einträgliche Sekte gut ist. Ein Problem habe ich unterschätzt. Damit der Laden läuft, müssen sich alle auf eine – wenn ich der Guru bin auf meine - Wahnvorstellung einigen. Und natürlich auf mich als Guru. Aber wie kriegt man das hin?

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