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Kürzliche Beiträge
17. Januar 2014, 12.07 Uhr:

Keine homosexuellen Sportler nach Russland

von Thomas von der Osten-Sacken

Neues vom International Olympic Committee (IOC):

A senior Italian IOC member criticized the United States on Wednesday for including openly gay athletes in its official delegation for next month’s Sochi Olympics.

‘’It’s absurd that a country like that sends four lesbians to Russia just to demonstrate that in their country gay rights have (been established),'’ Mario Pescante said at an Italian Olympic Committee meeting in Milan on Wednesday, in comments widely reported by Italian media. ‘’The games should not be an occasion and a stage to promote rights that sports supports daily.'’

The Italian Olympic Committee would not confirm or deny Pescante’s comments, but his speech was reported by the Gazzetta dello Sport and the ANSA news agency.

Asked for clarification later by The Associated Press, Pescante said he is not against gays.

 

14. Januar 2014, 18.11 Uhr:

Experten für den Nachschlag

von Jörn Schulz

„Ein Vorstand nur für Regierungsbeziehungen - damit hätte die Deutsche Bahn Exotenstatus“, meint der Spiegel, und tatsächlich ist die Bezeichnung für Ronald Pofallas zukünftige Tatigkeit bei der Deutschen Bahn allzu offenherzig. Man ernennt ja auch keinen Vorstand für Bestechung. Vorstand für Nachhaltigkeit wäre ein viel schönerer Titel gewesen.

Weiterlesen.

11. Januar 2014, 23.49 Uhr:

»Ein Zionistenschwein weniger«

von Thomas von der Osten-Sacken

Ariel Sharon ist gestorben. Das hat Focus-Online auch umgehend entsprechend marktschreierisch gemeldet und auf Facebook verlinkt (Man kann ganz andere Nachrufe verfassen, woanders eben). Und umgehend kamen die Kommentare, und erstaunen tun sie einen überhaupt nicht:

5. Januar 2014, 22.54 Uhr:

Partisanen?

von Thomas von der Osten-Sacken

In der Redaktion der Welt, da nennen sie doch allen Ernstes die Kerle von Al-Qaida Partisanen! Veredeln sie zu Partisanen!

Und titeln: “Die Partisanen al-Qaidas erobern den Nahen Osten”

Das waren nicht irgendwelche antisemitischen Bartträger und Sich-inmitten-von-Zivilisten-in-die-Luft-Sprenger, die Partisanen.

Einmal googeln reicht, einmal nur: Und was sieht man da auf den Bildern? Nun ganz sicher nicht Krummsäbel und abgeschnittene Hälse, und wenn, dann abgeschnitten von denen, gegen die sie gekämpft haben, die Partisanen.

Mit Partisanen verbinden sich ganz andere Klänge und kein Allah Akbar oder “Tod den Ungläubigen"-Rufe. Und so soll es auch ein für alle Mal  bleiben.

Partisanenklänge die gehen unter anderem so:

Oder so:

Oder so:

So und jetzt lesen wir weiter, wie  Welt, Spiegel, Focus und all die anderen Medien den neuen Flächenbrand im Nahen Osten beschwören, den finalen Staatszerfall und die Machtübernahme durch Al Qaida und andere Terroristen, den guten alten Zeiten hinterherweinen, als im Nahen Osten noch starke Männer das Sagen hatten, die Zeiten also vor dem Sturz Saddam Husseins, der ja, wie auch Michael Stürmer in besagtem Welt-Artikel und erklärt, auch Zeiten vor dem Sündenfall waren, denn damals, herrschte noch nicht Anarchie und Chaos.

Und ins allgemeine Gejammer fällt nun auch die New York Times ein und beklagt das Machtvakuum im Nahen Osten, ganz so als sei’s nicht der von ihr fast wie ein heiliger abgefeierte Barack Obama gewesen, der erst viel zu schnell die US-Truppen aus der Region zurückzog und dann vollkommen planlos so in etwas alles falsch machte, was man falsch machen kann. Und nun weht nach fast einer dekade wieder die Fahne von Al Qaida über Falluja.

Aber das ist ein anderes Thema und hat nur bedingt etwas mit der Verunglimpfung von Partisanen durch die Welt zu tun.

3. Januar 2014, 20.48 Uhr:

Aus der Gefahrenzone

von Thomas von der Osten-Sacken

Istanbul nach den Gezi Park Protesten? Oder doch Kairo, nachdem die Muslimbruderschaft zur terroristischen Organisation erklärt wurde?

Die “Gefahrenzone", sie wurde weder in der türkischen, noch der ägyptischen Metropole verhängt, sondern in Hamburg:

Innerhalb der Zone darf die Polizei jede Person und deren Taschen ohne die Angabe von Gründen kontrollieren. Außerdem dürfen Platzverweise und Aufenthaltsverbote erteilt und Personen in Gewahrsam genommen werden. Anwohner sollen damit nicht belästigt werden - die Kontrollen sollen sich laut Polizei nur gegen “relevante Personengruppen” richten.


29. Dezember 2013, 00.22 Uhr:

Ausschwitzen und verprügeln

von Thomas von der Osten-Sacken

Elmar Hörig ist laut Wikipedia ein deutscher Radio- und Fernsehmoderator, der, bevor er zu den Privaten ging, beim Südwestfunk arbeitete.

Und in dieser Funktion betriebt auch eine Facebookseite *, auf der er mit ganz eigenem Witz und wohl genuin deutschem Humor gegen Roma und linke Faschisten vom Leder zieht, wenn er seine Leser nicht gerade über seine Orgasmen unterhält.

Seit es “soziale Medien"gibt, kann man sich komplizierte Befragungen als Grundlage für Studien zum autoritären Charakter oder den Weg zur inneren Einheit offenbar weitgehend ersparen, liefern doch genügend Probanden ganz freiwillig  entsprechendes Material in fast unbewältigbaren Mengen. So auch die Mischung aus Vernichtungswahn, Herrenwitz, Rassismus, Antisemitismus, Tierliebe und Friedenssehnsucht, mit der Hörig, ganz rebellischer Nonkonformist, seine Facebookseite voll macht.

* Update v. 29.12.2013: Diese Seite ist inzwischen vom Netz genommen worden

 

18. Dezember 2013, 19.23 Uhr:

Guido geht stiften

von Jörn Schulz

Es ist wirklich nett von unserem ehemaligen Außenminister, dass er noch einmal zeigt, wie schwer es geworden ist, zwischen Satire und wirklichem Leben zu unterscheiden. Die Westerwelle-warnt-Stiftung hätte auch meine Idee sein können. Und nun gibt es sie tatsächlich, allerdings heißt sie „Westerwelle Foundation“ – offenbar hat er während seiner Amtszeit wirklich ein bisschen Englisch gelernt.

So löblich es ist, dass Westerwelle sich selbst um seine Anschlussverwendung kümmert – einige Fragen bleiben offen. So wurde die „Stiftung wurde nach eigenen Angaben bereits als gemeinnützig anerkannt“. Doch die Senatsverwaltung für Justiz sagt über die Dauer des Anerkennungsverfahrens für Stiftungen: „Angesichts der unterschiedlichsten Fragen, die im Anerkennungsverfahren auftreten können und im Interesse einer reibungslos funktionierenden Stiftung gelöst werden müssen, kann die Anerkennung erfahrungsgemäß kaum vor Ablauf von drei Monaten erfolgen.“ Und so ein Antrag muss erstmal sorgfältig ausgearbeitet werden.

Wir wollen ja nicht unterstellen, dass Westerwelle eine Vorzugsbehandlung genießt. Er muss also bereits lange vor der Bundestagswahl gewusst haben, dass er bald viel Zeit für seine nach Angaben der Stiftung ehrenamtliche Tätigkeit haben würde. Hat der Mann also doch Realitätssinn? Andererseits aber heißt es: „Westerwelles Stiftung orientiert sich im Kern an seiner Agenda als Außenminister.“ Agenda? Mit Vertretern aller Konfliktparteien palavern, damit der Sieger, wer immer es ist, weiter fleißig deutschen Konzernen Aufträge gibt?

„Westerwelle und Dommermuth (sein Sponsor) wollen mit ihrem Think-Tank nicht nur die Veränderungen und ihre Folgen in der Welt analysieren und Empfehlungen erarbeiten. Gleichzeitig sollen im In- und Ausland Seminare ausgerichtet und Projekte mit deutschen und internationalen Partnern verwirklicht werden“ – also schon während des Denkens, wer auch immer das in dieser Stiftung übernehmen soll. Will Westerwelle einfach nur im Geschäft bleiben und braucht dafür einen Unterschlupf? Von den Mitarbeitern des Auswärtigen Amtes verabschiedete er sich jedenfalls mit einer Drohung: “Auf Wiedersehen!”

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