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Missy Magazin
Kürzliche Beiträge
24. Februar 2014, 12.00 Uhr:

Piratin Anne Helm bestätigt Bomber-Harris-Aktion

von Bernd Beier

+Gastbeitrag von Martin Niewendick+ „Natürlich wollte ich damit Nazis provozieren“ Seitdem am 13. Februar zwei Femen-Aktivistinnen mit nacktem Oberkörper in Dresden demonstrierten, eine dabei mit der Aufschrift „Thanks Bomber Harris“ auf dem Körper, wird sowohl bei Femen als auch in der Piratenpartei heftig diskutiert. Bei der einen Aktivistin soll es sich um die Piratenpolitiker Anne Helm handeln, berichteten verschiedene Tageszeitungen, die Piratenpartei dementierte dies. Der “Jungle World” gegenüber äußert sich Anne Helm jetzt erstmals selbst und bestätigt, dass sie eine der beiden Demonstrantinnen ist. In der Ausgabe vom Donnerstag berichtet die “Jungle World” umfassend über den Skandal, das Interview mit Anne Helm lesen Sie vorab hier: Viele Medien spekulieren, dass Sie eine der Frauen auf dem Foto in Dresden sind. Stimmt das? Ja, das war ich. Ich habe die Aktion zusammen mit Deborah Anderson, der Sprecherin von Femen Berlin, gemacht. Das Medienecho auf Ihre Aktion war ja recht groß. Sind Sie persönlich bedroht worden? Ich bekomme zurzeit Drohungen, die von Suizid-Aufrufen, Morddrohungen bis hin zu Vergewaltigungsandrohungen reichen. Da ist eigentlich alles dabei. Es gibt eine Facebook-Seite, auf der unter anderem gefordert wird, ich solle öffentlich in Dresden gehängt werden. Als ich das letzte Mal nachgeschaut habe, hatte sie fast 9000 Likes. Ich habe auch schon einen Anruf bekommen vom Landeskriminalamt Berlin, Abteilung Rechtsextremismus. Die haben mir mitgeteilt, dass sie eine Akte über mich angelegt haben, da ich auf einschlägigen Seiten gelistet werde. Mir ist mitgeteilt worden, dass meine Kontaktdaten auf mehreren Nazi-Seiten veröffentlicht wurden. Auch die Landesgeschäftsstelle der Piraten Berlin ist von Drohanrufen betroffen. Die Bedrohungslage fühlt sich gerade ziemlich konkret an. Ich kann kaum noch Kommunikationswege nutzen. Auf meiner Facebook-Seite habe ich täglich tausend Kommentare, von denen sehr viele aus der Nazi-Richtung kommen. Mein Email-Postfach kann ich auch so gut wie nicht mehr benutzen. „Bomber Harris“ zu danken, ist auf vielen antideutschen Demonstrationen recht üblich. Wie erklären Sie sich, dass sich der Volkszorn ausgerechnet an Ihrer Person entzündet? Ich glaube, der Grund ist vor allem, dass ich geoutet wurde. Es gibt ja einen Grund, warum ich vermummt war. Ich wollte damit vor allem gegen die Art und Weise demonstrieren, wie die Stadt Dresden und die Lokalverwaltung dieses Gedenken begeht. Dass man stolz ist, dass es keine Eskalation gab, dass man es geheim hält, dass der große Naziaufmarsch einen Abend vorher stattfindet, wo die ganzen Antifaschisten noch auf der Anreise sind. Und dass man dann unter dem Motto „Für die Heimat“ Seite an Seite der Opfer gedenkt und sich Szenen abspielen wie diese, dass eine Frau in der Frauenkirche fragte, wo sie eine Kerze für die Opfer der Shoa anzünden könne, und die Antwort kriegte: „Hier nur für Deutsche Opfer“. Natürlich wollte ich damit Nazis provozieren, und das hätte ich natürlich niemals unmaskiert getan. Ich bin keine Antideutsche. Ich wollte auch diese Provokation nicht in einem politisch-parlamentarischen Kontext diskutieren. Ich wollte auch keine Opfer verhöhnen. Der Grund, warum die Reaktionen so heftig waren, ist, dass ich demaskiert worden bin und man nun eine Person hat, auf die man diesen Hass projizieren kann. Das Spektrum reicht ja sehr weit: Von der SPD bis zu „Die Rechte“ und die NPD, die Druck auf mich ausüben. Ich ärgere mich vor allem über diesen Schulterschluss, den es da in Dresden gibt, und dass man die Antifaschisten, die dafür gesorgt haben, dass es diese riesigen Naziaufmärsche nicht mehr gibt, kritisiert. Komischerweise wird um die Bombardierung Dresdens so ein Kult gemacht, in Städten wie zum Beispiel Hamburg ist das anders. Das spiegelt sich gerade in den Angriffen gegen mich wider. Ich habe das Unsägliche in Deutschland getan. Ich habe offensichtlich etwas getroffen, das in Deutschland ein No-Go ist, obwohl es nicht strafrechtlich relevant und von der Meinungsfreiheit gedeckt ist. Es scheint sich ein sehr breites Spektrum darin einig zu sein, und das erschreckt mich sehr. Ich glaube, dass mich sehr viele aus nationalistischen Gründen anfeinden. Distanzieren Sie sich von der Aktion? Ich wünschte, ich könnte es ungeschehen machen. Es war dumm und ich wollte niemanden verletzen. Aber natürlich finde ich, dass man den Alliierten durchaus dafür danken kann, dass sie den Krieg beendet und das Naziregime besiegt haben. Wie ist das in Ihrer Partei? Erfahren sie überwiegend Unterstützung oder Ablehnung? Die Reaktionen sind sehr zwiegespalten. Ich habe für mein Engagement auf der Europakandidatur-Liste Unterstützung. Ich höre aber auch, dass ich volksverhetzend und menschenverachtend sei. In der Presse wird so getan, als ob ich eine Straftat begangen hätte. Jeder weiß eigentlich, dass das Quatsch ist. Mein Engagement im Bereich Menschenrechte und Asyl wird dadurch nicht geschmälert, und das wissen auch die Menschen, mit denen ich politisch arbeite. Ich habe allerdings das Gefühl, dass sich an meiner Person momentan ein Richtungsstreit entzündet. Insofern kommen auch Angriffe aus den eigenen Reihen, obwohl der Bundesvorstand sagt, das sei keine Parteiangelegenheit. Von Parteifreunden, die mich kritisieren, werden aber – vielleicht aus Unwissenheit - teilweise auch geschichtsrevisionistische Dinge geäußert. Da wird dann plötzlich der Verlauf des Zweiten Weltkrieges diskutiert. Das war nun wirklich nicht Ziel meiner Aktion. Auch sagen viele, ich hätte mit meiner Aktion der Partei geschadet. Ich hoffe aber, dass die Diskussion bald endlich sachlich geführt wird und wir uns über politische Ausrichtungen unterhalten. Dann kann ich auch endlich voll in den Europawahlkampf einsteigen. Einige Piraten richten Parteiaustritts-Forderungen an Sie. Wie reagieren Sie darauf? Ich bin definitiv in der richtigen Partei, und es kommt auch keine andere in Frage. Ich habe die Piraten maßgeblich mitgestaltet. Ich habe am Programm mitgearbeit und setze mich für eine modernere, transparente Verwaltung und eine bessere Bürgerbeteiligung ein. Auch für Migrantinnen und Migranten setze ich mich ein. Das werde ich auch weiterhin tun. Ohnehin kommen viele dieser Rücktrittsforderungen von der Nazi-Partei „Die Rechte“ und der AfD, auch aus der CDU kommen solche Forderungen. Seit wann machen die sich Sorgen um die Piratenpartei? Ein Austritt kommt für mich auf gar keinen Fall in Frage. Interview: Martin Niewendick

18. Februar 2014, 15.53 Uhr:

Menschenrechte? Nicht in Australien!

von Jörn Schulz

Gewöhnlich bestreiten Regierungen, dass sie Asylsuchende menschenunwürdig behandeln. Nicht so in Australien, dort rühmt man sich mittlerweile seiner im Kolonialstil auftretenden Beamten, der Massenunterbringung auf Pritschen in zur Seite hin offenen Zelten, in denen Asylsuchende von Mücken geplagt werden und der Verweigerung medizinischer Versorgung. Dass mit einer Prüfung des Asylgesuchs nicht zu rechnen ist, wird auch zu verstehen gegeben. So wird es in einem Propagandacomic des Customs and Border Protection Service dargestellt, das Afghanen vom Versuch abhalten soll, nach Australien zu gelangen.

14. Februar 2014, 19.00 Uhr:

Schleswig-Holstein, gottumschlungen

von Jörn Schulz

Stellen Sie sich vor, Sie wären Gott. Sie sind für viele, viele Billionen Planeten in rund 150 Milliarden Galaxien zuständig. Da gibt es immer etwas zu tun, hier droht eine Supernova zu explodieren, dort baut ein Imperator einen Todesstern. Und dann gibt es da diesen Planeten Erde, den Sie trotz Relaunch per Sintflut nie so richtig in den Griff bekommen haben. Seit rund 500 Jahren wissen diese Erdlinge, dass sie nicht der Mittelpunkt des Universums sind. Aber haben sie etwas daraus gelernt? Nein, noch für die banalsten Kleinigkeiten werden Sie verantwortlich gemacht. Es regnet zuviel, es regnet zuwenig, mach was, aber dalli – es will einfach kein Ende nehmen.

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14. Februar 2014, 15.30 Uhr:

Ich bin matussekophob. Und das ist gut so.

von Jörn Schulz

Es ist doch eigentlich ganz einfach: Wenn es Gottes Wille wäre, dass wir Sex nur zur Fortpflanzung haben, hätten wir eine Brunftzeit wie die Hirsche. Und wenn Homosexualität unnatürlich wäre, gäbe es sie nicht. Einsteinium ist unnatürlich, dieses Element kann nur künstlich hergestellt werden. Wenn C3-PO Sex mit R2D2 hätte, wäre das unnatürlich, aber nicht verwerflich, sofern es einvernehmlich geschieht. Man kann sich ja, auch als Mensch, mal was Neues ausdenken, worauf die Natur nicht gekommen ist.

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6. Februar 2014, 17.55 Uhr:

Willkommen bei den Gutmenschen

von Jörn Schulz

Es ist immer wieder amüsant zu beobachten, wie Leute, die gegen den Überwachungsstaat nichts einzuwenden haben und denen die Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger gar nicht hart genug sein können, den Gutmenschen in sich entdecken und Nachsicht fordern, wenn es um Steuerbetrug geht. „Denn es ist immer gut, auf freiwillige Umkehr zu setzen. Wir sind keine Volksgemeinschaft, und der Steuerbetrüger ist kein ‚Parasit’. Es wäre daher falsch, die Debatte über Steuerbetrug moralpolitisch aufzuladen“, schreibt Thomas Schmid in der Welt.

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4. Februar 2014, 09.09 Uhr:

Grosser Bruder

von Thomas von der Osten-Sacken

Wer wohl ist der Herr, der da einen Schal traegt, auf den da ganze Palaestina, also das Land zwischen Meer und Fluss, abgebildet ist, ebenso wie die Al Aksa Moschee, einen Schal, den vor allem Hamas Anhaenger gerne tragen, um zu zeigen, dass die Vernichtung Israels und Befreiung Jerusalems ganz oben auf ihrer Agenda steht?

Das ist der selbe Herr, der auch den verblichenen Muammar al-Ghaddafi als seinen Freund bezeichnete und sich gerne mit ihm ablichten liess:

Es ist der Herr, von dem der amerikanische Praesident Barack Obama in seinen Memoiren schrieb:

‘The person who made me proudest was Roy [the name he uses for Malik]. He converted to Islam, and has sworn off pork and tobacco and alcohol. [His] new lifestyle has left him lean and clear-eyed.

Er muss es wissen, war er doch nicht nur Trauzeuge bei einer der zwoelf Heiraten dieses polygamen Herren,  es handelt sich schliesslich um Malik Obama, seinen Hablbbruder.

Hat Tip: Wael Shoebat

31. Januar 2014, 18.29 Uhr:

Sag mir, wo die Hirne sind

von Jörn Schulz

Wenn Sie wissen wollen, warum Gregor Gysi häufig so schlecht gelaunt ist, schauen Sie mal, womit man sich auseinandersetzen muss, wenn man in der Linkspartei und trotzdem bei Verstand ist: “Antrag an die 1. Tagung des 4. Parteitages der Partei DIE LINKE 15. Februar 2014 in Hamburg: Aussetzung der akustischen oder gesanglich musikalischen Intonierung des Liedes ‚Die Internationale’ innerhalb der Partei DIE LINKE.“ Kann man ja drüber reden, nach fast anderthalb Jahrhunderten mal was anderes zu singen, aber nun kommt die Begründung: „Da die gesangliche musikalische Intonierung des Liedes ‚Die Internationale’ zwar kämpferisch ist, aber auch militaristisch, gewalt- und kriegsverherrlichend ist, ein Symbol des Kapitalismus darstellt und Militarismus ein Element des rechten politischen Spektrums ist, genauso wie die deutsche Nationalhymne.“

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