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Kürzliche Beiträge
18. Januar 2014, 15.58 Uhr:

Antisemitische Subkultur in Frankreich

von Thomas von der Osten-Sacken

Memri veröffentlich eine längere und lesenswerte Analyse über Dieudonné M’bala M’bala, den von ihm inspirierten sog. Quenelle-Gruß und andere Entwicklungen aus der antisemitischen Subkultur in Frankreich: Antisemitic French Muslim Comedian Dieudonné Promotes New Humor-Based Antisemitic Subculture.

17. Januar 2014, 14.28 Uhr:

In Memoriam Werner Pirker

von Thomas von der Osten-Sacken

Vorgestern verstarb der Junge Welt Kolumnist Werner Pirker.

Aus Nachrufen auf ihn:

Er hinterlässt nicht nur eine Lücke in der marxistischen und antiimperialistischen Publizistik. Nein, sein Tod ist eine Bresche für die antimarxistischen, proimperialistischen sogenannten “antideutschen", revisionistischen Kräfte und ihrer Federhuren. Es wird nicht leicht sein, einen auch nur einigermaßen adäquaten Ersatz im Widerstand gegen diese Kräfte zu finden. (Quelle)

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Werner kommt aus einer alten Kärntner Arbeiterfamilie und schloss sich früh der österreichischen KP an. Die war damals betont national, und so war auch er, ein österreichischer Patriot. Werner verkämpfte sich schon Anfang der 1970er Jahre gegen die zionistischen Einflussversuche in der Linken und hielt diese Position bis zuletzt durch, was ihm dem Unsinnsvorwurf einbrachte, ein Antisemit zu sein. (Quelle)

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Beim Singen von Partisanenliedern war Werner wirklich in seinem Element. (…)

Nach der Jahrtausendwende rückte zunehmend Palästina als Symbol der Verlogenheit des globalen Regimes ins Zentrum von Werners Aufmerksamkeit. Der imperialistische Kapitalismus hatte den Faschismus zur Vernichtung des Kommunismus hervorgebracht. Statt aus dem „Niemals vergessen“ den Auftrag zum Kampf gegen dieses System, nunmehr geführt von den USA, abzuleiten, missbrauchte man den Holocaust, um einen neuerlichen imperialistischen Völkermord zu rechtfertigen, nämlich den an den arabischen Palästinensern als Nation. (…)

Den Antiamerikanismus verstand Werner als populäre Plattform gegen das kapitalistisch-imperialistische System. Entsprechend war er ein leidenschaftlicher Unterstützer des irakischen Widerstands, wobei es ihm wie fast immer gleichzeitig um Ideologiekritik ging. Er wollte den Begriff des Widerstands vom systemisch-bipolaren Anti-Schwarz-Blau wieder zu etwas Antisystemischen rehabilitieren. (Quelle)

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Nur Du und ich und ganz ganz viele

von ganz unten

Haben durchgehalten

Und uns nach einigen Jahrzehnten

Seit an Seite auf der linken Seite

Dort wo meist Deine Kommentare standen

Zum Schluss in dieser doch so jungen Welt

Gerade Mal so jung wie wir

wieder gefunden. (Quelle)

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17. Januar 2014, 12.07 Uhr:

Keine homosexuellen Sportler nach Russland

von Thomas von der Osten-Sacken

Neues vom International Olympic Committee (IOC):

A senior Italian IOC member criticized the United States on Wednesday for including openly gay athletes in its official delegation for next month’s Sochi Olympics.

‘’It’s absurd that a country like that sends four lesbians to Russia just to demonstrate that in their country gay rights have (been established),'’ Mario Pescante said at an Italian Olympic Committee meeting in Milan on Wednesday, in comments widely reported by Italian media. ‘’The games should not be an occasion and a stage to promote rights that sports supports daily.'’

The Italian Olympic Committee would not confirm or deny Pescante’s comments, but his speech was reported by the Gazzetta dello Sport and the ANSA news agency.

Asked for clarification later by The Associated Press, Pescante said he is not against gays.

 

14. Januar 2014, 18.11 Uhr:

Experten für den Nachschlag

von Jörn Schulz

„Ein Vorstand nur für Regierungsbeziehungen - damit hätte die Deutsche Bahn Exotenstatus“, meint der Spiegel, und tatsächlich ist die Bezeichnung für Ronald Pofallas zukünftige Tatigkeit bei der Deutschen Bahn allzu offenherzig. Man ernennt ja auch keinen Vorstand für Bestechung. Vorstand für Nachhaltigkeit wäre ein viel schönerer Titel gewesen.

Weiterlesen.

11. Januar 2014, 23.49 Uhr:

»Ein Zionistenschwein weniger«

von Thomas von der Osten-Sacken

Ariel Sharon ist gestorben. Das hat Focus-Online auch umgehend entsprechend marktschreierisch gemeldet und auf Facebook verlinkt (Man kann ganz andere Nachrufe verfassen, woanders eben). Und umgehend kamen die Kommentare, und erstaunen tun sie einen überhaupt nicht:

5. Januar 2014, 22.54 Uhr:

Partisanen?

von Thomas von der Osten-Sacken

In der Redaktion der Welt, da nennen sie doch allen Ernstes die Kerle von Al-Qaida Partisanen! Veredeln sie zu Partisanen!

Und titeln: “Die Partisanen al-Qaidas erobern den Nahen Osten”

Das waren nicht irgendwelche antisemitischen Bartträger und Sich-inmitten-von-Zivilisten-in-die-Luft-Sprenger, die Partisanen.

Einmal googeln reicht, einmal nur: Und was sieht man da auf den Bildern? Nun ganz sicher nicht Krummsäbel und abgeschnittene Hälse, und wenn, dann abgeschnitten von denen, gegen die sie gekämpft haben, die Partisanen.

Mit Partisanen verbinden sich ganz andere Klänge und kein Allah Akbar oder “Tod den Ungläubigen"-Rufe. Und so soll es auch ein für alle Mal  bleiben.

Partisanenklänge die gehen unter anderem so:

Oder so:

Oder so:

So und jetzt lesen wir weiter, wie  Welt, Spiegel, Focus und all die anderen Medien den neuen Flächenbrand im Nahen Osten beschwören, den finalen Staatszerfall und die Machtübernahme durch Al Qaida und andere Terroristen, den guten alten Zeiten hinterherweinen, als im Nahen Osten noch starke Männer das Sagen hatten, die Zeiten also vor dem Sturz Saddam Husseins, der ja, wie auch Michael Stürmer in besagtem Welt-Artikel und erklärt, auch Zeiten vor dem Sündenfall waren, denn damals, herrschte noch nicht Anarchie und Chaos.

Und ins allgemeine Gejammer fällt nun auch die New York Times ein und beklagt das Machtvakuum im Nahen Osten, ganz so als sei’s nicht der von ihr fast wie ein heiliger abgefeierte Barack Obama gewesen, der erst viel zu schnell die US-Truppen aus der Region zurückzog und dann vollkommen planlos so in etwas alles falsch machte, was man falsch machen kann. Und nun weht nach fast einer dekade wieder die Fahne von Al Qaida über Falluja.

Aber das ist ein anderes Thema und hat nur bedingt etwas mit der Verunglimpfung von Partisanen durch die Welt zu tun.

3. Januar 2014, 20.48 Uhr:

Aus der Gefahrenzone

von Thomas von der Osten-Sacken

Istanbul nach den Gezi Park Protesten? Oder doch Kairo, nachdem die Muslimbruderschaft zur terroristischen Organisation erklärt wurde?

Die “Gefahrenzone", sie wurde weder in der türkischen, noch der ägyptischen Metropole verhängt, sondern in Hamburg:

Innerhalb der Zone darf die Polizei jede Person und deren Taschen ohne die Angabe von Gründen kontrollieren. Außerdem dürfen Platzverweise und Aufenthaltsverbote erteilt und Personen in Gewahrsam genommen werden. Anwohner sollen damit nicht belästigt werden - die Kontrollen sollen sich laut Polizei nur gegen “relevante Personengruppen” richten.


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