Maik Söhler:Grand Theft Auto 4
13. Mai 2008, 21.36 Uhr:

Grand Theft Auto 4

von Maik Söhler

Dass man in Grand Theft Auto 4 alles totfahren kann, was sich bewegt, alles totschießen, auch wenn es sich nicht bewegt, alles verprügeln, was belebt ist, von allem verprügelt werden kann, was sich regt - geschenkt. So ist das eben.

Dass man aber beim ersten Date sogar die Umworbene umhauen kann und dass die Software sich auch darauf vorbereitet zeigt ("Michelle ist sehr enttäuscht"), gibt dann doch zu denken.

Kommentare

Warum gibt einem das zu denken? Springen Jungle World Schreiber jetzt auch auf den Killerspiele-Zug auf? Natürlich muss die Software darauf reagieren, denn ein Angriff auch "michelle" beeinflusst das Spiel, da es zum erreichen des Zieles kontraproduktiv ist. So war es auch schon im letzten Teil von GTA.
Wer keine Gewalt in Spielen mag, kann sich andere kaufen. Wer ausserdem nicht differenzieren kann und es schlichtweg nicht versteht, dass in solchen Games die Gewalt nur zum erreichen eines Ziels da ist (wie es ja im richtigen Leben auch mitunter so zugeht, Stichwort Mobbing, Konkurrenzkampf usw.), Gewalt also kein Selbstzweck ist, der sollte sich mit anderer Materie beschäftigen.

Mein Thema ist nicht die Gewalt (zumindest nicht hier). Sondern die Symbiose von Strategie und Struktur. Und: Was ändert es, wenn es schon im letzten Teil von GTA so war? Seit wann wird irgendwas dadurch besser, dass es früher schon so war? Wir sind hier doch nicht bei "Focus.de".

Falls ich sie nun richtig verstehe, dann möchte ich noch anmerken, dass man dann doch bei der Struktur ansetzen sollte, anstatt an der Strategie.
Und mein Hinweis auf den letzten Teil sollte kein Rechtfertigungsargument sein, sondern die Frage aufwerfen, wieso sie dies offenbar damals nicht gestört hat.

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