Die Nibelungen und das Kapital
Eine negative Einführung in die Wagnersche Krisenbewältigung.
Deutschland sucht den Superstar. Und hat ihn doch längst gefunden: Vor 200 Jahren wurde der Komponist Richard Wagner geboren. Nach wie vor fasziniert er das deutsche Gemüt, denn seine Verdienste um den Nationalmythos sind enorm. Völkisch, antisemitisch und massentauglich – kein Wunder, dass das der Führer mochte. Alles über Wagner und die Germanen, Wagner und den Pop und Wagner und das Kapital auf den Thema-Seiten.
Eine negative Einführung in die Wagnersche Krisenbewältigung.
Richard Wagner ist nicht nur der erste deutsche Superstar. An seinem künstlerischen Wahn nährt sich kultureller Größenwahn, seine Opern werden zu Vorbildern eines illusionistischen Superlativismus gemodelt, einem hysterischen Soundtrack zur Krise. Übertönt werden damit die Langeweile, die Einfallslosigkeit und das Banale, das im Übrigen auch schon bei Wagner selbst oft genug zu hören ist.
Im Jahr 1813 wurde die Armee Napoleons in der Leipziger Völkerschlacht besiegt. Damit wurde der Boden für den deutschen Nationalstaat bereitet. Fünf Monate zuvor war in Leipzig der Komponist Richard Wagner zur Welt gekommen. Zwei unheilvolle Ereignisse für die Geschichte Europas.
Ein Besuch bei Aktivistinnen und Aktivisten der 15M-Bewegung in Madrid, der Stadt, in der vor zwei Jahren die erste acampada organisiert wurde.
Die Bewegung der Indignados hat vor zwei Jahren mit Platzbesetzungen in ganz Spanien begonnen. Heute sind die Zeltlager verschwunden. Geblieben sind aber die Wut vieler Menschen und die Versuche, selbstorganisiert kollektive Strategien gegen die Krise zu entwickeln.
Die Psychiatrie wird immer neurotischer. Über das Verhältnis von »psyschischen Störungen« zu den Neurowissenschaften.
Wie die Gesellschaft mit den Irren umgeht, ist in der radikalen Linken kein großes Thema mehr. Allerhöchstens spielt es eine Rolle für das eigene beschädigte Leben.
In Griechenland ist seit dem Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise die Zahl der Selbstmorde dramatisch gestiegen und immer öfter leiden die Griechen unter psychischen Erkrankungen, die durch die Krise verursacht werden. Die Jungle World sprach mit Andrew Armatas, der seit mehr als zehn Jahren in Athen als klinischer Psychologe arbeitet.

Falls Sie Ihre Wertschätzung für unsere Website ausdrücken möchten, können Sie dies mithilfe des Mikro-Bezahlsystems Flattr tun. Benutzen Sie einfach den folgenden Button:
Mehr Informationen auf flattr.com
Sie müssen sich nicht für Facebook registrieren, um unsere Seite zu betrachten. Na gut, dann …
Was die anderen sagen:
Tweets über die »Jungle World«