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Kürzliche Beiträge
3. Oktober 2016, 23.39 Uhr:

Deutscher Wirtschaftsminister legitimiert Verbrechen des Holocaustleugner-Regimes

von Thomas von der Osten-Sacken

Gastbeitrag von Kazem Moussavi

Vizekanzler Sigmar Gabriel behauptete vor seiner Iran-Reise dass es diesmal bei den Teheraner Mullahs angeblich um “kritische Gespräche über Syrien” und die Menschenrechte und die Anerkennung Israels gehen soll.

Außerdem präsentierte sich Gabriel im Flugzeug nach Teheran den ihn begleitenden Journalisten mit einer Regime-Zeitung in der Hand, die auf persisch titelt (Übersetzung: Kazem Moussavi): “Diesen Burschen der Zionisten sollen sie nicht in den Iran reinlassen! Deutscher Wirtschaftsminister, der mit politischem Gepäck heute nach Teheran kommen wird, sagt, dass er zu Gesprächen mit der iranischen Regierung über die Anerkennung Israels, die Menschenrechtsfragen und Syrien nach Teheran kommt!“ (Siehe Bilder unten!)

gabriel-im-flugzeug

Gabriel aber sagte in Teheran kein Wort über Hinrichtungen, den Syrienkrieg und die Vernichtungsdrohung gegen Israel, sondern legitimierte alle diese Verbrechen der Mullahs mit den Worten: “Sie haben eine andere Beziehung zum Status der Religion. Sie haben außenpolitisch einen anderen Blick auf die Welt, etwa bei Syrien. Sie sehen den Konflikt zwischen Israel und Palästina anders. (…) Aber es ist gut, über diese schwierigen Fragen zu sprechen.”

Gabriel hat einen Vertrag zwischen der Deutschen Bank und der iranischen Nationalbank abgeschlossen, womit dem Regime die Geldwäsche in Deutschland erleichtert wird, auch zur Finanzierung seiner weltweiten islamistischen Terrornetzwerke.

28. September 2016, 07.48 Uhr:

Jürgen Todenhöfer zu Gast im Theater der syrisch-arabischen Republik

von Thomas von der Osten-Sacken

Von Dr. Firas Khoury

(Übernommen vom Deutsch-Syrischen Informationsforum)

Am 26.09 veröffentlichte Jürgen Todenhöfer ein Interview, das sein Gespräch mit einem angeblichen Nusra-Kommandanten zeigen soll. Wer dieser Mann ist, welche Position er hat und welche Glaubwürdigkeit er besitzt, wurde nicht hinterfragt. In der Regel läuft die Kommunikation über offizielle Sprecher oder Bekanntmachungen und nicht über unbekannte Personen.

Herr Todenhöfer geht sogar so weit aus dem Interview den Beweis zu ziehen, dass die westlichen Politiker die Dschihadisten von der Nusrafront aktiv unterstützen. Zunächst einmal ist festzuhalten, dass Hr. Todenhöfer sich aktuell in dem von der Regierung kontrollierten Stadtteil Aleppos aufhält. Er kann nur unter strenger Aufsicht und Kontrolle des syrischen Regimes und dessen Geheimdiensten operieren. Bisher hat Herr Todenhöfer noch niemals die von der Opposition gehaltenen Gebiete wie Idlib oder Ost-Aleppo bereist, um sich dort direkt vor Ort einen Überblick über die Lage zu verschaffen und mit den verschiedenen Rebellengruppen zu sprechen. Arrangiert wurde das Treffen von einem angeblichen Rebellenkontakt Todenhöfers, doch hier wurde er offensichtlich vom syrischen Regime in die Irre geführt. Denn nach Sehen des Videomaterials bleiben für Kenner der Syrienmaterie und der syrischen Rebellengruppen mehr Fragen als Antworten.

Für Todenhöfer ist dies ein neuer Tiefpunkt in seiner Syrienberichterstattung, der sich mit seiner Naivität hier von einer syrischen Regierungspropaganda instrumentalisieren lässt. Die interviewte Nusra Person spricht nicht aus Sichtweise der Nusra, sondern bestätigt 100 Prozent die Regimemeinung. Alle Antworten wirken sehr gestellt und einstudiert. Dass die Aussagen in sich widersprüchlich sind, scheint keinen Verdacht bei Todenhöfer zu wecken, zu sehr ist er begeistert von dem Interviewten seine Sichtweise bestätigt zu bekommen. Dass es eigentlich nicht sein kann, dass ein Dschihadist öffentlich jemals zugibt, mit israelischen Offizieren, dem inoffiziellen Todfeind von Dschihadisten, und weiteren amerikanischen und katarischen Offizieren in Aleppo vor Ort zusammenzuarbeiten und zu koordinieren. Das ist genauso abstrus wie der Goldring an dem Finger eines Dschihadisten, denn gerade gläubige Muslime sollen keinen Goldschmuck tragen.

Dass die Nusrafront in einem Interview eines anonymen Mannes offen zugibt, dass Nusra die Hilfslieferungen an die Bevölkerung behindert, würden diese ja jeglichen Rückhalt in der Bevölkerung in den Oppositionsgehaltenen Gebieten verlieren. Diese Schuldzuweisung stellt doch vielmehr die Regierungssichtweise dar. Mit einem solchem Schuldeingeständnis und dem Zugeben, Das heißt konkret, wenn selbst diese falschen Beschuldigungen der syrischen Staatsmedien stimmen würden, würde doch niemals ein Nusra Mann diese öffentlich bestätigen.

All das sollte reichen, dass auch Hr Todenhöfer zusammen mit Sohn hätten erkennen müssen, dass ihnen hier ein Schauspiel orchestriert wurde. Er hielt sich im vom Assad Regime kontrollierten Stadtteil von Aleppo auf und wurde von diesem zu einem gestellten Interviewtermin in einem „Steinbruch bei Aleppo“, das entsprechend den Angaben aus dem Video der Gegend um die Zementfabrik zugeordnet werden konnte, das unter Regierungskontrolle steht. Ein von Rebellengruppen gehaltenes Gebiet hat Herr Todenhöfer jedenfalls nicht betreten.

Auch unsere Kontakte in Ost-Aleppo konnten die Existenz dieses Nusrakommandanten nicht bestätigen, sondern bestätigen uns vielmehr, dass die Aussagen des Mannes komplett aus der Luft gegriffen und erfunden sind. So befinden sich in keinster Weise israelische oder sonstige Offiziere in Aleppo. Sie gehen vielmehr davon aus, dass Hr. Todenhöfer bewusst vom Regime manipuliert wurde und hier einen Regimeanhänger interviewt hat.

Der syrische Konflikt ist hochkomplex und undurchsichtig. Doch genau deswegen ist auch ein präzises journalistisches Arbeiten notwendig. Es geht hier auch in keinster Weise um eine Verharmlosung der Rolle der Al Nusra, doch Jürgen Todenhöfer hat hier offensichtlich versäumt, die Quelle genau zu verifizieren. Mit dem Ausstrahlen dieses unechten Interviews hat sich Todenhöfer zu einem Apologeten des syrischen Regimes gemacht und verharmlost die ungeheuerlichen Kriegsverbrechen des syrischen Regimes, wie sie aktuell auch in Aleppo enthemmt fortgeführt werden.

(Update: Inzwischen hat Fateh al-Sham offiziell erklärt, nie ein Interview mit Herrn Todenhöfer geführt zu haben: )

26. September 2016, 15.23 Uhr:

Denen das Leben nehmen, die es zu erhalten versuchen

von Thomas von der Osten-Sacken

Gastbeitrag von David Kirsch

Alles hat bekanntlich ein Ende. Die Liebe zweier Menschen, langjährige Freundschaften, die geschäftliche Zusammenarbeit zweier Vertragspartner oder aber auch die Funktionstüchtigkeit einer batteriebetriebenen Uhr.

Manchmal gibt es aber Dinge, die – wenn schon kein Ende – dann zumindest Grenzen haben. Dazu gehört dann wohl „die Geduld mit Russlands andauernder Unfähigkeit oder Unwilligkeit, sich an seine Verpflichtungen zu halten“ , wie die Außenminister Frankreichs, Deutschlands, Großbritanniens, der Vereinigten Staaten von Amerika und der Europäischen Union jüngst in einer gemeinsamen Erklärung bekanntgaben.

Was war es diesmal gewesen, das die mutigen Damen und Herren dazu veranlasst hatte, sich zu einem in entschlossener Tinte verfassten Joint Statement aufzuraffen?

The outrageous bombing of a humanitarian convoy, the Syrian regime’s public denunciation of the CoH, continuing reports that the regime is using chemical weapons, and the unacceptable ongoing regime offensive on eastern Aleppo, supported by Russia, blatantly contradicts Russia’s claim that it supports a diplomatic resolution.“

Diesmal scheint es also das Bombardement eines Hilfskonvois gewesen, der in Aleppo unterwegs gewesen war und damit das Ende des ohnehin nie wirklich durchgehaltenen Waffenstillstands in Syrien markierte. Nur Minuten nachdem das syrische Militär die Vereinbarung aufgekündigt hatte, hagelte es in einer bisher kaum dagewesenen Intensität dutzende Bomben auf die 31 Hilfstrucks des „Roten Halbmonds“.

Man wollte vor allem Lebensmittel und lebensnotwendige Medizin in die von den Rebellen gehaltenen Gebiete in Aleppo liefern: Flour, Essen und Winterkleidung. Es war einer der ersten Versuche der Hilfslieferungen, die unter dem Waffenstillstandsabkommen ermöglicht werden sollten.

„Our outrage at this attack is enormous“, wütet auch Staffan de Mistura – Syrienbeauftragter der UN. Viel enormer noch ist aber die Art und Weise der Angriffe, welche in blutiger Kooperation zwischen Russland und dem Assad-Regime erfolgten:
Mittels eines „Double-Tap“-Strikes zerstörte man erst mindestens 18 Trucks und ermordete schließlich diejenigen, die den Verwundeten zur Hilfe kamen.

Unter ihnen auch jene, die als Zeichen der Anerkennung für ihre beispiellose Selbstaufopferung in Syrien jüngst für den Alternativnobelpreis nominiert worden waren: Die Weißen Helme Syriens.

„Rescue volunteers with the Syria Civil Defense — a group known as the White Helmets that was recently nominated for the Nobel Peace Prize for saving lives during more than five years of war — reported that three of its four centers were targeted Friday morning. Two of those centers, the volunteers say, were put out of service.“

Längst schon ist klar, worum es Putin und Assad in Syrien geht.

Es geht um die Zerstörung des letzten Keimes an Humanität und Zivilisation.
Um die Verhinderung von Leben inmitten einer Hölle des Todes, in die Syrien durch Flächenbombardements, Chemiewaffenangriffe, Terror und das entsetzte Verfassen von empörten Erklärungen verwandelt wurde.
Es geht darum, all jenen das Leben zu nehmen, die es mit unvergleichbarer Kraft und Hoffnung zu erhalten versuchen.


Wenngleich das Leben eines jeden Menschen endlich und begrenzt ist, so scheint es eine Sache zu geben, mit der es sich anders verhält.
Die unaufhörliche Barbarei in Syrien – sie ist unendlich und grenzenlos.

23. September 2016, 22.49 Uhr:

Erkärung von Helfern des Syrischen Roten Halbmonds

von Thomas von der Osten-Sacken

Angesichts des Rumgeeiers der so genannten Internationalen Gemeinschaft melden sich zwei Freiwillige des Roten Halbmonds zu Wort:

World leaders continue to debate who carried out the attack Monday on a UN/SARC relief convoy in Aleppo — an attack that killed 13 of my colleagues, including our regional director Omar Barakat.

We know with absolute certainty who carried out the attack. We know that Russian aircraft were in the sky, and that Russian munitions were found at the site of the horrific attack on our convoy. We know that this two-hour long sustained aerial campaign against our fellow aid workers was not an accident–it was deliberate.

We have seen dozens of similar attacks here in Aleppo, targeting hospitals, ambulances, schools, and marketplaces. And all too often, we witness this same “double tap” strategy: an initial airstrike, followed by a second airstrike targeting rescue workers.

We are aid workers and volunteers in the Syrian Arab Red Crescent, sworn first and foremost to help our people, and to be neutral. Yesterday, the world celebrated World Peace Day, while here in Aleppo, bombs continued to rain down on civilians who we are sworn to help.

We saw over a dozen aid workers and volunteers killed in an airstrike on the UN/ SARC convoys four days ago. The next day, airstrikes targeted a medical point in rural Aleppo, and 5 more medical workers were killed in the strike. These attacks on our colleagues and friends are systematic, and unacceptable.

In front of the UN, Secretary Kerry insisted that all aircraft in northern Syria be grounded to prevent attacks on innocent Syrians and allow in humanitarian aid, like the convoy that was attacked. We need that to be implemented and enforced. We need these attacks from the sky, which target our humanitarian colleagues and civilians, to stop immediately.

Omar Halabo and Mahmoud Zaza, SARC  volunteers in Aleppo

22. September 2016, 08.40 Uhr:

Vor dem eigenen Ende: Das letzte Selfie

von Thomas von der Osten-Sacken

Ein Bild, das zur Ikone des ganzen Irrsinns in Syrien werden sollte.

Gestern eroberte ISIS einige Dörfer nördlich von Aleppo zurück, die von Einheiten der FSA gehalten wurden.

Kurz bevor die Islamisten die Stellung, die seine Einheit verteidigte, stürmten - Hoffnung auf Rettung vor dem sicheren Ende bestand keine mehr - sendete diese FSA Kämpfer noch ein letztes Bild von sich. Er weiß, er nimmt es auf und in wenigen Minuten wird er nicht mehr sein.

21. September 2016, 22.08 Uhr:

Irre und vergiftet: Sprache im Syrienkonflikt

von Thomas von der Osten-Sacken

Die Rolle der USA sei inzwischen im Syrienkonflikt zumindest für die Opposition, die ja angeblich von den USA unterstützt werde, “toxic” geworden, schreibt Hassan Hassan und Foreign Policy bezeichnet “Obama’s Syria Strategy” als die “Definition of Insanity".

Und er ist ganz sicher nicht der einzige, der Begriffe benutzt, die eigentlich der medizinischen Sprache entstammen. Das sei alles irgendwie irre, verrückt, pathologisch, selbstdestruktiv … Immer öfter liest man solche Wörter, die eigentlich aus der Psychatrie oder Psychologie stammen.

Und wohl völlig zu Recht greifen immer mehr, die diesen Konflikt beschreiben, zu solchen Begriffen, denn in der Tat ist das alles, legt man vermeintlich normale Maßstäbe oder einen einigermaßen geeichten moralischen Kompass zugrunde, völlig verdreht, verzerrt, das Gegenteil dessen scheinbar richtig, was man bislang als richtig empfand. Die Hauptakteure auf der internationalen Bühne, vor allem Amerikaner und Euroäer, wirken alle wie sediert, Schlawandler, benehmen sich, als litten sie unter kognitiver Dissonanz oder irgendwelchen Zwangstörungen. Ihre Interesselosigkeit - deshalb immer auch die Frage: Was wollen die eigentlich? - ist gespenstisch, ihre Indifferenz gegenüber dem Leiden, das sie mit verursachen, nicht zum Aushalten.

Regeln, von denen man bislang annahm, sie gälte noch irgendwie, scheinen dagegen völlig außer Kraft gesetzt oder bewusst gebrochen worden zu sein.

Die Regeln, die dagegen gelten, sind eben sowohl völlig verrückte als auch barbarisch, sie mögen einer eigenen Binnenlogik folgen, an die aber möchte man, will man ein bißchen Restverstand und Humanität sich noch bewahren, sich weder halten noch sie akteptieren.

Und so wird es eben auch immer verrückter, noch in herkömmlicher Sprache diesen Konflikt beschreiben oder gar analysieren zu wollen, einem droht dabei wider Willen sich nur mit dem Irrsinn gemein zu machen.

So ist es vermutlich ein verzweifelter Ausweg, sich all dieser Begriffe aus der Psychiatrie zu bedienen, sie alleine scheinen dem ganzen zumindest noch ein wenig gerecht zu werden.

20. September 2016, 10.52 Uhr:

Bankrott. Punkt.

von Thomas von der Osten-Sacken

Gastbeitrag von Oliver M. Piecha

Der von den USA und Rußland vereinbarte Waffenstillstand in Syrien war von Anbeginn eine Farce. Jeder, der es wissen wollte, konnte es wissen, außer vielleicht dem deutschen Außenminister Frank Walter Steinmeier, dem Freund Putins und eines so end- wie ziellosen Dialogpalavers.

Es ist nicht bei einer Farce geblieben, der gescheiterte Waffenstillstand ist zum Desaster der US-amerikanischen Nahostpolitik geraten. Hilflos ließ John Kerry das State Department noch verkünden, man sei bereit den „Waffenstillstand“ zu verlängern, und am Montagmorgen pries er noch die ersten angekündigten Hilfslieferungen für von Assad belagerte belagerte Gebiete – wohlgemerkt, da war der angeblich doch genau dafür vereinbarte Waffenstillstand schon fast zu Ende. Und der erste Hilfskonvoi des syrischen Roten Halbmonds beladen mit Gütern der UN in der Optik russischer Drohnen. Wer den Konvoi dann bombardiert hat, ob Putins Bomber oder die Luftwaffe Assads ist eigentlich egal. Nach Aufkündigung des Waffenstillstandes durch das syrische Regime und Russland regnete es in Aleppo und anderen belagerte Zonen umgehend Bomben und Granaten.

"Obama-Bob": Der bekannte syrische Oppositionelle "47er" spottet über John Kerry

(Bild: “Obama-Bob” Der bekannte syrische Oppositionelle “47″ verspottet John Kerry)

Eine weiteres der belagerten syrischen Gebiete, diesmal in Homs, mußte aufgeben, die sunnitische Bevölkerung wird abgefahren, auch wenn es konsequent niemand so nennen will – dann müßte man ja etwas dagegen tun – es ist eine ethnische Säuberung. Den hungernden Bewohnern von al-Wa’er machte zuletzt eine Hilfslieferung des Syrischen Roten Halbmonds, die aus Särgen, Body Bags und Seife bestand, noch einmal klar, was sie erwartet, wenn sie nicht gehen.

Barack Obama hat es zusammen mit seinem Außenminister geschafft, amerikanische Nahostpolitik ins völlige Abseits zu führen: Ganz egal, was man nun noch unternimmt, es wird alles nur Schlimmer. Für einen Politiker ist die konsequente Umwandlung politischer Handlungsoptionen in eine Tragödie griechischen Stils – alles bewegt sich auf den Abgrund zu, jeder sieht es und doch ist das Schicksal unabwendbar – Ausdruck des Bankrotts. Beruf verfehlt. Punkt.

Wen wundert es denn noch, dass letzte Woche etwa vom Natopartner Türkei unterstütze syrische Rebellen ein paar amerikanische Soldaten als PKK-Freunde aus einer gerade übernommenen Stadt jagten? Oder die offenbar versehentliche Bombardierung der Assadtruppen bei Deir Ez Zor: Seit wann agiert die Internationale Koalition gegen den IS unter amerikanischer Führung eigentlich als Luftunterstützung für Assad-Truppen? Was man falsch machen konnte, haben Obama und Kerry im Nahen Osten falsch gemacht.

Das war allerdings programmatisch: Es ist der Preis für Obamas Traum einmal in den Geschichtsbüchern als großer Vermittler eines historischen Friedens mit der Islamischen Republik Iran gewürdigt zu werden. Dafür hat er die Syrer verkauft – seine bedeutungslosen roten Linien bei den Giftgaseinsätzen Assads Einsätzen waren wohl vor allem den Drohungen des Iran geschuldet, bei einer Intervention in den syrischen Krieg sofort die Atomverhandlungen abzubrechen. Aber der Iran hat Obama nicht einmal gedankt, im Gegenteil, gerade hat der Revolutionsführer Khamenei vor den Kommandanten der Revolutionsgarden und der iranischen Armee – für die im Irak die Airforce längst Hilfsdienste leistet – betont, dass man in den regionalen Konflikten gegenüber den USA machtvoll auftreten müsse. Nicht Verhandlungen sondern die Erzeugung von Angst beim Gegner sei das Erfolgsrezept.

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