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Kürzliche Beiträge

Wie im ersten Teil dieses Berichts ausgeführt, herrscht zwischen dem Institut für Religionswissenschaft der Universität Potsdam und einer islamischen Hochschule in Qom eine rege Zusammenarbeit.

Laut einer Meldung der Potsdamer Neuesten Nachrichten ist Dr. Hans Michael Haußig, Mitarbeiter der Potsdamer Universität, der Meinung, dass die Universität in Qom ein “religionswissenschaftliches Interesse” habe und “andere Religionen verstehen” wolle. Dr. Haußig führt aus, dass “auch Christen Missionswissenschaft betreiben” würden. Zudem würden Gespräche zur „Selbstreflexion“ beitragen. Das Gespräch sei wichtiger als ein „Konfrontationskurs.”

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5. August 2012, 22.47 Uhr:

Aufruf die Parteizentralen der Muslimbrüder abzufackeln

von Thomas von der Osten-Sacken

Auf was für Meldungen man so in ägyptischen Zeitungen stößt:

A leading figure in the Freedom and Justice Party said on Sunday that calls for burning down the Muslim Brotherhood’s offices by former MP Mohamed Abu Hamed during a million-man demonstration planned for 24 August would lead to the collapse of the nation.

“Our headquarters in Moqattam are fully secure,” Saber Abul Fotouh said, adding that the young members of the group would secure the rest of the offices without the help of the police.

Abul Fotouh expected no more than 500 people to take part in the demonstration.

Abul Fotouh blamed Abu Hamed and former MP Mostafa Bakry for a fire that burned a portion of the group’s Giza office.

Zwischen dem Institut für Religionswissenschaft der Universität Potsdam und einer islamischen Hochschule in Qom findet ein reger Austausch statt. Ab September dieses Jahres sollen etwa sechs Doktoranden aus dem Iran in Potsdam mit ihrer Promotion beginnen.

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2. August 2012, 16.35 Uhr:

Die "Befreiung" Palästinas als Lösung aller Weltprobleme

von Thomas von der Osten-Sacken

Mahmoud Ahmedinejad über das wohl einzige Thema, das ihn wirklich beschäftigt:

Ahmadinejad (said) that “liberating Palestine” would solve all the world’s problems, although he did not elaborate on exactly how that might work. (…)

He added: “Anyone who loves freedom and justice must strive for the annihilation of the Zionist regime in order to pave the way for world justice and freedom.”

31. Juli 2012, 21.54 Uhr:

Fliegende Teppiche, Jihadisten und eine große Lüge

von Oliver M. Piecha

Die Große Erzählung des syrischen Regimes beginnt sich nun gegen es selbst zu wenden: Man sei, so ging die Erzählung, doch schließlich ein verläßliches nahöstliches Bollwerk gegen Jihadismus und Islamismus. In Europa und Obamas Amerika hat man dieses Mantra erleichtert und sehr gerne gehört; es hat für eine Weile scheinbar die Anstrengung erspart, sich ernsthaft Gedanken über etwas zu machen, was einfach nicht sein sollte: Dass der Umbruch der arabischen Welt im Zentrum des Nahen Ostens tatsächlich ankommen sollte.
Und alle, alle wären erleichtert gewesen, hätte Assad sich behaupten können: Russen, Europäer, Chinesen, Amerikaner, die Regierung Netanjahus, die „Islamische Republik Iran“, die letzten wahren Antiimperialisten sowieso.
Die Antwort des Westens an Assad im ersten Dreivierteljahr nach Ausbruch des Aufstandes in Syrien lautete schlicht: Sorge für Ruhe, mache ein paar Reformen, von uns hast Du dann nichts zu befürchten.
Allein die Antwort der überwältigenden Mehrheit der Syrer war eine andere.
Und jetzt funktioniert die Große Erzählung des Regimes international plötzlich nicht mehr, ironischerweise ausgerechnet an dem Punkt, an dem tatsächlich Massen von Jihadisten gen Syrien aufgebrochen sind; jetzt, im akuten Vorstadium der syrischen Apokalypse, die man auch hätte voraussehen können, wird der Jihadist nun zum Argument gegen Assad.

Allistair Burt, Staatssekretär im britischen Außenministerium, macht es vor: “It must be true to say that since the initial pressure and opposition against the Assad regime, which was local, the fight has been joined by others. […] We said at a very early stage that unless this finished early, unless the proposals to have a ceasefire and get political transition going in Syria among Syrians happened, then the fight would be joined by others from outside. There is clear evidence of this.“

Nur diese störrischen „Einheimischen“, die hat man eben wegen so inkommoder Forderungen wie der nach „Freiheit“ nicht rechtzeitig unterstützen mögen, derweil man mit Assad doch die Aussicht auf so ein auch fernerhin gutes Auskommen gehabt hat.

Dieses Video zeigt etwa ein von Aufständischen in einer Aleppiner Polizeistation erbeutetes und mutwillig zerstörtes Gerät, mit dem in Assads Syrien bisher gesellschaftlicher Konsens hergestellt worden ist:

Laut Human Rights Watch handelt es sich bei dem Gerät um einen “Fliegenden Teppich", dessen genaue Gebrauchsanweisung man bitte bei Freunden des “säkularen” antijihadistischen syrischen Regimes erfragen sollte.

Und nun?

Die zynische Rechthaberei kann man voraussehen, sie werden alle, alle nachher sagen, wenn Syrien 2013 wie der Libanon 1983 aussehen sollte, das haben wir doch gleich gewußt, und diese Jihadisten, von wegen Demokratie und Araber und überhaupt.

Oder: Wieso hat dieser “Fliegende Teppich” bloß nicht mehr funktioniert?

30. Juli 2012, 14.56 Uhr:

Zweierlei Frieden

von Thomas von der Osten-Sacken

Bei der Zeit schlägt die deutsche und ganz friedensorientierte Nahostexperterei mal wieder durch:

“Das bedeutet, dass es ohne den Iran keine Lösung des Konflikts gibt. Und dass Saudi-Arabien solchen Verhandlungen zustimmen muss. Wer Syrien dauerhaft befrieden will, kommt nicht drumherum, Saudi-Arabien und den Iran an einen Tisch zu bringen. Und das könnte die schwerste Übung von allen sein.”

Es gibt aber auch noch eine ganz andere Lösung, die einzig humane und vernünftige, auf die käme man in Hamburg gar nicht, und die lautet ganz einfach: Regime Change in Teheran, Riad und  Damaskus!

Auf den Frieden, den sie da am Verhandlungstisch wollen; kann man nämlich nicht nur gerne verzichten, sondern ihnen nur die Überzeile des Hessischen Landbotens entgegenhalten“Friede den Hütten! Krieg den Palästen!”

27. Juli 2012, 02.28 Uhr:

Multilateralismus für Fortgeschrittene

von Thomas von der Osten-Sacken

Multilateralismus unter Ägide der UN, dieser Ansatz galt vor ungefähr zehn Jahren und ganz besonders in Detschland als die Lösung aller Krisen und Konflikte auf der Welt. Angewandt sieht er dann in etwa so aus:

UN chief peacekeeper Herve Ladsous said on Thursday there is “no plan B” for Syria, urging all parties to implement the plan brokered by UN-Arab League envoy Kofi Annan to stop the deadly violence.

Und so:

The United States warned Thursday that the Syrian regime may be preparing to carry out a massacre in the city of Aleppo, but stuck by its position that there would be no US military intervention.

Ganz wichtig ist auf jeden Fall beim erfolgreichen multilateralen Vorgehen, auch wenn Massaker drohen, Giftgaseinsätze, humanitäre Katastrophen und die Entwicklung eines unkontrollierbaren failed states, trotzdem und deutlich klarzustellen, dass man a) in keinem Fall militärisch zu intervenieren gedenkt und b) keinen Plan und deshalb auch auch keinen Plan B hat.

 

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