Schlüppis
Kürzliche Beiträge
16. Mai 2012, 14.24 Uhr:

Iran: Todesfatwas gegen Muslime und Nicht-Muslime

von Wahied Wahdat-Hagh

Shahin Najafi ist der erste, der von den neuen Fatwas der iranischen Großayatollahs betroffen ist. Diese Fatwas richten sich aber generell gegen alle, Muslime und Nicht-Muslime, die die schiitischen Imame und den Propheten Mohammed „beleidigen“. Besonders die zweite Fatwa, die von Großayatollah Makarem Schirasi verkündet wurde, macht explizit deutlich, dass auch Nicht-Muslime mit einer Hinrichtung rechnen müssen, wenn sie einer solchen „Beleidigung“ für schuldig befunden werden.

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12. Mai 2012, 10.26 Uhr:

Al Qaida? Gibt es laut Assad nicht

von Thomas von der Osten-Sacken

Im Jahre 2003, als noch jeder Jihadist, der gegen die Amerikaner im Irak kämpfen wollte, Syrien als Transitland nutzen konnte und dort großzügige Unterstützung für seine Mission erhielt, damals also, erklärte Bashar al Assad, dass es das Terrornetzwerk Al Qaida vermutlich gar nicht geben würde:

Syrian President Bashar Assad said in an interview (…) that he doubts the existence of al-Qaeda, the terror group blamed for the Sept. 11 attacks and recent strikes in Saudi Arabia and Morocco.

Und heute? Wird noch jeder Demonstrant in Syrien, der gegen Assad auf die Straße geht, von der syrischen Staatspropaganda als Terrorist und Anhänger von Al-Qaida denunziert.

So ändern sich die Zeiten.

11. Mai 2012, 09.34 Uhr:

Iran: 100.000 Dollar für eine Hinrichtung in Deutschland

von Wahied Wahdat-Hagh

Shahin Najafi ist ein Sänger, der aus dem Iran geflohen ist und in Deutschland lebt. Er singt kritische Lieder, die die iranischen Inquisitoren nicht mögen. Sie fordern nun seinen Tod. Die Schiaonline hat ein Kopfgeld auf ihn gesetzt. Der Mörder soll 100.000 Dollar für die Hinrichtung von Najafi in Deutschland oder sonst wo bekommen. Die Fatwa stammt von Ayatollah Safi Golpayegani.

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10. Mai 2012, 10.52 Uhr:

Iran: Die Atombombe ist nicht verboten

von Wahied Wahdat-Hagh

Ali Khamenei, der religiöse Führer des Iran, hat in verschiedenen Reden davon gesprochen, dass eine Atombombe nicht islamisch sei. Gegenwärtig schlussfolgern einige Politiker, Wissenschaftler und Journalisten daraus, dass diese Aussage auf einer Fatwa beruhe und man davon ausgehen könne, dass der Iran die Atombombe nicht bauen wolle. Doch an dieser optimistischen Annahme muss gezweifelt werden.

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8. Mai 2012, 21.58 Uhr:

Antrag auf Haftbefehl gegen Sheikh Qaradawi

von Thomas von der Osten-Sacken

Ein tunesischer Anwalt hat heute einen Antrag eingericht, der verlangt, dass, sollte wie angekuendigt, Skeikh Yussuf al Qaradawi in Tunesien einreisen, man ihn umgehend verhaftet muesse. Tja, wenn der Sheikh, der Suicide Bombings gegen israelische Zivilisten bewirbt, Genitalverstuemmelung eine gute Sache findet, kurzum seiner Rolle als geistiger Mentor der Muslimbruderschaft mehr als gerecht wird, frueher nach London reiste, wurde er da von (Ex-)Buergermeister Ken Livingstone mit offenen Armen empfangen. Auf die Idee einen Haftbefehl gegen den Kleriker zu beantragen waere wohl niemand gekommen:

Un avocat tunisien, célèbre activiste en matière des droits de l’Homme, a déposé, aujourd’hui mardi 8 mai 2012, une plainte contre cheikh Youssef Qardhaoui, célèbre prédicateur qatari, pour “terrorisme et incitation à la discorde” tout en réclamant son arrestation immédiate tant qu’il se trouve encore en Tunisie.  La plainte a été reçue et acceptée, ce matin par le ministère public.

Anzeige erstattet hat auch Gilbert Naccache, ein tunesischer Schriftsteller, und zwar gegen die Salafiten, weil sie “Antisemitismus als politische Bewegung” in Tunesien etablierten  und “die erklärten Gegner der Frauen, der Künstler, ja aller Kreativen und Denker sind.”

Zugleich kristisiert Naccache die gemaessigten und saekularen Kraeften fuer ihr Versagen angesicht der islamistischen Konterrevolution.

7. Mai 2012, 22.01 Uhr:

Jihad & Demokratie

von Thomas von der Osten-Sacken

Nabil Naeem vom Islamischen Jihad Aegyptens klaert ueber jihadistisches Demokratieverstaendnis  auf:

Naeem warned that violence will resurge if a president who does not meet Jihadists’ aspirations is elected, saying that they are disposed to rebel against any government, even Islamist-led, if it does not apply Sharia.

3. Mai 2012, 22.26 Uhr:

Iranische Studie befürwortet Terrorismus gegen Israel

von Wahied Wahdat-Hagh

Eine im April 2012 erschienene Studie der wissenschaftlichen Abteilung des iranischen Pseudo-Parlaments untersuchte die Sicherheitsprobleme Israels. Das Land sei weniger von der militärischen Macht seiner arabischen Nachbarstaaten bedroht als von „asymmetrischen Kriegen“. Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass Israel große „Sicherheitssorgen“ an seinen Grenzen mit den arabischen Staaten habe. Ein besonderes Problem für Israel stellten die „moderaten Muslimbrüder und die radikalen Salafisten“ dar.

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