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Kürzliche Beiträge
29. Juni 2012, 15.48 Uhr:

Ausbeutung im Iran

von Wahied Wahdat-Hagh

Rund 10.000 iranische Arbeiter haben sich in einer Unterschriftenaktion gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung gewandt. Die Mobilisierung zu dieser Protestaktion findet landesweit statt. Die Aktion begann am 1. Mai und dauert bis heute an. In der Erklärung wird beklagt, dass der Durchschnittsverdienst der Arbeiter im Vergleich zu den vergangenen Jahren immens abgenommen habe. Dabei sei Präsident Mahmoud Ahmadinejad bei den Armen mit dem Versprechen auf Stimmenfang gegangen, dass er die Armut im Iran abschaffen wolle. Ahmadinejad habe angekündigt, dass es bald „keinen einzigen Armen mehr im Iran“ geben würde.

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27. Juni 2012, 00.12 Uhr:

Weltdrogentag und Antisemitismus im Iran

von Wahied Wahdat-Hagh

Es gibt einen iranisch-islamistischen Rassismus, der sich gegen Juden, Europäer und sogar gegen Afghanen richtet. Dieser Rassismus wird von Ahmadinejad und seinen Anhängern propagiert. Sie argumentieren sowohl nationalistisch als auch islamistisch. Zwar war schon Ayatollah Khomeini in seiner Ideologie des genozidalen Antizionismus antisemitisch, aber bei Ahmadinejad und seinen Anhängern hat der Nationalismus neben Islamismus einen weiteren Schwerpunkt erhalten.

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26. Juni 2012, 17.44 Uhr:

Ein gefälschtes Interview?

von Thomas von der Osten-Sacken

Erstaunen täte einen das keineswegs:

Iran’s state news agency fabricated an interview with Egyptian President-elect Mohammed Morsi, in which Morsi was quoted as calling for closer ties between his country and the Islamic Republic, Morsi’s spokesman said Monday night.

In the Fars article, Morsi was quoted as saying that “creating a strategic balance in the region” based on strong ties between Cairo and Tehran was a top priority for him. Ties between the two countries have been strained for more than 30 years.

The article also quoted Morsi as saying he would “reconsider” the 1979 Camp David accords establishing peace with Israel.

Egypt’s Al-Ahram, citing the official MENA news agency, quoted Morsi’s spokesman as saying that Morsi had not granted an interview to Fars and that everything printed in the article was “without foundation.”

22. Juni 2012, 16.14 Uhr:

Demonstrationen im Sudan

von Thomas von der Osten-Sacken

Letztes Jahr wurden im Sudan Demonstrationen brutal unterdrückt, als, angefeuert von Bildern aus Tunesien, Ägypten und Libyen dort Tausende ihrem Unmut mit dem herrschenden Regime Ausdruck verliehen. Seit fünf Tagen wird wieder demonstriert:

Riot police fired tear gas and civilians armed with machetes and swords attacked protesters during five days of demonstrations sweeping Khartoum demanding ouster of Sudan’s autocratic ruler, a Sudanese opposition leader said Thursday.

Saata Ahmed al-Haj, head of the opposition Sudanese Commission for Defense of Freedoms and Rights, said that hundreds of protesters have been detained over the past five days. He said they were later released but were badly mistreated.

Frauen, die sich nicht „islamisch“ bekleiden, müssen im Iran mit Repressalien der Polizei und der Revolutionsgardisten rechnen. Seit mehr als 30 Jahren findet in der Öffentlichkeit ein alltäglicher Kleinkrieg zwischen Frauen, die sich den Vorschriften des Regimes widersetzen, und den Repressionskräften statt. Immer wieder ordnen die islamistischen Machthaber verschärfte Maßnahmen an, Massenverhaftungen sind die Folge. Derzeit beginnt wieder eine solche Kampagne. Der iranische Polizeichef Ismael Ahmadi Moqadam will mit „moralischem Kapital und der Hilfe von frommen Bürgern“ die Frauen bekämpfen, die sich nicht islamisch kleiden. Er sagte: „Wir dürfen nicht erlauben, dass der Virus von schlecht getragenen Kopftüchern verbreitet wird.“

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20. Juni 2012, 19.21 Uhr:

Wär' doch mal eine Mavi Marmara wert

von Thomas von der Osten-Sacken

Nicht nicht im “Freiluftgefängnis” Gaza herrschen die schlimmsten Lebensbedigungen für Palästinenser, sondern im Libanon:

The living conditions of Palestinians in Lebanon’s camps are the worst in the region, an international NGO working in the West Bank, Gaza, Lebanon and Jordan said on Wednesday.

The Palestinian refugee camps in Lebanon are considered the worst of the region’s refugee camps in terms of poverty, health, education and living conditions,” said the American Near East Refugee Aid (ANERA) in a report released on World Refugee Day.

Lebanon has the highest percentage of Palestinian refugees living in extreme poverty. Two out of three Palestinian refugees subsist on less than $6 a day,” the report said.

More than 450,000 Palestinians are registered in Lebanon with the United Nations Relief and Works Agency for Palestinian refugees, though the actual number is estimated at between 260,000 and 280,000, ANERA said.

Most Palestinians live in the country’s 12 official refugee camps, in squalid conditions.

Palestine refugees in Lebanon do not enjoy several basic human rights, for example, they do not have the right to work in as many as 20 professions,” UNRWA adds, noting that most refugees rely on UN assistance for survival.

Aber auf eine Mavi Marmara (auch wenn die keine humanitäre Hilfe, die den Namen verdient bringen würde) dürften die Palästinenser im Libanon vergeblich warten. Warum? Ganz einfach, weil de Juden nicht für ihre Lage verantwortlich zu machen sind. Und in diesem Fall pflegt sich Palästinasolidarität einen feuchten Kehricht um Palästinenser zu kümmern.

18. Juni 2012, 23.02 Uhr:

Sehr geehrter Günter Grass, sagen Sie doch endlich was!

von Wahied Wahdat-Hagh

Von Ellahe Bograt

Günter Grass, Dichter, Schriftsteller und linker deutscher Intellektueller (links im Sinne der Sozialdemokratie) hat vor nicht allzu langer Zeit ein „Gedicht“ veröffentlicht über die Notwendigkeit der Verhinderung eines militärischen Angriffs Israels auf den Iran unter dem Titel „Was gesagt werde muss“. Er kritisierte zudem den Verkauf von deutschen militärischen U-Booten an Israel.

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