Schlüppis
Missy-Magazin
Kürzliche Beiträge
13. Februar 2012, 16.52 Uhr:

Boykottkampagne gegen das Militär

von Thomas von der Osten-Sacken

Aus al Masry al Youm:

As part of a larger campaign to demand that the ruling Supreme Council of the Armed Forces relinquish power to civilians, activists have launched initiatives calling for the boycott of army-produced goods and services.

Several initiatives to compile lists of military-run enterprises sprang up across Facebook and the blogosphere, examples of which are a page on Facebook entitled Qate’oohom (boycott them) and a website.

10. February 2012, 11.51 Uhr:

Eine Kontaktgruppe, die das Massaker beobachtet

von Thomas von der Osten-Sacken

AFP meldetGermany on Thursday backed a proposed joint Arab League-UN mission to monitor the Syrian government’s deadly crackdown on protest.

Besser ließe sich deutsche Syrien-Politik kaum in Worte fassen. Gemeinsam mit der Arabischen Liga und der UN werden sie in Zukunft überwachen, wie das syrischen Regime die Aufständischen zusammenschießt.

Immerhin ist man einen Schritt weiter. Die einflussreiche, von Volker Perthes geleitete, Stiftung Wissenschaft und Politik, die den Bashar al Assad bis in den April letzten Jahres unermüdlich als Partner und Reformer lobte, schlug vor einem paar Monaten noch vor, man solle dies mit Drohnen machen:

Da es unwahrscheinlich ist, dass Damaskus Beobachter der Arabischen Liga, UN-Beobachter und ausländische Journalisten ungehindert ins Land lässt, ist eine umfassende Beobachtung durch Drohnen und Satelliten dringend angezeigt.

Auf Druck der Arabischen Liga, nicht etwa der Europärer, kamen Beobachter ins Land und haben es inzwischen wieder verlassen. Deshalb haben auch die Deutschen nun ihre Position angepasst. Der Drohnen-Vorschlag ist vom Tisch, ein neuer im Entstehen:

Um das Blutvergießen in Syrien zu stoppen, macht sich Merkel gemeinsam mit Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy für die Gründung einer Kontaktgruppe stark.

Eine Kontaktgruppe. Das wird’s bringen. Ganz sicher. Die Kontaktgruppe Syrien, die dann denn deadly crackdown überwacht, denn wenn der beendet ist, gibt’s auch kein Blutvergießen mehr, sondern Friedhofsruhe.

8. February 2012, 23.21 Uhr:

"Press Boom in Libya"

von Thomas von der Osten-Sacken

Erfreuliches aus Libyen:

The Libyan revolution sparked an unprecedented press boom, with youth activists issuing their own editions to chronicle the events of the war.

The media landscape, which has long been dominated by the state through the Public Press Authority, now boasts more than 300 dailies and weeklies. The editions range from political to literary and diverse.

In Benghazi alone, the cradle of the revolution, the number of newspapers reached 180. The number is more modest in Tripoli, with less than ten newspapers.

“The press shifted from a blocked space that was monopolised by the regime and limited by many caveats and multiple taboos, to broad horizons that know no boundaries – even to the point of chaos and randomness, in some cases,” Awad El Shaary, editor-in-chief of Tobruk al-Hurra, told Magharebia.

8. February 2012, 19.04 Uhr:

Steuert der Mossad die Anti-AKW-Bewegung?

von Jörn Schulz

Seltsame Dinge gehen in der Friedensbewegung vor sich. Gerade haben wir gelernt: „Teheran nimmt ein Recht für sich in Anspruch, das alle anderen Staaten dieser Welt auch haben: den atomaren Kreislauf zu schließen, um die Kernkraft zu zivilen (energetischen) Zwecken voll nutzen zu können. Genau das sieht auch der Atomwaffensperrvertrag vor.“

Und nun das: „Anti-Atomkraft-Initiativen aus aller Welt wollen in diesem Jahr den Uranabbau in den Mittelpunkt ihrer Proteste rücken. (…) An gemeinsam organisierten internationalen Aktionstagen soll eine weltweite Stilllegung der Uranindustrie gefordert, sollen die Machenschaften von Atomkonzernen wie Rosatom, Areva, RWE, E.on und Urenco aufgedeckt werden. Ein afrikanischer Atomkraftgegner wird auf einer Vortragsreise über die verheerenden Folgen des Uranabbaus informieren. (…) Die Stillegung der gesamten Nuklearindustrie hat eine internationale Urankonferenz gefordert (…) Ziel des Treffens war die bessere internationale Vernetzung und die Planung von Aktionen gegen den Abbau und die Anreicherung von Uran sowie gegen die Herstellung von Brennelementen.“

Weiterlesen.

Alireza Forqani, bis Januar 2012 Gouverneur der Insel Kish, hat in einem Beitrag für die iranische Nachrichtenagentur Alef einen Angriffskrieg gegen Israel religiös begründet. Er fordert die Regierung von Ahmadinejad auf, noch in ihrer Amtszeit bis 2014 Israel anzugreifen und zu zerstören. Der Iran könne mittels seiner Mittel- und Langstreckenraketen innerhalb von neun Minuten Israel gänzlich zerstören.

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7. February 2012, 23.33 Uhr:

Die Muslimbrüder und der Golf

von Thomas von der Osten-Sacken

Wer glaubt zwischen den Golfstaaten und den Muslimbrüdern herrsche ein gutes Verhältnis, täuscht sich. Eher das Gegenteil ist der Fall:

Unlike Western officials, no Gulf state representative has visited the Brotherhood in Egypt (although Qatar’s emir did visit Field Marshal Hussein Tantawi last May). Nor have Gulf officials received representatives from the Brotherhood in their countries.

Warum man der Bruderschaft so skeptisch bzw. ablehnend gegenübersteht erklärt Sultan al-Qassemi in Al Masry al-Youm. Dabei benötigt Ägypten dringend weitere Investionen und Finanzhilfen der reichen Golfstaaten, schließlich steht das Land kurz vor dem Staatsbankrott.

7. February 2012, 14.50 Uhr:

War is evil, but ...

von Thomas von der Osten-Sacken

In der taz von heute erklärt Micha Brumlik einmal mehr, was man auch schon im Falle des Irakrieges von der deutschen Linken zu hören bekam, dass nämlich

Angriffe von außen nach wie vor das beste Mittel dar(stellen), eine unzufriedene und auseinanderfallende Bevölkerung dazu zu bringen, die Reihen wieder fest zu schließen.

Dass es bislang die Deutschen alleine waren, die bis in den Mai 1945 die Reihen schlossen, in anderen Ländern dagegen Menschen sich ganz anders verhalten haben, wenn es zum Krieg kam, hätte man allerspätestens 1991 wissen können, als etwa im Irak Millionen von Menschen die Chance nutzen und gegen Saddam Husseins Regime rebellierten, sich nicht etwa gegen die Amerikaner wandten, sondern diese um Hilfe baten.

Warum im Iran nun es anders sein sollte, ist eine gute Frage, die sich in einem  Plädoyer gegen die herrschende westliche Appeasementpolitik auch Nial Ferguson stellt:

Please send me a list of all the regimes of the past 60 years that have survived such military humiliation. Saddam Hussein’s survival of Gulf War I is the only case I can think of—and we got him the second time around.

Ferguson macht sich für einen Militärschlag gegen das iranische Nukelarprogramm stark. Warum, begründet er in wenigen Worten:

The single biggest danger in the Middle East today is not the risk of a six-day Israeli war against Iran. It is the risk that Western wishful nonthinking allows the mullahs of Tehran to get their hands on nuclear weapons. Because I am in no doubt that they would take full advantage of such a lethal lever. We would have acquiesced in the creation of an empire of extortion.

War is an evil. But sometimes a preventive war can be a lesser evil than a policy of appeasement. The people who don’t yet know that are the ones still in denial about what a nuclear-armed Iran would end up costing us all.

Einer, der offenbar noch ganz “in denial” ist, heißt Micha Brumlik und schreibt in der taz Aufsätze, warum der Iran auf gar keinen Fall angegriffen werden sollte.

Gerade hat der oberste Führer (www.leader.ir) des Iran, das just for the record, einmal mehr klar gemacht, was sein Endziel ist:

A website with close ties to Iran’s supreme leader Ayatollah Ali Khamenei has outlined why it would be acceptable to kill all Jews and annihilate Israel.

Conservative site Alef has published a doctrine detailing why the destruction of the nation and the slaughter of all its people would be legally and morally justified. It warned that the chance to remove the ‘corrupting material’ of Israel must not be lost - and that it would only take nine minutes to wipe it out.

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