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Kürzliche Beiträge
8. Januar 2012, 14.44 Uhr:

"Turkey’s arresting machine gone mad"

von Thomas von der Osten-Sacken

Mustafa Akyol in der Hurriyet über die neueste Verhaftungswelle in der Türkei:

A friend of mine is a lawyer at the Istanbul Bar Association. He is Kurdish but not a Kurdish nationalist. He is religiously conservative but also politically liberal. And, most importantly, he is a very honest man.

“Turkey’s legal system is simply scandalous,” he said to me over coffee a few weeks ago. And then he explained: “Both prosecutors and judges love arresting people. I have seen judges who said, ‘Well, let me put the suspect in jail first, and I will think about it later.’ Then, after many months, the judge thinks, ‘Since I put the man in jail for so long, it will be bizarre not to give him a sentence.’ Then the poor suspect gets sentenced for nothing!”

Such episodes are perhaps the most evil manifestations of Turkey’s arresting machine, but its mundane results are also terrible. According to the figures given by the Human Rights Association (of Turkey), 42 percent of all the 128,000 inmates in Turkish prisons are not convicts but arrested suspects. Other figures indicate most suspects in Turkish courts are acquitted at the end of the trials. In other words, tens of thousands of citizens spend time in jail for nothing.

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5. Januar 2012, 12.40 Uhr:

Solidarität mit den Schlächtern!

von Thomas von der Osten-Sacken

Treu wird sich die bundesdeutsche Linke auch 2012 bleiben und erklärt deshalb gleich zu Beginn des Jahres ihre feste Entschlossenheit, geschlossen an der Seite der “Achse des Widerstandes” stehen zu wollen:

Wir fordern, daß die Bundesregierung

– die Embargomaßnahmen gegen den Iran und Syrien bedingungslos und sofort aufhebt;

– klarstellt, daß sie sich an einem Krieg gegen diese Staaten in keiner Weise beteiligen und die Nutzung deutscher Einrichtungen für eine Aggression durch USA und NATO nicht gestatten wird;

– sich auf internationaler Ebene für die Beendigung der Politik der Erpressung und Kriegsdrohung gegen den Iran und Syrien einsetzt.

Das iranische und syrische Volk haben das Recht, über die Gestaltung ihrer politischen und gesellschaftlichen Ordnung allein und souverän zu entscheiden. Die Erhaltung des Friedens verlangt es, daß das Prinzip der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten konsequent eingehalten wird.

4. Januar 2012, 21.00 Uhr:

Öl und islamistische Diktatur im Iran

von Wahied Wahdat-Hagh

Seit einigen Jahren warnt der Iran vor einer Blockade des Persischen Golfes. Eine solche Blockade würde vor allem der iranischen Wirtschaft schaden. Es geht weniger um die Vernichtung des äußeren “Feindes", denn dies würde einem selbstmörderischen Krieg gleich kommen. Vielmehr geht es dem iranischen Regime um die Eliminierung der inneren “Feinde", d.h. um die Eliminierung der Demokratiebewegung.

Diese alten Warnungen des iranischen Regimes sind aus Anlass der US-amerikanischen Sanktionspolitik erneut ausgesprochen worden. Dieses Mal gerieten sie in die Medien. Der Iran verband diese Warnungen tatsächlich mit Manövern der Marine und Tests von Marschflugkörpern (Qadr und Nasr) sowie Raketen (Nur und Mehrab).

Iranische Regierungsstellen behaupten, dass es sich teils um Langstreckenraketen gehandelt habe. Das Seemanöver wurde “Velayat 90″ genannt. Nach dem islamischen Sonnenkalender leben wir im Jahr 1390, und Velayat ist eine Anspielung auf die absolute Herrschaft des Klerus (Velayat e-Faqih). Die militärische Machtdemonstration soll die Stabilität der Herrschaft des Staatsklerus demonstrieren.

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4. Januar 2012, 00.19 Uhr:

Besatzung und gewaltfreier Widerstand

von Thomas von der Osten-Sacken

In der Hamas streiten sie sich gerade, ob man denn aus taktischen Gründen ein bisschen auf Gewalt verzichten sollte oder nicht. Die einen sagen, ja, machen wir jetzt mal, die anderen sagen, nein auf keinen Fall. Und letztere haben durchaus überzeugende Argumente auf ihrer Seite:

Under a reconciliation deal between the factions signed in May, officials called for a unified “national strategy,” and Fatah officials say that Hamas chief-in-exile Khalid Mashaal agreed to adopt non-violent popular action in favor of armed struggle.

But in comments to Ma’an late Monday, senior Hamas official in Gaza Zahhar stressed the situation in the Gaza Strip is different to the occupied West Bank.

“Against whom could we demonstrate in the Gaza Strip? When Gaza was occupied, that model was applicable,” Zahhar said.

Seit aber Gaza nicht mehr besetzt, sondern von der Hamas regiert wird, täte sich dort gewaltloser Widerstand wohl  gegen die Regierung, also die Hamas richten. Und das will man natürlich nicht, also schießt man lieber Raketen  auf  israelische Kindergärten, weil das Land auf dem die stehen ja, anders als der Gazastreifen, noch besetzt ist.

3. Januar 2012, 18.21 Uhr:

„The labor battle continues“

von Jörn Schulz

Zum nahenden Jahrestag der Revolution fasst die ägyptische Tageszeitung al-Masry al-Youm die Entwicklung der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung zusammen: „The success of the 25 January uprising in toppling Hosni Mubarak was made possible by industrial actions in key sectors of the Egyptian economy, not exclusively by the popular occupations of Tahrir and other city squares.” Die bedeutendste Errungenschaft ist der neue Gewerkschaftsverband: “Established on the fifth day of the revolution, the EFITU now has an estimated membership of more than 1.6 million workers, employees, and pensioners. Well over 100 independent unions, syndicates and professional associations have emerged since the revolution.”

Das Militär versucht, die Bewegung zu bremsen: „The issuing of a new law criminalizing strikes, the forceful dispersal of strikes by hired thugs and security forces, and the referral of striking workers to military tribunals (…), the ruling authorities’ failure to issue the new trade union legislation, and as a result, the non-recognition of independent unions. There are also neglected labor rights, unpaid bonuses, mass lay-offs, factory closures, and lockouts.” Die strikten Gesetze werden jedoch nur selektiv angewandt: „Several hundred strikes — well over 200 — have been reported throughout the country, along with thousands of labor protests, marches, hunger-strikes, occupations, sit-ins and sleep-ins.”

Auf betrieblicher Ebene konnten viele Verbesserungen erkämpft werden, die allgemeinen Forderungen, unter anderem nach einer Erhöhung des Mindestlohns auf 1200 Pfund (etwa 150 Euro), blieben unerfüllt. Auf Initiative von Gewerkschaftern annullierten die Gerichte die Privatisierung von fünf Betrieben.

 

2. Januar 2012, 10.38 Uhr:

"We want our rights as workers"

von Thomas von der Osten-Sacken

Auch das ist das neue Libyen. Wann hat es in Tripolu wohl den letzten Streik der Hafenarbeiter gegeben?:

Port workers in Libya’s capital Tripoli went on strike on Sunday to demand better working conditions and government investment to fix major damage caused by war and decades of negligence.  (…)

“We are not asking for extra money,” said Adel al-Tomi, 43, an administrative clerk who has been working at the port for 15 years. “We want the company to take care of the port. We want our rights as workers, we want a place to hide from the cold and the heat.”

30. Dezember 2011, 11.53 Uhr:

The Power of Music

von Thomas von der Osten-Sacken

Die Macht der Musik, ein Bild, aufgenommen im Oktober im umkämpften libyschen Siirte:

Ein Interview mit dem Photographen gibt es hier.

Siehe auch: “We know how to make Freedom”

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