Schlüppis
Kürzliche Beiträge
26. März 2012, 10.46 Uhr:

IRNA über das ZDF-Interview mit Ahmadinejad

von Wahied Wahdat-Hagh

Die staatliche Nachrichtenagentur des Iran IRNA hat am 21. März das Interview des ZDF Journalisten Claus Kleber mit dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinejad kommentiert. Das Interview wird als ein Erfolg für den iranischen Präsidenten gefeiert. Im Folgenden wird der Artikel dokumentiert:

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25. März 2012, 17.33 Uhr:

Die PKK droht für Assad der Türkei

von Thomas von der Osten-Sacken

Martialische Schlagzeile: Kurd militants threaten Turkey if it enters Syria

Bei den militants handelt es sich um die PYD, bzw. PKK, die sich gerade einmal wieder vorzüglich gut mit dem Regime in Damaskus und dessen Mentoren in Teheran versteht und deshalb auch sukzessive in Syrisch Kurdistan ihre Kontrolle ausbaut. Auf Kosten natürlich der restlichen kurdischen Opposition, die den Sturz des Regimes in Damaskus befürwortet.

So droht der ganze Konflikt in Syrien nicht nur in einen sunnitisch-schiitischen zu transformieren, einen regionalen Stellvertreterkrieg, sondern auch noch zu einem blutigen innerkurdischen zu werden. Hier die PKK, der Iran und Syrien, dort die Türkei, die sich hilfesuchend an die irakischen Kurden wendet.

25. März 2012, 15.00 Uhr:

Unzufrieden mit der jüdischen Gemeinde in Teheran

von Thomas von der Osten-Sacken

Neues vom March nach Jerusalem, der auch von den Mavi Marmara Kämpfern Norman Paech und Annette Groth unterstützt wird:

The Islamic regime in Tehran was not satisfied with the public support the Iranian Jewish community’s was forced to confer on the Global March to Jerusalem for which Iran is recruiting Islamists worldwide. Now, the event’s organizers, Majlis Speaker Hossein Sheikh-ol-Eslam and Salim Ghafouri, have ordered the community to send a Jewish delegation to march with the Islamist groups in Lebanon, debkafile’s Iranian sources disclose.
The delegations are scheduled to mass on the Lebanese and Jordanian borders with Israel and at West Bank and Gaza checkpoints on March 30, when Israeli Arabs mark Earth Day every year. (…)

Last week, Jewish leaders were obliged to sign a declaration of solidarity with the Global March and condemnation of Israel. The text put before them for signing was as follows: We the Jews of Iran strongly condemn the barbaric crimes of the occupation regime in Palestinian and declare the Zionist state in violation of the principles of Our Teacher Moses and the Will of God. We are totally at one with the aspirations of the heroic Palestinian people.”
Signed: Dr. Syamak Mare Dedeq, Jewish Member of Parliament, and Rabbi Mashallah Golestani-Nejad, described as the Chief Rabbi of Iran.

(Die Juden für den Frieden aus Deutschland, die das ganze Unterfangen unterstützen, also die Damen und Herren Hecht-Galinsky, Langer und Moskovitz unterschreiben ähnlich lautende Statements, das unterscheidet sie von der jüdischen Gemeinde im Iran, übrigens auch ganz freiwillig.)


22. März 2012, 22.04 Uhr:

Du sollst nicht vergleichen

von Thomas von der Osten-Sacken

Mahmoud Ahmendinejad kommentiert die Ereignisse von Toulouse:

Nun läßt sich die Bluttat von Toulouse ohnedies nicht mit der Tragödie von Gaza vergleichen, denn das wäre tatsächlich eine ungeheure Verharmlosung israelischer Kriegsverbrechen.

War nur nicht der iranische Präsident, sondern ein Kommentator der linken deutschen Tageszeitung Junge Welt.

Den Kollegen vom Neuen Deutschland dagegen gelingt das Kunststück, in ihrem heutigen Artikel über die Ereignisse in Toulouse mit keinem einzigen Wort auch nur zu erwähnen, dass Mohammed Merah gezielt vier Juden ermordet hatte. Dafür treibt sie eine ganz andere Sorge um:

Tatsächlich ist nach der Mordserie von Toulouse und Montauban die Furcht unter den Muslimen im Lande groß, dass sie noch mehr als bisher mit rassistischer Ablehnung konfrontiert sein werden.

Auf die Idee, Juden in Frankreich könnten nach den Morden um ihr Leben bangen, kommt man bei der Sozialistischen Tageszeitung erst gar nicht. Oder wenn, verschweigt man es lieber, könnte ja der Islamophobie Vorschub leisten oder den Eindruck erwecken, man halte es mit Israel. (Dessen Existenz, man muss es lobend erwähnen, ausgerechnet Susanne Knaul - wenn auch mit zusammengebissenen Zähnen -  heute fast verteidigt und dabei beweist, dass sie vom Nahostkonflikt doch irgendwie mehr verstanden hat, als man sonst den Eindruck hat, wenn man ihre Kommentare liest)

Aber vielleicht handelte der Täter ja gar nicht aus antisemitischem Motiv heraus? Fragt sich jedenfalls Deutschlands bedeutetenster Antisemitismusforscher:

Wir wissen ja noch nicht einmal, ob die Morde wirklich ein antisemitisches Motiv hatten, oder die Opfer von einem Terroristen zufällig ausgewählt worden sind. Beim Amoklauf in Oslo gab es schnell ein Bekennerschreiben. Der Attentäter Anders Breivik hatte eine Ideologie, für die er mordete. Die fehlt uns in Toulouse noch.

Weil ja zu den 9/11 Anschlägen, denen in Madrid und Bali, Dar-es Salam und so weiter bislang auch die Bekennerschreiben fehlen, wissen wir schließlich bis heute nicht, ob das World Trade Center nicht ganz zufällig ausgewählt wurde und ob es sich überhaupt um einen Terroranschlag gehandelt hat.

21. März 2012, 19.16 Uhr:

Wenn Fayyad es ernst meinen sollte

von Thomas von der Osten-Sacken

Man kann nur hoffen, dass dies eine Erkenntnis mit Folgen sein wird und nicht nur eine Bemerkung, die aufgrund äußeren Drucks gemacht wurde. Denn wäre sie wirklich ernst gemeint, als erstes müsste die PNA sich ausdrücklich gegen den Global March to Jerusalem positionieren und seine Teilnehmer, die sich gerade in Teheran angehört haben, dass der Holocaust eine Lüge und Israel ein zu vernichtendes Krebsgeschwür sei (die Namen der deutschen Unterstützer dieses Unternehmens findet man hier), als “Extremists” bezeichnen, die besser gleich alle im Iran bleiben sollten:

Extremists must stop using the Palestinian cause to justify their acts of violence, Palestinian Prime Minister Salam Fayyad said on Wednesday after a deadly attack on a French Jewish school.

“It is time for these criminals to stop marketing their terrorist acts in the name of Palestine and to stop pretending to stand up for the rights of Palestinian children who only ask for a decent life,” the Palestinian premier said in a statement.

20. März 2012, 14.30 Uhr:

Eigentlich nicht so kompliziert

von Thomas von der Osten-Sacken

Dass, wenn nur Saudi Arabien, Katar und irakische Sunniten die syrische Opposition mit Waffen und Losgistik unterstützen, Islamisten und nicht etwa andere Teile der Opposition unterstützt werden, ist eigentlich nicht sonderlich schwierig zu begreifen. Nur scheint diese Tatsache noch immer weder in Washington noch in  europäischen Hauptstädten  irgend eine Rolle zu spielen:

Geheimdienstler warnen seit Monaten, der Norden Syriens habe ein historisch gewachsenes Potential für islamistischen Extremismus. Da keinerlei militärische Hilfe von westlichen Staaten im Aufstand gegen Assad zu erwarten sei, so ein ehemaliger israelischer Geheimdienst-Mitarbeiter vor wenigen Wochen gegenüber “Welt Online", seien Islamisten nun in der Lage, die Situation im Land für sich zu nutzen.

Al-Qaida könne versuchen, an Einfluss zu gewinnen. “Sie erklären den Kampf gegen Assad zum Dschihad", so der Geheimdienstler, “und ziehen damit auch ausländische Terroristen an.”

“Ein paar Autobomben und eine Gruppe von Selbstmordattentätern, das ist alles was es braucht um die syrische Revolution vom Kurs abzubringen", warnte Ende Februar ein Kommentator in der arabischen Tageszeitung al-Hayat.

Auf der anderen Seite schicken die Russen nun offenbar Antiterroreinheiten, um Assad beizustehen. Sie werden damit Kämpfer der Hizbollah und iranische Revolutionsgardisten verstärken, die ebenfalls an der Niederschlagung des Aufstandes beteiligt sind. Saudi Arabien wiederum hat angekündigt nun Waffen an die Opposition (an wen kann man oben nachlesen) zu schicken.

Und Europa? Wird weiter warnen, dass eine Intervention in Syrien zum Bürgerkrieg führen könnte. Appelle  von jenen Syrern, die ohnmächtig zuschauen müssen, wie die Islamisten die Überhand in der Opposition gewinnen, weil sie Geld und Waffen bekommen, werden weiter ungehört verklingen. Deshalb an dieser Stelle ein kleiner Rat: Zypern, also die EU, sind gerade einmal 80 km von der syrischen Küste entfernt. Ein paar zehnatusend syrische Flüchtlinge vor Larnaca und schon wird was passieren. Versprochen.

20. März 2012, 13.08 Uhr:

Will der globale Marsch nach Jerusalem „Märtyrer“ schaffen?

von Wahied Wahdat-Hagh

„Ich hoffe, dass dieser Marsch eine Bewegung schafft, die das zionistische Regime stürzt.“ Dieser Satz stammt von Hussein Scheich ul-Islam. Er ist der Direktor der iranischen Organisation des Marsches nach Jerusalem.

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