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Kürzliche Beiträge
26. Januar 2012, 18.56 Uhr:

Atomkraft? Ja bitte! Aber nur im Iran

von Jörn Schulz

Das ist die Parole des Bundesausschusses Friedensratschlag, des wohl repräsentativsten Gremiums der Friedensbwegung: „Anerkennung des Rechts auf Weiterentwicklung des zivilen Atomprogramms des Iran und dessen internationale Kontrolle (gemäß Atomwaffensperrvertrag).“ Das mit der Kontrolle hat bislang nicht so recht geklappt. Aber was soll’s. „Teheran nimmt ein Recht für sich in Anspruch, das alle anderen Staaten dieser Welt auch haben: den atomaren Kreislauf zu schließen, um die Kernkraft zu zivilen (energetischen) Zwecken voll nutzen zu können. Genau das sieht auch der Atomwaffensperrvertrag vor. Das muss uns nicht gefallen - zumal wir spätestens seit Fukushima wissen, dass auch die zivile Nutzung der Kernkraft lebensbedrohend und letztlich eben nicht beherrschbar ist.“

Aber – nein, kein aber. Obwohl das einzige iranische Atomkraftwerk (Bushehr) in einem Erdbebengebiet steht und es angesichts der politischen Verhältnisse allein im Ermessen des Regimes liegt, welche Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden. Ein Atomunfall würde auch die Wasserversorgung mehrerer Golfstaaten gefährden, die Meerwasserentsalzungsanlagen nutzen. Wenn die im Normalbetrieb eines Atomkraftwerks in der Umgebung von Krümmel die Leukämierate bei Kindern erhöht, dürfte das in Bushehr nicht anders sein. Aber für den Frieden müssen offenbar Opfer gebracht werden.

Das militärische Atomprogramm des Iran geht noch auf den Schah zurück, der sich in den siebziger Jahren in die euroäische Urananreicherung einkaufte. Das AKW Bushehr sollte ursprünglich von der Siemens-Tochterfirma KWU gebaut werden, wegen der Machtübernahme der Ayatollahs kam das Geschäft nicht zustande, der Reaktordruckbehälter gammelte jahrelang auf einem Kai des Hamburger Hafens vor sich hin. Die Anlage wurde dann von der russischen Rosatom gebaut. Kritiker warnen: “Bushehr (…) was built by ‘second-class engineers’ who bolted together Russian and German technology from different eras (…), it has ‘no serious training program’ or a contingency plan for accidents.” Womöglich können die Iraner die Straße von Hormuz auch ohne Marineeinsatz dauerhaft blockieren.

„Den atomaren Kreislauf zu schließen“, also Brennstoffherstellung, Wiederaufarbeitung und „Entsorgung“ selbst zu übernehmen, statt das alles für ungleich weniger Geld von der an Auftragsmangel leidenden Nuklarindustrie anderer Länder erledigen zu lassen, ist ökonomisch unsinnig. Der Iran hat in der Urananreicherung bereits gewaltige Überkapazitäten, die mit den schon aus finanziellen Gründen völlig unrealistischen Plänen für den Bau weiterer AKW gerechtfertigt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

26. Januar 2012, 15.52 Uhr:

Iranischer Antisemitismus auf Deutsch

von Wahied Wahdat-Hagh

Die Propaganda des iranischen Regimes zielt nicht nur auf die eigene Bevölkerung. Der Sender „Islamic Republic of Iran Broadcasting“ (IRIB) kann weltweit empfangen werden, er sendet in deutscher und in weiteren 26 Sprachen. Das deutsche Programm von IRIB zeichnet sich durch antisemitische Hetze aus. IRIB hat einen Sitz im Bundespressehaus Berlin.
Der islamistische Antisemitismus ist ein Bestandteil der iranischen Herrschaftsideologie. Auch in Deutschland leben Islamisten, German-IRIB bietet ihnen Hasspropaganda „Made in Iran“. Zu dieser Hasspropaganda gehören die Verherrlichung der terroristischen Gewalt, die als „Widerstand“ verbrämt wird, ferner die Leugnung des Holocaust, um Israel und die westlichen Demokratien zu verteufeln und das Existenzrecht Israels in Frage zu stellen.

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24. Januar 2012, 18.14 Uhr:

Repräsentanten Gottes

von Thomas von der Osten-Sacken

Salafitische Agbeordnete im ersten frei gewählten (oder bestenfalls doch nur halbwegs frei gewählten) ägyptischen Parlament:

23. Januar 2012, 14.54 Uhr:

Ägypten vor dem Bankrott?

von Thomas von der Osten-Sacken

Spengler in der Asiatimes mit den neuesten ökonomischen Daten aus Ägypten:

Investors bought less an a third of the 3.5 billion Egyptian pounds (US$580 million) worth of Treasury bills offered to the market on January 22, a red flag warning that Egypt’s foreign exchange position is close to the brink.

Yields on Egyptian government debt maturing in nine months jumped to nearly 16%, but the government could not place its local-currency debt to Egyptian investors, even at that exorbitant rate.

This is a new and ominous decline in the financial position of the most populous Arab country. (…)

Egypt faces a disaster of biblical proportions, and the world will do nothing about it. Officially, Egypt’s foreign exchange reserves fell by half during 2011, including a $2.4 billion decline during December - from $36 billion to $18 billion, or about four months of imports.

22. Januar 2012, 12.44 Uhr:

Nur den Propheten zitiert

von Thomas von der Osten-Sacken

Der Mufti von Jerusalem hat offen zum Judenmord aufgerufen. Aber er weiß sich eloquent zu verteidigen, das nämlich sei nicht seine eigene Ansicht, er habe nur den Propheten zitiert:

Sheikh Muhammad Hussein denied inciting the murder of Jews, saying he was just quoting the Islamic text. “I can’t change the Hadith,” he added.

Nun ist es an den “Islam ist Toleranz”-Experten, uns zu erklären, dass der Mufti sich in seiner Religion a) nicht auskenne und b) die entsprechende Hadith eigentlich etwas ganz anderes meint und außerdem ganz klar zwischen Zionisten und Juden unterscheidet.

20. Januar 2012, 22.43 Uhr:

Eine Exekution alle acht Stunden ....

von Thomas von der Osten-Sacken

International Campaign for Human Rights in Iran has revealed that the authorities are on an execution spree arranged by the country’s intelligence and security agencies. About one person is hanged every eight hours since the start of 2011. People executed were either convicted of violent crimes or belonged to minority groups.

Quelle

19. Januar 2012, 17.47 Uhr:

Iran droht mit asymmetrischen Krieg und weltweiten Terror

von Wahied Wahdat-Hagh

In einer Studie der wissenschaftlichen Abteilung des Majless, des iranischen Pseudo-Parlaments, die im Januar 2012 erschien, wird vor den iranischen Reaktionen im Fall eines Konflikts mit dem Westen gewarnt. Die Autoren der Studie gehen auf das 10tägige militärische Manöver ein, das der Iran zu Beginn der Weihnachtszeit im vorigen Jahr durchführte. Schon der Termin des Manövers sollte eine Warnung sein, denn es begann just am 24. Dezember und endete am 3. Januar 2012.

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