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Kürzliche Beiträge
14. Dezember 2016, 17.13 Uhr:

Zustimmendes Schweigen

von Thomas von der Osten-Sacken

Was Avi Issacharoff ueber die Haltung der US-Administration schreibt, gilt gleichermassen fuer alle anderen Regierungen im so genannten Westen. Oder: Wer schweigt und nichts tut, stimmt zu.

Nicht zu reden vom deutschen Aussenministe, der erst erklaert, Iran und Russland muessten nun einsehen, dass dieser Konflikt sich nicht militaerisch loese lasse und dann, er wolle mit seinen russischen und iranischen Amtskollegen telefonieren.

Derweil gehen die Kaempfe unvermindert weiter, nicht von dem Waffenstillstand oder den Evakuierungen, von denen noch heute morgen die Rede war. (Wie es in den jenen letzten Strassenzuegen ausschaut, die noch nicht von syrischen Truppen, Hizbollah und anderen schiitischen Milizen erobert wurden, und in denen sich offenbar 60.000 Menschen aufhalten,  kann man in diesem kurzen Video sehen)

The brutalities being committed by the Shiite militias, the Syrian Army, Hezbollah and the Russian air force can only be described as war crimes. But such Western rhetoric isn’t particularly threatening to Damascus or Moscow, given Washington’s ongoing impotence. The Shiites, Syrian Army and Russia are the ones carrying out the massacres, but responsibility also lies partially with the American administration, which failed to provide effective military support to the less extreme opposition forces. Now the Obama administration is watching the unfolding of an unprecedented massacre, even by Middle East standards, committed on the basis of religious origin, and still stands idly by, doing nothing.

Damascus will benefit most from the reconquest of Aleppo, but Moscow and Tehran will also be greatly boosted. President Bashar Assad will hail his grand victory, but he knows that without Russian and Iranian support, he and his supporters would have been forced to seek refuge in Russia or Iran long ago. For Tehran, Aleppo constitutes a dramatic victory, in contrast to its failure to achieve decisive success in other parts of Syria.


14. Dezember 2016, 14.00 Uhr:

Aleppo. Das Grab

von Bernd Beier

„Aleppo, Grab des internationalen Rechts, der Uno, des Minimums an Anstand und Menschlichkeit“ – das ist die Überschrift des jüngsten Editorials von Le Monde.

So beginnt es: „Die Putin-Assadsche Ordnung herrscht in Aleppo. Die wichtigste Hochburg der Rebellion war am Dienstag, den 13. Dezember, auf dem Weg, unter den Schlägen der russischen und syrischen Flugzeuge zu fallen, unter dem Granatenhagel der Armee ebenso wie unter den Sturmangriffen der vielen schiitischen Milizen – der libanesischen der Hizbollah über die irakischen bis zu den afghanischen -, die von iranischen und russischen Offizieren angeleitet werden.“ So geht es weiter: „Dieser Sieg ist nicht allein, unbestreitbar, der von Wladimir Putin, er ist auch der Sieg der Islamischen Republik Iran, die eine Politik der Implantation in der arabischen Welt verfolgt, voller Konsequenzen und Spannungen.

Einen Glückwunsch gibt es hingegen auf dem Titelblatt des britischen Morning Star („For peace and socialism“) vom Dienstag, der  schrieb:

„Final liberation of Aleppo is in sight“.

Die erste Ausgabe des Morning Star erschien am 1. Januar 1930 unter dem Namen Daily Worker, gegründet von der britischen KP. Vermutlich verwechselt das Blatt Putin mit Stalin, aber sein Agitprop ist seit Stalins Zeiten nicht besser geworden.

12. Dezember 2016, 22.42 Uhr:

Die ersten Massenexekutionen

von Thomas von der Osten-Sacken

Vae Victis:

2h2 hours ago

BREAKING: 60 members of opposition executed in : Syrian Observatory -


12. Dezember 2016, 20.53 Uhr:

Auf Wiedersehen aus Aleppo

von Thomas von der Osten-Sacken

Letzte Tweets aus Aleppo. Und waehrend Mr. Alhamdo und andere sich aus der Truemmerwueste verabschieden, setzte das Regime heute offenbar erneut Giftgas in Hama ein.

 

12. Dezember 2016, 17.38 Uhr:

Ostaleppo kurz vor Eroberung

von Thomas von der Osten-Sacken

Es ist nur noch eine Frage von Stunden, hoechstens Tagen, bis Ostaleppo, oder was davon noch uebrig ist, von Assads Truppen und Verbuendeten erobert sein wird:

A Reuters journalist in the government-held zone said the bombardment of rebel areas of the city had continued non-stop overnight, and a civilian trapped there described the situation as resembling “Doomsday".

“The battle in eastern Aleppo should end quickly. They (rebels) don’t have much time. They either have to surrender or die,” Lieutenant General Zaid al-Saleh, head of the government’s Aleppo security committee, told reporters in the recaptured Sheikh Saeed district of the city. (…)

“People run from one shelling to another to escape death and just to save their souls … It’s doomsday in Aleppo, yes doomsday in Aleppo,” said Abu Amer Iqab, a former government employee in the Sukkari district in the heart of the rebel enclave.

State television footage from Saliheen, one of the districts that had just fallen to the army, showed mounds of rubble and half-collapsed buildings, with bodies still lying on the ground and a few bewildered civilians carrying children or suitcases.


12. Dezember 2016, 16.20 Uhr:

Lebanon: 'First step to abolish marriage rape law'

von Thomas von der Osten-Sacken

Nachdem verschiedene Frauen- und Menschenrechtsgruppen Druck ausgeuebt hatten, soll dieses Gesetz nun endlich abgeschafft werden:

Lebanese lawmakers on Wednesday took the first step to overturn a law that allows rapists to avoid punishment if they marry their victims. The move came a day after protesters wearing fake-blood-stained wedding gowns confronted lawmakers just steps away from Parliament in the capital Beirut.

After a scheduled review of Article 522 of the penal code, Lebanese Prime Minister Saad Hariri tweeted that a parliamentary committee had agreed to push forward with a plan that would abolish the law.
Article 522 states that if a man rapes an unmarried woman he can avoid prosecution for the crime if he marries the victim.
12. Dezember 2016, 10.17 Uhr:

Kriegsverbrecher unter Asylbewerbern

von Thomas von der Osten-Sacken

Aus der Presse:

Die Syrische Menschenrechtsliga, deren Vorsitzender Abdulkarim al-Rihawi seit knapp einem Jahr in Frankfurt am Main lebt, hat der deutschen Polizei in den letzten Wochen vier Listen mit 150 Verdächtigen übergeben, die er und seine Kontaktleute in Syrien recherchiert haben. Die meisten sollen den gefürchteten Shabiha-Schlägertrupps des Regimes angehört, Massaker begangen, Gefangene hingerichtet oder Häftlinge zu Tode gefoltert haben. (…)

Syrische Aktivisten wie Abdulkarim al-Rihawi und Omar al-Khatib, der in Berlin auf seiner Website „Das sind Verbrecher, keine Flüchtlinge“ Beweise gegen kriminelle Asylwerber dokumentiert, sprechen von mindestens 5000 solchen Fällen in Europa, die Hälfte davon in Deutschland. Die sogenannten Shabiha sind die brutalsten Schergen des Diktators und werden von zwei Assad-Cousins kommandiert. Auf das Konto dieser Todesschwadrone gehen bestialische Gemetzel an der Zivilbevölkerung wie im Mai 2012 in dem Dorf Houla, im August 2012 in Darayya und im Mai 2013 in Baniyas, wo insgesamt mehr als 500 Männer, Frauen und Kinder ermordet wurden. In ihren Reihen sind vor allem ehemalige Schwerkriminelle sowie Angehörige der alawitischen, aber auch der christlichen Minderheit, die das Regime für weitgehend loyal hält.

Ihre alten Facebook-Seiten haben die in Europa untergetauchten Kriegsverbrecher mittlerweile gelöscht, auf denen sie stolz mit ihren Waffen vor Assad-Porträts oder inmitten von Ermordeten posieren. Viele tragen jetzt falsche Namen. „Es kursieren Tausende falsche Pässe, weil das Regime mitmacht“, weiß Abdulkarim al-Rihawi. „Aber wir kennen die Leute von Fotos, wir können sie identifizieren und ihren Untaten zuordnen.“

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