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Kürzliche Beiträge
3. April 2016, 10.20 Uhr:

Air France: Stewardessen gegen Kopftuchzwang

von Thomas von der Osten-Sacken

Gastbeitrag von Andreas Benl

In Frankreich bahnt sich ein ungewöhnlicher Arbeitskampf an: nachdem Air France die Wiederaufnahme regelmäßiger Flüge nach Teheran in diesem Monat angekündigt hat, weigern sich die Gewerkschaften der Flugbegleiterinnen, eine von der Fluglinie für Iranflüge geplante Arbeitsuniform mit obligatorischem Kopftuch zu akzeptieren. Ein Nachhall jener Zeiten, als es gerade in Frankreich selbstverständlich war, nach Khomeinis Machtergreifung die iranischen Frauen im Kampf gegen den Schleierzwang zu unterstützen. Unter diesen hat der Widerstand der französischen Flugbegleiterinnen bereits Widerhall gefunden.

Air France stewardesses, furious at being ordered to wear headscarves in Tehran, say they will refuse to fly to the Iranian capital when the airline resumes the service later this month.  Female members of flight crews have been ordered to cover their hair once they disembark in Tehran and unions are demanding that the flights be made voluntary for women. …

Another union representing flight crews, UNAC, has written to the minister for women’s rights and families, Laurence Rossignol, complaining about the headscarf order.

Ms Rossignol, who describes herself as “a feminist with a modern vision of the family”, was herself embroiled in a row over headscarves last month prompted by Marks and Spencer’s decision to sell the burkini, or full body swimsuit. Women who wear veils or Islamic headscarves, she said, were like “negroes who supported slavery”.

Françoise Redolfi of the UNSA union said Air France had told staff it was restoring rules that applied before 2008, when Air France discontinued flights to Iran as the country’s relations with western nations deteriorated over concerns that it was seeking to develop nuclear weapons.

“The general environment now is much more sensitive,” she said. “Many female members of flight crews have informed us that it is out of the question that they be obliged to wear headscarves. It is not professional and they see it as an insult to their dignity.”

1. April 2016, 14.55 Uhr:

Palmyra

von Thomas von der Osten-Sacken

Zwei Stellungnahmen zu Palmyra.

Die erste stammt von Götz Aly:

Ich finde, Soldaten der syrischen Regierung befreiten Palmyra mit russischer Hilfe, und freue mich darüber.

Die zweite von Mohamed Alkhateb:

We, the people of Palmyra, consider both Isis and Assad to be criminals. Both commit crimes against humanity, kill innocent people and destroy cities and historical relics. Both displace hundreds of thousands of innocent citizens through their actions. Both detain, torture and kill political activists like me.
Palmyra has not been liberated. It has just been transferred from one tyranny to another.
Our message to the West and to the international community is this: don’t act as though you are blind to Assad’s crimes. As you penalise Isis, you must penalise Assad’s regime in equal measure. He is the essence of the problem in Syria - and both him and Isis are the enemies of normal Syrian people.

30. März 2016, 11.09 Uhr:

Rohanis Absage

von Thomas von der Osten-Sacken

Gastbeitrag von Stephan Grigat

Die österreichische Staatsspitze ist reichlich konsterniert: Nur wenige Stunden vor seinem Staatsbesuch in Wien hat der Präsident des iranischen Terrorregimes seine Visite abgesagt, gegen die eine Kundgebung in unmittelbarer Nähe der Hofburg angekündigt war. Zwar befindet sich bereits ein Teil der Wirtschaftsdelegation in der Stadt, aber nachdem nun die politische Delegation weggefallen ist, wird es wohl auch nicht zur Unterzeichnung der anvisierten 15 Absichtserklärungen kommen. Offiziell wurden “Sicherheitsgründe” für die Brüskierung des österreichischen Bundespräsidenten angegeben, der sich ausdauernd um den Besuch Rohanis bemüht hatte und dafür massiv kritisiert wurde; und über die innenpolitischen Hintergründe der ausgesprochen kurzfristigen Absage kann man nur spekulieren. Offenbar aber wollte die iranische Seite ihr Demokratieverständnis gleich mit nach Österreich importieren: Als einen wichtigen Grund für Rohanis Rückzieher nennt die Tageszeitung “Die Presse” auf ihrer heutigen Titelseite die angekündigten Proteste, deren Absage das Mullah-Regime gefordert habe:

“"Wie ‘Die Presse’ erfuhr, könnte das mit Demos gegen den Besuch zusammenhängen, die für heute Vormittag von Kurdengruppen, dem Bündnis STOP THE BOMB, der Israelitischen Kultusgemeinde und anderen am Heldenplatz angekündigt waren. Und so hieß es, die Iraner hätten ‘ultimativ’ noch am Dienstagmorgen gefordert, die Demos nicht zuzulassen, aber Österreich habe auf die Demonstrationsfreiheit verwiesen.”

Der Korrespondent von BBC Persian TV berichtet auf Twitter angesichts der Weigerung der österreichischen Behörden, nun auch noch das Demonstrationsrecht in Europa in vorauseilendem Gehorsam gegen die Ajatollahs aufzuheben:
“It appears their ties to ‘Zionists’ are more important than that with #Iran ,” Iranian source tells me”

25. März 2016, 23.54 Uhr:

Noch ein Freitag in Syrien

von Thomas von der Osten-Sacken

Auch an diesem Freitag gab es wieder Dutzende Demonstrationen in Syrien. Gegen das Assad Regime, gegen den IS und gegen die Al Nusra Front. Kenan Rahmani dokumentiert sie fortlaufend auf Facebook.

25. März 2016, 20.41 Uhr:

Coole Libyer

von Thomas von der Osten-Sacken

Aus einem Album von Aufnahmen aus Benghazi vom 24. März 2016:

25. März 2016, 17.53 Uhr:

#RouhaniNotWelcome

von Thomas von der Osten-Sacken

Gastbeitrag von Stephan Grigat

Nun ist es soweit: Nachdem der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer den iranischen Ajatollahs unmittelbar nach dem Abschluss des desaströsen Atomdeals in Teheran die Aufwartung gemacht hatte, kommt nun Hassan Rohani zum lange ersehnten Gegenbesuch nach Wien und wird bei der Gelegenheit auch gleich an einem groß aufgezogenen österreichisch-iranischem Forum in der Wirtschaftskammer teilnehmen. Ein von der Platform STOP THE BOMB initiiertes Bündnis aus jüdischer Gemeinde, kurdischen Organisationen, antifaschistischen Gruppen und anderen ruft am Mittwoch, den 30.3. um 10:00 zum Protest am Heldenplatz auf:

“Hassan Rohani ist kein ‘moderater Hoffnungsträger’, sondern das freundliche Gesicht des Terrors. Seit seiner Präsidentschaft werden im Iran deutlich mehr Menschen hingerichtet als unter seinem Vorgänger Ahmadinejad. Das iranische Regime rüstet massiv auf und finanziert weiterhin antisemitische Terrororganisationen wie Hisbollah und Hamas. In Rohanis und Khameneis Iran finden staatliche Festivals zur Holocaust-Leugnung statt, auf Homosexualität steht die Todesstrafe, Frauen werden brutal unterdrückt, und die Vernichtungsdrohungen gegen Israel werden permanent wiederholt. In Irans Krieg für Syriens Assad starben bereits Hunderttausende. Wenn Bundespräsident Heinz Fischer dem iranischen Präsidenten den roten Teppich ausrollt, und wenn europäische Firmen mit dem Regime der Ajatollahs Geschäfte treiben, legitimieren und finanzieren sie antiisraelische Hetze, Homophobie und islamistischen Terror!

· Solidarität mit Israel – gegen jeden Antisemitismus!
· Solidarität mit der säkularen Opposition – für einen freien und demokratischen Iran!”

24. März 2016, 12.35 Uhr:

Chios

von Thomas von der Osten-Sacken

Folgen des sog. Flüchtlingsdeals:

Die auf Chios im Hotspot Vial inhaftierten Menschen begannen am gestrigen Nachmittag einen Protest. Ihnen wurde der Kontakt mit Aussenstehen verboten, ihre Handys konfisziert. So blieben ihnen nur ihre Stimmen, um Freiheit zu fordern.

Der UNHCR und Medicines Sans Frontiers haben Vial inzwischen verlassen und ihre Kooperation in diesem Zusammenhang aufgekündigt.

Am Nachmittag wurde Aktivist_innen polizeilich verboten mit den Inhfatierten im Hotspot Vial zu sprechen oder sich nur in der Nähe aufzuhalten.  Ihnen wurde mit Repression gedrohnt. Durch ein Gespräch mit dem Norwegian Refugee Council, der letzten Organisation, die im Hotspot selbst tätig war, er fuhren sie, dass auch der NRC seine Arbeit dort einstellt hat:

„there is nobody inside Vial, apart from the refugees. Police has also left. The refugees are fighting inside and there are protests and the police is afraid of the violence.“

Aktuell befinde sich keine zuständige Person mehr im Hotspot, die für die Versorgung der Inhaftierten garantiere. Die Situation sei außer Kontrolle und immer noch sei keine Presse vor Ort, um dies zu dokumentieren.

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