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Kürzliche Beiträge
26. Dezember 2016, 08.56 Uhr:

Syrien: Wie es 2011 anfing

von Thomas von der Osten-Sacken

Wie der Aufstand in Syrien 2011 anfing, haben die meisten längst vergessen. Es waren ein paar Jugendliche, die ein paar Graffitis an Wände sprühten. Diese Geschichte erzählt Mark MacKinnon, denn:

(This) graffiti has had an effect on our world similar to the assassin’s bullet fired in Sarajevo at the outbreak of the First World War. Without Naief’s act of teenage impetuousness – and the Assad regime’s violent reaction to it – would the extremist caliphate have been declared? Would the refugee crisis be on the scale it is now? Would the United Kingdom – spurred by campaign posters of streams of refugees heading north – have voted to leave the European Union? Would the anti-immigrant message of Donald Trump – who has spoken, without evidence, of possible “Trojan horses” among the Syrian refugees accepted into the United States – have resonated quite so deeply with the American electorate?

25. Dezember 2016, 09.05 Uhr:

Weihnachten im Irak

von Thomas von der Osten-Sacken

Ein Bericht aus dem weihnachtlichen Bagdad:

With every year, Christmas in Baghdad is marked with more festivities than the year before. Is this merely a celebration of joy or a deep expression of solidarity with the threatened Christian minority?

Commercial streets such Karada, al-Mansour, Palestine and Zaytouna are adorned with Christmas trees and Santa Claus. Zawraa park in the center of the capital is hosting a giant Christmas tree, offered by one of the businessmen, while commercial malls and stores are displaying trees that are bigger than usual.

Sama mall, a large shopping complex in the Karada area, set up a 7-meter-high (23 feet) tree, while displaying toys and New Year’s decorations for sale.

In this context, Sama mall staff officer Ammar Hussein said the sales are high despite the declining purchasing power given the financial crises and the austerity plan by the Iraqi government.

“Muslims are buying Christmas trees among other related goods. The shops are frequented by both the poor and the rich,” Hussein told Al-Monitor, stressing that “Muslims love to share this holiday season with their compatriots” and the “injustices done to the Christians are not caused by Muslims but by those who hate Iraq.”

Mohammed and his veiled wife, Umm Youssef, were among the buyers in the mall. They purchased a small Christmas tree and some gifts and took pictures with their children in front of the giant tree.

“This is the most joyful time of the year,” Mohammed told Al-Monitor. “We do not need proof of coexistence. We are one people. We like to celebrate Christmas like the rest of the Islamic holidays,” Umm Youssef said.

23. Dezember 2016, 14.17 Uhr:

Ein folgenloses Eingeständnis

von Jungle World

In Kürze endet die Amtszeit der UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon. Nun hat er eingeräumt, dass seine Organisation voreingenommen gegenüber Israel ist. Dieses Eingeständnis kommt allerdings nicht nur spät, es wird auch ohne Konsequenzen bleiben.

Gastbeitrag  von Alex Feuerherdt, Mena-Watch

Wenige Tage vor dem Ende seiner zweiten und letzten Amtsperiode als Generalsekretär der Vereinten Nationen am 31. Dezember wartete Ban Ki-moon mit einer Überraschung auf: Der Südkoreaner, der am 1. Januar 2007 den Posten des obersten Verwaltungsbeamten der Uno bezogen hatte, räumte in einer Erklärung an den UN-Sicherheitsrat ein, dass die Weltorganisation gegenüber Israel voreingenommen ist. Jahrzehnte von „politischen Manövern“ hätten zu einer „unverhältnismäßig hohen Zahl an Resolutionen, Berichten und Konferenzen“ geführt, deren Gegenstand die Kritik am jüdischen Staat war, sagte der 72-Jährige. In vielen Fällen habe das nicht der „palästinensischen Sache“ gedient, sondern vielmehr „die Vereinten Nationen daran gehindert, ihre Aufgabe effektiv zu erfüllen“. Eine Voreingenommenheit gegen Israel dürfe es bei der Uno nicht geben.

Das waren ungewohnte Töne, und der israelische UN-Botschafter Danny Danon zeigte sich dann auch zufrieden mit dem Eingeständnis des scheidenden Generalsekretärs. Ban Ki-moon habe „die eindeutige Wahrheit ausgesprochen, dass die Scheinheiligkeit der Vereinten Nationen gegenüber Israel im vergangenen Jahrzehnt alle Rekorde gebrochen hat“, sagte Dannon. In diesem Zeitraum habe die UNO sage und schreibe 223 Resolutionen gegen Israel verabschiedet, während beispielsweise das syrische Regime, das in den vergangenen sechs Jahren seine Bürger massakriert habe, nur in acht Resolutionen verurteilt worden sei. Und das sei „absurd“, so der Botschafter. Er hoffe darauf, dass Bans Nachfolger, der Portugiese António Guterres, daran arbeiten wird, an der Voreingenommenheit der UNO gegenüber dem jüdischen Staat etwas zu ändern.

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22. Dezember 2016, 15.30 Uhr:

Der Iran terrorisiert die internationale Gemeinschaft

von Jungle World

Iranische Führer beanspruchen den militärischen Sieg in Aleppo für sich. Der oberste Militärberater von Ayatollah Ali Khamenei prahlte damit, dass die Streitkräfte des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad es ohne Unterstützung aus Teheran nicht geschafft hätten, die besetzte Stadt zurückzuerobern. „Aleppo wurde dank eines Bündnisses zwischen dem Iran, Syrien, Russland und der libanesischen Hisbollah befreit“, sagte Seyed Yahya Rahim-Safavi (Guardian, 14.12.2016).

Gastbeitrag von Ely Karmon, Mena-Watch

Laut Steffen Seibert, Sprecher von Bundeskanzlerin Angela Merkel, hat das Regime Verbrechen im belagerten Norden der syrischen Stadt begangen. Dazu gehören Misshandlungen, Folter sowie das Verhungernlassen und das wahllose Töten von Zivilisten. „Wir wissen, dass iranische Kämpfer sowie vom Iran finanzierte schiitische Milizen daran beteiligt waren“, sagte Seibert.

Der Rechtsberater der syrischen Oppositionsfraktion Osama Abu Zayd sagte, dass der iranische Befehlshaber in Syrien ein Evakuierungsabkommen für Aleppo behindere. „Es ist eindeutig, dass die Russen es nicht schaffen, dass der Iran den Deal einhält“, und iranische Milizen und die Hisbollah bombardieren vier Stadtviertel von Aleppo, die noch von der Opposition gehalten werden (AP). Die Zukunft wird zeigen, ob der Iran – und ebenso Russland – von der internationalen Gemeinschaft für die massiven humanitären Verbrechen verantwortlich gemacht wird, die seine Truppen und Vertreter während dieses langen Bürgerkriegs in Syrien begangen haben.

Während sich die USA, der Westen und der Großteil der internationalen Gemeinschaft auf die Bedrohung konzentrierten, die vom sunnitisch-dschihadistischen Terrorismus des IS und von Al-Qaida ausgeht, wurde nur wenig über die mögliche Bedrohung geschrieben und diskutiert, die schiitische Dschihadisten darstellen, welche seit den 1980ern auf der Weltbühne in Erscheinung treten. Zahlreiche ehemalige schiitische Kämpfer aus Syrien und dem Irak konnten sich auf den fünf Kontinenten ausbreiten und vom Iran in seiner Offensive zur Erlangung von regionaler Vorherrschaft und internationalem Einfluss benutzt werden.

Tausende Kämpfer der Hisbollah und aus dem Irak, Afghanistan und Pakistan wurden vom Iran rekrutiert, finanziert und mit Waffen ausgestattet, um in Syrien, im Irak und auch im Jemen zu kämpfen. Im August 2016 gründete die iranische Revolutionsgarde die schiitische Befreiungsarmee (SLA), angeführt von General Qassem Soleimani, Kommandeur der Quds-Einheit. Ihr vorrangiges Ziel ist der Kampf in arabischen Ländern, und ihre Mitglieder wurden massgeblich unter nicht-iranischen schiitischen Muslimen aus aller Welt rekrutiert.

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22. Dezember 2016, 12.35 Uhr:

Der gelebte Multilateralismus kommt zu sich selbst

von Thomas von der Osten-Sacken

Es dürfte die wohl erste Gipfelkonferenz zum Nahen Osten sein, zu der kein Vertreter der USA noch einer westeuropäischen Regeirung geladen sind. Oder anders ausgedrückt: Der Multilateralismus, der so vehement jahrelang gefordert wurde, kommt nun zu sich selbst:

Russia, Iran and Turkey met in Moscow on Tuesday to work toward a political accord to end Syria’s nearly six-year war, leaving the United States on the sidelines as the countries sought to drive the conflict in ways that serve their interests.

Secretary of State John Kerry was not invited. Nor was the United Nations consulted.

With pro-government forces having made critical gains on the ground, the new alignment and the absence of any Western powers at the table all but guarantee that President Bashar al-Assad will continue to rule Syria under any resulting agreement, despite President Obama’s declaration more than five years ago that Mr. Assad had lost legitimacy and had to be removed.

18. Dezember 2016, 06.48 Uhr:

Fussballfans im Iran protestieren gegen Syrienpolitik ihres Regimes

von Thomas von der Osten-Sacken

Keineswegs ist es so, dass die möderische Politik des iranischen Regimes im Land nur auf Zustimmung stößt:

Iranian soccer fans have protested the ongoing massacre perpetrated by the Assad regime in Aleppo during a game in the southwestern Iranian province of Khuzestan. Soccer fans brandished placards reading ‘’Aleppo is disappearing,'’ ‘’We stand with the people of Aleppo,'’ while the crowd also shouted slogans against the Assad regime. On the other hand, Iranian state TV stopped the live broadcast of the soccer game between Traktorsazi and Sepahan teams, played in the northwestern Azerbaijani-majority city of Tabriz, after home team Traktorsazi’s fans chanted pro-Turkey slogans.

Quelle:,http://www.dailysabah.com/football/2016/12/17/iranian-fans-protest-assad-regime-over-aleppo-massacre

16. Dezember 2016, 16.28 Uhr:

Russisch-iranische Differenzen

von Jungle World

Die einen wollten mehr Massaker:

Syrian media sources said that General Javad al-Ghafari, commander of the Revolutionary Guards and 16 IRGC-backed Shiite militias wants to kill all those who are still trapped in eastern Aleppo, which is hampering the completion of the operation aiming to evacuate the rest of the civilians and fighters.

The sources said that General Ghafari has been in conflict with the Russians since the beginning; since he didn’t want civilians and opposition fighters to evacuate the besieged neighborhoods.

He hindered the Russian-Turkish agreement, where Iranian media had started to attack Russia in line with talks about this agreement.

Iranian media hinted about a conflict of interest between the two sides in Syria.

Derweil stockt die Evakuierung der in Ostaleppo verbleibenden Rebellen und Zivilisten. Einer der wenigen Journalisten, die noch von vor Ort berichten,Zouhir_Al Shimale, schreibt:

Thousands waiting to be evacuated but the sectarian militants prevented us after they took.all of our money and told us to go back

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