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Kürzliche Beiträge
16. Dezember 2016, 16.28 Uhr:

Russisch-iranische Differenzen

von Jungle World

Die einen wollten mehr Massaker:

Syrian media sources said that General Javad al-Ghafari, commander of the Revolutionary Guards and 16 IRGC-backed Shiite militias wants to kill all those who are still trapped in eastern Aleppo, which is hampering the completion of the operation aiming to evacuate the rest of the civilians and fighters.

The sources said that General Ghafari has been in conflict with the Russians since the beginning; since he didn’t want civilians and opposition fighters to evacuate the besieged neighborhoods.

He hindered the Russian-Turkish agreement, where Iranian media had started to attack Russia in line with talks about this agreement.

Iranian media hinted about a conflict of interest between the two sides in Syria.

Derweil stockt die Evakuierung der in Ostaleppo verbleibenden Rebellen und Zivilisten. Einer der wenigen Journalisten, die noch von vor Ort berichten,Zouhir_Al Shimale, schreibt:

Thousands waiting to be evacuated but the sectarian militants prevented us after they took.all of our money and told us to go back

14. Dezember 2016, 21.24 Uhr:

Mit den Siegern in Teheran feiern

von Thomas von der Osten-Sacken

Just for the record, damit nachher niemand sage, er habe es nicht gewusst. Die Sieger im Kampf um Aleppo sind gekuert, sie wissen es, sie prahlen mit ihrem Sieg.

In Aleppo hat die Islamische Republik Iran gesiegt, haben die Hizbollah und radikale islamistische schiitische Milizen gesiegt. Gut organisierte Islamisten haben, weil sie aus Russland unterstuetzt wurden, ueber weit weniger gut organisierte Islamisten gesiegt, denn zuletzt bestanden die bewaffneten Rebellenverbaende in Aleppo eben zu grossen Teilen aus Islamisten.

Das war nicht immer so. Aber es spielt auch keine Rolle, denn auch wenn die Verteidiger Ostaleppos aus den wackersten saekularen Sozialdemokraten bestanden haetten, sie waeren eingestampft worden. Denn sie stellten die Macht Assads in Frage, dessen Regime fuer den Iran und seine Nahostpolitik von existentieller Bedeutung ist.

Wenn der Iran jetzt einen Sieg ueber den Westen, die USA und Europa feiert, so hat er voellig Recht. Dies ist sein Sieg.

Angeschlagen und mit Massendemomstrationen konfrontiert war das Regime in Teheran 2009 kurz davor zu stuerzen … vor allem dank der Politik Obamas und der EU, dank der Unterstuetzung aus Russland, und weil es willens ist, so viel Blut zu vergiessen, wie eben noetig ist, um sich am Ruder zu halten, also notfalls auch sehr sehr viel Blut, kann es sich heute feiern.

Und es gibt viele, die heute den Sieg der Islamischen Republik mitfeiern sollten, naemlich alle, die irgendwie mit ermoeglicht haben, was in Syrien geschah und geschieht. Nur jetzt nicht die Korken knallen lassen, sondern manierlich zu einem Glas Tee greifen (Nicht die Sieger veraergern bitte): Die (sunnitischen) Islamisten in Aleppo sind naemlich besiegt.

Iranian leaders have claimed a military victory in Aleppo, with the Ayatollah Ali Khamenei’s chief military aide boasting that Syrian president Bashar al-Assad’s forces would have been unable to retake the besieged city without support from Tehran.

“Aleppo was liberated thanks to a coalition between Iran, Syria, Russia and Lebanon’s Hizbollah,” said Seyed Yahya Rahim-Safavi. “Iran is on one side of this coalition which is approaching victory and this has shown our strength. The new American president should take heed of the powers of Iran.”

Iran’s defence minister called his Syrian counterpart to congratulate him and Mohsen Rezaie, a former commander of Iran’s Revolutionary Guards, wrote on Instagram that Iran’s aim was to cleanse “terrorists and Takfiris [apostates]” from Syria and Iraq.

The parliamentary speaker, Ali Larijani, also congratulated Assad’s government, saying that US and British policies had hit a dead end in Syria, Iraq, Libya and Yemen.
The comments underline the key role played by Iranian-backed Shia militias – but they also signalled a new phase in the power struggle for Syria’s second city, the fate of which will largely determine who wins the war.



14. Dezember 2016, 17.14 Uhr:

'Israel in 25 Jahren vernichtet'

von Jungle World

Gastbeitrag von Kazem Moussavi

Der Vernichtungsantisemit Ali Khamenei sagte am Mittwoch bei seinem Treffen mit Ramazan Abdullah, dem Generalsekretär des terroristischen Palästinensischen Islamischen Jihad (PIJ): “Das zionistische Regime wird in nächsten 25 Jahren mit – unserem – Kampf und der Einheit nicht mehr existieren.

Khamenei drohte kurz nach dem Deal: “So Gott will, wird es in 25 Jahren kein zionistisches Regime mehr geben und bis dahin wird die heroisch kämpfende jihadistische Moral den Zionisten keine Ruhe lassen.“ 10.9. 15

Khamenei: “The only way to liberate the holy city of al-Quds is struggle and resistance, and other solutions are useless and futile. (…) Despite being engaged in certain regional issues, the Islamic Republic has always announced explicitly that Palestine is the number one issue in the Muslim world and has fulfilled its obligations in this regard.(…) as one of the main challenges facing the region, warning that the Palestinian issue could be further sidelined due to current crises created by the Takfiris.” 15.12.

14. Dezember 2016, 17.13 Uhr:

Zustimmendes Schweigen

von Thomas von der Osten-Sacken

Was Avi Issacharoff ueber die Haltung der US-Administration schreibt, gilt gleichermassen fuer alle anderen Regierungen im so genannten Westen. Oder: Wer schweigt und nichts tut, stimmt zu.

Nicht zu reden vom deutschen Aussenministe, der erst erklaert, Iran und Russland muessten nun einsehen, dass dieser Konflikt sich nicht militaerisch loese lasse und dann, er wolle mit seinen russischen und iranischen Amtskollegen telefonieren.

Derweil gehen die Kaempfe unvermindert weiter, nicht von dem Waffenstillstand oder den Evakuierungen, von denen noch heute morgen die Rede war. (Wie es in den jenen letzten Strassenzuegen ausschaut, die noch nicht von syrischen Truppen, Hizbollah und anderen schiitischen Milizen erobert wurden, und in denen sich offenbar 60.000 Menschen aufhalten,  kann man in diesem kurzen Video sehen)

The brutalities being committed by the Shiite militias, the Syrian Army, Hezbollah and the Russian air force can only be described as war crimes. But such Western rhetoric isn’t particularly threatening to Damascus or Moscow, given Washington’s ongoing impotence. The Shiites, Syrian Army and Russia are the ones carrying out the massacres, but responsibility also lies partially with the American administration, which failed to provide effective military support to the less extreme opposition forces. Now the Obama administration is watching the unfolding of an unprecedented massacre, even by Middle East standards, committed on the basis of religious origin, and still stands idly by, doing nothing.

Damascus will benefit most from the reconquest of Aleppo, but Moscow and Tehran will also be greatly boosted. President Bashar Assad will hail his grand victory, but he knows that without Russian and Iranian support, he and his supporters would have been forced to seek refuge in Russia or Iran long ago. For Tehran, Aleppo constitutes a dramatic victory, in contrast to its failure to achieve decisive success in other parts of Syria.


14. Dezember 2016, 14.00 Uhr:

Aleppo. Das Grab

von Bernd Beier

„Aleppo, Grab des internationalen Rechts, der Uno, des Minimums an Anstand und Menschlichkeit“ – das ist die Überschrift des jüngsten Editorials von Le Monde.

So beginnt es: „Die Putin-Assadsche Ordnung herrscht in Aleppo. Die wichtigste Hochburg der Rebellion war am Dienstag, den 13. Dezember, auf dem Weg, unter den Schlägen der russischen und syrischen Flugzeuge zu fallen, unter dem Granatenhagel der Armee ebenso wie unter den Sturmangriffen der vielen schiitischen Milizen – der libanesischen der Hizbollah über die irakischen bis zu den afghanischen -, die von iranischen und russischen Offizieren angeleitet werden.“ So geht es weiter: „Dieser Sieg ist nicht allein, unbestreitbar, der von Wladimir Putin, er ist auch der Sieg der Islamischen Republik Iran, die eine Politik der Implantation in der arabischen Welt verfolgt, voller Konsequenzen und Spannungen.

Einen Glückwunsch gibt es hingegen auf dem Titelblatt des britischen Morning Star („For peace and socialism“) vom Dienstag, der  schrieb:

„Final liberation of Aleppo is in sight“.

Die erste Ausgabe des Morning Star erschien am 1. Januar 1930 unter dem Namen Daily Worker, gegründet von der britischen KP. Vermutlich verwechselt das Blatt Putin mit Stalin, aber sein Agitprop ist seit Stalins Zeiten nicht besser geworden.

12. Dezember 2016, 22.42 Uhr:

Die ersten Massenexekutionen

von Thomas von der Osten-Sacken

Vae Victis:

2h2 hours ago

BREAKING: 60 members of opposition executed in : Syrian Observatory -


12. Dezember 2016, 20.53 Uhr:

Auf Wiedersehen aus Aleppo

von Thomas von der Osten-Sacken

Letzte Tweets aus Aleppo. Und waehrend Mr. Alhamdo und andere sich aus der Truemmerwueste verabschieden, setzte das Regime heute offenbar erneut Giftgas in Hama ein.

 

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