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Kürzliche Beiträge
13. August 2016, 12.59 Uhr:

Mehr als die Häfte aller tunesischen Frauen Opfer von Gewalt

von Thomas von der Osten-Sacken

Eine neue Studie und ein neues Gesetz aus Tunesien:

53 percent of all Tunisian women have suffered some form of street violence, the Minister of Women and Family Affairs told local radio ahead of a proposed bill to punish all acts of violence against women with a jail sentence.

Speaking on  Mosaique Fm today, Minister Samira Marai said that, in addition to those who have experienced violence in public spaces a further 78% had also suffered verbal abuse of one kind or another.

Under the new law, all forms of violence against women, including sexual harassment in public places, will be punishable by a fine and one year in prison.

In addition to punishments for violence, the bill also stipulates a sentence of 6 years (Article 227) for anyone found guilty of having sexual relations, (excluding acts, or threats of violence) with anyone under the age of 16. This sentence is reduced to five years should anyone be found guilty of having sexual relations under the same circumstances with another aged between 16 and 18. Under the Criminal Code, sentences are increased if the perpetrator is found to be a member of the family.

13. August 2016, 00.18 Uhr:

Manbij ist vom IS befreit

von Thomas von der Osten-Sacken

Nach monatelangen Kämpfen wurde die Stadt Manbij heute endgültig vom Terrorregime des islamischen Staates befreit:

Arab and Kurdish fighters from the Syrian Democratic Forces (SDF) announced the “liberation” of the northern city of Manbij on Friday, after months of fighting with the Islamic State group.

Und so wurde dort heute gefeiert (Mehr Bilder hier):

Nur, es gibt auch die Schattenseiten dieser Befreiung. Nicht nur ist Manbij entvölkert, teilweise zerstört, wie viele Zivilisten bei den Kämpfen zu Tode kamen, ist noch weitgehend unbekannt, sondern der IS verhält sich in der Niederlage ebenso brutal, wie in den Zeiten, als er sich in der Offensive befand. Und einmal mehr sind auf den syrischen Kriegsschauplätzen Zivilisten die Hauptleidtragenden:

Der Sprecher des Militärrates von Manbidsch sagte, der IS habe bei der Flucht bis zu 2.000 Bewohner der Stadt als Geiseln mitgenommen. “Wir haben nicht auf sie geschossen, weil sie Zivilisten als menschliche Schutzschilde dabei hatten.” Die Angaben wurden von der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte bestätigt.

11. August 2016, 18.15 Uhr:

Neuer Giftgasangriff in Aleppo

von Thomas von der Osten-Sacken

In Kürze wird der dritte Jahrestag des Giftgasangriffs auf die Ghoutas von Syrern begangen werden. Damals starben mehr als eintausend Menschen bei dem schlimmsten Angriff mit Nervengas seit der Bombardierung Halabjas durch Saddam Hussein.

Von roten Linien war die Rede, die ntürlich überschritten wurden, von einem Abkommen, dass Assad sein Giftgas vernichtet, an das er sich nicht hielt und die Ghoutas sind bis heute belagert.

Derweil geht auch der Einsatz von Giftgas weiter. Wie oft in den letzten drei Jahren Chlorin auf Zivilisten abgeworfen wurde? Auch hier hat man wohl aufgehört zu zählen, so wie die UN seit zwei Jahren einfach nicht mehr zählt, wie viele Menschen dem Krieg in Syrien täglich zum Opfer fallen.

A chlorine gas attack carried out by Syrian regime aircraft Wednesday night left two children and a woman dead in Aleppo’s Zabadieh neighborhood, according to multiple activist groups.

The gas, which has been used repeatedly by regime forces despite UN legislation prohibiting its weaponization, was released from canisters inside explosive barrel bombs dropped from a helicopter, the pro-opposition Shaam Network news site reported. In addition to the three deaths, many more civilians were said to have suffered intense breathing difficulties.

6. August 2016, 22.35 Uhr:

Befreit von Terroristen

von Thomas von der Osten-Sacken

Der Belagerungsring um Aleppo ist heute endgültig durchbrochen. Dazu schreibt der syrische Oppositionelle Kenan Rahmani:

“Yes, the Aleppo siege has been broken.

We can celebrate now that 300,000 civilians in Aleppo are no longer under siege. After 30 days of siege, Syrian rebels (including ex-AQ) accomplished what the USA failed to get with weak diplomacy in Moscow. Armed groups in Syria understand the language of Russia and Assad better than President Obama.

And now we have to deal with a new tragedy: that the saviors of the people of Aleppo include among them a terrorist group, and that this terrorist group did more to help the besieged, starved Syrians in Aleppo than the entire international community could do with all of its laws and diplomacy.

Think about that.”

4. August 2016, 19.17 Uhr:

Kalifat, PC und Jihad

von Bernd Beier

Unter dem Titel „The green pill: ‚Political correctness’ and jihad“ hat der US-amerikanische linke Autor Ross Wolfe einen Auszug aus der neuesten Ausgabe der Propagandapostille Dabiq des “Islamischen Staats” veröffentlicht und kommentiert: „Anscheinend denkt das sogenannte Kalifat, dass die westlichen Nationen in ihrem Imperialismus zu soft waren. Oder aber von Liberalismus und ’Political Correctness’ so korrumpiert, dass sie sich verpflichtet fühlten, sich Jahre später für ihre Missetaten zu entschuldigen.“

Das aber sei der Unterschied zwischen „Kreuzzüglern“ und „Mujaheddin“, ist in Dabiq zu lesen: “The clear difference between Muslims and the corrupt and deviant Jews and Christians is that Muslims are not ashamed of abiding by the rules sent down from their Lord regarding war and enforcement of divine law. So if it were the Muslims, instead of the Crusaders, who had fought the Japanese and Vietnamese or invaded the lands of the Native Americans, there would have been no regrets in killing and enslaving those therein. And since those mujahidin would have done so bound by the Law, they would have been thorough and without some ‘politically correct’ need to apologize years later.”

In Gottes Namen und zur Durchsetzung des göttlichen Gesetzes wäre die Geschichte nicht so glimpflich verlaufen, hätten „die Muslime“ a.k.a. Mujaheddin a.k.a. Soldaten des Kalifats ihren Verlauf bestimmt, heißt es sodann.

Also aufgepasst, Japaner! “The Japanese, for example, would have been forcefully converted to Islam from their pagan ways. Had they stubbornly declined, perhaps another nuke would change their mind.”

Aufgepasst, Vietnamesen! “The Vietnamese would likewise be offered Islam or beds of napalm.”

Aufgepasst, Native Americans! “As for the Native Americans: after the slaughter of their men, those who would favor smallpox to surrendering to the Lord would have their surviving women and children taken as slaves, with the children raised as model Muslims and their women impregnated to produce a new generation of mujahidin.”

Aufgepasst, Juden! “As for the treacherous Jews of Europe and elsewhere — those who would betray their covenant — then their post-pubescent males would face a slaughter that would make the Holocaust sound like a bedtime story, as their women would be made to serve their husbands’ and fathers’ killers.”

Aufgepasst, Afrikaner! „Furthermore, the lucrative African slave trade would have continued, supporting a strong economy.”

Und all das selbstverständlich nur aus Liebe: “All of this would be done, not for racism, nationalism, or political lies, but to make the word of Allah supreme. Jihad is the ultimate show of one’s love for his Creator”.

1. August 2016, 12.29 Uhr:

Warum iranische Männer Kopftuch tragen

von Thomas von der Osten-Sacken

Gastbeitrag von Felix Balandat, Mena-Watch

Seine Mutter musste nach der Iranischen Revolution 1979 den Hijab tragen, obwohl sie es nie wollte. In den heißen Sommern der Region Chuzestan am nordöstlichen Ufer des Persischen Golfs ging sie in ihrem schweren schwarzen Kleid einkaufen. Als sie wieder zu Hause war, hatte sie aufgrund der Hitze oft nicht einmal die Kraft, zu sprechen. Daran erinnert sich ein Mann, der anonym ein Bild von sich im Internet veröffentlicht hat. Es soll ihn in der Kleidung seiner verstorbenen Mutter zeigen. Nur sein Gesicht ist zu sehen.

men wearing hijab

Unter dem Hashtag #MenInHijab tauchen im Internet Fotos von iranischen Männern auf – bedeckt mit dem Hijab, der staatlichen verordneten Verschleierung für Frauen. „Sieht das nicht lustig aus? Versuch das mal 38 Jahre lang zu tragen“, schreibt ein Mann zu dem Foto, das ihn mit einem schwarz-weiß gemusterten Tuch zeigt. „Wenn du denkst, Frauen macht der Hijab nichts aus, trage mal selbst einen“, meint ein älterer Herr. „Meine sogenannte Ehre hat nichts mit dem Haar meiner Frau zu tun“, schreibt ein verhüllter Ehemann, der mit seiner unverhüllten Frau in die Kamera lächelt.

Die Kopftuchpflicht wird im Iran streng überwacht. „Der Hijab einer Frau ist die Ehre ihres Mannes“, lautet eine Parole auf Propaganda-Demonstrationen des iranischen Regimes. Wer sich in der Öffentlichkeit ohne Verhüllung zeigt und so, nach staatlicher Lesart, die Ehre des iranischen Mannes beschmutzt, kann mit bis zu zwei Monaten Haft bestraft werden. Eine Sittenpolizei ist für die Einhaltung dieser und anderer Scharia-Vorschriften zuständig. Doch die Bewegung „My Stealthy Freedom“ setzt ein Zeichen für weibliche Selbstbestimmung und freiheitliche Werte. Die Aktivisten veröffentlichen auf Facebook Fotos von iranischen Frauen, die sich ohne Kopftuch zeigen. Über eine Millionen Fans hat die Seite mittlerweile. Gründerin der Seite ist die iranische Journalistin Masih Alinejad, die in den USA lebt. Über die Plattform wird #MenInHijab verbreitet.

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1. August 2016, 11.23 Uhr:

Gegenoffensive in Aleppo

von Thomas von der Osten-Sacken

Unter Führung der al-Nusra Front, die sich erst kürzlich mit Billigung von Al Qaida von Al Qaida losgesagt ht, haben verschiedene Rebellengruppen in Aleppo eine Großoffensive gestartet um den Belagerungsring zu durchbrechen. Wie lange sie durchhalten werden - schließlich verfügen sie anders als ihre Gegner - über keine Luftunterstützung, ist allerdings fraglich.

Die Bewohner der von Rebellen gehaltenen Stadtviertel Aleppos unterstützen den Angriff, indem sie tausende von Reifen anzünden und, um so, wie sie sagen, eine eigene “No Fly Zone” zu schaffen.

Syrian rebels have launched an offensive aimed at breaking a government siege of eastern Aleppo, where the UN estimates some 300,000 people are trapped with dwindling food and medical supplies.

A rebel alliance that includes the Jabhat Fatah al Sham group - which was formerly the al-Qaeda linked Nusra Front - and the Ahrar al Sham group said it had taken army positions in the southwestern government-held parts of the city within the first few hours of launching a battle to break the siege imposed on rebel-held areas.

Al Jazeera Arabic’c Milad Fadel, who is embedded with Syrian rebels on the edge of Western Aleppo city, said the troops have been preparing for an extended military campaign.

“Regime forces have several lines of defense protecting Aleppo’s western neighborhoods. This battle could last several days, or maybe even weeks,” he said.

“They will first try to capture the nearby al-Hikmeh school, which is used by regime forces as a military unity. They will also try to capture nearby security points, advancing towards Aleppo’s western neighborhoods.”

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