Schlüppis
Kürzliche Beiträge
10. Juni 2014, 12.52 Uhr:

Den iranischen Antisemitismus ernst nehmen

von Thomas von der Osten-Sacken

Gastbeitrag von Stephan Grigat

 

Der US-amerikanische Historiker Jeffrey Herf, Autor von Nazi Propaganda for the Arab World und Koautor von Iran im Weltsystem. Bündnisse des Regimes und Perspektiven der Freiheitsbewegung, hat einen wichtiges Essay zum Antisemitismus des iranischen Regimes und der verfehlten Iran-Politik des Westens geschrieben. Das Bündnis STOP THE BOMB hat eine deutsche Übersetzung angefertigt: „Die Entscheidungsträger sind unwillig, radikalen Judenhass aufrichtig und offen zu erörtern, sofern er sich aus islamistischen Quellen speist… Die Islamische Republik Iran ist nach Hitlerdeutschland das erste Regime, für das der Antisemitismus das zentrale Element seiner Identität bildet.“

6. Juni 2014, 22.52 Uhr:

Sieger in Teheran

von Thomas von der Osten-Sacken

Teheran hat mal wieder eine Wahl gewonnen:

With Syrian President Bashar al-Assad winning a third term in office in an election denounced as a sham by the West, his chief ally, Iran, is trumpeting his victory as its own. Top Iranian officials have been celebrating not only the affirmation of Assad’s continued hold on power, but also the defeat it appears to signal for three years of U.S. policy in Syria, which has as its stated goal Assad’s fall.

Iran vowed early in the conflict that it would not permit Assad to fall, and it has so far delivered on its word, pumping billions of dollars into the Syrian economy and providing weapons and training to loyalist forces. Shiite militias from Iraq, funded and trained by Iran, have provided much-needed manpower, as has the Iran-backed Lebanese Shiite Hizbullah movement, which played a crucial role in turning back Syrian rebel advances over the past year.

6. Juni 2014, 13.05 Uhr:

Deutliche Botschaft aus Kafranbel

von Thomas von der Osten-Sacken

6. Juni 2014, 00.43 Uhr:

Neues Gesetz gegen 'Sexual Harassment' in Ägypten

von Thomas von der Osten-Sacken

Man soll sie erwähnen, die kleinen Fortschritte, die keineswegs kleine sind, so etwa dieses neue Gesetz in Ägypten:

A new anti-sexual harassment law was also passed as an amendment to the Egyptian penal code, presidential spokesman Ihab Badawi said on Thursday.

Mansour applied the amendment after it was approved by the cabinet a month ago and legally reviewed by the State Council.

The law imposes jail terms of no less than six months and/or fines of LE3,000 to LE5,000 ($419 to 700) on those who are found guilty of sexual harassment in public or private areas, with harassment defined as gestures or words or any modern means of communication, or any other action that carries sexual or pornographic hints.

If the harasser continues the action, essentially stalking the woman before being caught, he will be punished with no less than one year in jail and a fine from LE5,000 to LE10,000.

In case the offense is repeated over time, the maximum penalties of imprisonment and fines are doubled.

Another amendment of the law states a punishment of one year in jail and a fine of LE10,000 to LE20,000 for soliciting sexual conduct. (…)

Reacting to Mansour’s amendments on Thursday, Egypt’s National Council for Women (NCW) described the decision as “an honour” for Egyptian woman and an important step towards eliminate this shameful phenomenon.

“(The decision) reflects the keenness of the state and the interest in the protection of women and preservation of their rights,” the NCW statement said.

5. Juni 2014, 23.20 Uhr:

Ach, mal wieder Giftgas. Nichts weiter

von Thomas von der Osten-Sacken

Fast jeden Tag kommt in Syrien Giftgas zum Einsatz. Eigentlich keine Meldung mehr wert. Ist ja nur Giftgas, in Syrien. Und außerdem sterben täglich eh mehr Menschen von barrel bombs. Und wie vor einigen Wochen eine Mitarbeiterin der Hilfsorganisation Al Sareej bei einem Treffen in Beirut meinte:

“Giftgas ist schlimm, ja. Aber wenigstens srirbt man schnell davon. Barrel bombs töten langsamer und verbreiten mehr Terror. Eigentlich sollte man Assad bitten, öfter Giftgas und seltener Barrel Bombs gegen uns einzusetzen. Das ist Syrien 2014.”

Ganz Recht hat sie nicht, auch Giftgas tötet langsam:

A suspected chemical attack against the Damascus suburb of Irbin left two civilians dead and seven injured on Thursday, a local hospital reported.

According to a statement issued by the Surgical Hospital of Irbin, seven kilometers (4.3 miles) northeast of the capital, nine patients arrived at the hospital at noon suffering from symptoms of an “unknown gas poisoning.” Two of the patients were unconscious at the time of their arrival, and exhibiting severe symptoms including a bloating of the face and redness in the eyes.

The patients were hysterical upon regaining consciousness, suffering lack of sensation in the limbs, the statement said.

4. Juni 2014, 12.13 Uhr:

Rücktritt aus richtigen Gründen

von Thomas von der Osten-Sacken

Der ehemalige amerikanische Botschafter in Syrien, Robert Ford, erklärt, warum er von seinem Posten zurückgetreten ist: weil die syrische US-Politik eine einzige Katastrophe ist.

“I was no longer in a position where I felt I could defend the American policy,” he said. “We have been unable to address either the root causes of the conflict in terms of the fighting on the ground and the balance on the ground, and we have a growing extremism threat.”

Ford left Syria in February 2012 amid the escalating civil war. He remained ambassador until earlier this year; the embassy has been extremely active on social media.

Syria is holding presidential elections on Tuesday, but ballots are only being cast in areas controlled by President Bashar al-Assad, and his only two opponents were government-approved.

“There really is nothing we can point to that’s been very successful in our policy except the removal of about ninety-three percent of some of Assad’s chemical materials. But now he’s using chlorine gas against his opponents.”

31. Mai 2014, 17.28 Uhr:

Abgeordnete laden iranischen Botschafter nach Protesten aus

von Thomas von der Osten-Sacken

Gastbeitrag von Stephan Grigat

 

Für den Botschafter des iranischen Antisemitenregimes in Deutschland läuft es derzeit nicht gut. Nachdem sein Auftritt beim Business Forum Iran in Frankfurt kurzfristig durch die Absage der ganzen Veranstaltung verhindert wurde, hätte er als „Ehrengast“ in der Parlamentarischen Gesellschaft des Bundestages in Berlin am 4. Juni seinen großen Auftritt haben sollen. Die Veranstaltung war nicht öffentlich beworben worden. Doch nachdem das Bündnis STOP THE BOMB das Einladungsschreiben veröffentlicht hatte, auf dem neben der Stiftung für Grundwerte und Völkerverständigung 21 Bundestagsabgeordnete als Einladende aufgeführt waren, gab es massive Proteste. Nach einem Offenen Brief und einer Presseerklärung von STOP THE BOMB sowie mehreren Presseanfragen der Jungle World an die Abgeordneten und die Stiftung zeichnete sich ab, dass einige der Mandatare nichts von der Einladung wussten – und alles andere als glücklich damit waren. Volker Kauder distanzierte sich als Erster von der Hofierung von Attar und auch Landwirtschaftsminister Christian Schmidt von der CSU ließ wissen, er werde an der Veranstaltung auf keinen Fall teilnehmen. Freitag Nachmittag meldete Bild dann die Absage der Veranstaltung und bescherte den Veranstaltern einen ausführlichen Artikel, in dem ihnen ein „Peinlich-Eklat“ attestiert wurde. Der Beitrag geht auch auf das Einladungsschreiben zu dem „Kamingespräch“ ein, das sich liest, als wäre es vom iranischen Propagandaministerium verfasst worden.

 

Unklar bleibt die Rolle von Markus Potzel, dem Leiter des Mittelost-Referats im Auswärtigen Amt, der schon beim Business Forum Iran mit Attar hätte zusammentreffen sollen und beim „Kamingespräch“ mit einem Grußwort für den „Ehrengast“ in der Parlamentarischen Gesellschaft angekündigt war. Potzel war von 2000 bis 2004 Wirtschaftsreferent an der deutschen Botschaft in Teheran und hat sich bereits 2010 in einer Studie für die regierungsnahe Stiftung Wissenschaft und Politik für eine Intensivierung der Kooperation mit dem iranischen Regime stark gemacht. Insofern ist die Vermutung naheliegend, dass er die treibende Kraft bei den derzeitigen Bemühungen des Auswärtigen Amtes ist, dem iranischen Regime in Deutschland bei der Durchbrechung seiner Teilisolation unter die Arme zu greifen.

 

Für alle, die in der Zukunft gedenken Attar einzuladen, hielt Hiwa Bahrami, der Repräsentant der Demokratischen Partei Kurdistan Iran in Deutschland, in einer Stellungnahme zum nun abgesagten Plausch mit dem iranischen Botschafter nochmals fest: „Aktionen, die gezielt das iranische Regime in Deutschland salonfähig machen, sind kontraproduktiv und werden vom Regime in Teheran nur als Propagandamittel genutzt. Insbesondere jemand wie Attar, der in Iranisch-Kurdistan als Gouverneur von Sanandaj und Urmia in den 80er-Jahren für Massaker gegen kurdische Zivilisten verantwortlich ist, darf kein Gesprächspartner sein.” Bereits 2009, als die Heinrich-Böll-Stiftung den iranischen Botschafter nach Protesten wieder ausladen musste, hatte Bahrami gegenüber der Jungle World erklärt: „Die Sicherheitskräfte in Kurdistan begingen unter Sheikh Attar zahlreiche Verbrechen. Hunderte kurdische Aktivisten wurden gehängt oder auf offener Straße erschossen. Er beobachtete persönlich mehrmals, wie Pasdaran-Einheiten Menschen ermordeten und ihre Dörfer zerstörten.”

 

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