Vorsicht Volk!
Jungle World - shop
Kürzliche Beiträge
8. Mai 2015, 16.32 Uhr:

Massenproteste in Mahabad

von Thomas von der Osten-Sacken

Gastbeitrag von Kazem Moussavi

Die Kurden im Iran ist sind seit langem den regierenden Mullahs im Iran ein Dorn im Auge. Seit der Machtübernahme Khomeinis im Jahr 1979 sind die Kurden im Vielvölker-Staat Iran Vorreiter der Freiheitsbewegung im Lande. Sie fordern die Autonomie des kurdischen Gebietes in einem föderalen, demokratisch-säkularen Iran.

Nach der Niederschlagung der Demonstrationen der Bevölkerung im Sommer 2009 brennen nun die Straßen in Mahabad, einer der größten Städte Kurdistans im Westen Irans. Die Bewohner der Stadt Mahabad setzten das Hotel TARA in Brand, nachdem eine 25-jährige Angestellte des Hotels, Farinaz Khosravani, die von einem Agenten des Regimes sexuell attackiert wurde, sich durch den Sprung aus der vierten Etage des Hotels das Leben genommen hat. Es ist allgemein bekannt, dass sich in diesem Teil des Hotels Mitarbeiter des iranischen Geheimdienstes aufhalten, die regelmäßig Angestellte sexuell belästigen und vergewaltigen.

Wegen des grausamen Todes Khosravanis, der weniger ein Selbstmord als ein Mord ist, protestieren die Bewohner von Mahabad gegen die frauenverachtende Politik des religiösen Repressionsapparates im Iran.

Laut jüngsten Berichten haben die Sicherheitskräfte des Regimes bisher mehr als 50 Menschen verletzt und mindestens 30 Personen festgenommen. Einigen Berichten zufolge wurden zwei Menschen getötet.

Die Protestierenden haben die Bevölkerung Mahabads und anderer Städte Kurdistans für den heutigen Freitag zu Demonstrationen gegen die Brutalität der Polizei und der Basijies aufgerufen. Das Mullah-Regime hat daher bereits eine große Anzahl von Söldnern und Geheimdienstagenten aus den Städten Orumiyeh und Miandoab in und um Mahabad stationiert, um die Ausweitung der Widerstände über Mahabad hinaus zu verhindern.

Während in Mahabad ein militärischer Ausnahmezustand herrscht und seit Donnerstag Lehrerinnen und Lehrer im ganzen Land gegen die unerträgliche Lebenssituation ihrer Familien unter dem korrupten iranischen Bildungssystem protestieren, während Regimegegner verfolgt und ermordet werden und die prominente Menschen- und Frauenrechtsaktivistin Frau Narges Mohammadi willkürlich verhaftet wurde, befindet sich der iranische Ölminister Bijan Zanganeh, auf Einladung des deutschen Außenministers Walter Steinmeier zu Gast in Berlin.

Zanganehs Öl-Ministerium und dessen Tochter-Unternehmen befinden sich nach wie vor auf den Sanktionslisten der EU und der USA. Der ehemalige Revolutionsgardist Zanganeh wurde zuvor vom Stellvertreter der Bundeskanzlerin, Sigmar Gabriel empfangen. Es ist ein Skandal, dass weder Steinmeier noch Gabriel während ihrer Treffen mit Zanganeh öffentlich gegen Menschenrechtsverletzungen im Iran protestiert haben.

Allein diese Woche wurden dort elf Menschen hingerichtet, darunter Ali Yazdi und Zaher Malazehi im Gefängnis Karaj. Am Sonnabend soll die Beerdigung Farinaz Khosravanis stattfinden, ihre Familie wurde vom Regime davor gewarnt, der Auslandspresse Interviews zu geben, sonst würde sie die Konsequenzen zu tragen haben. Die Parole der Demonstranten lautet: “Wir sind alle Farinaz!” Dies ist ein Ruf nach Freiheit für alle Menschen im Iran!

 

7. Mai 2015, 23.26 Uhr:

Smoking and Drinking

von Thomas von der Osten-Sacken

Eine Studie ausTunesien:

A new study published by Assabah on Wednesday reveals the popularity of drugs in schools and educational institutions, showing that about 50 percent of students smoke marijuana and drink alcohol.

The study also showed that drugs are more popular among young people than any other age groups. Sixty percent of teenagers, aged between 13 and 18 years, use drugs, with a lower rate of 36.2 percent for those aged between 18 and 25 years. It seems that men aren’t the only users either: about 50 percent of students in secondary and high schools use drugs and drink alcohol, among them 40 percent are girls and 60 percent boys. Forty percent of girls studying in universities use drugs, as opposed to only 10 percent before the 2011 revolution.

5. Mai 2015, 21.46 Uhr:

Nasrallah redet Klartext

von Thomas von der Osten-Sacken

Während sich die Lage in Syrien für Assad und seine Verbündeten verschlechtert, redet Hassan Nasrallah Klartext:

Syrian President Bashar Assad and his regime cannot fall, Hezbollah leader Hassan Nasrallah has said, as it would also mean the fall of Hezbollah and the so-called axis of resistance, Lebanese newspaper Al Akhbar, a Hezbollah mouthpiece, reported Tuesday.

Nasrallah’s Lebanon-based organization has strong ties to the Syrian regime, and has dispatched its own fighters to join Assad’s battle against Syrian opposition forces seeking to oust him. Together with patron Iran, Syria and Hezbollah make up the axis of resistance, with the Islamic Republic providing weapons, training and financial support for its two proxies on Israel’s borders.

Und auch in Teheran macht man sich große Sorgen, vom neuen persischem Imperium und ähnlichem ist längst keine Rede mehr, ganz im Gegenteil scheint im Augenblick die sunnitische Konkurrenz in der Offensive:

Iran is very concerned about the situation in Syria. The military assistance it gives the Assad regime for its war against the rebels has turned out to be insufficient. Nor has Hizbullah’s role in fighting alongside the Syrian army stopped the rebels’ progress toward Damascus and the city of Latakia on the northern Syrian coast.

If the rebels’ advance toward Damascus from the east and north continues, Iran will have to intervene even more significantly to save Bashar Assad’s regime. According to various sources, Qatar has been able to persuade the new Saudi king, Salman bin Abdulaziz, to forge a new alliance with Turkey and Qatar that will strongly support the Islamist rebel coalition against the Assad regime.

2. Mai 2015, 23.52 Uhr:

Auf Platz Eins

von Thomas von der Osten-Sacken

Der Iran hat es an die Spitze geschafft:

Iranian political dissidents recall that within the last 18 months, Iran has executed 1,000 people. Iran has now surpassed China in executing the most people per capita in the world. (…)

Aside from the notorious execution of Iranian political dissidents, sexual violence is also routinely committed by the Iranian regime: “Rape and gang rape by prison guards and interrogators is a common practice in IRI prisons. In Iranian prisons, it is common for young girls and virgins to be raped. Even, as a final indignity, right before being executed. This is the horrible reality that many women, including many young women, live with every single day in the prisons of Iran. A disturbing finding of a U.N. Report of the Economic and Social Council, 6 Nov. 1990 (Doc.A/45/697), was that virgin women condemned to death were forcibly married to officials on the eve of their execution. These officials would then rape these women so that they would not be virgins when they die.”

According to the Iranian regime’s belief system, a Muslim woman who dies a virgin goes to heaven and therefore, they do not permit female political dissidents to be killed without first getting raped and losing their virginity to Iranian officials prior to their execution.

2. Mai 2015, 23.47 Uhr:

Die nächsten Massaker

von Thomas von der Osten-Sacken

Der Massenmord an Jesiden geht weiter:

“Gestern hat der IS in der nordirakischen Stadt Tel Afar etwa 300 bis 500 jesidische Männer ermordet. Und die Terroristen bereiten ein weiteres Massaker vor", berichtet Adnan Shesho via Telefon der “Presse". Adnan ist der Sohn von Qasim Shesho, dem Anführer der jesidischen Verteidigungseinheiten, die in Sherfedin, einem jesidischen Heiligtum an Fuße der Sinjar-Berge, gegen den IS kämpfen.

„Ein Teil der Opfer in Tel Afar wurde enthauptet. Verwandte vor Ort haben uns das Massaker bestätigt“, sagt Adnan Shesho. Andere jesidische Quellen, die die “Presse” über Internet erreichte, wollten den Tod aller Männer zunächst noch nicht bestätigen. Es gebe auch Informationen, dass ein Teil der Gefangenen weiter nach Mosul verschleppt worden sei. Alle schwebten aber in akuter Lebensgefahr. Die 500 Männer waren schon vor Tagen von den Frauen getrennt worden.

„In den nächsten Stunden und Tagen sollen weitere 1700 jesidische und auch christlich-assyrische Männer und Buben vom IS nach Tel Afar gebracht und dort ermordet werden“, warnt der Sohn des Jesiden-Kommandaten. Zudem wolle der IS zahlreiche jesidische und christliche Frauen aus dem Nordirak nach Syrien verschleppen. „Sobald sie in Syrien sind, wird es für uns fast unmöglich, sie noch zu befreien.“

30. April 2015, 13.45 Uhr:

Arabische Lufteinsätze in Syrien?

von Thomas von der Osten-Sacken

Es mehren sich die Hinweise, dass verschiedene arabische Staaten planen, die Southern Front in Syrien mit Einsätzen aus der Luft zu unterstützen. Wer werden diese Staaten sein? Sicher Saudi Arabien. Aber auch der Sudan, der schließlich auf saudischer Seite gegen die Houthis im Jemen mitkämpft und dessen Präsident vom ICC des Völkermordes in Dafour angeklagt ist?

Free Syrian Army rebels in southern Syria have reportedly been promised “Arab air cover” as they ramp up their military campaign against the regime.

“Rebel factions in the area are preparing for large-scale military operations and have received promises of Arab air cover, or at least the provision of anti-aircraft rockets,” a source in the FSA told Alaraby Aljadeed in an article published Tuesday.

The source—an officer in the FSA’s Yarmouk Army who preferred to remain anonymous—said that the factions might not wait longer than a week to launch the new offensives, even if the promised air support was not provided by then.

The London-based daily also spoke with an official in the FSA-affiliated Southern Front coalition of rebels who echoed the claims of the Yarmouk Army officer.

“There have been serious signals that the Southern Front will receive Arab support within days,” Southern Front Military Command member Ayman Alaasmi told the paper.

Derweil bereitet sich sich Zahran Alloush von Jaish Al Islam medienwirksam auf die “Befreiung” von Damaskus vor, die man sich, sollte seine Islamistentruppen sie eines Tages wirklich anführen, nur als Albtraum vorzustellen vermag:

28. April 2015, 22.35 Uhr:

Verhindert diese beiden Iran-Konferenzen!

von Thomas von der Osten-Sacken

Gastbeitrag von Kazem Moussavi

Die „Iran-Roadkill-Show“ der Frankfurter Maleki-Group

Die Iranlobby Maleki Group hat für den 7. Mai 2015 in den Räumen der Industrie- und Handelskammer, Ffm eine „Kick-Off“-Veranstaltung, die „Iran-Roadshow“ geplant, um – laut Ankündigung – den Absatz von „Produkten Made in Germany“ im Iran unter dem klerikalfaschistischen Regime voranzutreiben.

Volker Treier von der DIHK ist im April bereits zweimal in den Iran gereist, um im Rahmen der Gespräche über Wirtschaftbeziehungen auch iranische Teilnehmer für Malekis Tagung einzusammeln.

Die weiteren Stationen des ‚Iran-Bazar’ von Nader Maleki in Kooperation mit der DIHK und der Phoenix Consulting GmbH sind Düsseldorf, München, Hamburg, Berlin und Stuttgart.

Die Frankfurter Maleki Group beabsichtigte bereits im letzten Jahr, ein “Business Forum IRAN” abzuhalten, zu dem der Direktor der auf internationalen Sanktionslisten stehenden iranischen “Bank of Industry and Mines” Ali Ashraf Afkhami explizit eingeladen war. Der von Maleki geplante Deal mit dem Holocaustleugner-Regime scheiterte jedoch aufgrund von Enthüllungen über Akhami und dessen kriminelle Aktivitäten für Nuklear- und Raketenprojekte der Teheraner Mullahs und massiven Protesten des Stop the Bomb-Bündnisses und iranischer Oppositioneller weltweit.

Die Maleki Group instrumentalisiert für ihre Appeasement-Geschäfte mit dem antisemitischen Regime die perspektivlose Lausanner „Atomeinigung“. Maleki propagiert diese als „Chance für die Wiederaufnahme der historisch guten deutschen Wirtschaftsbeziehungen mit dem Iran. Das Land gilt mit seinen knapp 80 Millionen Menschen als potentiell interessanter Absatzmarkt“

Eine Liste iranischer Teilnehmer geschweige denn ein Konferenz-Programm hat die Maleki-Group aufgrund ihrer letztjährigen desaströsen Erfahrungen bis dato nicht veröffentlicht.

Den ganzen Beitrag lesen

…. und die  NUMOV Konferenz mit Ali Afkhami (Bank of Industry and Mine, Sanktionslisten der EU/ USA)

Der deutsche Nah- und Mittelostverein NUMOV hat für seine Konferenz „Doing Business in Iran“ (19. Mai 2015) Ali Ashraf Afkhami, den Direktor der seit 2011 auf den Sanktionslisten der EU und USA gelisteten iranischen “Bank of Industry and Mine” nach Frankfurt eingeladen.

Afkhami ist außerdem Finanzkoordinator der auf der kanadischen und US-Sanktionsliste stehenden Wirtschaftsgruppe “Tadbir” sowie Vorstandsmitglied der Wirtschaftsfirma der iranischen Revolutionsgarden “Shahed”, die wegen ihrer Verwicklung in nukleare und Raketenprogramme der Mullahs ebenfalls mit Sanktionen belegt sind.

Darüber hinaus ist Afkhami Finanzkoordinator der kriminellen Stiftung des religiösen Führers Ali Khamenei “Setad Ejraiye Farmane Hazrate Emam/Headquarters for Executing the Order of the Imam”, welche die islamistischen Banken und Terrorgruppen des Systems im Nahen Osten, Hamas und Hisbollah, finanziert und unterstützt.

Den ganzen Beitrag lesen

Schmeicheln Sie uns!

Falls Sie Ihre Wertschätzung für unsere Website ausdrücken möchten, können Sie dies mithilfe des Mikro-Bezahlsystems Flattr tun. Benutzen Sie einfach den folgenden Button:

Mehr Informationen auf flattr.com

RM16

Werden Sie ein Fan!

Jungle World
auf Facebook

Sie müssen sich nicht für Facebook registrieren, um unsere Seite zu betrachten. Na gut, dann …