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Kürzliche Beiträge
20. Juni 2014, 15.34 Uhr:

ISIS und irakische Chemiewaffen

von Thomas von der Osten-Sacken

Isis storms Saddam-era chemical weapons complex in Iraq.”

So lautet die Schlagzeile. Soviel auch zur Behauptung, im Irak hätte es ja gar keine Massenvernichtungswaffen gegeben.

Über die restlichen Implikationen dieser Meldung möchte man im Augenblick lieber nicht nachdenken.

20. Juni 2014, 14.06 Uhr:

Rücktrittsforderungen

von Thomas von der Osten-Sacken

Berechtigte Rücktrittsforderungen werden angesichts des Debakels im Irak nun laut.

Nicht nur hochrangige US-Politiker, nein erfreulicherweise auch der oberste Ayatollah des Irak, Sistani, der immer eine bemerkenswerte Distanz zum Iran gewahrt hat, fordert den irakischen Premier Nouri al-Mailiki nun auf, sein Amt zur Verfügung zu stellen:

The spiritual leader of Iraq’s Shiite majority has called for the creation of a new, “effective” government, increasing pressure on the country’s premier as an offensive by Sunni militants rages on. The call Friday by Grand Ayatollah Ali al-Sistani contained thinly veiled criticism that Shiite Prime Minister Nouri al-Maliki, in office since 2006, was to blame for the nation’s crisis over the blitz by the al-Qaida-inspired Islamic State of Iraq and the Levant.

Und wenn Sistani so einen Aufruf tätigt, dann dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis Maliki sein Amt niederlegt.

Und in Kafranbel, da stellen sie heute ebenfalls eine Rücktrittsforderung, der vermutlich nicht nachgekommen wird:

20. Juni 2014, 11.53 Uhr:

ISIS und Assad: Blut für Öl

von Thomas von der Osten-Sacken

In der FAZ schreibt Markus Bickel über die vielfältige Kooperation des Assad Regimes mit Isis und anderen jihadistischen Organisationen:

Schon seit Frühjahr 2013 verkaufe Isis Öl in Millionenhöhe aus den von ihnen besetzten Gebieten im Norden und Ostens Syriens an die Zentralregierung in Damaskus, berichtete im Januar die britische Tageszeitung „The Telegraph“. Die Diktatur Baschar al Assads bezahle die Terroristen für den Schutz von Öl- und Gaspipelines und erlaube den Transport in von Regierungstruppen gehaltene Gegenden, hätten britische MI6-Mitarbeiter herausgefunden. Eine lange Kooperation verbindet Assad mit den Dschihadisten. Nach dem amerikanischen Einmarsch in den Irak 2003 ließ das Regime die Extremisten von der Leine, um den Aufstand gegen die Besatzer anzuheizen. Als die Revolution im eigenen Land 2011 begann, entließ es Dschihadisten aus den Gefängnissen, um den Krieg im Krieg zwischen Isis, und Einheiten der moderaten Opposition, der Freien Syrischen Armee (FSA), am Laufen zu halten.

Siehe auch: ISIS und das Assad Regime

19. Juni 2014, 15.03 Uhr:

Ein Treffen Marokko

von Thomas von der Osten-Sacken

Aus Marokko:

60 NGO activists, educators, blogger and journalists from 15 Moroccan cities and villages spread all over Morocco gathered on 14 and 15 of June in the Moroccan capital Rabat to discuss strategies in order to promote tolerance and to combat all forms of discrimination in Morocco, with a specific focus on antisemitism. The two-days event with the title „National Meeting on Tolerance. Towards a National Strategy to promote Tolerance“ was organized by the Moroccan nationwide organization Dialogus in cooperation with the International Institute for Education and Research on Antisemitism (IIBSA) based in Berlin and London. During the event, recommendations for state institutions and media were developed focusing on related main problems in Moroccan society: discrimination and hatred against homosexuals, Jews and Israel, handicapped people, the Amazigh (‘Berber’) population and Black people, as well as discrimination of women in general. (…)

After the conference, the president of the Moroccan organization Dialogus, Abdellah Benhssi, stated: „The conference was a great success. This event symbolizes a milestone for all participants and for Morocco in general. It is the first time that so many educators, civil society activists, blogger and journalists gathered from all over Morocco to discuss all forms of discrimination, including some of the biggest taboos: antisemitism, homophobia, discrimination of Berbers and black people. The network that was built-up will help us in the future to combat these forms of hatred.“ Kim Robin Stoller, co-director of the International Institution for Education and Research on Antisemitism, reinforced the importance of the event: „This event is exceptional for the so called Arabic-Islamic world. It will have a major impact on Moroccan civil society and opens the possibility of further co-operation. I was impressed by the conversations and discussions. This network should be supported in Morocco and from abroad to make a real difference in Morocco.“

18. Juni 2014, 17.13 Uhr:

OPCW zertifiziert: In Syrien wurden und werden systematisch C-Waffen eingesetzt

von Thomas von der Osten-Sacken

Jetzt ist es sozusagen amtlich:

In Syrien sind chemische Kampfstoffe wie Chlorgas laut einem Bericht der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) «systematisch» eingesetzt worden. Der Bericht wurde bisher nicht offiziell veröffentlicht, doch zitierte der US-Vertreter der Organisation daraus.

Eine Untersuchungsmission stütze Vorwürfe, dass «bei einer Reihe von Angriffen giftige Chemikalien, wahrscheinlich die Lungen reizende Stoffe wie Chlor, in einer systematischen Weise eingesetzt wurden». Die Vorwürfe könnten damit nicht länger als willkürlich oder politisch motiviert abgetan werden. Frankreichs OPCW-Vertreter sagte, der Bericht bestätige, dass tatsächlich Chlorgas in Syrien eingesetzt worden sei.

17. Juni 2014, 15.50 Uhr:

Das Ende der palästinensischen Einheitsregierung?

von Thomas von der Osten-Sacken

Die Entführung dreier israelischer Jugendlicher in der Westbank sei, meint Avi Issacharof, der Anfang vom Ende der palästinensischen Einheitsregierung zwischen Fatah und Hamas:

Over the preceding 48 hours, it seems, something has shifted in the upper echelons of the PA and Abbas’s Fatah party. Essentially, PA President Mahmoud Abbas has come to realize that the recently inked unity pact with Hamas ended at the moment of the abduction of the three Israeli youths.

Confidants of Abbas say that Hamas will pay a steep price for the kidnapping. From the moment the unity agreement was finalized, some two weeks before the kidnapping on Thursday, Abbas’ security forces realized that Hamas was trying to undermine the relative peace in the West Bank and foment unrest against both Israel and the PA.

History has shown that the immediate aftermath of such actions sees a surge in support for Hamas. Yet, Hamas leaders are painfully aware that, whatever befalls the three Israeli youths, they could eventually pay for it with their own lives.

So far, there’s nothing to indicate that the kidnappers are seeking to trade the teens for Palestinian prisoners.

17. Juni 2014, 11.46 Uhr:

Warnung aus Israel

von Thomas von der Osten-Sacken

Israel warnt die USA vor einer Kooperation mit dem Iran, mit völlig einleuchtenden und überzeugenden Argumenten. Leider wird man in Washington diese Warnung wohl nicht nur überhören, sondern sich nun umso verbissener auf das Mullahregime kaprizieren. Die idiotische Logik, dass, wenn mit den einen Terrorunterstützern, also Saudi Arabien, Qatar, der Türkei und den Golfstaaten der “War on Terror” nicht funktioniert, man sich dann eben den anderen, also dem Iran und Syrien zuwendet, wird auch in deutschen Medien als enorm kluger Schachzug gefeiert, ja so heißt es etwa in der SZ, “sollte Obama die Irak-Krise nutzen können, um ein dauerhaftes Bündnis mit Iran zuschmieden, wäre das ein veritables diplomatisches Meisterstück“.

Wenn deutsche Medien Obamas kluge Außenpolitik loben und die Israelis warnen, spätestens dann dürfte klar sein, was in den nächsten Monaten zu erwarten sein wird. Dass übrigens alle sich schon jetzt einig sind, es sei der Iran, dem man bei einer solchen Kooperation entgegen kommen müsse, vor allem in der Nuklearfrage, und nicht etwa umgekehrt, spricht Bände.

Israel expressed its concerned about the possibility of U.S. cooperation with Iran to find a solution to the Iraqi crisis, affecting the negotiations on Tehran’s nuclear program.

The Israeli Minister of Strategic Affairs , Yuval Steinitz told “Reuters", in news seen by “Shafaq News", that “ Iran should not be helped to expand its influence in Iraq”.

He added that it would give Tehran a range of control extends through Syrian territory where the Iranians supported the Syrian regime, and to Lebanon, where they have representatives of their allies in the Lebanese Hezbollah.

Die Hizbollah derweil erklärt ihre Bereitschaft, auch Milizen in den Irak zu entsenden:

“We are ready to sacrifice martyrs in Iraq five times more than what we sacrificed in Syria, in order to protect shrines, because they are much more important than [the holy sites in Syria],” Nasrallah said.

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