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Kürzliche Beiträge
15. Juni 2011, 18.06 Uhr:

Gaddafis Logik

von Thomas von der Osten-Sacken

Gaddafis Logik, zusammengefasst von einem, der es wissen muß ::

Saad Djebbar, a former legal adviser to the Libyan government, told Reuters Muammar Gaddafi would continue to play for time and seek to demoralise and splinter the coalition. Djebber said: Gaddafi’s mentality is that as long as my enemies haven’t triumphed, I haven’t lost. The US stance, that the major outside role should be played by the Europeans and Arabs, sends the wrong signal. Gaddafi will be very encouraged by it. His line is: “We are steadfast. We can wait it out.”

14. Juni 2011, 14.56 Uhr:

Das ägyptische Establishment bleibt sich treu

von Thomas von der Osten-Sacken

Das ägyptische Establishment funktioniert weiter wunderbar so wie zuvor. Waren es vergangenes Jahr von Israel ferngesteuerte Haie, die dem Land Sorgen bereiteten, so enthüllt der Vizepremier in der Übergangsregierung Yehia El-Gamal nun, wer ganz eigentlich hinter den konfessionellen Spannungen im Lande steht:

Yehia El-Gamal, Egypt’s deputy prime minister in the interim cabinet, has accused Israel of being behind the sectarian tension plaguing Egypt.

In an interview published today in the Lebanese El Nashra news site, El-Gamal says that international intelligence agencies, specifically in the US and Israel, do not want to leave Egypt alone. He also did not exclude the possibility of the US helping Israel to execute its plan in Egypt.

“Israel understands that a strong Egypt is a danger for them and they want to make Egypt weak,” says El-Gamal. “And nothing breaks or weakens Egypt more than sectarian tension or clashes between Muslims and Christians.”

13. Juni 2011, 18.11 Uhr:

Fahne im Wind

von Thomas von der Osten-Sacken

Um Gaddafi steht es schlecht, kaum jemand glaubt noch an sein politisches Überleben, also geht auch Deutschland mit der Zeit. Nachdem schon Russen und Chinesen in Bengasi vorstellig wurden, nun also auch der Bundesaußenminister :

German Foreign Minister Guido Westerwelle said after meeting rebel leaders in their capital Benghazi that Germany recognises their National Transitional Council as the “sole legitimate representative” of the Libyan people.

“We want a free Libya, in peace and democracy without Gadhafi,” he added.

12. Juni 2011, 21.20 Uhr:

Am zweiten Jahrestag

von Thomas von der Osten-Sacken

In Teheran kam es heute zu Demonstrationen, die, wer hätte anderes erwartet, zusammengeknüppelt wurden. Vor zwei Jahren begannen die Massenproteste gegen die gefälschten Präsidentenwahlen und im Sommer 2009 schien das Ende des Regimes in Teheran nahe:

In der iranischen Hauptstadt Teheran ist es am Rande friedlicher Demonstrationen offenbar zu Zusammenstößen mit Sicherheitskräften gekommen. Mehrere Demonstranten sollen festgenommen worden sein.

Augenzeugen berichteten, Angehörige der berüchtigten Basidsch-Milizen seien mit Stöcken bewaffnet gewesen. Die Opposition hatte zum zweiten Jahrestag der umstrittenen Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad zum “stillen Protest” aufgerufen. Laut Oppositions-Websites folgte eine große Menge dem Appell. Gleichzeitig seien tausende Polizisten und Sicherheitskräfte aufmarschiert.

Augenzeugenberichte von Bewohnern  aus nordsyrischen Dörfern, die vor den Massakern der Armee in die Türkei geflohen sind, bestätigen derweil, was eigentlich längst bekannt war: iranische Sicherheitskräfte leisten ihren syrischen “Brüdern” tatkräftige Schützenhilfe:

Nachrichtenagenturen zitieren einen verletzten Syrer aus der Provinz Idlib, der nun in einem türkischen Krankenhaus ist. Neben Sicherheitskräften seien auch iranische Soldaten in schwarzen Uniformen bei der Niederschlagung der Proteste im Einsatz, sagte Mustafa, der seinen Nachnamen nicht genannt haben wollte. Sie trügen Bärte, die den Soldaten der syrischen Armee nicht erlaubt seien, und sie sprächen nicht Arabisch. Ähnliche Erfahrungen hatten iranische Demonstranten bei der Niederschlagung der Proteste nach der Wiederwahl von Präsident Ahmadineschad gemacht. Damals hatte das Teheraner Regime Einheiten der libanesischen Hizbullah zu Hilfe gerufen.



11. Juni 2011, 11.06 Uhr:

Deutsche Linke wird aktiv und solidarisiert sich mit "libyschem Volk"

von Thomas von der Osten-Sacken

Endlich, die deutsche Linke und Friedensbewegung wird aktiv und stellt sich brüderlich an die Seite des darbenden libyschen Volkes, das ja nichts anderes wünscht als weiter auf dem bewährten Entwicklungsweg des Bruder Führers zu wandeln. In dem Aufruf  “Frieden für Libyen! Solidarität mit dem libyschen Volk!” heißt es:

Der Wüstenstaat, der unter seinem Revolutionsführer Muammar Al-Ghaddafi seiner Bevölkerung dank der Nationalisierung seines Ölreichtums den höchsten Wohlstand in Afrika mit unentgeltlichem Bildungs- und Gesundheitswesen, mit hochentwickelten Rechten für Frauen und Kinder bieten konnte, droht in seiner Entwicklung um Jahrzehnte zurückgeworfen zu werden. Wie in der Kolonialzeit selbstbewusst gewordene Sklaven vor den Augen ihrer Schicksalsgefährten öffentlich ausgepeitscht wurden, so wollen heute führende NATO-Staaten das libysche Volk, auch als Warnung für die Völker der Dritten Welt, mit Bomben, Raketen und gegebenenfalls militärischer Besetzung dafür bestrafen, dass es sich ihrem Diktat entzieht, seinen eigenen Entwicklungsweg geht, sich für die Einheit und Unabhängigkeit der arabischen Welt und Afrikas einsetzt und sich jeglicher Rekolonialisierung verweigert.

11. Juni 2011, 10.39 Uhr:

In Sicherheit gebracht

von Thomas von der Osten-Sacken

Aus Angst, sie könnte dem Zorn der Bevölkerung zum Opfer fallen, wird in Hama eine Statue von Hafiz al-Assad, dem Vater von Bashar, in Sicherheit gebracht:

10. Juni 2011, 13.12 Uhr:

Der syrische Horror

von Oliver M. Piecha

Die syrische Armee hat ihren Angriff auf die Kleinstadt Jisr al-Shughur und das umliegende Gebiet begonnen:

12:10 Around 40 tanks swept through the villages surrounding Jisr al-Shughur and are deploying in the village of Sarmaneyah. The Syrian army is expected to storm the village of Sheikh Sendian soon. (LCCS)

11:24 Sounds of machine guns and bomb shells are heard in the village of Al-Ziyara in Sahl al-Ghab. There are smoke clouds above the village after fields were set on fire. Three military helicopters are flying over Jisr al-Shughur. (S.N.N.)

11:20 Phone lines are cut off in Jisr al-Shughur, pro-government gangs are burning the cultivated fields. (S.N.N.) (LiveBlog von Lebnon now!)

Die syrische Armee dürfe vor allem deswegen so groß aufmarschiert sein, weil die Ereignisse um Jisr al-Shughur einen Wendepunkt anzeigen könnten; durch Befragungen von Flüchtlingen in der Türkei zeichnet sich immer deutlicher ab, daß ein Teil der Sicherheitskräfte, die in Jisr al-Shughur stationiert waren, zu den Demonstranten übergelaufen ist - woraufhin die Assad-Getreuen das Feuer auf sie eröffnet haben. Der alawitische Teil der Sicherheitskräfte wird zwar unerschütterlich treu zu seinem Präsidenten stehen, aber was ist mit dem Rest? Um diese Frage schon im Keim zu ersticken, sind nun die Panzer losgerasselt; alleine zu spät.

Die anschließende Frage ist, inwieweit sich Bewohner der Region bewaffnet haben - und wenn, woher die Waffen kommen -, und sich gegen die Armee wehren.

An der medialen Front verliert das Regime derzeit immer weiter an Boden (auch wenn die Diskussion um die existente oder nichtexistente, verhaftete oder nicht verhaftete Bloggerin Amina Araf derzeit etwas ablenkt); eine neues Video zeigt den geschundenen Körper eines weiteren totgefolterten Jugendlichen:

“Tamer Alshary, 15 yr-old, was arrested on the day of Sayda Massacre, April 29th, 2011. the same day Hamza Alkhateeb was arrested too, when people of the town of Aljiza tried to deliever food and clean water to the besieged city of Daraa. the body of this innocent child was deleivered to his family on June 8, after more tham 5 weeks, filled with torture marks. The savage monsters took one eye out, pulled his teeth. burnt his body with cigarettes, and then shot him in face, belly and legs.” (via enduring america)

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