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Kürzliche Beiträge
18. April 2011, 22.01 Uhr:

Egypt in a box?

von Thomas von der Osten-Sacken

Die Entwicklung, die Proteste in der oberägyptischen Stadt Qena nehmen, von einem spontanen Protest gegen den neuen Gouverneur, den man nicht will, weil er Teil des alten Establishments ist, die dann in antichrsitliche Agitation umschlagen, organisiert von Muslimbrüdern und am Ende übernehmen die Salafiten, sie klingen nicht gut, lassen Übles ahnen, sollte es sich hier sozusagen um ein Egypt in a box handeln:

The protesters included families from Qena, university professors, members of various political groups and the January 25 Youth Coalition in Qena. Several Coptic families also joined the protest. They claimed that Ayoub, conscious of being a Copt and worried that he would be accused of favouring Copts, ended up discriminating against them. Now they were worried that another Coptic governor would repeat the same mistake.

However, by Friday evening, members of the Muslim Brotherhood as well as various Salafist groups had taken over the protests and began chanting anti-Coptic slogans. The flag of Saudi Arabia was erected in front of the governorate. This led many of the Copts to withdraw from the protests.

Seeing that the Salafis were gaining the upper hand, members of the Muslim Brotherhood also began withdrawing from the protest.

The group released a statement, warning against sectarian bloodshed if the crisis were to continue and pointing out that “the situation has changed from a peaceful protest to blocking roads, halting trains and chanting sectarian slogans that could ignite sectarian tension.” This was followed by a second statement asking the protesters to refrain from using sectarian violence to express themselves and urging them to reject all forms of violence and to avoid the remnants of the former regime who were trying to cause chaos.

18. April 2011, 13.41 Uhr:

Post aus dem Irak

von Thomas von der Osten-Sacken

Ynet zitiert aus dem Brief eines irakischen Mannes an das israelische Außenministerium:


Hamas’s recent attacks on Israeli civilians have caused him “shame” for being an Arab and a Muslim. “For a long time we believed that Israelis are dangerous barbarians due to the brainwashing we underwent during Saddam (Hussein)’s rule but now I see (Arabs) being massacred in a wretched and shameful manner by Sunni and Shiite rulers,” the letter says. (…)

“What caught my attention was the Israeli hospital that treated the Palestinian girl who suffered from a cancerous growth. I also watched the movie about the Jewish pianist who suffered greatly in the time of Hitler,” he wrote, apparently referring to ‘The Pianist’.(…)

“After seeing the terror in Iraq and the terror Hamas and Palestinians are performing against you I have become ashamed of being an Arab and Muslim,” the man wrote. “I would be honored to collaborate with your firms in Iraq.”

17. April 2011, 12.16 Uhr:

Obamas Erfolgsrezept

von Thomas von der Osten-Sacken

Unternahm 2009 die Obama Administration schon so ungefähr alles, um der iranischen Opposition NICHT beizustehen, scheint man dieses Erfolgsrezept nun auch auf Syrien anzuwenden:

The Obama administration has turned down a plea from Syria’s democratic opposition to step up diplomatic pressure on President Bashar Assad, who has violently repressed peaceful anti-government protests.

“The White House has to date rejected our requests for stronger action on Syria,” Ammar Abdulhamid, an unofficial spokesman in the West for the Syrian activists organizing the widespread demonstrations, told The Washington Times.

15. April 2011, 19.10 Uhr:

Pink Panzer

von Jörn Schulz

Die libyschen Rebellen malen ihre Fahrzeuge nun rosa an, um Verwechslungen bei der Bombardierung zu vermeiden. “Until yesterday we did not have information that (rebel) forces are using tanks", hatte ein Nato-Sprecher den vorangegangenen versehentlichen Angriff gerechtfertigt. Dabei hätte ein Blick auf die BBC-Zusammenstellung der Waffensysteme beider Seiten genügt.

Dass überhaupt militärische Hilfe in Anspruch genommen werden muss, ist vielen Libyern etwas peinlich. So einen Job macht man ja lieber selbst, überdies kann man nicht wissen, ob die Nato nicht doch noch auf einen Kompromiss mit Gaddafi drängen wird, wenn der Krieg sich als zu mühselig erweist.

Das Hauptproblem der libyschen Revolution ist die Geschwindigkeit, mit der die Konfrontation ablief. Nach den üblichen Kriterien sind die Rebellen in einer Lage, in der man beginnt, einen Guerillakrieg zu organisieren. Doch auf die ersten Proteste im Februar erfolgte eine militärische Reaktion, aber auch eine Spaltung des Militärs, und plötzlich waren zahlreiche Städte befreit. Damit hatte niemand gerechnet, und zurückstecken konnte man nun nicht mehr. Also wurde improvisiert.

Wie ein Blick auf die BBC-Zusammenstellung zeigt, erhielten die Rebellen fast nur veraltete Waffensysteme wie die Vierlings-Luftabwehrgeschütze, mit sehr ähnlichem Gerät hat man schon im Zweiten Weltkrieg gekämpft. Es ist pures Glück, wenn man mit so einem Gerät ein modernes Kampfflugzeug trifft. Die modernen Waffen hat Gaddafi seinen Milizen vorbehalten, die er noch einmal reorganisieren konnte.

Dass die Rebellen Gaddafis Truppen außerhalb der Städte in Gebieten stellen, in denen sie kaum Deckung finden, ist mutig und aus humanitärer Sicht richtig. Rein militärisch gesehen ist es ein Fehler, die an Feuerkraft unterlegene Seite hat im unübersichtlichen Terrain der Städte mit seinen viel günstigeren Deckungsmöglichkeiten bessere Chancen. Da es zudem keine ernstzunehmende Kommandostruktur gibt – es dauert Monate, wenn nicht Jahre, so etwas aufzubauen – und die meisten Rebellen weder militärisches Training noch Erfahrung haben, sind eigentlich ihre Erfolge und nicht ihre Niederlagen erstaunlich.

15. April 2011, 12.42 Uhr:

Reportagen aus Misrata

von Thomas von der Osten-Sacken

Eine unbedingt lesenswerte Reportage über die Lage in der von Gadaffis Truppen eingeschlossenen Stadt Misrata.

Siehe auch: A walk down Misurata’s Tripoli Street

Und hier eine Bericht über den “Untergrund” in Tripolis: With Tripoli’s rebel underground

14. April 2011, 19.16 Uhr:

Grüne Banknoten

von Jörn Schulz

Diverse Theorien, warum es sich bei den libyschen Rebellen um US-Agenten handeln muss, hat man sich in der Friedensbewegung wenigstens noch selbst ausgedacht. Für die Diskreditierung der syrischen Opposition wird nun Gilles Munier bemüht, der zugegeben hat, von Saddam Hussein Geld angenommen zu haben, es sich nicht nehmen ließ, das Vorwort für die deutsche Ausgabe von dessen Roman „Zaiba und der König“ zu schreiben und in diversen französisch-arabischen „Freundschaftsgesellschaften“ tätig ist, die eine gewisse Nähe zu Geschichtsrevisionisten und Rechtsextremisten aufweisen.

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14. April 2011, 17.29 Uhr:

Niemand braucht Baby Leader

von Jörn Schulz

Bei Versammlungen lässt der südafrikanische Präsident Jakob Zuma gerne das Kampflied „Bring‘ mir mein Maschinengewehr“ singen. Vielleicht hat er es bei seinem Besuch in Libyen gemeinsam mit Muammar al-Gaddafi intoniert, jedenfalls sprach er vom bedrängten libyschen Diktator respektvoll als „brother leader“. Dementsprechend fiel der „Friedensplan“ der Afrikanischen Union (AU) aus. Wie bei allen derartigen Initiativen, ob von Hugo Chávez oder der deutschen Friedensbewegung, bleibt unklar, wie die „politische Lösung“ aussehen soll. Nur noch halb soviele Hinrichtungen und eine zivilgesellschaftliche Debatte über die Reform der Foltermethoden?

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