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Kürzliche Beiträge
25. März 2014, 00.55 Uhr:

An zweiter Stelle

von Thomas von der Osten-Sacken

Seit Monaten herrscht im sog. sunnitischen Dreieck des Iraks ein erbitterter Krieg zwischen den Jihadisten vom Islamischen Staat (ISIL), irakischen Regierungstruppen und lokalen Milizen. Mit den üblichen Folgen, über die nur niemand mehr redet:

Iraq now has the second highest number of Internally Displaced Persons (IDPs) in the Middle East, after Syria, with a total of more than 1.1 million registered IDPs. Most have escaped due to conflict, political strife and forced evictions on sectarian or ethnic grounds.More than two months of military operations inside Anbar have resulted in thousands of additional Internally Displaced Persons (IDPs) that have been forced to leave their homes in search of peace and security. Violence inside the province has even resulted in multi-displacement as many families that had made the difficult decision to leave home, were subsequently confronted by new outbreaks of fighting between militants and Iraqi Security Forces (ISF) and were forced to once again relocate in search of sanctuary in another area of Anbar. (…) The majority of these families (48,243) are displaced inside Anbar and the remaining families (20,068) are now located in other governorates, including large numbers in Salaheddin (8,745), Kirkuk (1,304), Baghdad (3,627) and the Iraqi Kurdistan region (5,331).

23. März 2014, 22.30 Uhr:

Aus dem Khalifat Raqqa

von Thomas von der Osten-Sacken

Die Stadt Raqqa im Nordosten Syrien befindet sich seit Monaten unter Kontrolle der Jihadisten vom Islamischen Staat Irak und Levante (ISIL), die dort ein Scharia-Terror Regime unterhalten und neuerdings auch zu diesem Mittel greifen:

Members of the al-Qaeda splinter group of the Islamic State of Iraq and the Levant (ISIL) executed on Saturday a young man in the city of Raqqa, and placed his body on a wooden cross in the main square of the city.

After executing the young man, ISIL group placed his dead body on a cross and issued a statement that the he will remain in that position for three days.

The executed man was accused by the ISIL of murder and robbery, according to local sources in Raqqa city, north Syria.

22. März 2014, 20.02 Uhr:

Verboten

von Thomas von der Osten-Sacken

Nicht nur Erdogan kann in der Türkei alle möglichen Verbote erlassen, ganz manchmal trifft auch die AKP noch ein Verbot, so wie bei diesem Wahlvideo, das zugleich ein Lehrstück in faschistischer Ästhetik ist:

Kurz vor den Kommunalwahlen am 30. März hat die türkische Wahlbehörde in Ankara einen Fernsehspot der Regierungspartei des Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan verboten. Der Werbespot der AKP dürfe nicht mehr ausgestrahlt werden, weil darin die türkische Fahne eine wichtige Rolle spiele, berichteten türkische Medien am Donnerstag. (…) . Die Wahlbehörde verhängte das Verbot nach Einsprüchen mehrerer Oppositionsparteien. Das türkische Wahlgesetz verbietet die Verwendung der Landesfahne und religiöser Zitate in der Wahlwerbung der Parteien.

Erdogan allerdings ignoriert bislang das Urteil der Wahlbehörde, erklärte sogar, notfalls verbiete er eben das Verbot und der Spot läuft munter weiter.

Und wo hat  die AKP wohl die Idee für den Spot her?


22. März 2014, 19.55 Uhr:

All made in Germany

von Thomas von der Osten-Sacken

Bei den Syrian Atheists weiss man, was so alles vom deutschen Exportweltmeister kommt (nur das Giftgas haben sie in ihrer Aufzählung vergessen):

If you ask Syrians about Germany 99% of Syrians will only tell you good things about Germany. Farmers might show you their stone-age tractors of German origin, barbers will show you their hair-cutting machines “Made in Germany", some Proferssors will tell you about their nice experiences while studying in Germany. Not only the normal guys will be crazy about German quality or origin. Your local Mukhabarat*  branch will also show you an efficient machine brought to them by likely either the Nazi Alois Brunner who took refugee in Syria, got welcomed warmly or by German Democratic Republic-functionaries that also helped to develop the Syrian Intelligence Services, one of the most effective in the arab world.

Mukhbaratis might tell you about the German chair. An installation working like a chair with folding elements with what the back can be overstreched and the spine be broken.




(picture shows activist demonstrating the installation outside Syria)

*Colloquial name for Intelligence Services in arabic

21. März 2014, 00.00 Uhr:

Türkei ohne Twitter

von Thomas von der Osten-Sacken

Das nächste Kapitel im Kampf des türkischen Premiers gegen die bösartige weltweite Verschwörung aus Gülenisten, Gezi Park Demonstranten, Juden, dem Finanzkapital und allen möglich anderen finsteren Gesellen, die ein einziges Ziel verfolgen: Ihn zu Fall zu bringen und die Türkei zu schwächen. (Wenn der türkische Präsident dieser Lesart inzwischen offen widerspricht, dann, so liegt die Vermutung nahe,steht er unter ungutem Einfluß )

Turkey has blocked access to Twitter, hours after Prime Minister Recep Tayyip Erdogan vowed to close down the social media platform.

“We now have a court order. We’ll eradicate Twitter. I don’t care what the international community says. Everyone will witness the power of the Turkish Republic,” Erdo?an said at his campaign rally in the western city of Bursa on March 20, 10 days before the upcoming local elections. (…)

Just before midnight, access to Twitter was already blocked in Turkey. The Communication Technologies Institution (BTK), which was given extraordinary powers with the recently passed Internet law, lists three court rulings and one prosecutor decision on its website as the reason of the outage.

19. März 2014, 13.53 Uhr:

Die Deutschen und ihr Giftgas

von Thomas von der Osten-Sacken

Langsam kommt es ans Tageslicht, nicht nur den Irak haben sie in den 80er Jahren großzügig beliefert, offenbar auch das Assad Regime weit mehr, als bisher zugegeben:

Nach Informationen der Organisation für das Verbot chemischer Waffen haben deutsche Firmen eine größere Rolle beim Aufbau des syrischen Giftgas-Programms gespielt als bisher bekannt. Insgesamt gingen von 1982 bis 1993 mehr als 50 Lieferungen an das syrische Regime.

Dem Dokument zufolge wurden über ein Jahrzehnt lang Steuerungsanlagen, Pumpen, Kontrollventile, Gas-Detektoren, eine Chemiewaschanlage und 2400 Tonnen einer Schwefelsäure, die zur Produktion des Giftgases Sarin genutzt werden kann, nach Syrien verkauft, berichteten die Süddeutsche Zeitung und der NDR. Auch seien deutsche Projektskizzen für den Bau von zwei Anlagen für die Produktion von Vorstoffen für den Nervenkampfstoff Sarin aus den Jahren 1983 und 1984 gefunden worden. Neben deutschen Unternehmen waren auch Firmen aus vielen anderen Staaten wie Russland, Frankreich und China am Aufbau des syrischen Giftgasprogramms beteiligt.

18. März 2014, 16.35 Uhr:

Die deutschen Freunde Syriens

von Thomas von der Osten-Sacken

Man muss nur mit genügend Giftgas, barrel bombs, schwere Artillerie und mit möglichst vielen Kämpfern von Hizbollah und Shabiba Milizen möglichst lange gegen die eigene Bevölkerung und die Opposition im Lande vorgehen, Hungerblockaden verhängen, ganze Städte in Schutt und Asche legen, Millionen von Menschen in die Flucht jagen und dabei genügend Rückendeckung von den Verbündeten in Moskau und Teheran haben, und schon gilt man der deutschen Außenpolitik wieder als Verhandlungspartner, der auch in einer künftigen Regierung sitzen solle:

German Foreign Minister urged Syria’s opposition to accept Bashar Assad’s regime in the transitional governing period, a well-informed source said.

Frank Steinmeier, the veteran diplomat and German Minister of Foreign Affairs, made the suggestion during a meeting  with the Interim opposition Prime Minister Ahmad Toumeh last month. He also commended the opposition’s participation in Geneva talks in January.

Steinmeier insisted on Assad’s participation in the transitional period, urging Tomeh to find a half-way solution and to accept Assad’s representation even for a short period, the source said.

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