Herrschaftskritische Sommeruni
Missy Magazin
Kürzliche Beiträge
11. Mai 2016, 12.52 Uhr:

Iran-Deal: Gezielte Irreführung

von Thomas von der Osten-Sacken

Gastbeitrag von Florian Markl, Mena-Watch

Die Obama-Administration hat die amerikanische und internationale Öffentlichkeit systematisch in die Irre geführt, um den im vergangenen Juli vereinbarten Deal mit dem Iran durchzudrücken. Das sagen nicht etwa republikanische ‚Falken‘ oder israelische ‚Hardliner‘, sondern das bekennt Ben Rhodes, der wohl wichtigste Mitarbeiter Obamas, in einem ausführlichen Porträt im New York Times Magazine. Im Kern des erfundenen „Narrativs“ stand eine Behauptung, die in den Medien bis heute ständig wiederholt wird: Dass im islamistischen Regime in Teheran ‚Moderate‘ das Steuer übernommen hätten, die eine ‚Öffnung‘ des Landes anstrebten und auf dem Wege dahin ein Ende des Atomstreits möglich gemacht hätten.

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8. Mai 2016, 09.07 Uhr:

Greatness of Western Secular Democracy

von Thomas von der Osten-Sacken

Gestern wurde ein weiterer saekularer Journalist und Buergerrechtler in Pakistan von Islamisten ermordet. Der letzte Eintrag, den Khurram Zaki auf Facebook verfasste, bevor er umgebracht wurde feierte die Wahl von Sadiq Khan zum Londoner Oberbuergermeister mit diesen Worten:

“I am celebrating the greatness of Western Secular Democracy. In this day and age of Takfiri Deobandi/Wahabi terrorism and Islamophobia, London has risen above discrimination and bigotry and emerged as great centre of human civilisation setting a great example for the world.

And it’s so stupid and shameful of us Pakistanis that we run down humiliate our own successes like Malala and Sharmeen."”

Es gibt sie noch, die Menschen, die an die Greatness of Western Secular Democracy glauben und dafuer sogar ihr Leben lassen muessen.

6. Mai 2016, 20.46 Uhr:

Islamisten auslachen

von Thomas von der Osten-Sacken

Iqra Aftab ist achtzehn Jahre alt, ihre Familie kommt aus Pakistan, sie lebt in Norwegen und betreibt den Blog “Naming my Voice”:

Dear all of you who attack Muslim women like me when we stand up for ourselves.

You hate me just because I raise my voice. You tell me I should not talk about Islam, since I don’t use the Hijab and even wear “Western clothes”. You don’t think it’s appropriate for me to travel 3 hours every day, because girls aren’t supposed to go 1 meter too far from home. It doesn’t matter if they just want to achieve something. You believe Muslim girls should not have their faces in the newspaper. You want us to shut up. You threaten us. You want to keep us forever inside a glass house to control us. Sorry. No, I am not sorry, but I just can’t stop laughing!

You blame me for wearing skirts – what about you threatening your own daughter? You blame me for not having my hair in a ponytail – isn’t that better than treating women horribly, like you do? You tell me I’m too chatty – isn’t that better than hitting your own kids just because they didn’t listen to you? You tell me I’m shameless for talking to boys – is that really worse than hitting your own wife? Is it really acceptable to control every aspect of your daughter’s life? Not letting her talk to boys? Slapping her because she looked into your eyes? Is that really what your religion teaches you? You tell me I’m destroying the name of Islam and my family’s reputation – what about you killing your own daughter and leaving her dead body somewhere, just because she fell in love with a boy you couldn’t accept?

That’s what I would call shameful. So, you know what? The next time you see me, I will still be wearing pants and you will be able to see my hair. I will answer right back at you if you say anything mean to me. And one day you will see my face in the newspaper again, and I will tell what people like you do.

Just because I can.

5. Mai 2016, 23.53 Uhr:

ISIS und Assad

von Thomas von der Osten-Sacken

Assad und Isis. Wirklich neu ist das nicht. Und Russland ist auch dabei:

New revelations from leaked Islamic State documents indicate coordinated movement of troops between ISIS, the Assad regime and even the Russian air force.

The revelations come from new letters added to the 22,000 internal ISIS documents Sky News leaked in March. Before the Syrian troops regained control of the ancient city of Palmyra earlier this year, the Syrian government arranged a deal to allow ISIS to “withdraw all heavy artillery and anti-aircraft machine guns from in and around Palmyra to [the] Raqqa province.”

5. Mai 2016, 22.05 Uhr:

Fluechtlingsfrage loesen

von Thomas von der Osten-Sacken

Die Fluechtlingskrise laesst sich am besten meistern, indem man moeglichst viele Fluechtlinge einfach abschafft.

Die Tuerkei baut Selbstschussanlagen an der Grenze und Grenzer schiessen schon einmal auf diejenigen, die trotzdem versuchen, auf die andere Seite zu kommen. Derweil werden die Lager auf syrischer Seite, in die taeglich mehr verzweifelte Menschen stroemen, aus der Luft bombardiert.

Denn: Nur ein toter Syrer kann sich nicht auf den Weg nach Europa machen:

Bei einem Luftangriff auf ein Flüchtlingslager im Norden Syriens sind nach Angaben oppositioneller Aktivisten Dutzende Menschen getötet oder verletzt worden.

5. Mai 2016, 21.58 Uhr:

Deutsche Kontinuität

von Thomas von der Osten-Sacken

Vergangenheit, die nicht vergeht oder deutsche Kontinuität. Bei den Opfern von Halabja hat Deutschland sich bis heute nicht einmal entschuldigt, von Resitutionen ganz zu schweigen. Dafür sind dir Händler des Todes wieder unterwegs, gedeckt und unterstützt von deutscher Politik.

Gegen die Perser geht es diesmal nicht, der Mord an den Juden bleibt aber im Programm:

„Wir stellen Mittel gegen Ungeziefer her – gegen Wanzen, Flöhe, Heuschrecken, Perser, Israelis.”

Wer das sagte?

Ein irakischer Arbeiter auf einer Baustelle der Firma Karl Kolb. Was die heute im Iran macht, das hat dankenswerterweise Björn Stritzel recherchiert:

Seit Montag hält sich eine große deutsche Wirtschaftsdelegation im Iran auf. Ihr Ziel: In Gesprächen mit Würdenträgern und Mächtigen des Mullah-Regimes lukrative Verträge zu bekommen – auch ohne den erkrankten Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Der Geschäftsdrang deutscher Unternehmen ist nicht unumstritten.

So ist die Menschenrechtslage im Mullahstaat weiter katastrophal: Seit dem Amtsantritt des vermeintlichen Reformers Hassan Rohani wurden mehr als 2000 Menschen hingerichtet. Teheran ist zudem Sponsor der schiitischen Terrormiliz Hisbollah und kämpft in Syrien auf Seiten des Diktators Assad. Außerdem ruft die iranische Staatsführung immer wieder zur Vernichtung Israels auf.

In dieser angespannten Atmosphäre lässt ein deutscher Unternehmer in Teheran besonders aufhorchen: Dr. Michael Fraenzel, Geschäftsführer der Firma Karl Kolb GmbH aus dem hessischen Dreieich.

1. Mai 2016, 16.38 Uhr:

Aleppo: 'On our Own"

von Thomas von der Osten-Sacken

Was von Aleppo noch uebrig geblieben ist, wird in einer neuen Offensive des Assad Regimes und seiner russischen Unterstuetzer weiter in Schutt und Asche gebombt. Diesmal mit der offenen Zustimmung der USA und Europas. Und wer versucht zu fliehen, wird an der tuerkischen Grenze notfalls mit Schuessen aufgehalten. An ein Weiterkommen nach Europa ist eh nicht mehr zu denken.

Es hilft wenig, sich noch ueber die moralische Bankrotterklaerung des sog. Westen aufzuregen, sie laesst sich nur noch attestieren:

Vor Ort, in Aleppo, das kurz vor der Einschliessung steht, sieht es derweil so aus:

The Russians are great friends to Assad,” said the activist, Mr Abdullah. “We can’t say the same for the Americans. When we heard Mr Kerry say Aleppo was run by al-Qaeda we realised we were on our own. There are no terrorists where the government is bombing - it is a lie that everyone is agreeing to accept for the sake of the ceasefire agreement.”

With only one road out of Aleppo for those who live in the rebel-held east, residents worry that if the regime forces manage to sever that lifeline, then thousands will be besieged.

Fadi Hakim, a doctor from Aleppo, said: “This offensive will leave thousands encircled, without food and without medicine. The regime has already bombed the hospitals and its doctors so when the casualties mount up there is no one left to treat them.

“It will be a massacre, the likes of which we haven’t seen before.”

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