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Kürzliche Beiträge
11. Dezember 2013, 20.01 Uhr:

Linke & Grüne mal wieder auf dem Weg nach Teheran

von Thomas von der Osten-Sacken

Gastbeitrag von Stephan Grigat

Sie können es nicht lassen: Wieder einmal unternehmen Grüne und Linke einen Anlauf, um dem iranischen Regime endlich ihren schon so lange ersehnten Höflichkeitsbesuch abstatten zu können. Wie schon bei ähnlichen Versuchen in den letzten Jahren ganz vorne mit dabei: die finnische Grüne Tarja Cronberg, langjährige Vorsitzende der EU-Parlamentsdelegation für Beziehungen zum Iran und Mitglied im Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten, die sofort nach der Bekanntgabe des fatalen Abkommens von Genf gefordert hatte, nun endlich „Irans Isolation zu beenden“. Ebenfalls mit von der Partie: Cornelia Ernst von der Linken, die sich seit Jahren als Gegnerin von Sanktionen gegen das Antisemitenregime profiliert hat.

11. Dezember 2013, 12.28 Uhr:

Niederknien oder verhungern

von Thomas von der Osten-Sacken

Ein Bericht aus Moadamyeh, einem von Regimetruppen eingeschlossenen Vorort von Damaskus:

“Beugt euch oder sterbt vor Hunger” haben Assad-treue Milizen an den Ortseingängen von Moadamyeh angebracht. Die Stadt liegt an der Straße zum Militärflughafen südwestlich von Damaskus. Wegen der großen Kaserne der berüchtigten 4. Division der syrische Armee, die unter dem Kommando von Maher al Assad, dem Bruder des Diktators Bashar al Assad steht, ist die Stadt von strategischer Bedeutung für das Regime. Seit einem Jahr ist die Stadt wie die umliegenden Stadtteile belagert. Damals war die Armee mit dem Versuch gescheitert, die Stadt einzunehmen. “Das Regime setzt alles daran, die Gegend zu kontrollieren, um sie für Militäraktionen nutzen zu können”, berichtet der Aktivist Qusai.

Die Belagerung bedeutete zunächst einmal, dass Moadamyeh von Strom abgeschnitten wurde. Später wurden Checkpoints errichtet und alle, die hindurch wollten, kontrolliert. Inzwischen sind die Checkpoints rund um die Stadt geschlossen, die Menschen eingeschlossen. Wer versucht, sie zu passieren, wird beschossen.

Den ganzen Beitrag auf der Seite von “Adopt a Revolution"  lesen

10. Dezember 2013, 22.15 Uhr:

Unterschiede zwischen Verfassung von 2012 und 2013

von Thomas von der Osten-Sacken

Al Ahram fueht detailliert auf, welche Unterschiede es zwischen der aegyptischen Konstitution von 2012, die massgeblich von Muslimbruedern und Salafiten verfasst wurde, und dem Entwurf aus diesem Jahr bestehen.

So konnten sich die nichtreligioesen Parteien etwa nicht mit ihrer Forderung nach  Religionsfreiheit nicht durchsetzen, weiterhin gilt diese nur fuer die “Religionen des Buches", nicht fuer Hindus, Bahais oder Buddhisten.

Amnesty International kommentierte gestern den neuen Verfassungsentwurf:

Egypt’s draft constitution approved by the Constituent Assembly mends some shortcomings of the 2012 Constitution, but still falls short of Egypt’s international human rights obligations. The draft allows for the military trial of civilians, discriminates against foreign nationals, and leaves the door open for undue restrictions on freedom of expression and assembly.

10. Dezember 2013, 21.39 Uhr:

Fuehrer rufen nach Kindern

von Thomas von der Osten-Sacken

Vorbei die Zeiten, als die Laender des Nahen Osten zu denen mit am schnellsten wachsender Bevoelkerung gehoerten. Fast ueberall setzt sich der Trend nicht nur zur Kleinfamilie durch, Frauen bekommen in der Regel nur noch zwei, wenn nicht weniger Kinder.

Und das verfolgen die grossen Fuehrer alle mit Sorge, Erdogan erklaert unermuedlich mindestens drei Kinder pro Familie seien das islamisch korrekte Modell, keineswegs weniger Nachwuchs duerfe es sein, und auch den Leader.ir treibt das Thema um:

You should consider the different aspects of this issue. You should see what things make our society lose interest in bearing children. This lack of interest in bearing children is a malady. Otherwise, one naturally likes to have children. Why do a number of people prefer to have only one child? Why do they prefer to have only two children? Why do women and men avoid – in different ways – having children? You should look at these issues and see what factors play a role in this. You should identify these factors and ask experts and thinkers to think about finding a cure for these pathological factors. I believe that these factors are pathological and problematic.

Kennt man alles. Mutterkreuz und so. Nur bloed ist, wenn es erst einmal soweit gekommen ist, dass Frauen nicht mehr Gebaermaschinen sein wollen, sondern ein Leben auch  jenseits von Kindern und Kueche fuehren, ist es in der Regel schon zu spaet. Kein Appell, kein grosses Fuehrerwort hilft dann mehr.

Und, man mag es kaum glauben, schon kursieren die ersten Untersuchungen, die davon ausgehen, dass in fuenfzig Jahren die Gesellschaften im Nahen Osten an Uberalterung leiden werden.

6. Dezember 2013, 19.16 Uhr:

Am Anfang ganz unislamisch

von Thomas von der Osten-Sacken

Al Qaida lernt und auch deren PR-Abteilung. Deshalb gibt es jetzt eine woechentliche Zeitung, in der man erklaert, was man tut, kuenftig zu tun gedenkt und warum das alles ganz im Sinne des Allmaechtigen sei. Tja, und ausgerechnet in diesem Magazin ist schwarz und weiss nachzulesen, dass die Rebellion in Syrien anfangs ganz unislamisch war und es spaeter erst wurde, als niemand, zumindest niemand mit enstprechendem Einfluss, die damals noch voellig gewaltlosen Demonstraten unterstuetzte:

Other articles include an interview with high-profile Georgian ISIS commander and military emir Omar al-Shishani, who claims to have come to Syria after being released from Georgian prison, “to carry out jihad in the name of God.”

“However, the first thing I saw [in Syria] were the demonstrations, and people’s slogans were non-Islamic, such as for freedom and democracy,” Shishani tells the ISIS interviewer.

“At the beginning I looked at the situation and saw there was no such idea as establishing an Islamic state. I found that the Muslims were still weak, but I promised God to fight here and if I was killed my martyrdom would be for the sake of God,” he said.

Und heute? Schlaegt eine Fraktion in Washington vor, doch  besser wieder mit Assad zu kooperieren, die andere streckt ihre Hand den Islamisten aus.

6. Dezember 2013, 17.23 Uhr:

Schlechte Aussichten

von Thomas von der Osten-Sacken

Gastbeitrag von Hannah M.,

Alaa und ich laufen über den Flohmarkt in der Altstadt von Tunis und ich schaue nach Schnäppchen. Später erklärt er mir, dass die Klamotten, die dort ausliegen, aus Spendensammlungen stammen, die vorwiegend aus Deutschland kommen. „Du könntest den Pullover deiner Tante gekauft haben“, lacht er. Er hat mich 1,30 Euro gekostet – Touristenpreis.

Die Spenden hat Tunesien anscheinend bitter nötig. Viele Tunesier nagen am Hungertuch, so wie Alaa Touil, wenn sich der Monat dem Ende neigt. „Das Geld, das mir meine Eltern zum Studieren geben, reicht heute nicht mehr“. Tunesien ist pleite, deshalb sieht Alaa auch keine Besserung. „Die Politik ist korrupt und auch die Spendengelder, die hier ankommen, fließen oft in private Taschen“.

Tunesien befindet sich in einer Krise, politisch wie finanziell. Ein idealer Nährboden für Islamisten. „Die Ennahda der Muslimbrüdern und die Salafisten gehören beide der gleichen totalitären Bewegung an. In Krisenzeiten bekommen die Aufwind, das hat man auch in Deutschland gesehen: Das Land radikalisiert sich, eine politische Mitte fehlt“. Es findet eine Verrohung der Gesellschaft statt, das Aggressionslevel ist hoch.

Weiterlesen.

6. Dezember 2013, 12.23 Uhr:

Neuer Giftgaseinsatz in Syrien?

von Thomas von der Osten-Sacken

Wundern wuerde es einen nicht, es stellte sich heraus, dass in der Tat in Syrien erneut Gas eingesetzt worden sei:

Opposition activists accused Syrian government forces of using poison gas in the central town of Nabk Thursday, and said victims had been discovered with swollen limbs and foaming at the mouth.

The activists told Reuters two shells loaded with gas hit a rebel-held area in the town of Nabk, 68 km northeast of Damascus, on a major highway in the Qalamoun region, where fierce battles have been underway for two weeks between regime forces and rebel fighters. The activists reported seven casualties in the attack.

Separately, the Syrian Revolution Coordinators Union also accused regime forces of using poison gas.

“We have documented nine casualties from poison gas used by the regime in neighborhoods of Nabk,” it said on its Facebook page.

Siehe auch: Nabk Medics Try To Send “Chemical Victim” Samples To Outside Lab

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