Schlüppis
Kürzliche Beiträge
18. Oktober 2013, 19.23 Uhr:

Lohnender Giftgaseinsatz

von Thomas von der Osten-Sacken

Lohnt es sich eigentlich, noch zu fragen was die USA mit oder in Syrien eigentlich wollen? Während sie ihre Verbündeten in der Region einen nach dem anderen verärgern, ob Ägypten, Saudi Arabien oder die Türkei, überlassen sie in Syrien den Russen und dem Assad Regime die Initiative. Und die nutzen die anvisierten Friedensverhandlungen in Genf, von denen seit Monaten die Rede ist, für ihre Propaganda:

Russia’s Deputy Foreign Minister Gennady Gatilov on Friday said that Russia, the U.S. and the United Nations could meet as early as November to discuss preparations for the Geneva II peace conference.

“As regards a date, we are prepared to be flexible and participate when all the other members come to an agreement on that matter. Perhaps it will be in early November,” Gatilov told reporters in Moscow.

The Deputy Foreign Minister added that a date for a meeting between representatives of the Russian Foreign Ministry, their American counterparts, and the UN had not been formally set.

Gatilov’s comments also come after a Thursday meeting in Moscow between the Special Envoy of the Russian President to the Middle East, Deputy Foreign Minister Mikhail Bogdanov, and Syrian deputy Prime Minister, Qadri Jamil.

Denn verständlicherweise hat die syrische Opposition erklärt, unter den herrschenden Bedingungen nicht an einem solchen Treffen teilnehmen zu wollen, da inzwischen ja nicht einmal mehr die Rede davon ist, dass Assad zurücktreten müsse.

Der Einsatz von Giftgas hat sich für den syrischen Präsidenten als in jeder Hinsicht lohnend erwiesen, seit dem “Durchbruch der Diplomatie” ist das syrische Regime enorm aufgewertet, die nichtislamische Opposition dagegen hat einen Rückschlag erlitten, von dem sie sich vermutlich nicht erholen wird. Und davon profitieren neben Assad die Islamisten von Al Qaida. Und von deren Stärke wiederum ist Assad abhängig, denn er inszeniert sich ja vom ersten Tag, als er die Order gab friedliche Demonstranten zusammenschießen zu lassen, als großer Kämpfer gegen die Jihadisten, die so erst ins Land kamen.

Und die Menschen in Ghouta, die den Giftgasangriff überlebten? Sie hungern und leiden an einem Mangel an Medikamenten, während das Regime sie weiter konventionell zusammenbomt.

Syrien, man kann es immer nur wiederholen, ohne für diese Worte noch einen Adressaten zu haben,  das ist der Totalbankrott des sog. Westens. Und, wie es aussieht, ein irreversibler.

17. Oktober 2013, 00.51 Uhr:

Rappergewerkschaft

von Thomas von der Osten-Sacken

Magharebia berichtet:

Tunisian rap artists launched a labour union to defend their interests and promote their art.

“The national union of rap artists aims to save the sector from marginalisation and unify them under a legal structure, ensuring their rights and defending them against abuses,” its chief Wajdi Bouzaydi announced on Thursday (October 10th).

Tunisia’s new “National Rap Union” will be linked to the General Confederation of Tunisian Workers (CGTT). According to Bouzaidi (the rapper known as “XCali"), the union plans an annual rap festival and award.

“We are also dreaming to launch a radio or a television station dedicated to rap,” he said.

According to the CGTT, the new rappers’ union “will raise the level of urgency of files concerning the defence of freedom of expression".

Rappers have recently been involved in several court proceedings, raising concerns about artistic freedom

16. Oktober 2013, 12.16 Uhr:

Die Folgen des Sieges der Diplomatie

von Thomas von der Osten-Sacken

Die Diplomatie habe in Syrien gesiegt, so hieß es, ja Außenminister Kerry fand gar lobende Worte, wie kooperativ das Assad Regime sich zeige, ein Regime, das nun final zum Partner aufgewertet wurde. Von einem Rücktritt Assads keine Rede mehr. Was das alles bedeutet für die Region, für Syrien und auch für den Westen, fassen Udi Dekel und Orit Perlov zusammen:

Between President Obama’s August 31, 2013 declaration on a retaliatory action against Syria and the abandonment of the attack option in exchange for dismantlement of Syria’s chemical weapons program, a dramatic change has taken place in the balance of power among the parties battling for the future of Syria. In an ironic if not absurd development, the diplomatic agreement has granted President Assad legitimacy, and made him a partner of sorts to the international community in implementing the resolution on Syria’s chemical disarmament. The long list of crimes perpetrated by Assad over two and a half years, which killed tens of thousands of innocent Syrian civilians, has ostensibly been erased.

The nature of the conflict in Syria has changed fundamentally since President Obama announced on August 31, 2013 that the Bashar Assad regime had used chemical weapons against civilians and consequently faces a military operation. Two weeks later, US Secretary of State Kerry and Russian Foreign Minister Lavrov announced a chemical weapons disarmament program for Syria, and the UN Security Council subsequently passed a resolution to implement the move. As a result, the option of an American attack appears irrelevant in the near future. (…)

Assad understands the opportunity inherent in the rift among opposition forces and the steps taken by the radical Islamic organizations. Therefore, he is encouraging these divisions among the opposition forces and is highlighting the dominance of extremist Islamic elements. The paradox is that he is taking advantage of the jihadi forces and encouraging them to fight the Free Syrian Army in places in which he cannot fight by himself. In addition, Assad is attempting to convince the world that Syria is under attack by foreign jihadists who vie for control of Syria, a threat that only the Syrian army can halt.

Weiterlesen.

15. Oktober 2013, 15.19 Uhr:

Israels nächster Krieg

von Thomas von der Osten-Sacken

Richard C. Schneider sprach mit dem israelischen Generalstabchef Benny Gantz, der ausmalt, wie der nächste Krieg aussehen könnte, der gegen Israel geführt wird:

Ein Terroranschlag auf den Golan-Höhen (nicht mehr so unwahrscheinlich angesichts der aktuellen Realität dort), dabei werden mit Anti-Panzer-Raketen auch israelische Armeestreifen getroffen und getötet, ähnlich wie beim Hizbollah-Angriff 2006. Nicht Assads Truppen, sondern irgendwelche Jihadisten haben den Angriff ausgeübt. Unmittelbar darauf explodiert die ganze Nordgrenze. Hizbollah könnte mit Raketensalven bis hinein nach Galiläa für Chaos sorgen, da die Raketen – anders als 2006 – inzwischen weiter reichen und sehr viel präziser geworden sind. Hizbollah wird – nach den Worten von Gantz – jedes Ziel in Israel treffen können, eine Annahme, die israelische Geheimdienste und andere inzwischen bestätigen. Im Süden werden aus dem Sinai Raketen in großen Menge  in die Stadt Eilat einschlagen, Hunderte von Hamas-Kämpfer könnten versuchen, die Grenze zu Israel zu überrennen. Die Cyberattacken werden vervielfacht und treffen nicht nur zivile, sondern auch militärische Systeme. (…)

Da die Angriffe aus dem Norden vor allem aus zivilen Gebieten kommen werden, da die meisten Raketen der Hizbollah und anderer Gruppen in dichtbewohnte Gebiete gestellt wurden, wird Israels Luftwaffe einen Kampf gegen die Zeit führen müssen. Auch wenn Israel – so Gantz – zivile Opfer vermeiden will, es wird sie geben. In großen Mengen, und jeder Tag, den das israelische Bombardement länger dauert, jeder Tag, an dem die Medien immer schlimmere Bilder um die Welt schicken werden, wird die Delegitimation der israelischen Angriffe voranschreiten. Doch Israel sei gezwungen diese Angriffe brutal, schnell und hart zu führen, sonst sei die eigene Zivilbevölkerung äußerst gefährdet, die Raketenabwehrsysteme wie Iron Dome z.B., werden die Menge an Raketen nicht abfangen können.

14. Oktober 2013, 16.41 Uhr:

Beton nach Gaza

von Thomas von der Osten-Sacken

Warum es so unbedingt wichtig ist, dass Israel Baumaterialien in den Gazastreifen lässt?

Deshalb:

The IDF uncovered a massive Hamas attack tunnel leading from Khan Younis, in the southern Gaza Strip, into Israel, complete with an electrical supply and phone lines.

The tunnel might have been intended for attacking or kidnapping soldiers, or for moving terrorists from Gaza into Israel to commit an atrocity against civilians in border towns and villages, army sources said Sunday. (…)

The tunnel was constructed using approximately 24,000 Israeli concrete slabs which the IDF had permitted into Gaza to ease the crisis in the civilian construction sector, Southern Command chief Maj.-Gen. Sami Turgeman said. As a result, Israel has stopped allowing concrete into Gaza as of Sunday morning, he added.

11. Oktober 2013, 21.26 Uhr:

Kafranbel kommentiert

von Thomas von der Osten-Sacken

Der passende Kommentar aus Kafranbel, Stunden bevor die Welt erfahren durfte, wer zum diesjährigen Friedensnobelpreisträger erkoren worden war:

29. September 2013, 22.24 Uhr:

Griechische Nazis für Assad

von Thomas von der Osten-Sacken

So wie Michael Kühnen sich einst zu Saddam hingezogen fühlte, hat auch Assad seine Nazifreunde, die ihm in der Stunde der Not zu Hilfe eilen. Da passen sie auch hin, schließlich waren die Gründungsväter des Baathismus große Bewunderer Hiltlers und Mussolinis. Was deutsche Linke allerdings noch nie davon abgehalten hat, diesen panarabischen Antiimperialisten die Stange zu halten, schließlich geht’s ja gegen Imperialismus, Zionismus und globalisierten Kapitalismus.

Aus einem Interview, das ein Mitarbeiter der griechischen Zeitung Demokratia vor einiger Zeit mit einem Miglied der Nazigruppe Mavros Krinos” führte:

What is the name of the collective you represent? And what’s it’s role in the creation of the Greek volunteer force fighting on Assad’s side in Syria?

The collectives name that I represent is ‘ Black Lily ” a Greek National Socialist organisation with autonomous running and structure. We have been in touch with our Syrian brothers in arms for years now and that has played an important role in our today’s presence fighting along their side.

How many fighters are currently reside in Syria? Are they there fighting out of ideological motivation or they are just mercenaries?

When you feel deep inside you the sense that you belong somewhere your motivation and presence there can be only in purely ideological grounds, money does not come into play what so ever. Therefore the only reason for us to be there fighting alongside our Syrian brothers in arms is to help them defend the soil of a friendly nations people, showing our solidarity in practise against an age-old foe. The Greeks volunteers is estimated to be the size of a platoon, to answer the first part of your question.

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