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Kürzliche Beiträge
22. Februar 2016, 22.17 Uhr:

Medien hüben und drüben: Neues Kopfgeld auf Salman Rushdie

von Thomas von der Osten-Sacken

Gastbeitrag von Andreas Benl

Tage nachdem Amir Taheri und der iranische Nationale Widerstandsrat die Meldung verbreitet haben, sind nun auch die westlichen Qualitätsmedien ein wenig aufgewacht (in Deutschland bisher nur beim Perlentaucher):

Es gibt ein neues Kopfgeld auf Salman Rushdie, und ausgesetzt wurde es von vierzig staatlichen sogenannten Medien im Iran.

Forty state-run Iranian media outlets have jointly offered a new $600,000 bounty for the death of British Indian author Salman Rushdie, according to the state-run Fars News Agency.

Fars News Agency, which is closely affiliated with the Islamic Revolutionary Guards Corps (IRGC), was among the largest contributors, donating one billion Rials - nearly $30,000.

The announcement coincides with the anniversary of the fatwa issued the Ayatollah Ruhollah Khomeini, the founder of the Islamic Republic, the agency said.

Ayatollah Khomeini, the First Supreme Leader of Iran, issued the fatwa against Rushdie on charges of blasphemy for his novel The Satanic Verses on 15 February, 1989. The Ayatollah called for the death of the book’s author along with anyone “involved in its publication".

Hitoshi Igarashi, the Japanese translator of The Satanic Verses, was stabbed to death outside his office at Tsukuba University, the Italian translator Ettore Capriolo survived being stabbed at his apartment in Milan, and the novel’s Norwegian publisher was shot three times in the back and left for dead outside his home in Oslo.

17. Februar 2016, 23.28 Uhr:

Die Ausnahme

von Thomas von der Osten-Sacken

Es gibt ein Land, das hin und wieder auch mal in Syrien  militärisch eingreift, anders als alle anderen Länder aber das einzige ist, dass, wenn es eingreift, die Hizbollah, andere iranisxhe Hilfstruppen oder die syrische Armee angreift, also jene “Achse des Widerstandes", die von allen anderen Ländern als Partner im Kampf gegen den Terror, wo nicht direkt unterstützt, so auf jeden Fall geschont werden:

“The Observatory for Human Rights says that three Israeli rockets have hit Syrian army outposts near Damascus, according to Reuters.”

14. Februar 2016, 16.54 Uhr:

Happy Valentine’s Day!

von Thomas von der Osten-Sacken

Gastbeitrag von Andreas Benl

Die iranische Sittenpolizei hat wie jedes Jahr angekündigt, gegen die Feier des Valentinstags vorzugehen. Ähnliches wird aus Islamabad, Saudi-Arabien und anderen islamischen Ländern berichtet.

Das Problem – da sind sich die Rechtsgelehrten einig - ist die romantische Liebe und mit ihr verbunden die Freiheit der Frauen, denen für die Reproduktion des repressiven Kollektivs eine ungleich wichtigere (und damit prekärere) erzieherische Funktion zugewiesen ist, als den Männern. Die Möglichkeit, dass sie diese Aufgabe zurückweisen könnten, macht sie den Religiösen permanent der Gemeinschafts- und Staatsfeindschaft verdächtig.

Der Gipfel des Skandals sind die Liebenden, die sich gemeinsam den ihnen zugedachten Rollen entziehen. Mögen also auch heute wie alljährlich die Sittenwächter schäumen über ihre millionenfache Niederlage gegen die Army of Lovers, gegen die keine Moralpolizei und keine terroristische “Partei Gottes” hilft.

12. Februar 2016, 23.12 Uhr:

München 2016

von Thomas von der Osten-Sacken

Über das Münchner Abkommen ist es einmal mehr die Bild Zeitung, die den treffendsten Kommentar veröffentlichte:

Die beschämend lange Liste der Tage, an denen der Westen Syrien und die verzweifelten Syrer verraten hat, ist um einen Eintrag länger. Es ist die Nacht von Donnerstag auf Freitag, in der sich US-Außenminister John Kerry, Russlands Außenminister Sergej Lawrow und zahlreiche weitere sehr selbstbewusste, aber hier letztlich bedeutungslose Außenminister auf eine „Einstellung der Feindseligkeiten“ in Syrien einigten.

Innerhalb einer Woche sollen die Waffen schweigen, manche Waffen zumindest – allerdings nicht die Waffen, die in Syrien den größten Schaden anrichten. In München wird abermals geschlossen, was 1938 als „Appeasement“ in die Geschichte einging: Ein Münchner Abkommen, das Frieden bringen soll, aber die skrupellos-düsteren Gestalten bloß darin bestärken wird, ihre Ziele mit mörderischer Gewalt zu verfolgen.? Fast möchte man dem syrischen Volk ein warnendes „Peace in our time!“ zurufen …

http://www.bild.de/politik/ausland/syrien-krise/das-schaendliche-abkommen-von-muenchen-44538600.bild.html

12. Februar 2016, 10.46 Uhr:

Protest gegen Rohani und Zarif in München

von Thomas von der Osten-Sacken

Das Bündnis STOP THE BOMB protestiert mit einer mobilen Plakatwand gegen die Präsenz des iranischen Regimes bei der Münchner Sicherheitskonferenz. Die entsprechende Presseaussendung findet sich hier.

11. Februar 2016, 08.01 Uhr:

Verhandlungspositionen II

von Thomas von der Osten-Sacken

Wolfgang Gehrcke, Die Linke, macht mal wieder die Avantgarde und fordert, dass alle russsich-syrisch-iranischen Forderungen erfuellt werden muessten, dann auch sei Putin bereit, die Bombardements Aleppos aufzugeben.

Noch ist es eine Presseerklaerung der Linkspartei in Kuerze wird es so Mainstream sein, wie die aehnlich gelagerte Forderung, mit dem IS in Friedensverhandlungen zu treten.

Russland, Iran und Assad vermeiden es dagegen bislang, ganz offen zu fordern, dass doch bitte die Tuerkei und Europa all jene Sunniten aufnimmt, die man bei der Neugestaltung Syriens nicht mehr haben will.

Abzug der bewaffneten Einheiten der Aufständischen, Waffenruhe und im Gegenzug Einstellung der Bombardierung Aleppos sowie Öffnung der Grenzen für Flüchtlinge, die in die Türkei wollen, das muss das Ziel der Vermittlungsbemühungen auch der Bundesrepublik sein.

Und ganz verwerflich ist natuerlich auch, dass die syrische Opposition in Riad die Einhaltung von UN-Resolutionen, die richten sie sich gegen Israel, ein Fetisch dieser deutschen Linken sind, gefordert hat, also die Einstellung von Barrel Bombings und freier humanitaerer Zugang zu Zivilisten. Sowas nennt man dann Vorbedingungen:

Es hat sich als schwerer Fehler erwiesen, dass die Opposition, die in Riad unter erheblichem Druck des Westens zusammengeschoben wurde, von Anfang an ihre Abreise von den Verhandlungen vorbereitet hatte und nicht bereit war, ohne Vorbedingungen zu verhandeln.


10. Februar 2016, 22.08 Uhr:

Verhandlungspositionen

von Thomas von der Osten-Sacken

Die eine Seite redet von einer kurzen Untebrechung der Friedensgespraeche, von einem neuen russischen Plan, den man zu diskutieren gedenke, von der Unmoeglichkeit einer militaerischen Loesung und schaut derweil beim Massaker zu, dass die andere Seite ganz ungestoert anrichtet und dabei auch noch Klartext spricht:

In an interview in her Damascus office, Bouthaina Shaaban held out little hope for diplomatic efforts to end the five-year civil war, telling Reuters proposals for a ceasefire were coming from states that “do not want an end to terrorism” and wanted to shore up insurgents who are losing ground.

The Syrian army, backed by Russian air strikes and Iranian and Lebanese Hezbollah fighters, has launched a major advance in recent weeks near Aleppo, once Syria’s biggest city, now divided between rebel- and government-held sectors.

The offensive, one of the biggest shifts in momentum of the five year civil war, has brought government forces closer than they have been in years to a border crossing with Turkey that has served as the main supply route into rebel-held territory.

There would be no letup in an army advance, which aimed “to liberate cities and villages that were controlled by the terrorists for 3-1/2 years, and also an attempt to liberate the city of Aleppo from the crimes of terrorism", Shaaban said.

Damascus intended “to control our borders with Turkey, because Turkey is the main source of terrorists, and the main crossing for them".

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